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Update

Apple führt mit neuem Update geschlechtsneutrale Emojis ein

Auf dem iPhone gibt es künftig eine größere Emoji-Vielfalt: Köche, Richter oder Feuerwehrleute gibt es jetzt männlich, weiblich oder nicht-binär.


Die neuen Apple-Emojis zeigen eine größere Vielfalt an Geschlechtern (Bild: Emojipedia)

Der US-Technologiekonzern Apple hat seine Leute-Emojis für iPhones um geschlechtsneutrale Versionen erweitert. Neben weiblichen und männlichen Darstellungen etwa von Clowns, Superhelden und Polizisten bietet das Smartphone-Update iOS 13.2 jetzt auch eine Ausführung an, die das Geschlecht offen lässt. Neben Kleidungsstil und -farben oder Haarschnitten betrifft das nach Angaben der Website Emojipedia bei einigen Emojis auch die Gesichtszüge. Google hatte ähnliche nicht-binäre Emojis bereits in einem Update im Mai für Android-Handys eingeführt.

Nach Angaben des Konzerns sollen die neuen Piktogramme für mehr Vielfalt sorgen und damit eine "bedeutende Lücke" bei der Auswahl der Emojis schließen. Nicht alle Smartphone-Nutzer waren mit der Strategie von Apple jedoch zufrieden.

Er frage sich, wie der Konzern zu der Festlegung gekommen sei, dass die neuen Emojis beispielsweise Intersexuelle repräsentieren sollen, schrieb ein Kritiker auf Twitter. "Ich verstehe nicht, warum sie nicht von Anfang an neutral waren", erklärte er weiter und fügte hinzu: "Die guten alten Smileys waren geschlechtsneutral. Warum mussten dann alle ein Geschlecht bekommen?" Eine andere Nutzerin kritisierte, das Update würde nicht-binäre Menschen in eine Schublade stecken. "Wie legt man fest, wie Geschlechtsneutralität in Emojis gezeigt wird?"

Twitter / lavenderblunt

Kritik: Keine Paare mit unterschiedlicher Hautfarbe

Das Update enthält auch Emojis, die Menschen mit Behinderungen darstellen – etwa Personen in Rollstühlen, mit Hörgeräten, Spazierstücken sowie Arm- oder Beinprothesen. Kritik gibt es trotzdem an fehlender Vielfalt – so wurden die Macher kritisiert, dass nur fünf Hautfarbtöne erhältlich sind. Außerdem gibt es bei der Paarfunktion nur Paare oder Familien, die im generischen Apple-Gelbton gezeigt werden, aber keine Paare mit unterschiedlichen Hautfarbtönen.

Bei einem Update 2016 hatte Apple bereits die Regenbogenfahne als Emoji eingeführt (queer.de berichtete). (AFP/dk)



#1 Patrick SAnonym
  • 30.10.2019, 12:45h
  • Wie die Leute jetzt wieder Freudentänze aufführen und Apple lobhuddeln.
    Das ist reine Kosmetik. Verstehe nicht, wie man sich so blenden lassen kann. Ich erinnere nur mal an die iPhone-App "Manhattan Declaration", die Apple als nicht problematisch einstufte und nur unter erheblichem Prostest von Aktivistengruppen entfernte und zwar kommentarlos, ohne auf Fragen von Journalisten zu antworten.

    www.queer.de/detail.php?article_id=13243

    Auch sonst sind dem Unternehmen Menschenrechte relativ egal und da rede ich nicht nur von LGBT+. Da muss man nur mal in die Produktion Apple's in China kucken.

    www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/apple-student-arbeitet-und
    ercover-in-iphone-fabrik-und-ist-geschockt-a-1161151.html


    Die Krönung des Ganzen ist dann nur noch, dass es Menschen auf der ganzen Welt gibt, die ihr Iphone auch noch als Statussymbol betrachten. Man möchte brechen.

    Gleiches gilt für schwule Werbespots von Coca Cola und Konsorten. Was schenken denn die homophoben Restaurantketten aus, in den USA? Nicht Apfelsaftschorle um es vorweg zu nehmen.
    Volksverdummung 2.0 ist das.
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#2 NonBinaryAnonym
  • 30.10.2019, 14:52h
  • Antwort auf #1 von Patrick S
  • Man kann Großkonzerne sicherlich immer kritisieren, denn sie arbeiten nach rein kapitalistischen Kriterien.

