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Pete Buttigieg

Schwuler Bürgermeister sorgt im US-Wahlkampf für Furore

Das neue Wunderkind der Demokraten heißt Pete Buttigieg. Der 37-Jährige wird immer mehr als Kandidat im Präsidentschaftswahlkampf angesehen, der reale Chancen auf einen Sieg hat.


Wird "Bürgermeister Pete" am 20. Januar 2021 zum 46. Präsdenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt? (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Er ist eine der größten Überraschungen des bisherigen US-Präsidentschaftsrennens: Vor nicht allzu langer Zeit war Pete Buttigieg, offen homosexueller Bürgermeister der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana, überregional kaum bekannt. Doch in jüngster Zeit hat der 37-Jährige, der als krasser Außenseiter in den Wettbewerb der Demokraten um die Kandidatur gegen Donald Trump gestartet war, in den Umfragen zugelegt.

Der Afghanistan-Veteran hat damit Beto O'Rourke als Wunderkind der Partei abgelöst. O'Rourke hatte vergangenes Jahr in der Republikanerbastion Texas einen schwungvollen Wahlkampf für einen Sitz im US-Senat hingelegt, den er nur knapp verlor. Der Stern des Texaners verglühte dann jedoch rasch, aus dem Präsidentschaftsrennen stieg er vor Kurzem aus.

"Bürgermeister Pete" – wie Buttigieg wegen seines schwer aussprechbaren Nachnamens weithin genannt wird – befindet sich hingegen im Aufwind. Zwar konnte er den Außenseiterstatus bisher nicht abschütteln. In den landesweiten Umfragen liegt Buttigieg trotz seiner Zugewinne bei gerade einmal sieben Prozent und damit nach wie vor deutlich hinter den Favoriten Joe Biden, Elizabeth Warren und Bernie Sanders.

Direktlink | "Mayor Pete" vermag es, genau jene pathetischen Reden zu halten, die die amerikanischen Wähler so lieben

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Buttigieg auf Platz zwei in Iowa

Doch im Bundesstaat Iowa, wo Anfang Februar die erste Vorwahl stattfindet, hat sich Buttigieg auf den zweiten Platz hochgearbeitet. Laut dem von der Website "RealClearPolitics" ermittelten Umfragenschnitt liegt Buttigieg dort nur knapp hinter Warren. Buttigieg setzt darauf, dass ein Sieg in Iowa seiner Bewerbung einen kräftigen Schub verleihen und ihn zu weiteren Vorwahlsiegen katapultieren könnte.

Buttigieg wäre nicht nur der erste offen schwule US-Präsident, sondern auch der bislang jüngste Präsident der US-Geschichte. Um seine Chancen zu steigern, hat er sein Programm in den vergangenen Monaten neu justiert, von Links zur Mitte. Er präsentiert sich damit als frische Alternative zum 76-jährigen Ex-Vizepräsidenten Biden, dem Exponenten des gemäßigten Parteiflügels.

Buttigieg profitiert derzeit von den Schwächen Bidens, der in den bisherigen TV-Debatten nicht gerade bestechend wirkte und dessen Wahlkampf bislang das Feuer fehlt. Unter dem Motto "wirkliche Lösungen, nicht mehr Polarisierung" wirbt der Youngster für die Überwindung der extremen gesellschaftlichen Spaltungen der Trump-Ära.

Damit wird Buttigieg auch attraktiv für Parteianhänger, die befürchten, dass die Senatoren Warren und Sanders zu weit links stehen, um Trump besiegen zu können. Die seit Monaten im Aufwind segelnde Warren hat der Bürgermeister zuletzt immer wieder heftig attackiert. Er stellt vor allem ihre radikalen Pläne für den Umbau des US-Krankenversicherungswesens in Frage.

Twitter / PeteButtigieg | Pete Buttigieg gibt sich in der Wirtschaftspolitik bürgerlich – und setzt sich so von den linken Kandidaten Elizabeth Warren und Bernie Sanders ab

Buttigiegs Ansehen profitiert auch von seinem Armeedienst. Sein Bürgermeisteramt legte er 2014 vorübergehend nieder, um sieben Monate als Reserveoffizier in Afghanistan zu dienen. Buttigieg ist aber nicht nur Kriegsveteran, sondern auch ein Schöngeist. Er soll acht Sprachen beherrschen und zählt Literatur und Musik zu seinen Hobbys. Als Pianist trat er zusammen mit dem Symphonieorchester von South Bend auf.

Der vielseitige Bürgermeister ist das Kind eines Professorenpaares, sein Vater emigrierte aus Malta – daher der komplizierte Nachname. Nach dem Studium an den Eliteunis Harvard an der US-Ostküste und im britischen Oxford arbeitete Buttigieg in Chicago für die Beratungsfirma McKenzie. Danach startete er seine politische Laufbahn und wurde 2011 zum Bürgermeister gewählt.

Als schwul outete sich Buttigieg nach seiner Rückkehr aus Afghanistan – den eigenen Erwartungen zum Trotz schadete dies seiner erneuten Kandidatur für das Bürgermeisteramt nicht. Mit stolzen 80 Prozent wurde er wiedergewählt. Im vergangenen Jahr heiratete Buttigieg dann seinen Partner, einen Lehrer.

Buttigieg geht im Übrigen davon aus, dass er keineswegs der erste homosexuelle US-Präsident wäre – sondern lediglich der erste, der zu seiner Homosexualität steht. "Statistisch" sei er sich "fast sicher", dass es bereits schwule Präsidenten gegeben habe, sagte er in einem Fernsehinterview.

Twitter / FallonTonight | Auch in den unter Demokraten beliebten Latenightshows macht Buttigieg eine gute Figur



#1 Leon 4Anonym
  • 08.11.2019, 14:13h
  • Ne, wird nicht passieren. Schon allein weil sich sämtliche Berichte auf seinen Werdegang und seine Person beziehen, aber kaum etwas über seine Pläne und Reformen durchkommt....!

    Biden/Warren wäre wohl noch die aussichtsreichste kombo, aber rechnen tu ich nach wie vor mit trump als Wahlsieger!
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#2 PetterAnonym
  • 08.11.2019, 14:40h
  • Der erste offen schwule US-Präsident wäre toll.

    Aber man muss auch sagen, dass jeder Demokrat besser als Trump ist. Und die Demokraten sollen den Kandidaten oder die Kandidatin ins Rennen schicken, der/die die besten Chancen auf Erfolg hat.

    Wenn das Buttigieg ist, fände ich das prima, könnte aber auch mit allen anderen Demokraten leben, die ja auch auf unserer Seite stehen.
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.11.2019, 16:20hFrankfurt
  • Die Wahl ist diesmal extrem ernst. