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Kommentare zu:
Schwuler Social-Media-Star offenbar wegen Badehosenbild verhaftet


#1 TechnikerAnonym
  • 15.10.2019, 15:50h
  • Auf Touristen kann der mordende Ölprinz wohl lange warten - wer reist freiwillig in ein Land, in dem es außer Öl und Sand sowieso praktisch nix Interessantes gibt, man als Solo-Mann nicht ins Einkaufszentrum kommt, weil da ja auch Weibsvolk rumläuft und man wegen Harmlosigkeiten mit drakonischen Strafen rechnen muß? Diese Folterdiktatur tut man sich nur des Berufs wegen an - und auch das nur, wenn's gar nicht anders geht. Aber dort Urlaub machen?

    Der Prinz sollte mal unter seiner Kopfbedeckung durchlüften...

    www.faz.net/aktuell/gesellschaft/-16407554.html

    "Dazu zählen das Tragen unanständiger Kleidung ebenso wie die Zurschaustellung gegenseitiger Zuneigung. Enge Hemden und Hosen, sowie wie für Frauen freie Schultern oder Knie sind untersagt, erklärte die saudische Tourismuskommission.

    Auch spucken, vordrängeln oder Müll auf die Straße werfen sind verboten. Fotos oder Videos von Leuten dürfen nicht ohne Erlaubnis gemacht werden und es darf auch keine Musik während der Gebetszeiten gespielt werden. Die Höhe der Bußgelder reicht von umgerechnet etwa zwölf Euro bis 1500 Euro.

    Alkohol bleibt illegal. Unklar ist, ob unverheiratete Männer und Frauen gemeinsam in ein Hotelzimmer dürfen."

    Da kommt doch sofort Urlaubsstimmung auf - nicht...
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#2 PetterAnonym
  • 15.10.2019, 17:42h
  • Man kann LGBTI aus solchen Staaten nur dringend raten, in andere Staaten zu fliehen.

    Und es wird höchste Zeit, dass Verfolgung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder der sexuellen Orientierung endlich als genereller Asylgrund anerkannt wird.

    Auch in Deutschland, wo Union und SPD nach wie vor blockieren.
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#3 Patrick SAnonym
  • 15.10.2019, 18:09h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Selbst wenn, wird das schwierig für die Betreffenden Personen zu beweisen sein. Denn wie wir ja gelernt haben, aus den Nachrichten, ist nur der nachweislich schwul für unsere Beamten, der ein dutzend Gaypornos auf dem Smartphone hat und mit Passbild und Lebenslauf seine Verflossenen belegen kann.

    Ich warte nur darauf, bis sie auch bei uns Analuntersuchungen durchführen.

    Oder, bevor ich das vergesse, man bekommt von einem freundlichen deutschen Richter erklärt, wie man am besten unsichtbar lebt, um in seinem Heimatland nicht aufzufallen und Opfer der Justiz zu werden.
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#4 Ana NymAnonym
  • 16.10.2019, 08:40h
  • Zu @2 und @3 Ich finde es auch sehr merkwürdig, dass wir zu Recht soviel auf die abgeschaffte Todesstrafe geben und ein fortschrittliches Rechtssystem, aber das irgendwelche Asylantragsbearbeiter*innen (selten mit der Ausbildung eine*r Richter*in!) indirekt z.B. LGBTIQ+ zu schweren Gefängnisstrafen, Folter und Tod verurteilen dürfen, indem sie sie in entsprechende und dafür bekannte Länder abschieben.
    Unsere Asylgesetzgebung hält dabei noch die "schützende" Hand darüber.
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#5 JanJanAnonym
  • 16.10.2019, 10:06h
  • Antwort auf #1 von Techniker
  • Es gibt genug Menschen/Deutsche die in Saudi Arabien Urlaub machen werden. Die sich von der "tollen" Werbung angesprochen fühlen und es in keinster Weise interessiert, was für dreckige Kriege dieses Land führt, Islamisten auf der Welt und die Islamisierung der Welt fördert und strunzkonservativ ist.

    Ees gibt ja schließlich auch Menschen die in der Türkei Urlaub machen.
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#6 AmurPrideProfil
  • 16.10.2019, 13:42hKöln
  • Vielleicht sollte man in diesem Kontext noch einmal daran erinnern das Saudi-Arabien die geistige Heimat des Wahhabismus, einer puristisch-traditionalistischen Richtung des Islam ist.
    Die Anhänger nehmen für sich in Anspruch, als einzige die islamische Lehre authentisch zu vertreten. Glaubensauffassungen, die mit dem Wahhabismus nicht vereinbar sind, werden von ihnen als "unislamisch" deklariert.

    Die in Asien verbreitete Gruppe der Ahl-i Hadîth sowie das al-Qaida-Netzwerk stehen den Wahhabiten nahe.
    Die Ideologie der Taliban weist Ähnlichkeiten mit dem Wahhabismus auf.
    In seinem Herrschaftsgebiet führte der Islamische Staat einen auf der Scharia und dem Wahhabismus basierenden 16-Punkte-Katalog ein, der das öffentliche und private Leben massiv normierte und einschränkte.
    Gleichzeitig fördert der saudische Staat wahhabitische und andere dogmatische sunnitische Organisationen in allen Teilen der Welt.
    Etwas "spitz" formuliert könnte man also sagen: Der Staat Saudi-Arabien ist Ursprung, Keimzelle und bis heute zumindest ideologischer Ausgangsort des radikalisierten Islamismus und des auf ihm basierenden islamischen Terrorismus.

    Kennzeichnend für den Einfluss der Wahhabiten in Saudi-Arabien selbst sind unter anderem folgende Praktiken im öffentlichen Leben:
    >Verbot des Autofahrens für Frauen (2018 abgeschafft)
    >Verbot für Frauen, sich in der Öffentlichkeit mit fremden Männern zu zeigen
    >Öffentliche Scharia-Strafen wie Hinrichtungen und Auspeitschungen
    >Verbot der freien Religionsausübung
    >Lange Zeit waren Musik und Fernsehen uneingeschränkt verboten.
    >Zerstörung des islamischen Kulturerbes in Saudi-Arabien

    Neben der regulären Polizei gibt es in Saudi-Arabien die islamische Religionspolizei Mutawwi. Diese hat die Aufgabe die Einhaltung der koranischen Vorschrift "..das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten.." in der Öffentlichkeit zu überwachen.

    Wer angesichts dieser Tatsachen, egal ob LGBTIQ* oder nicht, trotzdem noch freiwillig dort hinreist, ist einfach ein .... *bin einfach zu höflich erzogen um das zu schreiben*
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#7 PetterAnonym
#8 LarsAnonym
  • 16.10.2019, 23:21h
  • Antwort auf #6 von AmurPride
  • Hinreisen kann man schon und sollte das vielleicht auch, wenn man die Kraft dazu hat - allerdings nicht als Tourist, der es sich in abgeschlossenen Resorts gut gehen lässt, sondern als Reisender, der sich für andere Länder interessiert und Land und Leute kennen lernt. Erst dann kann man auch besser einschätzen, wie man queere Menschen in diesen Ländern unterstützen kann. Ich denke aber nicht, dass solche Reisen Erholungsurlaube sein können. Sie wären eher politische Arbeit.
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#9 TheDadProfil
  • 17.10.2019, 11:42hHannover
  • Antwort auf #8 von Lars
  • ""Hinreisen kann man schon und sollte das vielleicht auch""..

    Es gab auch hier schon Leute die sich damit rühmten nach Jerusalem zu reisen, um sich dort vor Ort dann ausschließlich "Christliche Kirchen" zu bekucken..
    Um mit keinem einzigem Wimpernzucken auf die politische Situation der dort lebenden Menschen einzugehen..

    "Bildungsreisen" in Länder in denen LGBTTIQ*-Menschen nicht nur unterdrückt sind, sondern auch staatlicherseits ermordet werden, sind die offenbar "logische fortsetzung" der Handlungsweise einer Gattung Mensch, die man als "Gaffer" am Unfallort betrachten kann, und die sich dann auch konsequent der "unterlassenen Hilfeleistung" schuldig machen..
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#10 LarsAnonym
  • 17.10.2019, 22:13h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • Woher kommt jetzt dieser Abwehrreflex?

    Auch LGBT-Aktivisten reisen in die Länder, in denen queere Menschen bedroht werden und knüpfen notwendige Kontakte.

    Das ist wie gesagt nicht jedem zuzumuten.

    Hier, hinter dem sicheren Bildschirm die Welt mit leichtem Grusel zu begaffen, ist sicher am leichtesten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 TheDadProfil
  • 18.10.2019, 11:18hHannover
  • Antwort auf #10 von Lars
  • ""Woher kommt jetzt dieser Abwehrreflex?""..

    Diese von Dir als "Abwehrreflex" bezeichnete Haltung ist purer Selbstschutz..
    Man reist nicht in Länder in denen man nicht mindestens die gleichen Rechte hat, wie zu Hause..

    Es sei denn, man reist dann tatsächlich als Aktivist zur Unterstützung für Aktionen und für die dortigen Aktivisten da hin..

    Im Gepäck die Telefonnummern sehr guter Anwälte* mit internationalen Zulassungen, und der jeweiligen Botschaft vor Ort..

    Ein Badeurlaub auf den Malediven mit dem Beigeschmack des Begaffens dortiger Aktiver verbietet sich da ebenso, wie ein angesprochener "Kultur-Tourismus um Land und Leute" kennen zu lernen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 LarsAnonym
  • 18.10.2019, 13:36h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • "Man reist nicht in Länder in denen man nicht mindestens die gleichen Rechte hat, wie zu Hause..

