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Frühstücksfernsehen

Neuseeland: TV-Moderator versehentlich geoutet

In einer Debatte über Sammelleidenschaften meinte ein Kollege scherzhaft zu Ryan Bridge, dass dieser "Ex-Freunde" sammle. Der Moderator nutzte das zu einem Coming-out.


Ryan Bridge berichtete als Korrespondent aus Moskau oder Peking, moderiert derzeit eine Radiosendung und wurde am Donnerstag unfreiwillig selbst zum Thema

Im Frühstücksfernsehen des neuseeländischen TV-Senders Three hat Moderator Mark Richardson versehentlich zum Coming-out seines Kollegens Ryan Bridge geführt. In der Sendung "am" vom Donnerstag ging es um Sammelleidenschaften, und als Bridge, der die Show vertretungsweise leitet, gefragt wurde, was er sammle, antwortete Richardson für ihn scherzhaft und unüberlegt: "Ex-Boyfriends".

Bridge reagierte kurz verlegen, lachte und betonte, keine Sammlung zu haben. Dann meinte er: "Ja, es stimmt. Ich bin schwul. Jetzt ist es raus."

Video | Ausschnitte aus der Sendung

Später in der Sendung sagte Bridge immer noch recht verlegen, er habe nie versucht, seine Homosexualität zu verstecken. "Der Grund, warum ich beschlossen habe, das nicht mit Ihnen zu Hause, mit den Hörern meiner Radiosendung zu teilen, ist nur, (…) dass es nicht sonderlich interssant ist, oder?" Es sei auch seine private Angelegenheit, aber nun sei es halt geklärt.

In den letzten Minuten seien viele Menschen zu ihm in Kontakt getreten, was "herzerwärmend" gewesen sei, so Bridge weiter. Er verteidigte auch Richardson, der das nicht absichtlich gemeint habe. "Er wollte nicht böse sein oder mich dazu zwingen, etwas zu sagen, was ich nicht wollte. Es war ein simples Versehen."

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Richardson selbst entschuldigte sich: "In den drei Jahren, in denen ich diesen Job gemacht habe, habe ich mich noch nie so schlecht gefühlt." Er liebe seinen Kollegen und seine Homosexualität sei für ihn überhaupt kein Thema. "Und weil ich ein Witzbold sein wollte, mich für einen komischen Moment über dich lustig machen wollte, kam es zu dieser Situation. Das tut mir schrecklich leid."

Der inzwischen wieder selbstbewusst und locker wirkende Bridge meinte, es gebe keinen Grund für eine Entschuldigung: "Solche Sachen passieren, das ist Live-Fernsehen." Amanda Gillies betonte zum Abschluss: "Du weißt, wir lieben dich total. Die Art und Weise, wie du das mit enormer Klasse gehandhabt hast – einfach wunderschön – lässt uns dich noch mehr lieben." (nb)



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#1 Carsten ACAnonym
  • 24.10.2019, 23:44h
  • Gut, dass der unfreiwillig geoutete so locker reagiert hat.

    Aber sowas kann man komplett vermeiden, wenn man es erst gar nicht zu Missverständnissen kommen lässt und von vornherein keine Geheimnisse hat.
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#2 honigdiebAnonym
  • 25.10.2019, 06:32h
  • Antwort auf #1 von Carsten AC
  • Sehe ich genauso. Wenn man heutzutage seine Homosexualität verheimlicht, dann finde ich das problematisch. In meinen Augen ist es auch keine Privatsache, wie immer so oft betont wird. Jeder Heterosexuelle bindet mir in kürzester Zeit seine sexuelle Ausrichtung auf die Nase, indem er von seiner Beziehung spricht oder davon, das er Single ist, aber bis vor kurzem liiert war. Nicht offene Homosexuelle umschiffen das Thema und manövrieren sich dadurch selbst in ungünstige Situation.
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#3 GerritAnonym
  • 25.10.2019, 08:24h
  • Antwort auf #2 von honigdieb
  • Ja, ich sehe so oft bei Heteros Fotos der Partnerin auf dem Tisch, im Portemonnaie, etc. Die erzählen von der Frau, von Ex-Freundinnen, etc. Die halten Händchen in der Öffentlichkeit, küssen sich, etc.

