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Janne Puhakka

Finnischer Ex-Eishockeyspieler outet sich als schwul

Der 24-jährige Janne Puhakka spricht nach seinem Karriereende erstmals über seine Homosexualität – und über die homophobe Atmosphäre in der Umkleidekabine.


Janne Puhakka bei einem Interview während seiner aktiven Laufbahn, die vor über einem Jahr endete

  • 31. Oktober 2019, 11:21h 22 2 Min.

Der frühere finnische Eishockeyprofi Janne Puhakka hat sich in einem Interview mit der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" als schwul geoutet. Der 24-Jährige, der vor anderthalb Jahren seine sportliche Karriere abrupt beendete, ist der erste finnische Ex-Profi, der offen zu seiner Homosexualität steht. Anlass für das Interview war offenbar das Coming-out des dänischen Profis Jon Lee-Olsen vor drei Wochen (queer.de berichtete).

Puhakka berichtete in dem Gespräch, dass er sich wegen seiner Homosexualität mental blockiert gefühlt habe. In der Umkleidekabine seien häufig Schwulen-Witze gemacht worden. Zwar wolle er keinem seiner Ex-Teamkollegen unterstellen, homophob zu sein, die homosexuellenfeindliche Atmosphäre sei aber wenig hilfreich gewesen. Einigen Spielern gegenüber habe er sich auch geoutet – deren Reaktionen seien stets positiv gewesen.

"In einer idealen Welt sollte man gar nicht darüber sprechen müssen. Aber solange es dem Thema hilft, muss man darüber reden", erklärte Puhakka weiter. "Wenn jeder Spieler in einer Garderobe er selbst sein könnte, wäre dies auch keine so große Diskussion."

Puhakka ist seit fünf Jahren liiert

In sozialen Medien hatte Puhakka bereits angedeutet, dass er mit dem 61-jährigen Norweger Rolf Nordmon in Helsinki zusammenlebt, aber sich bislang öffentlich nicht weiter dazu geäußert. Die beiden sind bereits seit fünf Jahren ein Paar. Nordmo war zuvor 14 Jahre lang mit einer Frau verheiratet und ist Vater von drei erwachsenen Kindern.

Auch der Geschäftsführer seines inzwischen insolvent gegangenen Ex-Clubs Espoo United begrüßte das Coming-out und entschuldigte sich für die homophobe Atmosphäre: "Danke Janne für deinen Mut. Bitte verzeih mir. Ich schäme mich, dass es mir nicht gelungen ist, eine Kultur zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen konnten", so Olli Aro auf Twitter. "Die Welt verändert sich und Eishockey muss sich an die neue Zeit anpassen." (dk)

/ AroOlli
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#1 Patrick SAnonym
  • 31.10.2019, 13:23h
  • Finde ich super. Glückwunsch zum Outing und alles Gute für die Zukunft.
    Hoffe, dass dem Beispiel auch mal aktive Profis folgen.
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#2 gayBLAnonym
  • 31.10.2019, 13:35h
  • Vielleicht ist es an der Zeit, anonyme schwule Coming-Out Gruppen für Spitzensportler ins Leben zu rufen. Man kann sich dort gegenseitig austauschen und unterstützen, bis man zum CO bereit ist.
    Es lassen sich bestimmt Sportvereine finden, die das finanziell fördern würden.
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#3 retfgdgAnonym
  • 31.10.2019, 23:33h
  • Als 19-Jähriger hat er sich einen 56-Jährigen als Partner ausgesucht, also jemanden, der 3 Mal älter war als er selbst. Oder umgekehrt: Der 56-Jährige hat sich einen gerade so eben noch Volljährigen ausgesucht.

    Altersunterschied: 37 Jahre

    Alles natürlich ok und legal, aber 37 Jahre Altersunterschied ist schon krass.

    Wenn er 29 ist, ist sein Partner ein 66-Jähriger im Rentenalter. Naja...

    Bei so großen Altersunterschieden will der deutlich Ältere meist nur Frischfleisch haben und der deutlich Jüngere das Geld des Älteren. Wem's gefällt. Ist natürlich ok und legal, aber mir würd's nicht gefallen, so ein großer Altersunterschied hat immer ein Geschmäckle. Ich glaube, dass es da häufig nicht um Liebe geht, sondern um Austausch von Frischfleisch-Sex und Geld im Rahmen einer "Beziehung". Kann natürlich auch manchmal Liebe sein.
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