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Zeremonie im Kesselhaus

SchwuZ erhält Musikpreis des Landes Berlin

Deutschlands größter queerer Club wurde am Dienstagabend von der Berlin Music Commission mit dem Ehrenpreis der "listen to berlin: Awards 2019" ausgezeichnet. Ausgerechnet Nina Queer hielt die Laudatio.


Die beiden SchwuZ-Geschäftführer Florian Winkler-Ohm (li.) und Marcel Weber freuen sich über die Auszeichnung (Bild: SchwuZ)
  • 7. November 2019, 13:13h, noch kein Kommentar

Das Berliner SchwuZ gehört zu den Preisträger*innen der "listen to berlin: Awards 2019". Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ehrte die Berlin Music Commission (BMC) am Dienstagabend im Berliner Kesselhaus zum bereits vierten Mal prägende Akteur*innen der Berliner Musik- und Kreativbranche. Deutschlands größter queerer Club erhielt den Ehrenpreis.

Das SchwuZ wurde von der BMC als "Ort großer Vielfalt und Werteorientierung" gewürdigt. "Das SchwulenZentrum, das einst in Kreuzberg war und nun seit sechs Jahren in Neukölln beheimatet ist, zählt seit mittlerweile 42 Jahren als Berliner Kulturinstanz", heißt es in einer Pressemitteilung zur Preisverleihung. Die Jury lobte: "In puncto Empowerment, Nachhaltigkeit und queerem Engagement ist das SchwuZ Lichtjahre voraus. Gerade in Zeiten von Populismus braucht es einen Ort in der die queere Utopie mit ganzem Herzen ein Zuhause hat."

Den Ehrenpreis definiert die BMC als Auszeichnung für "ein*e herausragende*r Künstler*in, Unternehmer*in oder Initiative, die/der mit ihrem Schaffen besonders für die Strahlkraft des Musikstandortes steht".

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Die Laudatorin steht nicht für die geforderte Diversität


Der Ehrenpreis fürs SchwuZ (Bild: SchwuZ)

Mit der Laudatorin Nina Queer, die das SchwuZ als "gelebte Humanität!" würdigte, zeigte die Berlin Music Commission eine weniger glückliche Hand. Die Partytranse, selbsternannte Sängerin, umtriebige Geschäftsfrau und "Bild"-Kolumnistin veröffentlichte in den vergangenen Jahren mehrfach rassistische Beiträge und steht damit nicht wirklich für die von den Veranstaltern geforderte Diversität. Mit dem faktenarmen Text "So gefährlich ist PrEP!" hatte sich Nina Queer erst im vergangenen Monat erneut einen berechtigten Szene-Shitstorm eingefangen.

Zu den weiteren Preisträger*innen der "listen to berlin: Awards 2019" gehören Gudrun Gut, Mine, Mona Rübsamen, NOSOYO, Shirley Holmes, Ponte Pilas, die Initiativen Clubtopia und #unteilbar sowie der Social-Media-Hit "Sage Nein" von Ezé Wendtoin & Just People. Die Schirmherrschaft des Musikpreises hatte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) übernommen, der sich mit einer Video-Grußbotschaft an das Publikum richtete: "Der Preis ist ein nichtkommerzieller Preis, der nicht auf Verkaufszahlen basiert. Es geht hier darum, gute künstlerische Leistung zu erbringen, sich einzubringen, zu engagieren."

Die "listen to berlin: Awards" sind eine Veranstaltung im Auftrag des Landes Berlin und werden von der Berliner Sparkasse präsentiert. Sie werden unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, durchgeführt im Rahmen der Berliner Landesinitiative "Projekt Zukunft" und mit Mitteln aus den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. (mize/pm)