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Thüringen

"Linke und Grüne am bi-freundlichsten"

Das Bisexuelle Netzwerk (BiNe) hat Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober veröffentlicht. Mit der CDU ist der Verein besonders unzufrieden, die AfD wurde erst gar nicht gefragt.


Für seine Forderung, an Rathäusern oder Ministerien auch mal die Bi-Flagge zu hissen, bekam das Bisexuelle Netzwerk nur von der CDU eine klare Abfuhr

Bei den Wahlprüfsteinen des Bisexuellen Netzwerks (BiNe) zur Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober haben die größte und die kleine Regierungspartei am besten abgeschnitten. "Linke und Grüne am bi-freundlichsten, FDP und Bündnis Grundeinkommen im Mittelfeld, SPD und CDU mit deutlichen Abstrichen", heißt es zusammenfassend in einer Pressemitteilung des Vereins vom Samstag.

In Thüringen haben alle großen demokratischen Parteien sowie das Bündnis Grundeinkommen auf die Fragen von BiNe zu insgesamt 15 Themenfeldern geantwortet, dabei ging es u.a. um Initiativen für bisexuelle Sichtbarkeit, Schulaufklärung und Blutspenden. Die Piraten gaben an, für die Beantwortung keine freien Kapazitäten zu haben, und die ÖDP erklärte, sich noch nicht mit dem Thema Bisexualität beschäftigt zu haben. Die AfD wurde bewusst nicht angeschrieben. "Die menschenrechtsfeindlichen Positionen sind ausreichend bekannt", so das Bisexuelle Netzwerk.

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FDP und das Bündnis Grundeinkommen als "bi-inklusiv" gewürdigt

"Die Linke überzeugt vor allem bei konkreten Vorstellungen, wie Kindergarten und Schule diskriminierungsfreier werden. In vielen Punkten wird klar, dass hier kompetente Menschen mitarbeiten", heißt es in der Auswertung der Wahlprüfsteine (PDF). "Die Grünen überzeugen aber auch und punkten besonders bei den Zusatzthemen Kampf gegen Rechtsextremismus und für Klimaschutz."


Die meisten roten Smileys bei der CDU: Wahlprüfsteine des Bisexuellen Netzwerks für Thüringen

FDP und das Bündnis Grundeinkommen hätten sich zwar "weniger konkret", aber "dennoch bi-inklusiv" geäußert, lobte das Netzwerk. Bei der SPD sei "trotz einiger positiver Punkte" die Einstellung zu Blutspenden bei bi- und homosexuellen Männern "erschreckend". "Es ist nicht nachvollziehbar, warum von einem monogamen Männerpaar, welches ein Kondom benutzt, ein höheres Risiko ausgehen sollte als von einem monogamen gegengeschlechtlichen Paar, welches auf Kondome verzichtet."

CDU befürchtet "zu frühe Sexualisierung"

Die CDU bildet bei den Wahlprüfsteinen das Schlusslicht. BiNe warf der Union insbesondere eine Anbiederung an die LGBTI-feindliche "Demo für alle" vor. Das Thema "Umgang mit sexueller Vielfalt" habe bereits einen festen Platz im Bildungsplan des Landes, heißt es zwar in der Antwort der CDU Thüringen zu Schulaufklärung über Bisexualität. Die Oppositionspartei schreibt auch auch: "Viele Eltern befürchten eine zu frühe Sexualisierung ihrer Kinder und sehen darin zu Recht auch Gefahren."

Bereits Anfang Oktober hatte der LSVD Thüringen seine Wahlprüfsteine zur Landtagswahl veröffentlicht (queer.de berichtete). Auch dort schnitten Grüne und Linke am besten ab. (cw)



#1 David_1307Anonym
  • 20.10.2019, 09:41h
  • Wieso fließt das Thema Klimaschutz hier auf Queer.de mit in die Bewertung ein? Das hat mit der Frage nach LGBTIQ-Positionen keinerlei Verbindung.
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#2 feli491Anonym
#3 raganello
  • 20.10.2019, 15:28h
  • "There's no pride on a dead planet"

    Natürlich ist das Thema Klimaschutz für queere Menschen wichtig.
    Daher wurde es auch miteinbezogen.
    Aber nicht von queer.de, sondern von BiNe.
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#4 SeriousAugustAnonym
  • 21.10.2019, 18:49h
  • Das Thema "Umgang mit sexueller Vielfalt" habe bereits einen festen Platz im Bildungsplan des Landes, heißt es zwar in der Antwort der CDU Thüringen zu Schulaufklärung über Bisexualität.

    Wir hatten einen Workshop, der wohl gemerkt erst auf nachdruck der Schüler zustande kam, gehabt in dem 'Sexuelle Vielfalt' höchstens am Rand mal kurz erwähnt wurde. Im Unterricht selber wurde nie auch nur 1 Wort über dieses Thema verloren 'Sexualkunde' an sich hatten wir vllt auch nur 2 Unterrichtsstunden mehr nich! Das ist ernsthaft einfach nur lächerlich 'fester Platz im Bildungsplan' ist ja schön und gut aber dann sollte man auch mal dafür sorgen dass sich die Lehrer auch an diesen Bildungsplan halten und wen die CDU jetzt schon so eine Antwort darauf hat weiß man Ja was sich ändert wenn sie in die Landesregierung kommen (was ich nicht hoffen mag) nämlich nichts!
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