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Südpazifik

Cookinseln wollen doch an Verbot von Homosexualität festhalten

Kehrtwende auf der Touristeninsel: Männliche Homosexualität soll weiter verboten bleiben, zudem soll erstmals auch lesbischer Sex mit langjährigen Haftstrafen bedroht werden.


Die Cookinseln leben vor allem durch Tourismus und die Bankindustrie (Bild: Contando Estrelas / flickr)

Die Abgeordneten der Cookinseln wollen offenbar Homosexualität doch nicht wie geplant legalisieren. Wie die "Cook Island News" am Wochenende berichteten, hätten vor allem christliche Kirche dafür geworben, Homosexuelle weiter mit Gefängnis zu bedrohen.

Eigentlich hatte das Parlament geplant, das auf britischem Kolonialrecht beruhende Verbot von homosexuellen Handlungen unter Männern im Rahmen einer Strafrechtsreform aufzuheben (queer.de berichtete). Offiziell stehen auf männliche Homosexualität bis zu 14 Jahre Haft. Das Gesetz wird aber derzeit nicht angewandt.

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Auch lesbischer Sex soll künftig verboten sein

Ein Parlamentsausschuss will nun die Liberalisierung stoppen – und die homophoben Gesetze sogar noch verschärfen, wenn auch unbeabsichtigt: Da das neue Recht geschlechtsneutral verfasst werden soll, würden erstmals auch lesbische Handlungen unter Strafe gestellt. Laut dem Ausschussvorsitzenden Tingika Elikana solle das Gesetz Homosexuelle "abschrecken", damit diese kein Coming-out in der Öffentlichkeit vollzögen.

In den letzten Jahren hatten christliche Würdenträger intensiv für eine Beibehaltung des Homo-Verbots geworben. In einem Leserbrief meinte der apostolische Bischof Tutai Pere etwa im Juli, dass ein Verbot gut für den Tourismus sei, da Besucher so vor "Gottlosigkeit" geschützt werden könnten: "Touristen werden uns weiter besuchen, weil es wenige Orte gibt, die so sicher sind wie die Cookinseln. Unterdessen spukt der Geist der Gottlosigkeit wie wahnsinnig durch die ganze Welt", so Bischof Pere.


Die Cookinseln sind mit Neuseeland asoziiert (Bild: TUBS / wikipedia)

Die Cookinseln sind 15 von der Außenwelt weitgehend isolierte Inseln im Südpazifik, die zwischen Neuseeland und Südamerika liegen. Gemeinsam verfügen sie über eine Fläche vergleichbar mit der Stadt Stuttgart. Derzeit leben knapp 20.000 Menschen auf der Inselgruppe, die meisten von ihnen sind Maori. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, das Land machte sich aber in den letzten Jahrzehnten auch als Offshore-Finanzplatz einen Namen. Die Cookinseln sind "frei asoziiert" mit dem Staat Neuseeland, der unter anderem für die Außenpolitik verantwortlich ist. (dk)



#1 MarbelaAnonym
  • 05.11.2019, 12:18h
  • Gottlosigkeit ist vor allem, wenn man in all seinen Mitgeschöpfen nicht Gott selbst sieht, der doch alles erschaffen haben soll!

    Wer sollte es als Christ den wagen, die Schöpfung Gottes zu kritisieren und verbessern zu wollen, da Gott ja unfehlbar sein soll.

    Alles nur vorgeschoben, um durch Heruntermachen anderer das mangelnde Selbstbewußtsein, das viele dieser Leute haben zu stützen.
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#2 Religioten-WatchAnonym
  • 05.11.2019, 13:22h
  • 55 % Mitglieder der protestantischen Cook Islands Christian Church
    +
    17 % katholische Kirche
    +
    8 % Adventisten
    +
    4 % Pfingstgemeinden (Assembly of God/Apostolic Church)
    +
    4 % Mormonen
    +
    2 % Zeugen Jehovas
    ____________________________________________________
    =
    90 % verdummbibelte Christen

    Kein Wunder also.

    de.wikipedia.org/wiki/Cookinseln#Ethnien_und_Religionen
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#3 PetterAnonym
  • 05.11.2019, 13:23h
  • Die wollen also weiter im geistigen Mittelalter leben und nichts von Moderne und freiheitlich-demokratischer Grundordnung wissen...
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#4 Ralph
#5 JohanAnonym
  • 05.11.2019, 13:49h
  • 20.000 Einwohner, kleiner wie Stuttgart. Man ist fast gewillt zu sagen, lasst doch die paar Einwohner am Ende der Welt ihre Ansichten behalten. Wer dort wirklich lebt und schwul oder lesbisch ist wird
    von dort sowieso nach Neuseeland oder Australien gehen.
    Kann das Vereinigte Königreich nicht einfach per Beschluss alle unsinnigen alten Kolonialgesetze im Commonwealth für ungültig erklären. Dann hätten wir so ein Miniproblem auf ner winzigen Insel nicht.
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#6 FredericAnonym
  • 05.11.2019, 14:41h
  • Wer noch in der Kirche ist, dem sollte bewusst sein, dass er mit jedem Cent Kirchensteuer die Inhaftierung von Schwulen fördert.
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#7 TheoAnonym
  • 05.11.2019, 15:20h
  • Gut für den Tourismus?
    Ich kenne ganz viele Leute, die durch solche Aussagen abgeschreckt werden...
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#8 Julian SAnonym
  • 05.11.2019, 17:59h
  • Dort sollte kein Tourist mehr hin, denn damit unterstützt man das.

    Und auch weitere wirtschaftliche Sanktionen wären hilfreich. Es zeigt sich immer wieder, dass wirtschaftliche Sanktionen sehr schnell wirken.
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#9 JohanAnonym
#10 Religioten-WatchAnonym
  • 06.11.2019, 09:21h
  • Antwort auf #9 von Johan
  • Ach Johanchen, ist dir wirklich noch nicht klar, dass diese "Kirchen" globale Unternehmen sind, deren Filialen selbstverständlich als jeweilige Firma miteinander finanziell vernetzt sind?
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