    Erst wenn wir auch so selbstverständlich mit unserer Liebe umgehen, können wir erwarten, dass andere auch selbstverständlich damit umgehen.

    Denn wie sollen andere offen darauf reagieren, wenn wir selbst total verklemmt damit umgehen?!
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#4 WetaWorksAnonym
  • 25.10.2019, 08:36h
  • Warum ein Kollege so etwas ausplaudern muss, ist schon ein Rätsel. Was hat das in der Sendung zu suchen? Dass er es so locker nahm, lag wohl daran, dass es in NZ kein großes Ding ist, schwul zu sein.
    Okay, hängt vom Umfeld ab, klar.
    Eigentlich ist das Privatsache, das stimmt schon, sofern nicht sowieso ersichtlich.
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#5 DominikAnonym
  • 25.10.2019, 12:10h
  • Antwort auf #2 von honigdieb
  • Du hast offenbar nicht genau genug hingehört: Gegenüber seinem persönlichen Umfeld (Familie, Freunde, Kollegen) hat er überhaupt kein Geheimnis daraus gemacht. Er ging halt nur nicht öffentlich damit hausieren, und das finde ich auch vollkommen in Ordnung. So gibt es ja auch genügend heterosexuelle Promis, die ihr Privatleben auch gern privat halten. Über das Liebesleben von, was weiß ich, Günther Jauch ist ja beispielsweise auch herzlich wenig bekannt. Nur weil man einen Job hat, der öffentlich stattfindet, hat die Öffentlichkeit kein Anrecht darauf, alles über einen zu wissen oder zu erfahren. So seh ich das.
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#6 StaatsgeheimnisAnonym
  • 25.10.2019, 14:14h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • "So gibt es ja auch genügend heterosexuelle Promis, die ihr Privatleben auch gern privat halten."

    Von denen wir aber merkwürdigerweise in aller Regel trotzdem wissen, dass sie heterosexuell sind. Auch von Jauch ist z. B. dank Boulevardmedien bekannt, wie seine Frau heißt und wer noch zu seiner Familie gehört. Komischerweise sind diese Informationen nicht zu privat oder zu "unwichtig", um sie sogar in Wikipedia zu veröffentlichen. Das wird nämlich nicht unter "Sprechen über Sexualität" verbucht und nicht als eine "intime Information" verstanden, die nicht in die Öffentlichkeit gehört.

    Es wird immer noch überall mit zweierlei Maß gemessen: Heteros haben liebende Partner/innen, die sie überall rumzeigen dürfen, Schwule haben nur Sexualität, die nicht in die Öffentlichkeit gehört, weil das ja selbstverständlich "privat" ist.

    An dieser Bigotterie gibt es nichts zu verschleiern oder schönzureden.
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#7 DominikAnonym
  • 25.10.2019, 15:40h
  • Antwort auf #6 von Staatsgeheimnis
  • Mittlerweile hat sich das doch alles ziemlich angeglichen. Selbst von einem Schlager-Fuzzi wie Patrick Lindner weiß man längst, dass er mit einem Mann zusammenlebt, und kaum jemanden stört das noch. Dieser ganze "Wer mit wem"-Kram wird doch in der Presse und vom Publikum inzwischen genauso behandelt wie das Privatleben einer (heterosexuellen) Helene Fischer, beispielsweise. Wer sein Privatleben nicht als Schlagzeile wünscht, der sucht sich (wie Jauch, Grönemeyer, u.a.) einfach einen Top-Medien-Anwalt und wird diesbezüglich nicht weiter belästigt, und auf der anderen Seite gibt's eben auch Promis (meist B-Promis), die irgendwie alles von sich vermarkten. Aber um die sexuelle Orientierung an sich geht's hierbei doch schon lange nicht mehr. Das war vielleicht noch zu Zeiten so, als Praunheim es wagte, Kerkeling und Biolek zu outen; heute aber würde so eine Geschichte kaum noch jemanden vom Hocker reißen. Und das ist ja auch mal ein gutes Zeichen der Zeit, nicht wahr?
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#8 JohannbAnonym
  • 25.10.2019, 17:39h
  • Na, ob der Moderator in der Liga von Jauch und Co spielt bezweifle ich. Auf Instagram aber wünschte er mit einem Mann im Arm "ein gutes neues Jahr" oder "Merry Christmas". Aus dem fernen Deutschland kann ich von Verheimlichen nix erkennen....
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#9 TheDadProfil
  • 26.10.2019, 11:06hHannover
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • ""So gibt es ja auch genügend heterosexuelle Promis, die ihr Privatleben auch gern privat halten.""..

