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Interview

"Die politische Auseinandersetzung ist rougher geworden"

Hamburgs Indie-Band Schrottgrenze über ihr Ankommen in der queeren Community, Drag und Politik, das neue Album "Alles zerpflücken", die Hetero-Mehrheit in der Band und zu wenig queere Musik mit E-Gitarre.


Gruppenbild mit Dragqueen. Die Hamburger Band Schrottgrenze (v.l.n.r.): Benni, Alexander alias Saskia, Hauke, Timo (Bild: Chantal Pahlsson-Giddings)

Schrottgrenze gründeten sich – wie der Name vermuten lässt – als klassische Punkband, und das bereits 1994. Schnell entwickelte sich die Band jedoch in den Bereich Indiemusik und Powerpop, ohne ihre Punkwurzeln je ganz zu kappen. Nach 16 Jahren und sechs Alben sowie diverse Singles und EPs löste sich die Band 2010 schließlich auf.

Offiziell noch aufgelöst absolvierten Schrottgrenze dennoch ab 2014 wieder einzelne Auftritte, teilweise in neuer Besetzung. Da die Zusammenarbeit gut funktionierte, erfolgte 2017 das Comeback-Album "Glitzer auf Beton." Damit schlug die Band eine komplett neue Richtung ein, zu der man folgendes wissen muss: Sänger Alex hatte sich kurz nach dem Ende von Schrottgrenze geoutet und war zunehmend in der queeren Szene Hamburgs unterwegs, unter anderem als Veranstalter der LIPS-Party und dort dann in seiner Drag-Identität Saskia Lavaux. Das hörte man inzwischen auf "Glitzer auf Beton" deutlich. Songs wie "Sterne" und weitere lassen nichts an Deutlichkeit vermissen.

Daran knüpft das neueste Album "Alles zerpflücken" an und wird in Teilen noch politischer als der Vorgänger. Queerpolitische Forderungen nach Innen und Außen werden ergänzt um Statements gehen Rassismus, Antisemitismus und so weiter. Das Album erscheint am 18. Oktober auf Tapete Records.

Philipp Meinert sprach für queer.de mit Alex Tsitsigias (Gesang, Gitarre, Drag), Timo Sauer (Gitarre). Hauke Röh (Bass) und Benni Thiel (Schlagzeug) über ihr "zweites" queeres Album.


Das erste queere Album von Schrottgrenze, "Glitzer auf Beton", erschien 2017

2017 kam "Glitzer auf Beton" raus – als Comeback-Album der Band als auch als Coming-out-Album von Alex. Wie ist es euch seitdem ergangen?

Alex: Es war eine extrem positive Zeit. Wir haben uns als Band neu erfunden und neu entdeckt. Die aktuelle Besetzung ist ja zum ersten Mal 2016 zusammengekommen und hat mit "Glitzer auf Beton" erstmalig ein Album aufgenommen. Als Kollektiv hat das musikalisch und inhaltlich sehr gut funktioniert. Dabei ist es auch wichtig, dass wir alle die Sachen zusammen erarbeiten, durchsprechen und erörtern. Außerdem hat sich nach "Glitzer auf Beton" extrem viel für uns aufgetan: Sowohl an Räumen, die wir bespielen, als auch an Vernetzung in queerfeministischer Hinsicht und mit anderen Musikerinnen und Musikern. Das war eine durchweg positive Phase. Deswegen haben wir uns auch entschieden, ein zweites Album zu machen.

Timo: Alex und ich haben die Band ja zusammen gegründet und manche wissen, dass wir über die Jahre mit einem stetigen Besetzungswechsel zu kämpfen hatten. Und zum ersten Mal haben wir das Gefühl, dass es eine konstante Band ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es ohne die beiden Neuen, also Hauke und Benni weitergeht. Ich möchte nicht, dass ihr wieder aussteigt (lacht). Es fühlt sich zum ersten Mal richtig kompakt an. Jeder hat seinen Teil, der wichtig ist.

Alex: Schrottgrenze sind eine funktionierende Indierock- und Punkband.

Hauke: Für mich als der Neue, der erst seit 2015 dabei ist und eigentlich nur für drei Konzerte dabei sein sollte, fühlt es sich sowieso an wie das "zweite Album", obwohl es das ja nicht ist und das geht allen Bandmitgliedern so.

