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Rachel McKinnon

Hassausbruch gegen trans WM-Siegerin

Online schütten viele Trans-Hasser bis in die Trump-Familie hinein Häme und Hass aus, nachdem die Radfahrerin Rachel McKinnon ihren WM-Titel verteidigen konnte.


Nach ihrem Sieg zeigt Rachel McKinnon stolz die trans Pride-Flagge (Bild: Twitter / Dr. Rachel McKinnon)

Die 37-jährige trans Kanadierin Rachel McKinnon hat am Sonntag zum zweiten Mal in Folge die Bahnrad-Weltmeisterschaft "UCI Track Cycling World Masters Championship" gewinnen können. Der Sieg im englischen Manchester in der Gruppe der 35- bis 39-Jährigen führte sofort zu vielen Gegenreaktionen: Die zweitplatzierte US-Fahrerin Dawn Orwick verweigerte auf dem Siegerpodest beim Siegerfoto das obligatorische Unterhaken mit den Armen, zudem wurden in sozialen Medien ganze Hasstiraden gegen McKinnon abgefeuert, darunter auch von Donald Trump Jr., dem Sohn des US-Präsidenten. Zu den Kritikern gehörten neben vielen rechtspopulistischen Aktivisten auch einige selbsterklärte Feministinnen, die grundsätzlich die Gleichbehandlung von trans Frauen ablehnen.

Twitter / DailyMirror

Trump Jr. schrieb auf Twitter zwei Botschaften gegen die Kanadierin, die seine Landsfrau auf den zweiten Platz verwiesen hatte. In einer hieß es: "Mir tun all die Athletinnen leid, die ihr Leben damit verbracht haben, ihren Sport zu meistern." In einer weiteren schrieb der Präsidentensohn: "Dieser BS [Bullshit, Red.] wird den Frauensport und all das, an dem so viele weibliche Athletinnen ihr ganzen Leben gearbeitet haben, vernichten." Dazu verlinkte er einen Artikel des rechtspopulistischen Meinungsportals "Daily Caller", in dem McKinnon ein "biologischer Mann" genannt wird.



McKinnon, eine Philosophieprofessorin an der Südstaatenuniversität College of Charleston (US-Bundesstaat South Carolina), schrieb später mit Verweis auf die Trump-Tweets: "Das erklärt also die Explosion von Hassbotschaften, die ich erhalte."

Twitter / rachelvmckinnon

In einem weiteren Tweet erklärte sie, dass sie alle Vorgaben bei ihren Testosteronspiegel einhalte – jahrelang sogar die weit strikteren aus dem Jahr 2003. "Ihr habt kein Problem mit den Testosteronspiegel, sondern generell mit trans Frauen", so McKinnon.

Twitter / rachelvmckinnon

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McKinnon kritisiert transphobe Konkurrentin

McKinnon übte nach ihrem Sieg auch Kritik an der Silbermedailliengewinnerin Dawn Orwick. "Die Zweitplatzierte hat sich von mir ferngehalten und ihre Hand hinter ihren Rücken gelegt", so McKinnon in einem Tweet. Sie bezeichnete dieses transphobe Verhalten als "Unsportlichkeit". Dagegen habe die Drittplatzierte, die Dänin Kirsten Herup Sovang ihre Solidarität gezeigt, indem sie McKinnons Anstecker mit der Aufschrift "Sport Is A Human Right" (Sport ist ein Menschenrecht) getragen und sie umarmt habe. Gegenüber der britischen Presse sagte Sovang: "Rachel McKinnon war die beste Frau im Wettbewerb und hat anständig und ehrlich gewonnen." Die Amerikanerin Orwick wollte sich dagegen nicht zum Sieg der Kanadierin äußern.

Twitter / rachelvmckinnon

Bereits im letzten Jahr hatte der erste WM-Sieg McKinnons zu Irritationen unter Trans-Hassern geführt (queer.de berichtete). Damals erklärte sie, es gebe keinerlei Beweise, dass sie wegen ihrer Geschlechtsidentität Vorteile gegenüber Cisgender-Frauen habe. "Wenn ich gewinne, dann sagen alle, dass ich einen unfairen Vorteil habe. Wenn ich verliere, sagen die selben Leute, dass ich sowieso nicht gut bin. Die Leute werden meinen Sieg nie der harten Arbeit zuschreiben, wie ich es meiner Meinung nach verdient habe", so McKinnon. (dk)