    Das Aufnehmen nicht-binärer Emojis ist jedoch bitteschön nicht "reine Kosmetik". Zum einen ist es ganz offensichtlich eine Reaktion darauf, dass Google Ähnliches bereits eingeführt hatte. Zum anderen geht es eben doch um Wahrnehmung und Sichtbarkeit versus Verschweigen und Unsichtbarmachen. Und da finde ich es selbstverständlich an der Zeit, richtig und wichtig, auch NB-Personen abbilden zu können.

    WIE das geschieht, ist in der Tat wieder eine ganz andere Frage. Ich musste mich hier ja schon öfter an RatSCHLÄGEN von Leuten abarbeiten, die meinten, NB-Personen vorschreiben zu können, wie diese auszusehen hätten, damit man sie gefälligst auch eindeutig als NB erkennen kann.
    Nur, wie ließe sich das eindeutig lösen? Meine Antwort: gar nicht. NB people come in all shapes and sizes. Und es MUSS sich auch nicht eindeutig lösen lassen, denn es bleibt bitteschön immer noch jeder Person selbst überlassen, wie sie sich zeigen möchte.

    Oder wollen wir lieber das Modell Nordkorea, in dem der Diktator z.B. einen Frisurenkatalog vorgibt, an den sich jede Person genau zu halten hat? (übrigens schön getrennt nach Männlein/Weiblein: 18 Frisuren für Frauen, 10 für Männer)

    Freiheit und selbstbestimmte Sichtbarkeit für alle - darauf kommt es an!
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#3 Patrick SAnonym
  • 30.10.2019, 15:30h
  • Antwort auf #2 von NonBinary
  • Deine Antwort ist genau die Art von Verharmlosung und Kurzsicht, die mich stört.
    Du nennst dich nichtbinär und hast jetzt deine Sichtbarkeit bekommen, in Form eines Emojis. Also ist ja jetzt alles gut, zumal "man ja große Unternehmen sowieso immer kritisieren kann". Um das ganze künstlich zu überhöhen, wird dann noch ein (thematisch) völlig absurder Frisurenvergleich aus der nordkoreanischen Diktatur bemüht.

    Ich sprach von der Unglaubwürdigkeit eines Unternehmens, das einerseits Unternehmenswerte medienwirksam wie eine Monstranz vor sich herträgt und andererseits dieselben Werte konsequent missachtet, wenn die Kamera nicht darauf gerichtet ist. Das ist die Überschrift meines Beitrags, fürs Konrete hab ich ja drei Beispiele gebracht.
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#4 NonBinaryAnonym
  • 30.10.2019, 16:07h
  • Antwort auf #3 von Patrick S
  • Ja. Ich nenne mich nichtbinär. Haben der Herr irgendetwas dagegen?

    "Also ist ja jetzt alles gut". Aha. Meinen ersten Satz "Man kann Großkonzerne sicherlich immer kritisieren, denn sie arbeiten nach rein kapitalistischen Kriterien" hast Du somit komplett missverstanden und wendest ihn hier gegen mich.

    Ja: ich sage es gerne nochmal. Großkonzerne sind IMMER zu kritisieren - dennoch ist nicht alles automatisch falsch, nur weil es (auch) von ihnen kommt.

    Ich überhöhe gar nichts künstlich. Hättest Du meinen Beitrag richtig gelesen und am End' sogar verstanden, dann hättest Du begriffen, dass mein "absurder Frisurenvergleich" zum ZWEITEN Abschnitt meines Kommentars gehört. Ich habe mir nämlich unverschämterweise erlaubt, nicht nur auf Deinen Kommentar einzugehen, sondern noch eigenständiges Gedankengut hinzuzufügen.

    Das mag für Dich frevelhaft sein, aber nirgendwo steht geschrieben, dass man nur Wort für Wort Kommentare abarbeiten muss, auf die man antwortet. Es ist ERLAUBT, weitere Ausführungen hinzuzufügen. Nichts Anderes habe ich getan.

    Des weiteren muss eine Antwort auf einen Kommentar auch nicht alle Aspekte dieses Kommentars aufgreifen. Noch haben wir hier die freie Rede. Und wenn ich etwas Zusätzliches zu einem Thema sagen will, weil ich gerade dabei bin, dazu einen Kommentar zu schreiben, dann darf ich das. UND man darf seiner Antwort auch einen anderen Schwerpunkt geben - in meinem Fall, ich wiederhole es gern, Freiheit und selbstbestimmte Sichtbarkeit für alle.

    Du darfst gerne von der Unglaubwürdigkeit von Unternehmen sprechen. Aber ich darf auch sagen, dass deshalb nicht alles, was von Apple, Google etc. kommt, automatisch immer schlecht ist. DIESE Weltsicht ist kurzsichtig und vor allem eindimensional. Also mäßige Dich bitte mal.

