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Moskau

"Schwul gemachter" Russe zieht Klage gegen Apple zurück

Ein Russe warf dem US-Konzern Apple vor, dass er nur wegen seiner iPhone-Nutzung sexuelle Beziehungen mit Männern gehabt habe.


Macht das iPhone schwul? Ein Moskauer behauptete, wegen der Nutzung des Handys auf Männer-Sex aufmerksam geworden zu sein (Bild: Paul Hudson / flickr)

Anfang des Monats sorgte die Klage eines Moskauers für internationales Aufsehen, weil er den US-Konzern Apple beschuldigt hatte, dass ihn die Nutzung einer iPhone-App schwul gemacht habe (queer.de berichtete). Am Donnerstag zog er laut AFP-Angaben nach der ersten Gerichtsanhörung seine Klage zurück.

Seine Anwältin Sapischat Gusniewa erklärte, ihr Mandant habe sich Sorgen um seine Privatsphäre gemacht. Öffentlich wurde sein Name bisher nur mit D.E. Rasumilow angegeben. Gusniewa erklärte, Rasumilow sei unter Druck gesetzt worden, nachdem "hasserfüllte Menschen" ihn identifiziert und "Apple-Unterstützer ihn angeschrieben" hätten.

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Gaycoins als "Gefahr"

Der Kläger hatte behauptet, dass er 2017 mit seinem Smartphone mit einer App 69 sogenannte Gaycoins von einer unbekannten Person erhalten habe. Dabei handelt es sich wie bei Bitcoin um eine Kryptowährung, die allerdings die LGBTI-Community als Zielgruppe auserkoren hat. Umgerechnet sind die "schwulen Münzen" rund 1,40 Euro wert.

Bei der Lieferung der Gaycoins habe der unbekannte Absender auch eine englischsprachige Notiz geschickt, in dem er ihn zum schwulen Sex aufgefordert habe. Daraufhin habe er nicht anders gekonnt, als der Aufforderung zu folgen. "Apple hat mich mit Manipulation in die Homosexualität gedrängt. Das hat moralische und psychische Schäden verursacht", hieß es in der Anklageschrift. Der Kläger verlangte vom US-Konzern Schadensersatzzahlungen in Höhe von einer Million Rubel (14.000 Euro).

Seine Anwältin erklärte am Donnerstag, ihr Mandant habe als Reaktion auf das Erhalten der Gaycoins mit seiner Freundin Schluss gemacht. Er schäme sich jetzt, weil er eine Beziehung zu einem Mann unterhalte.


Vorsicht: Beim Anblick dieser Werbung kann man schwul werden…

Apple gilt als LGBTI-freundliches Unternehmen. Seit 2011 wird die Firma aus Kalifornien von Tim Cook geführt, der sich 2014 als schwul outete (queer.de berichtete). Cook hat öffentlich LGBTI-feindliche Gesetze kritisiert (queer.de berichtete). (dk)



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#1 PetterAnonym
  • 17.10.2019, 17:27h
  • Jemand, der sich für 1,40 Euro zu schwulem Sex auffordern lässt, hat offenbar noch ganz andere Probleme...
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#2 tchantchesProfil
  • 17.10.2019, 18:32hSonstwo
  • Naja, aus Sicht des Kreml und unter Berücksichtigung der sowjet... pardon... der russischen Gesetzeslage ist das alles vollkommen logisch.

    Genau deshalb ist die Homo-Propaganda dort ja verboten, weil sie halt Leute schwul macht.

    Und so ist es auch kein Wunder, dass die Leute Apple verklagen, wenn sie durch sowas schwul werden, was in Russland bekanntlich ganz furchtbar schlimm ist.

    Ist doch alles völlig klar und stimmig, oder etwa nicht?
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#3 Lukas_dnzAnonym
  • 17.10.2019, 21:01h
  • Meine nette Bäckereimitarbeiterin hat mir letzte Woche ein belegtes Brötchen im Wert von 1,40 geschenkt. Danach habe ich mich von meinem Mann getrennt und mit der Dame geschlafen. Versuche nun die Bäckerei zu verklagen. Sie hat mich manipuliert, ich konnte nicht anders und schäme mich jetzt. *ironie off*
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#4 Aha NymAnonym
  • 18.10.2019, 13:42h
  • Antwort auf #3 von Lukas_dnz
  • Ja so schnell kann's gehen.
    Ich geh jetzt nicht mehr in den Zoo, habe total Angst dass mir ein Gorilla Bananen im Wert von 1,40 schenkt.
    Die sitzen bestimmt schon hinter ihren Gittern, diese Gorillas und packen Bananen in Geschenkpapier.
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