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Nach Protesten

Homophobe Fastfood-Kette muss erste europäische Filiale wieder schließen

Das US-Schnellrestaurant Chick Fil-A wollte auch auf dem alten Kontinent Fuß fassen. Nach Protesten wurde aber nach nur einer Woche die baldige Schließung der ersten europäischen Filiale in Südengland angekündigt.


Europäer müssen weiterhin auf die schlabbrigen Hähnchenfiletbrötchen von Chick-Fil-A verzichten (Bild: Jay Reed / flickr)

Das war ein kurzes Gastspiel: Die wegen ihrer Homophobie berüchtigte amerikanische Fastfood-Kette Chick Fil-A (gesprochen: Tschick-Filee) hatte am 10. Oktober in einem Einkaufszentrum in Reading (gesprochen: Redding) bei London die erste europäische Filiale eröffnet. Schon bei der Einweihung protestierten LGBTI-Aktivisten vom CSD Reading gegen das Schnellrestaurant. Eine gute Woche später gab das Einkaufszentrum "The Oracle" bekannt, dass man den Pachtvertrag nicht über die halbjährige Probezeit hinaus verlängern werde.

"In diesem Fall haben wir entschieden, dass es das Richtige ist, Chick-Fil-A nur zu erlauben, während der ursprünglichen Pilotphase von sechs Monaten bei uns zu verkaufen und den Vertrag nicht weiter zu verlängern", zitierte der "Guardian" das Einkaufszentrum. Aktivisten vom CSD Reading erklärten jedoch, sie würden weiterprotestieren, bis das Restaurant seine Türen tatsächlich schließt.

Gepostet von Reading Pride am Samstag, 19. Oktober 2019
Facebook / Reading Pride | Protestaktion vor dem Einkaufszentrum

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Der im Familienbesitz befindliche Hähnchenbrater mit mehr als 2.300 Filialen in den USA und Kanada ist das Lieblingsrestaurant vieler Homo-Hasser, da sich das Unternehmen als christlich identifiziert und wiederholt gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht Stimmung gemacht hat (queer.de berichtete). Seit Jahren spendet die Kette Millionenbeträge an homo- und transphobe Organisationen, teilweise sogar an Homo-"Heiler" (queer.de berichtete).

Dan T. Cathy, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Kette, macht insbesondere im republikanischen Haussender "Fox News Channel" immer wieder mit Verweis auf das Christentum Werbung für seine Kette. Der Konzern weist stets jeglichen Vorwurf von Homophobie zurück und behauptet, man sei für alle Menschen da, allerdings beruhten die Werte des Unternehmens auf dem Christentum.


Im Juni schlangen die Moderatoren des Frühstücksmagazins des Fox News Channel während der Sendung Burger und Fritten von Chick-Fil-A herunter (Bild: Screenshot Fox News Channel)

Rapper Kanye West hatte erst Anfang des Monats für Schlagzeilen gesorgt, als sein Fansong für Chick-Fil-A geleakt wurde. Der Ehemann von Societylady Kim Kardashian forderte in dem Song dazu auf, die Popkultur abzulehnen und sich der christlichen Religion zuzuwenden (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimonAnonym
#2 Religioten-WatchAnonym
  • 23.10.2019, 09:49h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Da wäre ich mir nicht so sicher. Wir können froh sein, dass die in England ihren Testballon gestartet haben und nicht z. B. in Stuttgart, wo die Evangelen mit Hosianna die Filialen besucht und finanziert hätten, gerade weil das Unternehmen sich so schwulenfeindlich positioniert.
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#3 SchleicheR74
#4 HyenadykeProfil
#5 lindener1966Profil