    Ob "man" das macht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Aktivisten oder solche, die es werden könnten, lernt man ja auch vor Ort kennen.

    Jede(r), der beim Urlaub über seinen Tellerrand schaut und nicht nur die schönen Strände, die Natur- und Kultur- und weitere Tourismusangebote abgreift, sondern sich für Land und Leute interessiert und im Rahmen der Möglichkeiten Kontakte knüpft, ist ein Aktivist.
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#13 TheDadProfil
  • 19.10.2019, 10:01hHannover
  • Antwort auf #12 von Lars
  • ""Ob "man" das macht, muss wohl jeder selbst entscheiden.""..

    Und diese "Entscheidung" unterliegt dann den "Überlegungen" dazu, ob und inwieweit man Teil einer Community sein will, sich solidarisch politisch und auch ökonomisch verhält, oder ob es einem einfach egal ist, welche Rückwirkungen auf diese Community damit verbunden sein werden, sich nicht-solidarisch zu verhalten, und sich im Dunkel einer "un-geouteten" Lebensführung allein aus "persönlichen Gründen" in Länder zu begeben, in denen man seinen "Hobbys" wie "schönen Stränden" auf den Malediven, oder dem bereits angesprochenem "Kultur-Tourismus" im Begaffen "christlicher Kirchen in Jerusalem" hingibt, einfach ignorierend wie die dortigen LGBTTIQ*-Menschen unter den dortigen politischen UND gesellschaftlichen Verhältnissen Leben und Leiden..

    Kann also eine solche "persönliche Entscheidung" dann so einfach über die Situation hinweg getroffen werden ?

    Eine Entscheidung die daherkommt wie die absurde Idee, ein christlicher Flüchtling aus Syrien bucht bei seiner Ankunft in der BRD im nächstem Reisebüro eine 3-Wöchige Urlaubsreise mit Vollpension nach Mossul, oder einen Wüstentripp in die Ruinen von Petra ?

    Deine Idee der "persönlichen Entscheidung" folgt der Double-Bind-Strategie, man könne sich als "Christ" der sich der "Christlichen Religion" und damit der vorgegebenen Lebensführung verbunden fühlt gleichzeitig dazu entscheiden sich außerhalb dieser "Gemeinschaft" zu stellen, und sich dazu "entscheiden" gegen diese damit verbundenen Regeln verstoßen, ohne daß dies irgendwelche Auswirkungen auf die Gemeinschaft habe..

    Nun bilden aber auch die LGBTTIQ*-Menschen eine solche Gemeinschaft, und sie werden als solche auch zusammengehalten durch Regeln die dazu dienen Ziele zu erreichen, und das verstoßen gegen diese Regeln behindert das Erreichen dieser Ziele..

    Und das äußert sich dann in der Tatsache, das offensichtlich immer noch Menschen "glauben",
    "ach, wenn ich mich in meinem privatleben ein bisschen homo-und-trans*phob verhalte, und entscheidungen treffe die auswirkungen auf andere lgbttiq*-menschen haben, dann wird das wohl nicht besonders auffallen"..

    Und so reist dann die "Life-Style-Schwuppe" munter weiter an die Strände solcher Länder, um sich in "Club-Robinson-Ressorts" Cocktails von Unterdrückten servieren zu lassen..

    Und dieser Mangel an Konsequenz setzt sich dann hier vor Ort weiter fort..

    Denn als LGBTTIQ*-Mensch gibt man seine Kinder einer Regenbogenfamilie eben nicht in einen "christlichen kindergarten", kauft sein Bücher nicht bei "Hugendubel" oder anderen der "Kirchen" gehörenden Buchhändler, gibt sein Eltern oder Großeltern auch nicht in Pflege bei der Caritas oder der Diakonie, geht man nicht für die notwendigen medizinischen Behandlungen in die Krankenhäuser und Kliniken dieser "Kirchen"-Konzerne, und man bleibt dann auch schon gar nicht "Mitglied" einer "Gemeinschaft", die einen bei Licht besehen wie Dreck behandelt..

    ""sondern sich für Land und Leute interessiert""..

    Es sind die "Leute" die dann in diesen Ländern die Menschen unterdrücken..

    Die Frage lautet dann also auch :
    Wann kommen Menschen wie Du endlich mal zu einer UMFASSENDEN Sicht auf die Dinge und vor allem die WELT ?
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#14 raisteAnonym
  • 23.10.2019, 00:20h
  • Lasst diesen jungen Mann nicht ins Gefängnis. Es ist erniedrigend. Wenn Ihr mal kein öl mehr habt, werdet Ihr wieder zu dem was ihr wart. Nichtsnutze,
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