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Katie Hill

Affäre mit Mitarbeiterin: Bisexuelle US-Abgeordnete kündigt Rücktritt an

Schmutzkampagne im amerikanischen Kongress: Die bisexuelle Abgeordnete Katie Hill warf das Handtuch, nachdem politische Gegner über einen Seitensprung mit einer Frau berichtet hatten.


Katie Hill zog erst im Januar ins US-Repräsentantenhaus ein (Bild: US House of Representatives)

Die kalifornische US-Kongressabgeordnete Katie Hill hat nach der Enthüllung einer Affäre mit einer Wahlkampfmitarbeiterin ihren Rücktritt angekündigt. "Das ist das Härteste, was ich je tun musste", schrieb die 32-Jährige am Sonntag in einer Erklärung. "Mit gebrochenem Herzen kündige ich heute meinen Rücktritt vom Kongress an."

Hill hat die Affäre mit der Mitarbeiterin US-Medien zufolge eingeräumt und sich dafür entschuldigt. Gegen Hill, die bei den Demokraten als vielversprechende junge Abgeordnete galt, läuft bereits eine Untersuchung der Ethik-Kommission im Repräsentantenhaus.

Twitter / RepKatieHill

Die Ethik-Kommission untersucht Vorwürfe, wonach Hill eine weitere Affäre mit einem Kongressmitarbeiter gehabt haben soll. Hill bestreitet dies. Eine solche Beziehung ist unter den neuen Richtlinien des Kongresses nicht zulässig. Dieser hatte im Zuge der MeToo-Debatte im vergangenen Jahr Regeln aufgestellt, die sexuelle Beziehungen zwischen Kongressabgeordneten und ihren Mitarbeitern untersagen.

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Rechtes Webportal veröffentlichte intime Fotos von Hill

Das rechtsgerichte Webportal "Redstate" hatte in der vergangenen Woche über die Affäre der Abgeordneten mit der Wahlkampfmitarbeiterin berichtet und Textnachrichten sowie teils intime Fotos veröffentlicht. In dem Artikel hieß es auch, Hill habe eine Affäre mit einem Kongressmitarbeiter. Hill ist offen bisexuell und hatte 2010 Kenny Heslep, einen Künstler, geheiratet. Sie beschuldigt unter anderem ihren Ehemann, von dem sie sich gerade scheiden lässt, eine Rufmordkampagne gegen sie zu führen. Außerdem kündigte sie an, rechtlich gegen die Veröffentlichung privater Fotos vorzugehen.

Unter Trump-Anhängern sorgte der Rücktritt für Schadenfreude. Auf der rechten Website "Breitbart" gab es viele hämische Kommentare. Ein Nutzer schrieb etwa: "Eine perverse Demokratin ist weg. Weitere werden folgen." Hill war bis zu ihrem Rücktritt die einzige offen bisexuelle Frau im 435 Mitglieder zählenden Repräsentantenhaus.

Nancy Pelosi, als Präsidentin des Repräsentantenhauses derzeit ranghöchste Vertreterin der Demokraten, würdigte nach Berichten mehrerer US-Medien das Engagement der jungen Abgeordneten. Doch Hill habe "einige Fehleinschätzungen" gemacht, die ihren weiteren Dienst als Kongressmitglied "unhaltbar" machten. Hill gilt als lautstarke Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. (dpa/dk)



#1 DramaQueen24Profil
#2 PiakAnonym
  • 29.10.2019, 06:56h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Wie Du richtig zeigt, führte das auch bei Republikanern zur Rücktritten ...
    Machtmissbrauch bleibt eben Machtmissbrauch, auch wenn er von einer Frau oder Demokratin ausgeht. Wie Nancy Pelosi richtig gesagt hat, ist die Position von Fraui Hill unhaltbar geworden.
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#3 DramaQueen24Profil
  • 29.10.2019, 07:36hBerlin
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Es besteht ein Unterschied zwischen einvernehmlichen Beziehungen und sexuellen Aktivitäten, und einem Machtmissbrauch. Nach allem, was die Abgeordnete getan hat, war es einvernehmlich.
    Roy Moore hat Frauen missbraucht. Und er trat erst nach der Wahl, die er verloren hatte, zurück. Von Unrechtsbewusstsein keine Spur, gab den Dems und den Medien die Schuld.
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#4 DominikAnonym
  • 29.10.2019, 08:29h
  • Ein Fall, der eigentlich nur zeigt, dass persönliche Fehler und Schwächen halt überall vorkommen. Die Abgeordnete hat richtigerweise die Konsequenz gezogen von ihrem Mandat zurückzutreten, denn Bettgeschichten und Dienstliches sollte man in der Tat voneinander trennen.

