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Einzelkommentar zu:
Uganda: Mob stürmt queere Notunterkunft, Polizei nimmt Bewohner fest


#9 Alexander_FAnonym
  • 27.10.2019, 09:10h
  • Antwort auf #6 von HereWeGo
  • "Das seltsame daran ist, daß all die extrem restriktiven Gesetze dieser Länder bezüglich Homosexualität aus der Kolonialzeit stammen - warum hält man besessen an was fest, was einem einst aufgezwungen wurde?"

    Psychoanalytisch gesehen handelt es sich um eine klassische Identifikation mit dem Aggressor, die unter dem Namen Stockholmsyndrom allgemein bekannt und eine Erklärung dafür ist, warum Unterdrückungssysteme sich so lange halten: einfach deshalb, weil die Unterdrückten sich mit ihrer Unterdrückung identifizieren und sie mit Händen und Füßen verteidigen.

    Perfide wird die Sache nur deshalb, weil diese sehr gut mit poststrukturalistischer Philosophie getarnt wird. Die amerikanischen Evangelikalen, die diesen Mist verzapft haben, haben den Ugandern nämlich gleichzeitig auch noch eingebläut, es handle sich bei LGBTI um eine Verschwörung des Westens, um die Afrikaner ihrer Identität zu berauben. Der Kampf gegen die "unafrikanische" Liebe, der durch eine eigentlich ursprünglich "unafrikanische" Religion gerechtfertigt wird, wird so zu einer Frage afrikanischer Identität.
    Postmodernde ahoi!
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