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"Anteckungsgefahr"

Schwuler Gastwirt aus Tirol erhält Hassbrief

Der Besitzer des Gasthofs und Hotels Eiserne Hand freut sich über eine Welle der Solidarität, nachdem er wegen seiner Homosexualität angefeindet worden war.


Die Geschichte von Michael und Markus hat es bereits in die TV-Regionalnachrichten geschafft (Bild: Tirol TV)

Gastwirt Michael Reiter aus der Marktgemeinde Fieberbrunn nahe Kitzbühel sorgte am Dienstag mit der Veröffentlichung eines an ihn adressierten handgeschriebenen Hassbriefes auf der Facebookseite seines Hotels für viele Reaktionen. In dem Brief war zu lesen (Rechtschreibfehler nicht korrigiert): "Servus Michael, Dass Du in der Schwulen Szene unterwegs bist ist uns allen längst bekannt gewesen. Wir Fieberbrunner werden auf jeden Fall dein Gasthaus meiden. Ansteckungsgefahr. Wir werden es auch so vielen Gästen wie möglich weiterleiten."

Eine Unterschrift oder einen Absender suchte man auf dem Schreiben vergeblich. Der Poststempel stammt aus einer benachbarten Kleinstadt.

Auf der Facebookseite äußerten hunderte Menschen nach der Veröffentlichung des Machwerks ihre Solidarität. Offenbar konnte das Gasthof Hotel Eiserne Faust sogar neue Fans gewinnen: "Wenn ich vorhabe, in Tirol Urlaub zu machen, dann komme ich zu euch!", schrieb etwa eine Nutzerin. Ein anderer erklärte: "Wenn man sich bei euch mit guter Laune und Menschlichkeit anstecken kann, dann kommen wir definitiv zu euch und machen dort Urlaub!"

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Auch die österreichischen Medien griffen den Fall auf. Bei "Tirol TV" erklärte Michael Reiter, der das Tiroler Hotel bereits in fünfter Generation betreibt, dass er sich bereits mit 16 Jahren geoutet habe und seine Homosexualität bislang kein Problem darstellte. Letzten Monat heiratete er im Rahmen einer großen Party seinen deutschen Freund Markus, den er seit zehn Jahren kennt. Als Reaktion auf den Brief überlege das Paar nun, eine Überwachungskamera anzubringen.

Gegenüber krone.at vermutete Michael, dass ein "Neider" den Brief geschrieben haben könnte. Er sei bereits am Dienstag zur Polizei gegangen und habe Anzeige wegen Beleidigung gestellt. Er wolle zudem als Reaktion auf die Anfeindung einen Spendenmarathon beginnen, mit dem er jungen Menschen in der Schule helfen wolle, "die mit Anfeindungen, vor allem mit Rassismus und dergleichen, zu kämpfen haben".

Am Donnerstagvormittag veröffentlichte das Paar auf Facebook ein Dankesschreiben für die positiven Reaktion. Der Briefschreiber solle wissen, "dass wir uns nicht unterkriegen lassen". (cw)

Wir danken jetzt schon Allen für das Mega positive Feedback und der oder diejenige, die den Brief gesendet hat soll…

Gepostet von Gasthof Hotel Eiserne Hand *** am Mittwoch, 16. Oktober 2019
Facebook / Gasthof Hotel Eiserne Hand ***



#1 Sabelmann
#2 PetterAnonym
  • 17.10.2019, 17:14h
  • Wie immer irgendwelche Leute, die frustriert vom eigenen Leben sind und die sich im Schutz der Anonymität auch mal stark fühlen wollen.

    Arme Würstchen, aber dennoch brandgefährlich und nicht zu unterschätzen. Dennoch darf man sich von sowas nicht einschüchtern lassen, denn sonst lebt man irgendwann nur noch zurückgezogen in Einsamkeit und bekommt dann noch psychische Probleme, Angststörungen, etc. Deswegen darf man sich von sowas niemals einschüchtern lassen und niemals zum Opfer machen lassen.
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#3 DramaQueen24Profil
  • 18.10.2019, 02:50hBerlin
  • Zunächst einmal sollte der Schreiber des Briefes ein anständiges Deutsch lernen und sich dann überlegen, ob die Ansteckungsgefahr bei Dummheit nicht signifikant höher ist, als sie bei Homosexualität je sein könnte? Vorausgesetzt, Homosexualität wäre ansteckend (wofür es keinerlei Beweise gibt).
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#4 TheDadProfil
  • 18.10.2019, 12:24hHannover
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • ""Zunächst einmal sollte der Schreiber des Briefes ein anständiges Deutsch lernen und sich dann überlegen, ob die Ansteckungsgefahr bei Dummheit nicht signifikant höher ist, als sie bei Homosexualität je sein könnte?""..

    ""aus der Marktgemeinde Fieberbrunn nahe Kitzbühel""..

    Die sprechen dort "Österreichisch"..
    Inklusive Dialekt..
    Das nennt sich "Kultur-Gut"..

    Ansonsten überforderst Du den Briefe-Schreiberling, denn wenn der in der Lage wäre "nachzudenken", dann gäbe es diese Story gar nicht..
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