    Noch sehr viel schlimmer finde ich allerdings die unzähligen Fehltritte des obersten amerikanischen Dienstherren, der ein Chauvinist von der übelsten Sorte ist und den Verfall des moralischen Anstands noch auf ganz andere, unübertroffen originelle Art verkörpert. Jedwede moralische Entrüstung aus dieser Ecke ist daher mehr als lächerlich und vor allen Dingen heuchlerisch hoch 10.
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#5 feli491Anonym
#6 Ralph
  • 29.10.2019, 10:21h
  • Es geht doch nur um Eines: Sexuelle Beziehungen zwischen Abgeordneten und ihren Mitarbeitern sind verboten. Dafür gibt es gute Gründe, wie jeder weiß, der schon mal so was am eigenen Arbeitsplatz mitbekommen hat. Wer dumm oder notgeil genug ist, dagegen zu verstoßen, obwohl er/sie weiß, was für Folgen es hat, insbesondere die öffentliche Diffamierung durch Teile der Presse, muss dann eben die Konsequenzen tragen. Spätestens seit Bill Clinton sollte das allen klar sein.
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#7 PetterAnonym
  • 29.10.2019, 11:35h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • ""Eine perverse Demokratin ist weg. Weitere werden folgen"."

    Und das von Leuten, die jemandem zujubeln, der Frauen "by the pussy" "grab"en möchte.

    Ich frage mich, was einvernehmlicher Sex mit politischer Eignung zu tun hat. Solange niemand zu war gezwungen wurde, ist das doch nur deren Ding.
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#8 alohaAnonym
  • 29.10.2019, 13:04h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Zu deinem LInk bezüglich der Toilettenaffäre. Dieser schwule Republikaner Larry Craig war offensichtlich ein ganz besonderes Früchtchen.

    "Gerade jetzt, da die Führer der Grand Old Party dachten, es könne nicht mehr schlimmer kommen, erschüttert der Skandal um US-Senator Larry Craig (Idaho) die Partei. Dieser hatte am 11. Juni auf einer Flughafentoilette des Minneapolis-St.Paul-Airports schwulen Sex verlangt. Das Brisante: Er selbst hatte während seiner politischen Laufbahn immer die "traditionellen Werte der amerikanischen Familie" hochgehalten er ist verheiratet und hat drei Adoptivkinder und sich gegen eine rechtliche Besserstellung von Homosexuellen ausgesprochen."

    Zum Fall Katie Hill. Sie ist kein Opfer ihrer bisexuellen Neigung. Sie hat sich einfach mit ihren Mtarbeitern eingelassen, sie anscheinend finanziell bevorzugt, und muss nun die Konsequenzen tragen. Ich habe mit ihr kein Mitleid. Die Attacke von den Rechten sind widerlich und scheinheilg, aber wer es im schmutzigen politischen Geschäft bis ins Repräsentantenhaus schafft, ist hart im Nehmen. Ich werde mich gelegentlich mit ihrem Stimmverhalten im Repräsentantenhaus beschäftigen. In welchen Ausschüssen sie tätig war, kann man Wikipedia entnehmen.

    en.wikipedia.org/wiki/Katie_Hill_(politician)
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#9 DramaQueen24Profil
  • 30.10.2019, 02:38hBerlin
  • Antwort auf #7 von Petter
  • Glaub mir, bin kein Mensch, der dem A*loch Trump zujubeln würde. Ich hoffe, er ist schnell weg vom Fenster. Dann würde Mike Pence das Ruder übernehmen, und der ist für uns weitaus gefährlicher als Trump. Er ist Fundichrist, dessen Frau für eine homophobe Schule arbeitet (privat und religiös). Am Besten, man wird BEIDE 2020 für immer los!
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#10 DramaQueen24Profil
  • 30.10.2019, 02:42hBerlin
  • Antwort auf #7 von Petter
  • "Ich frage mich, was einvernehmlicher Sex mit politischer Eignung zu tun hat. Solange niemand zu war gezwungen wurde, ist das doch nur deren Ding."

    Sahen die Reps nicht so, als die Affäre Lewinsky bekannt wurde. Das Impeachment wurde von den Reps gefordert, weil er gelogen hatte über die Beziehung. Dabei ging das nur Hillary, Bill und Monica an, nicht das amerikanische Volk, was Bill im Schlafzimmer oder sonstwo treibt. Etwas anderes wäre es, wenn Bill die Frauen zum Sex gezwungen hätte. Dann wäre ein Impeachment gerechtfertigt gewesen.
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