    Wieso halten die Leut das eigentlich für ein "Argument" ?

    Weil sie sich damit immer noch einreden können NICHT OUT zu sein wäre irgendwie OK, weil es andere ja auch so machen ?

    Es gibt KEINEN EINZIGEN "Hetero-Promi" von dem NICHT bekannt wäre Hetero zu sein !

    Und NUR darum geht es, und nicht um irgendwelche dahinter vermuteten Bett-Geschichten !

    ""Über das Liebesleben von, was weiß ich, Günther Jauch ist ja beispielsweise auch herzlich wenig bekannt.""..

    Wer eine Karriere die inzwischen mehr als 40 Jahre andauert mit einem kleinem bisschen Aufmerksamkeit verfolgt hat kann über dieses "Liebesleben Günther Jauchs" ein Buch schreiben..

    Hier liegt dann ein Grand Canyon zwischen Wahrnehmung und Realität..

    ""Nur weil man einen Job hat, der öffentlich stattfindet, hat die Öffentlichkeit kein Anrecht darauf, alles über einen zu wissen oder zu erfahren.""..

    In welchem Universum ist die Tatsache "Homo" oder "Hetero" dann ALLES ?
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#10 TheDadProfil
  • 26.10.2019, 11:21hHannover
  • Antwort auf #7 von Dominik
  • ""Mittlerweile hat sich das doch alles ziemlich angeglichen. Selbst von einem Schlager-Fuzzi wie Patrick Lindner weiß man längst, dass er mit einem Mann zusammenlebt, und kaum jemanden stört das noch.""..

    Wie schön daß Du dir nur einen Kommentar später selber widersprichst..

    Es stört niemanden..
    Warum also ist dieses Outing dann noch eine "Schlagzeile", und wieso echauffieren sich hier einige darüber
    ""Er ging halt nur nicht öffentlich damit hausieren""..

    Überall Out sein ist KEIN "hausieren damit"..

    ""Wer sein Privatleben nicht als Schlagzeile wünscht, der sucht sich (wie Jauch, Grönemeyer, u.a.) einfach einen Top-Medien-Anwalt und wird diesbezüglich nicht weiter belästigt""..

    Genau hinschauen lohnt dann schon..
    Grönemeyer hat sich verbeten den Krebstod seiner Frau und alle damit verbundenen Informationen als "Home-Story" auszuschlachten..
    Trotzdem war längst bekannt das er mit einer Frau zusammen ist, mit ihr Kinder hat, und mit denen zusammen in London lebt..

    ""und auf der anderen Seite gibt's eben auch Promis (meist B-Promis), die irgendwie alles von sich vermarkten. Aber um die sexuelle Orientierung an sich geht's hierbei doch schon lange nicht mehr.""..

    Äh ?
    Das gemeinsame Bild mit Frau und Freundin, oder auch nur der einfache Satz
    "meine frau/freundin und ich"
    die originär Teil JEDER "Home-Story" sind, lassen gar keinen Platz für mögliche Spekulationen über eine "Sexuelle Orientierung", wobei ALLES außer Hetero dann immer verschwiegen oder auch ignoriert wird..

    Bisexualität, Pan-, Multi-, Omni- oder was-auch-immer-Sexuell, sowie Polyamore Beziehungen finden dort nicht statt..
    Dafür werden dann munter Hunde, Katzen, Wellensittiche und selbst Goldfische im Gartenteich aufwendig in Szene gesetzt, um die Spießigkeit der Familie zu betonen..

    ""Das war vielleicht noch zu Zeiten so, als Praunheim es wagte, Kerkeling und Biolek zu outen; heute aber würde so eine Geschichte kaum noch jemanden vom Hocker reißen.""..

    Lese den Artikel oben, und frag Dich dann, ob der Dich jetzt mal vom Hocker geschubst hat ?
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