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Startschuss Masters

St.-Pauli-Profi: Bei Homo-Akzeptanz hat sich im Fußball "nicht wirklich was getan"

Als Ehrengast beim schwulen Fußballturnier Startschuss Masters beklagte der Abwehrspieler Jan-Philipp Kalla, dass "Fußball-Deutschland" noch nicht da ist, wo es sein sollte.


Jan-Philipp Kalla spielt bereits seit 16 Jahren beim alternativen Verein in St. Pauli

Fußball-Profi Jan-Philipp Kalla vom Zweitligisten FC St. Pauli rief am Wochenende als Ehrengast der Siegerehrung des schwulen Freizeitturniers StartschussMasters im Hamburger Rathaus dazu auf, gegen Homophobie und Sexismus einzutreten. "Hochgerechnet habe ich in meinem Leben mit mehr als 300 Männern Fußball gespielt. Keinen davon habe ich nach seiner sexuellen Orientierung gefragt, für mich macht das keinen Unterschied. Ich spiele nicht anders mit oder gegen jemanden Fußball, wenn ich weiß, ob er hetero- oder homosexuell ist." Ihm habe sich bislang noch kein schwuler Profi anvertraut.

Mit Blick auf die Tatsache, dass sich bisher in der Bundesliga kein aktiver Profi geoutet hat, sagte der 33-Jährige: "Ich glaube, dass sich in Fußball-Deutschland nicht wirklich was getan hat. Es bleibt also weiterhin an uns, sich laut zu machen und Flagge zu zeigen. Laut gegen Homophobie und Sexismus und laut für eine bunte, offene und tolerante Gesellschaft." Passend zum Anlass trug Kalla ein T-Shirt mit dem St.-Pauli-Totenkopf in Regenbogen-Farben auf der Vorderseite sowie der Aufschrift "Lieb doch, wen du willst" auf dem Rücken.

Moin zusammen, Heute gibt es mal ein bisschen mehr Stoff zu lesen als sonst. Aber dies aus einem guten Grund. Am…

Gepostet von Jan-Philipp Kalla am Donnerstag, 4. Oktober 2018
Facebook / Jan-Philipp Kalla | Kalla schrieb letztes Jahr, wie ihn der schwulen Fußballfilm "Mario" beeindruckt habe

Der schwul-lesbische Sportverein Startschuss veranstaltete das Turnier bereits zum 14. Mal. Es richtet sich hauptsächlich an Sportvereine für Homosexuelle, es nehmen aber aus Solidarität immer wieder andere Teams wie in diesem Jahr der Hamburger Kreisligist SC Osterbek teil. Schirmherr ist der Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller (Grüne). Startschuss bietet in Hamburg nicht nur Fußball an, sondern mehr als 15 weitere Sportarten. Über 750 Mitglieder sind dort nach Vereinsangaben aktiv.

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Der Turniersieger kommt aus Kopenhagen

Insgesamt 15 Mannschaften aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Schweden nahmen an dem Turnier teil. Sieger war am Ende das dänische Team PAN Fodbold aus Kopenhagen, das sich mit 5:4 nach Siebenmeterschießen gegen Quadratekicker Mannheim durchsetzte. Im letzten Jahr war PAN Fodbold noch im Finale am damaligen Sieger Nordic Temptation aus Schweden gescheitert (queer.de berichtete).

Direktlink | Die sportliche Entscheidung bei den Startschuss Masters

So haben die anderen Mannschaften abgeschnitten:


(Bild: Startschuss)

In den letzten Wochen sorgten Twitter-Profile von angeblich schwulen Fußballern für Aufsehen (queer.de berichtete). (pm/dk)



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#1 PetterAnonym
  • 06.11.2019, 16:44h
  • Leider wahr, aber das hat der Fußball eben auch sich selbst zuzuschreiben.

    Solange nichts gegen homophobe Sprechchöre getan wird und manche Vereine und Verbände meinen, man bräuchte "Ultras" für die "Stimmung" im Stadion wird sich auch nichts ändern.

    Und dann wird irgendwann Fußball nur noch als Fascho-Sport gelten, wenn nicht endlich was getan wird.
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#2 Oliver_KBHProfil
#3 Sabelmann
#4 WindheimerAnonym
#5 Käptn QueerpassAnonym
  • 07.11.2019, 08:33h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Moin Petter, so global die Ultras in die homophobe Ecke zu stellen, ist nicht fair. Es gibt einige Ultra- Organisationen, die sich aktiv in und um das Stadion gegen Homophobie und Sexismus stellen. Schau mal, was z.B. die "Schickeria" vom FC Bayern oder "USP" vom FC St. Pauli bereits auf die Beine gestellt haben. Dazu gibt es im Netz viele Infos und schöne Beispiele für Choreographien.
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#6 GretchenAnonym
  • 07.11.2019, 10:37h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Da machst du dir das aber ganz leicht. Wie kommst du darauf, dass es überall so ist??

    Bei St. Pauli ist es ganz anders. Dort wird ganz bewusst gegen Homophobie - oft von den "Ultras" inszeniert - gearbeitet. Hier wird bei jedem Spiel der Regenbogen gezeigt.

    Auch die Bayern halten da mit. Man sollte nicht immer einfach alles über einen Kamm scheren..
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