    Ansonsten stehe ich weiterhin zu meinen Ausführungen.
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#5 AnselmAnonym
  • 30.10.2019, 17:15h
  • Ich fände das praktischste, wenn es nur die uni-sex Emojis bei den Berufsgruppen gäbe. Meinetwegen könnte man die geschlechtlichen Berufs-Emojis abschaffen. Ich finde es nervig durch Unmengen von Emojis zu scrollen. Deshalb fände ich weniger mehr. Wenn es nur uni-sex gibt, kann sich keine Gruppe beschweren, nicht beachtet zu werden.
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#6 AltoAnonym
  • 30.10.2019, 17:27h
  • Die sehen doch nicht geschlechtsneutral aus, die haben einfach nur andere Haarschnitte. Aber kauft euch nur die völlig überteuerten Apple Produkte, wenn ihr zu viel Geld habt...
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#7 AltoAnonym
  • 30.10.2019, 17:32h
  • Antwort auf #4 von NonBinary
  • ich warte sehnsüchtig darauf, dass du uns einen Katalog für "nichtbinäre" Frisuren herausbringst, damit wir alle wissen, welche Frisuren den NBs haben
    Ansonsten ist das eine reine Marktmasche, um LGBT Käufer zu locken
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#8 NonBinaryAnonym
  • 30.10.2019, 18:12h
  • Antwort auf #7 von Alto
  • Ich wiederhole mich für Dich gern:

    "Ich musste mich hier ja schon öfter an RatSCHLÄGEN von Leuten abarbeiten, die meinten, NB-Personen vorschreiben zu können, wie diese auszusehen hätten, damit man sie gefälligst auch eindeutig als NB erkennen kann.
    Nur, wie ließe sich das eindeutig lösen? Meine Antwort: gar nicht. NB people come in all shapes and sizes. Und es MUSS sich auch nicht eindeutig lösen lassen, denn es bleibt bitteschön immer noch jeder Person selbst überlassen, wie sie sich zeigen möchte."

    Vielleicht verstehst Du es ja diesmal.
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#9 PetterAnonym
  • 30.10.2019, 18:16h
  • Ehrlich gesagt erschließt sich mir der Sinn von 99% der Emojis nicht. Ich kenne das Internet noch aus den frühen 90ern, als es ein reines Uni-Thema (und auch da eher für die Nerds) war und lange nicht so alltäglich wie heute.

    Damals gab es im Wesentlichen 3 Emoticons (fröhlich, traurig, augenzwinkernd) um in E-Mails nonverbale Dinge zu transportieren, die sonst mit Tonfall, etc. transportiert wurden. Um z.B. deutlich zu machen, dass vielleicht eine Aussage ironisch gemeint war. Und das war dann auch kein Bildchen, sondern Kombinationen aus Komma oder Semikolon mit geöffneter oder geschlossener Klammer.

    Dann kam irgendwann noch der "Code" Doppelpunkt-O dazu, was wie ein weit geöffneter Mund aussah und Verwunderung ausdrücken sollte.

    Aber diesen heutigen Trend, dass es zu jedem Beruf, jedem Tier, jeder Pflanze, jeder Speise etc. ein Emoji geben muss, habe ich noch nie kapiert. Und die verwende ich privat auch nie.

    Ich bleibe bei den klassischen Smileys, um Zusatzinformationen auszudrücken, aber den Rest kapiere ich einfach nicht. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür, aber ist nun mal so.

    Und ich glaube, die meisten verwenden es auch nur aus Spieltrieb und nicht wirklich zur Information.

    Und man weiß ja auch, dass ein Set von 10-15 Emojis (z.B. das Herz) 90% des Gebrauchs ausmachen und dass die meisten Emojis kaum genutzt werden.

    Naja, wenn die meinen, jedes Jahr nochmal weitere zu ergänzen, sollen sie das tun. Und gerade wenn es schon geschlechtsbezogene Emojis gibt, ist es auch richtig, welche ohne binäres Geschlecht abzubilden. Aber wie gesagt: ich brauche die alle nicht und komme mit 4-5 Smileys aus.
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#10 MosendilchAnonym
  • 31.10.2019, 10:47h
  • Antwort auf #9 von Petter
  • Sätze für die Ewigkeit: "Ich brauche die alle nicht und komme mit 4-5 Smileys aus."

    Ich komme ganz ohne Smileys und Emojis aus, denn ich kann die Bedeutung, die sie transportieren sollen, mit Worten und in ganzen Sätzen ausdrücken.

    :-p
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