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Values Voter Summit

Donald Trump macht Homo-Hassern Mut

80 Minuten lang war die Rede des US-Präsidenten auf einer Veranstaltung einer Organisation, die wegen ihrer Abneigung gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten von Bürgerrechtlern als "Hass-Gruppe" eingestuft wird.


Donald Trump will bei der nächsten Präsidentschaftswahl erneut antreten – bei einem Sieg wäre er bis Januar 2025 amerikanischer Präsident (Bild: whitehouse.gov)

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in Washington zum zweiten Mal während seiner Präsidentschaft eine Rede beim jährlich stattfindenden "Values Voter Summit" gehalten. Die Veranstaltung wird vom Family Research Council organisiert, einer Lobbygruppe christlich-fundamentalistischer Gegner der Gleichbehandlung von queeren Menschen.

Trump hielt eine 80 Minuten lange teils extrem pathetische Rede, in der er die politischen Gegner beschuldigte, die Freiheit in den USA vernichten zu wollen: "Extrem linke Sozialisten wollen die Traditionen und Bräuche kaputt machen, die Amerika zum großartigsten Land der Welt gemacht haben", so der Präsident. Er behauptete ferner, dass die LGBTI-freundliche Oppositionsführerin Nancy Pelosi "ihr Land hasst".

Zwar ging Trump nicht direkt auf LGBTI-Rechte ein, er verbreitete aber die Verschwörungstheorien, dass die Opposition "Kinder indoktrinieren" und "Christen einen Maulkorb verpassen" wolle. Mit diesen "Argumenten" sprechen sich Homo-Hasser in den USA gegen die Erwähnung von Homo- und Transsexualität im Unterricht, gegen Richtlinien gegen Hate Speech und gegen ein nationales Antidiskriminierungsgesetz, das auch sexuelle und geschlechtliche Minderheiten schützt, aus. Außerdem setzte sich Trump für Abtreibungsbeschränkungen und "glaubensbasierende Adoptionen" ein – ein Codewort für die Forderung, dass "christliche" Adoptionsagenturen gleichgeschlechtliche Paare auch in Bundesstaaten mit Antidiskriminierungsgesetzen von Adoptionen ausschließen können, auch wenn dies dem Kindeswohl schadet.

Direktlink | Die gesamte Trump-Rede beim "Values Voter Summit"

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Zweiter Auftritt als Präsident nach 2017

Trump war 2017 als erster Präsident beim "Value Voter Summit" aufgetreten (queer.de berichtete). 2018 kam Vizepräsident Mike Pence als Stargast. Bereits vor seiner Präsidentschaft war Trump zwei Mal bei der Veranstaltung dabei, um für Unterstützung für seine Präsidentschaftskandidatur zu werben.

Konservative evangelikale Christen sind die größte Unterstützergruppe für Trump, der im November 2020 seine zweite Präsidentschaftswahl gewinnen will. Die Gruppe hat eine besonders hohe Wahlbeteiligung und kann in Bundesstaaten, in denen ein knappes Ergebnis erwartet wird, die Wahl entscheiden. Trump versprach den rund 2.000 Menschen im Publikum mehrfach, gegen die "weltliche Kultur" vorzugehen. Wegen dieses Versprechens nehmen Evangelikale laut Umfragen dem Präsidenten den eigenen Lebenswandel – etwa Kontakte zu Prostituierten – nicht übel.

Das 1983 gegründete Family Research Council wird von der Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center wegen seiner "Anti-Homosexuellen-Propaganda" als "Hate Group" (Hassgruppe) geführt. Die evangelikale Organisation forderte etwa wiederholt eine Wiedereinführung des Homo-Verbots in den USA und behauptet, dass "homosexuelles Verhalten schädlich für Menschen und die Gesellschaft" sei. Außerdem wird für die "Heilung" Homosexueller geworben. Neben Homosexualität kämpft das Family Research Council auch gegen Abtreibung, das Recht auf Scheidung, Stammzellenforschung und Pornografie.

Council-Chef Tony Perkins ist immer wieder durch extrem homophobe Äußerungen aufgefallen. So bezeichnete er Kindesmissbrauch als "homosexuelles Problem", warf LGBTI-Aktivisten vor, mit dem Teufel zu paktieren, und begrüßte sogar einen Plan von Politikern in Uganda als "lobenswert", die Todesstrafe wegen Homosexualität zu verhängen. Außerdem warf er vor wenigen Wochen dem offen schwulen Präsidentschaftskandidaten Pete Buttigieg wegen seiner Homosexualität vor, ein "Wolf im Schafspelz" zu sein. (dk)



#1 DramaQueen24Profil
  • 15.10.2019, 07:02hBerlin
  • Trump handelt wie eine Prostituierte, die sich dem fundamentalistisch-christlichem Freier anbietet, um zu bekommen, was er will (wiedergewählt zu werden). Vor einer Gruppe, deren erklärtes Ziel es ist, nicht nur unsere Bürgerrechte zu streichen, sondern auch die Rechte von Frauen und nichtweißen Männern. Das zeigt, wes Geistes Kind die sind, und auch, warum sich Trump so wohl da fühlt.
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#2 HyenadykeProfil
  • 16.10.2019, 09:53hKöln
  • Das " großartigsten Land der Welt" sind die USA sicher nicht wegen ein paar religiös-bigotter Vollpfosten, die im Gotttvertrauen mal eben um die halbe Welt segeln um sich dann von ein paar "unterentwickelten Wilden" retten lassen müssen, weil sie selber nicht genug Nahrung produzieren konnten.

    Oder wegen Leuten, die in einer Massenpsychose 25 Menschen gehängt, zu Tode gequetscht und im Gefängnis verrecken haben lassen.

    Oder wegen Sklavenhaltern, oder Büffelabschlachtern zum Zwecke des Aushungerns, oder ...

    Großartig sind die Freiheitsrechte und die Gewaltenteilung (could be better), aber bestimmt nicht kleingeistiger Fundamentalismus.

    86 45!
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