Alex: We are family.

Wie wurde euer Imagewandel zu einer queeren Band so aufgenommen, besonders bei den männlichen Kollegen in der Musikbranche?

Alex: Fast durchweg positiv. Es gab sicherlich immer wieder Einzelstimmen, die mit dem Focus nicht einverstanden waren. Teilweise auch aus langjährigen Beziehungen um die Band. Ex-Musiker von uns hatten teilweise keine Lust, mit uns noch einmal aufzutreten, weil ihnen der queerpolitische Focus zu sehr gegen den Strich ging. Abgesehen von solchen Ausfällen oder Hasskommentaren im Internet gab es keine negativen Reaktion. Die Aufmerksamkeit von außen hat die Band auch belebt.


Das neue Album von Schrottgrenze "Alls zerpflücken" erscheint am 18. Oktober

Das neue Album "Alles Zerflücken" knüpft ja auch sehr an euer Comeback-Album an. Es geht wieder viel um queere Räume, um Heteronormativität, Körperlichkeiten und so weiter. Kann man das auch so deuten, dass ihr als Band Schrottgrenze mehr in der queeren Community angekommen seid?

Alex: Total. Musikalisch durch die Platten, aber personell und privat sicherlich auch schon vor-her. Bei den Queer-Partys, die ich in Hamburg veranstaltet habe, war die Band auch anwesend und haben sich vernetzt in der Szene. Auch darüber hinaus bestehen Beziehungen in die queere Szene hinein. Das Musikalische hat auf den neuen Platten nachgezogen.

Man muss es vielleicht erwähnen: Außer Alex sind in der Band alle hetero. Wie war für euch der Kontakt zur queeren Szene?

Timo: Alex und ich hatten in den Jahren, in denen Schrottgrenze nicht bestanden haben, immer wieder sporadischen Kontakt, der aber nie ganz abgebrochen ist. Wir wussten ungefähr, was gegenseitig bei uns passiert. Als wir die Band wieder gestartet haben, sind wir auch auf diese Partys gegangen und haben diese ganzen Leute kennengelernt. Es war nie befremdlich! Über-haupt nicht. Ich würde sagen, wir sind da so reingeschlittert und es war total spannend, diese Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Und es war nie so, dass man dachte, die wären anders. Wir waren schon auf der gleichen Wellenlänge.

Benni: Man muss auch einfach sagen, dass es unfassbar gute Partys waren (lacht).

Alex: Wir haben in der queeren Szene auch Leute kennengelernt, die auch künstlerisch an uns als Band Interesse hatten. Vieles von den Kollaborationen, die ich auch über die Jahre gemacht habe und die wir jetzt auch auf der neuen Platte haben, sind in diesen Kontexten entstanden. Der Kontakt zu Sookee zum Beispiel. Da sind Dialoge entstanden, auch zwischen den Heterosexuellen in der Band. Die waren ohnehin immer feministische Männer, würde ich sagen. Und da zeigt sich, dass es da doch auch gedankliche Brücken gibt, die über subkulturelle Codes hinweg funktionieren.

Direktlink | Video von "Traurige Träume" mit Sookee

Du als einzige queere Person in der Band, Alex…

Alex: Da kommt es ja darauf an, wie man queer definiert. Wir in der Band haben einen offenen queerfeministischen Begriff. In dem sind auch Heterosexuelle mit inbegriffen, die queere Positionen unterstützen. Außerhalb eines queerfeministischen Verständnisses mag dieser Ansatz vielleicht kontrovers aufgefasst werden, aber wir halten ihn für solidarisch und politisch absolut notwendig.

Aber hast du manchmal doch Bedenken, deinen Bandmitgliedern zuviel zuzumuten? Wenn da zum Beispiel Textzeilen sind wie, dass du gerne bläst…

Alex: Dazu muss ich sagen, dass ich die Textzeile sogar noch entschärft habe (lacht). Die Band motiviert mich eher, expliziter zu werden. Ursprünglich hieß es: "Weil ich gern Schwänze blase." Die Schwänze habe ich dann rausgenommen, weil ich mich nicht wohlgefühlt habe und nicht wollte, dass eine weitere symbolische Repräsentation von "Schwanz" durch unser Album präsentiert wird. Aber die Band fand trotzdem, dass es gut sei, dass sexuelle Orientierungen auch direkt aus der Lebenswelt heraus illustriert werden und nicht nur abstrakt darüber gesprochen wird, sondern schwul sein auch heißt: Blasen!

