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Berlin

Polizei fahndet nach LGBTI-feindlichen Schlägern

Weil sie am Weltfrauentag in Frauenkleidern unterwegs waren, wurden drei Männer in einer Berliner U-Bahn beschimpft, bedroht und geschlagen. Jetzt veröffentlichte die Polizei Bilder der mutmaßlichen Täter.


Update: Die an dieser Stelle veröffentlichten Fahndungsbilder wurden nach Identifizierung der Männer gelöscht (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Zu Update springen: Fahndung erfolgreich (25.10., 18:20h)

Mit der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera erhofft sich die Berliner Polizei Hinweise aus der Bevölkerung.

In der Nacht vom 8. zum 9. März dieses Jahren sollen die beiden Gesuchten, die zusammen mit einem weiteren, den Behörden bereits bekannten Mann unterwegs waren, gegen 0 Uhr in einer U-Bahn der Linie 2 Richtung Pankow eine Gruppe, bestehend aus drei Männern und einer Frau, homo- und transphob beleidigt sowie bedroht haben.

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Mit Hand und Faust ins Gesicht geschlagen

Laut Polizeibericht trugen die angegriffenen Männer anlässlich des Weltfrauentages Frauenkleider. In Höhe des U-Bahnhofs Hausvogteiplatz soll einer der Täter die drei Geschädigten mit der flachen Hand und Faust ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend verließ das Trio den Zug am Bahnhof Märkisches Museum.

Die Kriminalpolizei fragt:
• Wer kann Angaben zu den Identitäten und/oder den Aufenthaltsorten der Gesuchten machen?
• Wer hat die Täter vor, bei oder nach der Tatbegehung gesehen?
• Wer kann weitere sachdienliche Hinweise zur Tat oder den Tätern geben?

Hinweise nimmt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt in Berlin-Tempelhof, Bayernring 44 unter der Telefonnummer (030) 4664-953137, per Email unter LKA531@polizei.berlin.de, die Internetwache Berlin sowie auch jede andere Polizeidienststelle entgegen. (cw/pm)


 Update  25.10., 18.20h: Fahndung erfolgreich

Die Berliner Polizei gab am Freitagnachmittag bekannt, dass sie die gesuchten Männer ermittelt habe und die Fahndung damit eingestellt werden kann. Die Tatverdächtigen im Alter von 20 und 23 Jahren seien anhand von Zeugenaussagen ermittelt worden. Die Ermittlungen zu dem Sachverhalt dauern an und werden weiterhin vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts geführt.



#1 PetterAnonym
  • 24.10.2019, 16:17h
  • Hoffentlich werden die Täter dieses Hassverbrechens gefasst und mit ganzer Härte des Gesetzes bestraft.
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#2 stromboliProfil
  • 24.10.2019, 17:18hberlin
  • Antwort auf #1 von Petter
  • na und die mitläuferInnen..
    Wo sind deren bilder?
    Wieder mal eine generation herangewachsen die von nichts gewusst und gesehen haben wollen.

    Was ist eigentlich "unterlassene hilfeleistung in diesem zusammenhang?
    Und wie belangt man die zuschauenden mitreisenden...

    Es ist das schweigen der "mitreisenden " die diese übergriffigkeiten möglich machen.
    Da gibt es kein drum herum und kein sich herausreden!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Carsten ACAnonym
  • 24.10.2019, 23:42h
  • Wieso dauert es immer Monate, bis solche Aufrufe kommen?

    Klar, wer die kennt, wird die auch jetzt noch erkennen. Aber Zeugen des Vorfalls findet man so lange später kaum noch.

    Wie soll man sich denn jetzt noch seriös an eine Nacht vor über 7 Monaten erinnern?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LotiAnonym
  • 25.10.2019, 06:59h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Habe solch ein Verhalten bei Mitfahrende im U-Bahnwaggon schon des öfteren erlebt. Da wird weggeguckt oder schlimmer noch Desinteresse am Geschehen gezeigt. Viele trauen sich nicht, etwas zu unternehmen. Solche Bilder müssen gleich veröffentlicht werden. Somit bringt diese Fahndung herzlich wenig.
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#5 ManfalorianAnonym
  • 25.10.2019, 07:03h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Weil sich ja auch jeder, der Abends einfach nur nach Hause will, dann noch liebend gern mit streitlustigen Assis anlegen und in eine Schlägerei geraten will. Eigenschutz geht auch im Recht vor. So klar wie die Bilder von den Idioten sind, wird es sicherlich Konsequentzen haben
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#6 GerritAnonym
  • 25.10.2019, 08:19h
  • Antwort auf #5 von Manfalorian
  • Aber ich gehe mal davon aus, dass es da nicht nur einen Mitfahrer gab, sondern viele.

    Wenn die alle zusammen eingeschritten wären, hätten diese beiden Asis gar nichts tun können und wären total eingeschüchtert gewesen.

    Aber Zivilcourage zählt heute wohl nichts mehr.

    Wenn Du mal in so einer Situation bist, hoffe ich nur, dass Du dann auch anderen sagst "Ihr braucht nicht einschreiten. Verstehe ich schon. Komme ich alleine mit klar."

    Würden alle Vernünftigen zusammenstehen, könnten solche Faschos gar nichts tun. Aber es gibt halt noch so wenig Vernünftige....
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#7 TheDadProfil
  • 25.10.2019, 11:53hHannover
  • Antwort auf #5 von Manfalorian
  • ""Weil sich ja auch jeder, der Abends einfach nur nach Hause will, dann noch liebend gern mit streitlustigen Assis anlegen und in eine Schlägerei geraten will.""..

    Und da wäre es nicht sicherer wenn solche Übergriffe gar nicht erst stattfinden würden ?

    Die man mit verhindert wenn man zum Handy greift, die Polizei anruft, die Notbremse zieht, Fotos macht, die anderen dazu auffordert mit einzuschreiten..

    ""Eigenschutz geht auch im Recht vor.""..

    Eigenschutz schützt einen NICHT davor eine Straftat melden zu MÜSSEN !

    Und sie nicht zu melden ist schon "unterlassene Hilfeleistung"..
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#8 MandalorianAnonym
  • 25.10.2019, 17:03h
  • Antwort auf #6 von Gerrit
  • Ich kann deinen Standpunkt nachvollziehen und sicher währe es wünschenswert. Dennoch ist es in der Realität nicht so einfach mit "dann können die nichts machen". Dann warst du anscheinend noch nicht in den ernsten Situationen
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#9 DorfBauerAnonym
#10 stromboliProfil
  • 26.10.2019, 09:27hberlin
  • Antwort auf #5 von Manfalorian
  • Über deine einwurf nachgedacht, hab ich gedanklich mal einen zeitsprung gemacht. Mich in eine strassenbahn/bus-Ubahn um 1933 gesetzt und zugeschaut wie dort gepöbelt und geschwiegen wurde.
    Ging vorbei an beschmierten schaufenstern und hetzenden litfaßsäulen, mitten durch schweigende , von der arbeit ermüdeten mitmenschen hindurchschreitend.
    Verstehe nun, dass man nach getaner arbeit doch auch seine ruhe haben will.
    Lästig nur der nachhall der schreie, die einem nicht einschlafen lassen.
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