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Polizeibericht

Berlin: Jugendliche beleidigen und verfolgen Lesben

Drei Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren haben zwei lesbische Frauen homosexuellenfeindlich attackiert.


Die Berliner Polizei muss immer wieder bei aus Homophobie begangenen Taten einschreiten (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Zwei Frauen wurden am Montagabend nach Angaben der Berliner Polizei homophob beleidigt. Demnach lief eine 24-Jährige mit ihrer 25-jährigen Lebensgefährtin Arm in Arm die Alte Schönhauser Straße entlang, als sie von drei Jugendlichen, die unmittelbar zuvor mehrere E-Scooter umgetreten hatten, lesbenfeindlich beleidigt und verfolgt worden seien.

Erst als die 25-Jährige ihr Handy aus der Tasche holte, um die Polizei zu alarmieren, hätten sich die drei Personen in Richtung Alexanderplatz entfernt. Die beiden Frauen fuhren mit den alarmierten Polizisten zum Alexanderplatz, wo sie die drei mutmaßlichen Täter wiedererkannten.

Gegen die beiden 15-Jährigen und den 18-Jährigen wird nun wegen Beleidigung und Sachbeschädigung ermittelt. Wie bei einem Verdacht auf Hassverbrechen üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt das weitere Verfahren übernommen. Weitere Angaben zu den Beteiligten machten die Behörden in der Erstmeldung nicht.

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Bereits am Wochenende war eine Frau in der Bundeshauptstadt von einem Taxifahrer lesbenfeindlich beleidigt und angegriffen worden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Vergangenen Monat hat die Bundesregierung in der Antwort auf einen Kleine Anfrage der Linksfraktion bekanntgegeben, dass die Zahl der bundesweit gemeldeten queerfeindlichen Straftaten binnen eines Jahres um 46 Prozent angestiegen ist (queer.de berichtete). Die demokratischen Oppositionsparteien forderten daraufhin die Bundesregierung zum Handeln auf. (pm/dk)



#1 GronkelAnonym
  • 15.10.2019, 11:44h
  • "Vergangenen Monat hat die Bundesregierung in der Antwort auf einen Kleine Anfrage der Linksfraktion bekanntgegeben, dass die Zahl der bundesweit gemeldeten queerfeindlichen Straftaten binnen eines Jahres um 46 Prozent angestiegen ist."

    Seit Jahren wird gepredigt. Was genau wird denn nun unternommen?
    Warum funktioniert der verstärkte Einsatz in Schulen durch Inklusion, mehr Präsenz und Sichtbarkeit nicht? Warum bessert sich durch die Auflistung der Straftaten in Berlin nichts?

    "Die demokratischen Oppositionsparteien forderten daraufhin die Bundesregierung zum Handeln auf."

    Nicht nur die Bundesregierung. Im Ländle sind häufig die Oppositionsparteien an der Regierung und da wird es auch nicht besser.
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#2 Patrick LGAnonym
  • 15.10.2019, 13:54h
  • Ganz ehrlich, wir haben Berlin nach 23 Jahren verlassen! Man fühlt sich dort nicht mehr wohl! Die Stadt ist mir fremd geworden! Massig Touris, zu hohe Mieten usw...Unter der Linken Regierung ist hier leider nichts besser geworden..Wir fühlen uns nun in Lüneburg bedeutend wohler! Anfeindungen haben wir hier noch nie erlebt! Dazu kam das immer mehr Szeneläden, Saunen dicht gemacht haben. Dazu nur noch Drogenkonsum in der Szene um Sex zu haben üblich ist,nein Danke!
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#3 PetterAnonym
#4 DramaQueen24Profil
  • 16.10.2019, 02:23hBerlin
  • Anscheinend waren die Jugendlichen auf Krawall gebürstet (umkicken der E-Scooter), bevor sie sich der beiden Frauen "annahmen".
    Warum zur Hölle fühlen sich manche Menschen persönlich beleidigt/bedroht, wenn wir auf der Straße sind, und das tun, was auch heterosexuelle Paare tun?
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#5 LotiAnonym
  • 16.10.2019, 08:32h
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • Weil wir angreifbarer sind für diese Vollpfosten und Feiglinge. Frauen leider sowieso. Es ist beschämend, ausgerechnet in Berlin jetzt ständig mitzuerleben wie die Toleranz gegenüber andere sprichwörtlich mit Füßen getreten wird. So richtig wohl fühle auch ich mich nicht mehr in diese ansonsten schönen Stadt. Gehe abends kaum noch aus.
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