Hauke:
Das gibt's aber im Heterobereich auch (lacht).

Alex: Die Straight Allies sind sozusagen in unserer Band viel lockerer als ich als queere Person. Kann man an einigen Stellen durchaus so sagen.

Hauke: Wir wollten damit natürlich nicht so etwas sensationslüsternes haben oder so. Aber ich hatte auf der Platte davor schon eine textliche Öffnung angestoßen. Wir haben gemerkt, dass die Leute auf die Texte hören. Deswegen wollten wir, dass auch ein paar andere Themen bei der aktuellen Platte angerissen werden. Das war auch der Impuls, bei Songs wie "Traurige Träume" antirassistische Themen stärker einzubringen.

Alex: Es gibt ja auch einen Song über Sucht auf der Platte: "Sog." Wir nehmen Aspekte aus der Lebenswelt heraus, auf die wir uns zu viert einigen können.

Ihr schaltet euch mit euren Texten ja auch in gewisse Debatten innerhalb der Community ein. Es gibt ja auch eine zum Teil sehr polemische Kritik an queerem Aktivismus, speziell in Berlin. Wie erlebt man die von Hamburg aus? Bekommt man das irgendwie mit?

Alex: Ja, schon. Natürlich auch über die Publikationen, die es gibt. So etwas wie "Beißreflexe" habe ich auch gelesen, ebenso wie Beiträge über das Buch. Ich kenne auch Leute, die direkt vor Ort bei solchen Auseinandersetzungen waren und ich muss sagen: Als Hamburger Queer-Person bin ich da oft verblüfft, wie gewaltvoll diese Auseinandersetzungen untereinander geführt werden. Ich kann es nicht so richtig verstehen, weil in Hamburg die queeren Räume noch in einem anderen Stadium sind. Dort findet eine gewaltfreie Kommunikation statt, die Aushandlungsprozesse sicherlich nicht immer einfacher und schneller machen, aber es gibt mehr Solidarität. Die finde ich auch wichtig, um solche Räume überhaupt zu erhalten. Die Auseinandersetzung wird nicht gut geführt. Ich möchte nicht beurteilen, wer recht und wer unrecht hat. Ich glaube, jede Partei hat ihren Punkt. Das muss man aber auch mal anerkennen und einen Weg finden, ohne dass es ständig eskaliert und Ausschlüsse passieren.


Schrottgrenze wurde vor 25 Jahren als Punkband in Peine gegründet (Bild: schrottgrenze / instagram)

Lieder wie "Räume" und "Das Kapital" sind für eine Band wie Schrottgrenze ja doch politisch direkter, ohne dass die Band zuvor unpolitisch war. Seid ihr als Band auch wütender geworden?

Alex: Würde ich schon sagen. Wir sind ja auch von der aktuellen Zeit beeinflusst. Die politische Auseinandersetzung ist wesentlich rougher und offensiver geworden und die Räume, in denen wir als Kulturschaffende unterwegs sind – losgelöst von der sexuellen Orientierung – stehen dahingehend auch immer mehr unter dem Hammer. Das Klarkommen im Neoliberalismus erzeugt auch eine Wut, die wir in der Musik platzieren.

Timo: Die älteren Platten sind in einer anderen Zeit entstanden. Natürlich waren wir immer gegen rechts, klar. Aber gesellschaftlich war es nie so offensichtlich wie jetzt gerade. Und das beeinflusst uns natürlich.

Alex: Als Antifaschisten, die auch schon 1992 mit Slime und ähnlichen Politpunkbands antifaschistische und antirassistische Gedanken entwickelt haben, war es für uns in den letzten zehn Jahren eine anstrengende Zeit, die sich auch in den Texten niederschlägt.

Du hast es gerade schon angesprochen: Eure Wurzeln liegen ja im Punk. Provokant gefragt: Was ist davon jetzt noch übriggeblieben?

Alex: (lacht) Eine gute Frage. Auf jeden Fall der Do-it-yourself-Gedanke. Wir machen nach wie vor alles selbst, haben beispielsweise über die Jahre alles selbst gemanaged. Natürlich haben wir auch mit Produzent*innen gearbeitet, aber die haben wir auch immer sehr genau ausgesucht, egal ob es Rod Gonzales, Peter Devlin, Tobias Levin oder jetzt Kristian Kühl waren. Also das, was Schrottgrenze war, haben wir hauptsächlich selbst auch aufgezogen. Diesen Gedanken haben wir aus der frühen Punkzeit mitgenommen in die Zeit, in der wir Power-Pop und Indie spielen. Außerdem sind wir stark vom Postpunk beeinflusst, wie The Cure oder Guided by Voices. Dahingehend ist Punk bei uns ohnehin sehr einflussreich, weil es Postpunk ja ohne Punk nicht geben würde.

Benni: Wenn wir im Proberaum sind und Musik machen, schwirren bei uns auch immer mal Ideen durch den Raum. Unsere Lieder sind immer mal wieder beeinflusst von Punk- und Hardcorebands, wie zum Beispiel Hüsker Dü oder auch Against Me!.

Der Opener "Life is Queer", den ihr ja bereits veröffentlicht habt, kam ja mit einem sehr quietschig-glitzerndem Video daher. Wie waren die ersten Reaktionen darauf? Es ging zumindest sehr viral.

Alex: Die ersten Reaktionen von denen, die sich direkt bei uns melden, waren extrem positiv. Es gab in der queeren Szene diesmal viel mehr Reaktionen als bei dem letzten Album, was ich natürlich toll fand. Hass-Kommentare unter den Videos gab es auch, die wir so in der Form vorher noch nicht hatten, auch nicht bei "Sterne" vom letzten Album, obwohl der noch erfolgreicher war als "Life is Queer." Die sind für uns neu, aber das kennen wir natürlich schon aus dem Internet. Kommentare wie "Die Evolution hat bei euch versagt" oder allgemeines homophobes Gedöns. Für uns ist das ein Zeichen, dass wir eine gewisse Blase durchstoßen haben und ich finde es gut, wenn Diskussionen da losbrechen. Wenn man damit Leute provoziert, haben wir alles richtig gemacht.

Direktlink | Video zu "Life is queer"

Du trittst ja inzwischen bei allen Konzerten in Drag als Saskia Lavaux auf. Gibt es Alexander eigentlich noch bei Schrottgrenze?

Alex: Nee, Alex wurde durch Saskia ersetzt.

Timo: Damit bin ich das letzte Gründungsmitglied (beide lachen).

Du machst das ja aber noch nicht allzu lange, nur noch in Drag aufzutreten. Was war da die ausschlaggebende Entscheidung?

Alex: Als wir die Reunion gemacht haben, hatten wir ja eigentlich gar nicht vor, wieder richtig loszulegen. Es war eher ein Aufarbeiten der Retrospektive. In dem Kontext war es für mich schon die Frage, wie ich das mache. Ich war ja davor schon jahrelang als Dragqueen unterwegs und habe auch nur noch in Drag auf der Bühne gestanden. Trotzdem war es am Anfang mit Schrottgrenze noch superfremd. Danach habe ich angefangen, mit Make-up zu experimentieren, auch weil die Band mich ermuntert hat, es zu machen, auch weil die Texte damit zusammenhängen. Sie meinten, ich solle jetzt nicht als "Zimmertranse" zuhause bleiben. Deswegen wir haben wir von Album zu Album, von Single zu Single und von Video zu Video etwas mehr Drag gemacht und ich fühle mich wohl damit.

Ich habe eine etwas allgemeinere Frage: Insgesamt, kann man glaube ich sagen, ist die queere Musikszene in Deutschland ja ganz gut aufgestellt. Von Kerstin Ott über Felix Jaehn bis Sookee, um mal ein ganz breites Spektrum abzudecken, ist ja fast für alle Geschmäcker was dabei. Aber warum gibt es immer noch so wenige bekannte Künstler*innen mit E-Gitarre?

Benni: Das fragen wir uns auch öfter.

