Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34793

Janne Puhakka

Finnischer Ex-Eishockeyspieler outet sich als schwul

Der 24-jährige Janne Puhakka spricht nach seinem Karriereende erstmals über seine Homosexualität – und über die homophobe Atmosphäre in der Umkleidekabine.


Janne Puhakka bei einem Interview während seiner aktiven Laufbahn, die vor über einem Jahr endete

Der frühere finnische Eishockeyprofi Janne Puhakka hat sich in einem Interview mit der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" als schwul geoutet. Der 24-Jährige, der vor anderthalb Jahren seine sportliche Karriere abrupt beendete, ist der erste finnische Ex-Profi, der offen zu seiner Homosexualität steht. Anlass für das Interview war offenbar das Coming-out des dänischen Profis Jon Lee-Olsen vor drei Wochen (queer.de berichtete).

Puhakka berichtete in dem Gespräch, dass er sich wegen seiner Homosexualität mental blockiert gefühlt habe. In der Umkleidekabine seien häufig Schwulen-Witze gemacht worden. Zwar wolle er keinem seiner Ex-Teamkollegen unterstellen, homophob zu sein, die homosexuellenfeindliche Atmosphäre sei aber wenig hilfreich gewesen. Einigen Spielern gegenüber habe er sich auch geoutet – deren Reaktionen seien stets positiv gewesen.

"In einer idealen Welt sollte man gar nicht darüber sprechen müssen. Aber solange es dem Thema hilft, muss man darüber reden", erklärte Puhakka weiter. "Wenn jeder Spieler in einer Garderobe er selbst sein könnte, wäre dies auch keine so große Diskussion."

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Puhakka ist seit fünf Jahren liiert

In sozialen Medien hatte Puhakka bereits angedeutet, dass er mit dem 61-jährigen Norweger Rolf Nordmon in Helsinki zusammenlebt, aber sich bislang öffentlich nicht weiter dazu geäußert. Die beiden sind bereits seit fünf Jahren ein Paar. Nordmo war zuvor 14 Jahre lang mit einer Frau verheiratet und ist Vater von drei erwachsenen Kindern.

Auch der Geschäftsführer seines inzwischen insolvent gegangenen Ex-Clubs Espoo United begrüßte das Coming-out und entschuldigte sich für die homophobe Atmosphäre: "Danke Janne für deinen Mut. Bitte verzeih mir. Ich schäme mich, dass es mir nicht gelungen ist, eine Kultur zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen konnten", so Olli Aro auf Twitter. "Die Welt verändert sich und Eishockey muss sich an die neue Zeit anpassen." (dk)

Twitter / AroOlli



#1 Patrick SAnonym
  • 31.10.2019, 13:23h
  • Finde ich super. Glückwunsch zum Outing und alles Gute für die Zukunft.
    Hoffe, dass dem Beispiel auch mal aktive Profis folgen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gayBLAnonym
  • 31.10.2019, 13:35h
  • Vielleicht ist es an der Zeit, anonyme schwule Coming-Out Gruppen für Spitzensportler ins Leben zu rufen. Man kann sich dort gegenseitig austauschen und unterstützen, bis man zum CO bereit ist.
    Es lassen sich bestimmt Sportvereine finden, die das finanziell fördern würden.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 retfgdgAnonym
  • 31.10.2019, 23:33h
  • Als 19-Jähriger hat er sich einen 56-Jährigen als Partner ausgesucht, also jemanden, der 3 Mal älter war als er selbst. Oder umgekehrt: Der 56-Jährige hat sich einen gerade so eben noch Volljährigen ausgesucht.

    Altersunterschied: 37 Jahre

    Alles natürlich ok und legal, aber 37 Jahre Altersunterschied ist schon krass.

    Wenn er 29 ist, ist sein Partner ein 66-Jähriger im Rentenalter. Naja...

    Bei so großen Altersunterschieden will der deutlich Ältere meist nur Frischfleisch haben und der deutlich Jüngere das Geld des Älteren. Wem's gefällt. Ist natürlich ok und legal, aber mir würd's nicht gefallen, so ein großer Altersunterschied hat immer ein Geschmäckle. Ich glaube, dass es da häufig nicht um Liebe geht, sondern um Austausch von Frischfleisch-Sex und Geld im Rahmen einer "Beziehung". Kann natürlich auch manchmal Liebe sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TheDadProfil
#5 IronikerEhemaliges Profil
  • 01.11.2019, 05:40h
  • Antwort auf #3 von retfgdg
  • Oh, da ist aber jemand lebensklug.

    Der einzige richtige Satz:
    "Kann natürlich auch manchmal Liebe sein."

    Oder vielleicht sogar mehr als manchmal.

    Wir kämpfen in dieser Community dafür, dass jede_r jede_n lieben "darf". Einschränkungen darf es immer nur dann geben, wenn das nicht auf Gegenseitigkeit beruht oder jemandem schadet. Ansonsten hat NIEMAND irgendjemandem vorzuschreiben oder dreinzureden, was in Sachen Liebe richtig oder falsch ist.

    ***

    Viel schockierender finde ich, dass hier von einem 24-jährigen nach seinem Karriereende die Rede ist. Was ist das denn bitte für eine Gesellschaft, in der jemand mit 24 schon am Ende einer Karriere ist, weil er sonst "zu alt" wird?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Lilalalah84Anonym
  • 01.11.2019, 06:00h
  • Schön das er Soviel Mut hat. Und nun ist seine Karriere vorbei weil es ihn zerfressen hat Seelisch. Schade.

    Leider gibt es immer noch Mitmenschen die der Meinung sind das wenn man Schwul ist auf Jungs oder so Abfaehrt. Finde ich entsetzlich und wenn man es anders Betrachten tut haben diese ein Problem...

    Tja,es gibt schon Kranke Menschen die mit sich nicht Klar kommen...

    Passt auf euch auf liebe Mitschwule. Die Supernazis Ahahahah
  • Antworten » | Direktlink »
#7 einfach-nur-soAnonym
  • 01.11.2019, 09:12h
  • Antwort auf #3 von retfgdg
  • So ein Kommentar kotzt mich einfach nur an! Liebe kennt keine Grenzen! Und wenn 37 Jahre dazwischen sind, who the fuck cares? Dieses Vorurteil, dass es nur um Firschfleisch und Geld geht....ich kann es nicht mehr hören!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 ZuAltfürLiebeAnonym
  • 01.11.2019, 10:20h
  • Antwort auf #3 von retfgdg
  • Ganz selten scheint es das zu geben, schimpft sich Gerontophilie. Gibts auch einen anrührenden Film dazu, Gerontophilia.

    www.viennale.at/de/film/gerontophilia

    In so einen Schnuckel könnte man sich ja schon vergucken, aber stimmt, ab einem zu großen Abstand erspart die Vernunft einem viel Kummer, weil die Jüngeren sich von deutlich Älteren in der Regel bedrängt oder genervt empfinden. Wenn man sich nur in Jüngere verglotzt, ist es dann einfach Ende mit der Chance auf Liebe.

    Denkt man an die eigene Jugend, wollte man auch nicht von Typen im Alter des Vaters angemacht werden. Versteht sich also irgendwo von selbst.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Old manAnonym
#10 Ralph
  • 01.11.2019, 10:39h
  • Zwischen Ole von Beust und seinem Mann liegen 36 Jahre. Der ehem. Bürgermeister von Hamburg ein verkappter Kinderschänder? Sein Mann ein Edelstricher? Beides vollkommener Blödsinn! Man mag ja für sich selbst einen so großen Altersunterschied ausschließen. Dazu braucht man aber nicht zu "argumentieren", dem Jungen gehe es nur ums Geld, gar baldige reiche Erbschaft, und der Ältere habe sich einen gerade mal Volljährigen gesucht, weil ihn eigentlich nach noch Jüngeren gelüstet. Solche bösartige Voreingenommenheit zu kultivieren, dürfen wir gerne unseren Feinden überlassen, wir müssen sie nicht selbst pflegen. - Übrigens: Zwischen meinem Mann und mir liegen 20 Jahre. Und klar - mir ging es von Anfang nur um seine Millionen... *gacker*...
  • Antworten » | Direktlink »