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Katie Hill

Affäre mit Mitarbeiterin: Bisexuelle US-Abgeordnete kündigt Rücktritt an

Schmutzkampagne im amerikanischen Kongress: Die bisexuelle Abgeordnete Katie Hill warf das Handtuch, nachdem politische Gegner über einen Seitensprung mit einer Frau berichtet hatten.


Katie Hill zog erst im Januar ins US-Repräsentantenhaus ein (Bild: US House of Representatives)

  • 28. Oktober 2019, 17:05h 10 2 Min.

Die kalifornische US-Kongressabgeordnete Katie Hill hat nach der Enthüllung einer Affäre mit einer Wahlkampfmitarbeiterin ihren Rücktritt angekündigt. "Das ist das Härteste, was ich je tun musste", schrieb die 32-Jährige am Sonntag in einer Erklärung. "Mit gebrochenem Herzen kündige ich heute meinen Rücktritt vom Kongress an."

Hill hat die Affäre mit der Mitarbeiterin US-Medien zufolge eingeräumt und sich dafür entschuldigt. Gegen Hill, die bei den Demokraten als vielversprechende junge Abgeordnete galt, läuft bereits eine Untersuchung der Ethik-Kommission im Repräsentantenhaus.

/ RepKatieHill

Die Ethik-Kommission untersucht Vorwürfe, wonach Hill eine weitere Affäre mit einem Kongressmitarbeiter gehabt haben soll. Hill bestreitet dies. Eine solche Beziehung ist unter den neuen Richtlinien des Kongresses nicht zulässig. Dieser hatte im Zuge der MeToo-Debatte im vergangenen Jahr Regeln aufgestellt, die sexuelle Beziehungen zwischen Kongressabgeordneten und ihren Mitarbeitern untersagen.

Rechtes Webportal veröffentlichte intime Fotos von Hill

Das rechtsgerichte Webportal "Redstate" hatte in der vergangenen Woche über die Affäre der Abgeordneten mit der Wahlkampfmitarbeiterin berichtet und Textnachrichten sowie teils intime Fotos veröffentlicht. In dem Artikel hieß es auch, Hill habe eine Affäre mit einem Kongressmitarbeiter. Hill ist offen bisexuell und hatte 2010 Kenny Heslep, einen Künstler, geheiratet. Sie beschuldigt unter anderem ihren Ehemann, von dem sie sich gerade scheiden lässt, eine Rufmordkampagne gegen sie zu führen. Außerdem kündigte sie an, rechtlich gegen die Veröffentlichung privater Fotos vorzugehen.

Unter Trump-Anhängern sorgte der Rücktritt für Schadenfreude. Auf der rechten Website "Breitbart" gab es viele hämische Kommentare. Ein Nutzer schrieb etwa: "Eine perverse Demokratin ist weg. Weitere werden folgen." Hill war bis zu ihrem Rücktritt die einzige offen bisexuelle Frau im 435 Mitglieder zählenden Repräsentantenhaus.

Nancy Pelosi, als Präsidentin des Repräsentantenhauses derzeit ranghöchste Vertreterin der Demokraten, würdigte nach Berichten mehrerer US-Medien das Engagement der jungen Abgeordneten. Doch Hill habe "einige Fehleinschätzungen" gemacht, die ihren weiteren Dienst als Kongressmitglied "unhaltbar" machten. Hill gilt als lautstarke Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. (dpa/dk)

-w-

#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
#2 PiakAnonym
  • 29.10.2019, 06:56h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Wie Du richtig zeigt, führte das auch bei Republikanern zur Rücktritten ...
    Machtmissbrauch bleibt eben Machtmissbrauch, auch wenn er von einer Frau oder Demokratin ausgeht. Wie Nancy Pelosi richtig gesagt hat, ist die Position von Fraui Hill unhaltbar geworden.
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#3 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 29.10.2019, 07:36h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Es besteht ein Unterschied zwischen einvernehmlichen Beziehungen und sexuellen Aktivitäten, und einem Machtmissbrauch. Nach allem, was die Abgeordnete getan hat, war es einvernehmlich.
    Roy Moore hat Frauen missbraucht. Und er trat erst nach der Wahl, die er verloren hatte, zurück. Von Unrechtsbewusstsein keine Spur, gab den Dems und den Medien die Schuld.
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