Alex: Wir hoffen natürlich, dass sich Leute durch uns etwas motiviert und empowert fühlen, Sachen mit E-Gitarre zu machen und Rock nicht der heteronormativen Prägung im deutschsprachigen Raum zu überlassen. Im internationalen Raum gibt es ja viel mehr, an dem man sich orientieren kann. Wir merken natürlich auch, dass wir uns sehr stark vernetzen mit Leuten aus dem Rap, also mit Musiksparten, mit denen wir jetzt gar nicht so sozialisiert wurden. Aber da geht es inhaltlich so stark zusammen, und wir haben auch Spaß daran, mit Leuten aus anderen Sparten zu kollaborieren. Also wir freuen uns über jede queere Rockband, die dazukommt.

Timo: Es war ja mal anders. Wenn man die Großen wie Bowie und Mick Jagger sieht, gab es schon früher Tendenzen, zumindest mehr Weiblichkeit zu zeigen.

Alex: Klar, es gab schonmal mehr kritische Männlichkeit auf der Bühne als heutzutage.

Ihr habt jetzt zwei sehr queere Alben vorgelegt. Ist das Kapitel damit durch, und ist es vorstellbar, dass ihr euch mit einem potentiellen dritten Album in eine andere Richtung bewegt?

Alex: Das kann man natürlich nie so ganz genau sagen, aber wenn man jetzt nach dem klassischen Rock-Format geht, müsste man eigentlich eine Trilogie daraus machen. Das finale Kapitel fehlt eigentlich noch. Aber mal Spaß beiseite: ich denke, man muss das auch immer an den Umständen der Zeit festmachen und auf sich zukommen lassen. Wir haben jetzt zwei Alben lang intern daran gearbeitet, eine Sprache für diese Themen zu finden, die es vorher in der Form noch nicht gab. Ich glaube nicht, dass einerseits dieser Anspruch verschwindet und andererseits finde ich nicht, dass es weniger Sichtbarkeit geben darf. Die Auseinandersetzungen werden nicht schwächer, die Räume müssen besetzt bleiben. Queere Musik muss sehr viel mehr an den Start kommen. Nicht nur von uns.

Timo: Spannend finde ich immer, wie man diese wissenschaftliche Sprache in einem Popsong unterbringt. Das ist immer die größte Diskussion bei der Entstehung der Alben. Es darf nicht so kryptisch klingen. Man soll alles verstehen und mitsingen können. Das ist gar nicht einfach. Vielleicht setzten wir zum dritten Mal einen drauf. Es ist ja jetzt schon besser gelungen, meiner Meinung nach.

Benni: Der Themenfächer ist ja im Vergleich zum letzten Album breiter geworden. Vielleicht passiert das beim nächsten Album auch. Dass queere Grundthemen drinbleiben, kann ich mir gut vorstellen. Aber wer weiß, was bis dahin passiert und was uns beschäftigt.

Schrottgrenze auf Tour

18.10.2019: Hamburg – Übel & Gefährlich (Record Release Party)
30.11.2019: Hannover – Otterfest 2019
05.12.2019: Berlin – Badehaus
06.12.2019: Wolfsburg – Jugendhaus Wolfsburg Ost
07.12.2019: Wiesbaden – Kulturzentrum (KUZ) Schlachhof
11.12.2019: Leipzig – Werk 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V.
12.12.2019: München – Feierwerk/Hansa 39
13.12.2019: Stuttgart – ClubCANN
14.12.2019: Köln – Helios37
06.02.2020: Jena – Rosenkeller
07.02.2020: Erlangen – E-Werk
08.02.2020: Karlsruhe – KOHI-Kulturraum e.V.
13.02.2020: Essen – Zeche Carl
14.02.2020: Kassel – Kulturzentrum Schlachthof
15.02.2020: Bremen – Kulturzentrum Lagerhaus


#1 ChuxAnonym
  • 17.10.2019, 23:42h
  • Eine großartige Band, die mich auch in ihrer Post-Queer-Zeit sozialisiert und in der Jugend begleitet hat. Ohne sie direkt anzusprechen, gaben mir die Texte antworten auf meine Probleme als schwuler Jugendliche auf dem Land. Mittlerweile weiß ich warum! Danke danke für alles!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ChuxAnonym