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#1 WarumAnonym
  • 23.10.2019, 14:19h
  • ich werde niemals verstehen, wie Menschen so voller Hass sein können und sich über das Leben anderer aufregen können, obwohl es sie gar nicht betrifft.
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#2 AFD-WatchAnonym
  • 23.10.2019, 14:49h
  • Hat das verwöhnte Präsidentensöhnchen etwa nichts andere zu tun als zu zwitschern? Hat der Typ jemals gearbeitet?
    Als jemand dessen Vater trotz weniger Stimmen aufgrund einer unfairen Regelung Präsident wurde und somit verhindert hat, dass eine Frau das Amt übernahm, sollte er sich mal ganz brav zurückhalten von einem unfairen Wettbewerbsvorteil zu sprechen.
    Und Trumpeltiers Arschkriecher aus der Community sollten sich schämen ihn auch noch weiterhin zu verteidigen.
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#3 anonymousAnonym
  • 23.10.2019, 15:05h
  • Congratulations, Rachel McKinnon for winning the title. You are such a strong woman.

    And Congratulations Herup Sovang for being an accepting, open minded, fair, and very strong woman.
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#4 NinakadinProfil
  • 23.10.2019, 15:21hBerlin
  • Antwort auf #2 von AFD-Watch
  • Wieso zu viel Zeit? Das betrachet der als seinen Job, das ist knallhart Politik. Transmenschen sind von Trump & Konsorten als bevorzugtes Hassobjekt auserkoren, man denke nur an die Maßnahmen im amerikanischen Militär.
    Immer schön das Feuer füttern, den Hass auf Minderheiten lenken, funktioniert schon seit Jahrhunderten.
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#5 jzgjgjgjAnonym
  • 23.10.2019, 16:52h
  • Für mich ist entscheidend ob sie einen physischen Vorteil z. B. wegen einem Testosteron-Spiegel deutlich oberhalb der Obergrenze des Normalbereichs für Frauen hatte.

    Wenn nein, so hat sie den Sieg verdient.

    Wenn ja, so hatte so einen unfairen Vorteil und ihr müsste der Sieg aberkannt werden.
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#6 TheDadProfil
  • 23.10.2019, 23:27hHannover
  • Antwort auf #5 von jzgjgjgj
  • ""Für mich ist entscheidend ob sie einen physischen Vorteil z. B. wegen einem Testosteron-Spiegel deutlich oberhalb der Obergrenze des Normalbereichs für Frauen hatte.""..

    Was hat Dich davon abgehalten den Artikel zu lesen ?

    Mal abseits dieser Frage..
    Wieso ist das eigentlich von irgendeinen Belang "für dich" ?
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#7 DramaQueen24Profil
  • 24.10.2019, 04:02hBerlin
  • Ich weiß, warum die Trumps und ultrarechte Amerikaner sauer sind. Eine Kanadierin, noch dazu eine Transsexuelle, hat ihnen den ersten Platz "gestohlen" (so sehen die Hirnis das). Amerika war mal nicht wieder first, sondern second!
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#8 DramaQueen24Profil
  • 24.10.2019, 04:06hBerlin
  • Antwort auf #1 von Warum
  • Indem sie andere erniedrigen, erhöhen sie sich selbst! Das haben wir bei unserer Arbeit oft benutzt, um neue Leute zu rekrutieren. Besonders in den USA und in Deutschland sind Menschen dafür anfällig.
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#9 DramaQueen24Profil
#10 GronkelAnonym
  • 24.10.2019, 09:36h
  • ""Wenn ich gewinne, dann sagen alle, dass ich einen unfairen Vorteil habe. Wenn ich verliere, sagen die selben Leute, dass ich sowieso nicht gut bin. Die Leute werden meinen Sieg nie der harten Arbeit zuschreiben, wie ich es meiner Meinung nach verdient habe", so McKinnon."

    Hehe, das ist doch immer so im Sport. Es werden viele Gründe dafür angeführt warum man selbst nicht gewonnen hat und warum man nichts dafür kann, dass der andere besser ist.
    Dennoch scheint es mir viel zu leicht und viel zu billig, Einwände als Hass abzutun. Das ist nicht redlich.
    Es gibt nun einmal körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen, auch ausgehend von der Kindheit, Jugend und Pupertät. Das wird sich auch bei Transmännern und Transfrauen bemerkbar machen.
    Ob der Umstand sportliche Leistungen und Ergebnisse verzerrt, kann ich nicht mit sicherheit sagen aber ich werde mich hüten allen Hass vorzuwerfen, die der Meinung sind.
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