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Geleakter Song

Eminem: "Was wäre, wenn ich dir sage, dass ich auch schwul bin?"

Der Rapper sorgte in den letzten Jahrzehnten für einige Kontroversen mit homophoben Texten. In einem neuen Song wärmt er die Debatte wieder auf.


Eminem weiß auch noch nach über 20 Jahren Karriere zu provozieren (Bild: Instagram / Eminem)

In einem neuen Song fragt der 47-jährige US-Rapstar Eminem, was passieren würde, wenn er sich als schwul outen würde. Ein Ausschnitt aus dem Lied, das er gemeinsam mit seinem 31-jährigen Rap-Kollegen Joyner Lucas aufnahm, war vergangene Woche im Internet geleakt worden – und erregte Aufmerksamkeit in sozialen Medien.

In dem Song rappt Lucas auf Englisch: "Was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass ich schwul bin." Danach wiederholt Eminem fast die gleiche Worte (Joyner Lucas: "What if I told you that I'm out of place? Wait, what if I told you that I was gay?" Eminem: "What if I'm a hypocrite who's just afraid to face truth? Wait, what if I told you I'm gay too?"). Allerdings ist nur dieser Ausschnitt geleakt worden; der Zusammenhang, in dem die Worte fallen, ist nicht bekannt.

Twitter / Eminem | Eminem arbeitet mit vielen Musikstars – darunter Ed Sheeran und 50 Cent – zusammen

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Wiederholt Homophobie-Vorwürfe gegen Eminem

Eminem war besonders zu Beginn seiner Karriere Ende der Neunzigerjahre von LGBTI-Aktivisten scharf kritisiert worden, weil er immer wieder das Wort "Faggot" (Schwuchtel) als Schimpfwort in seinen Liedern verwendet hatte. Dies sei schädlich, weil er damit jungen Fans praktisch die Erlaubnis ausstelle, mutmaßlich schwule Mitschüler als "Schwuchteln" zu beschimpfen.

Der Rapper erhielt allerdings auch Unterstützung aus der Community, etwa vom offen schwulen Sänger Elton John, der bei den Grammy Awards 2001 mit Eminem gemeinsam auftrat. Die LGBTI-Organisation GLAAD zeigte sich damals "entsetzt, dass John die Bühne mit einem Künstler teilt, dessen Worte und Taten Hass und Gewalt gegen Schwule und Lesben propagieren".

Selbst in den letzten Jahren gab es noch Kontroversen: 2015 veröffentlichte Eminem ein weiteres Album, in dem er erneut über "Schwuchteln" herzog. Er beharrte aber in einem Interview darauf, dass das Wort "Schwuchtel" nichts mit Homosexualität zu tun habe, sondern ein generischer Ausdruck für "Dreckskerl" oder "Arschloch" sei (queer.de berichtete).

Vergangenes Jahr beschimpfte er den Rapper Tyler, The Creator, der zuvor seine Homosexualität angedeutet hatte, in einem Diss-Song als Schwuchtel (queer.de berichtete). Später bedauerte er allerdings diese Wortwahl (queer.de berichtete).

In der politische Debatte um LGBTI-Rechte gab sich Eminem liberal: Er erklärte bereits 2010, dass er ein Befürworter der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben sei (queer.de berichtete). (cw)



Eminem will weiter "Schwuchtel" sagen dürfen

Der Rapper zieht wieder über "Faggots" (Schwuchteln) her, beschimpft damit aber eigenen Angaben zufolge keine Schwulen.
#1 Leon 4Anonym
  • 06.11.2019, 14:59h
  • Neues materiell von Eminem wird immer dankend angenommen, hfftl wieder mehr richtig "Marshall Matthers LP" und weiter weg von "Revival".... "Kamikaze" ging ja schon wieder in die richtige Richtung!

    Die line könnte ne Referenz auf sein Cameo in "the Interview" sein, da sitzt er ja auch inner talkshow und outet sich (war auch die einzige Szene im Film die im Gedächtnis blieb)
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#2 remixbeb
#3 DramaQueen24Profil
  • 07.11.2019, 03:26hBerlin
  • Wenn er das zu mir sagen würde, würde ich dafür plädieren, ihm den gay status abzuerkennen, weil er dann all die Jahre ein Heuchler und homophobes A***loch gewesen wäre.
    Andererseits, Familie kann man sich nicht aussuchen.
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#4 TheDadProfil
  • 07.11.2019, 10:26hHannover
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • ""Andererseits, Familie kann man sich nicht aussuchen.""..

    Da ist es doch schon mal hilfreich, das andere Menschen gar nicht zur "Familie" gehören..

    Wer wie dieser Mensch mit seinen Texten polarisiert, und das inzwischen über 2 Jahrzehnte hinweg, um sich nun in einer Art "Alters-Milde" beinahe zu entschuldigen sucht, hat nicht verstanden was er alles angerichtet hat..

    Dieser billige Versuch des
    "ich bin ja gar nicht homophob, denn ich bin ja (vielleicht) auch selber schwul"
    (oder vielleicht ein spät-entdeckender bisexueller ?)
    läuft schon im Ansatz Fehl, denn er kann die Tatsache das es auch Homophobe Schwule gibt, nicht vom Tisch wischen..
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#5 lotosblueteAnonym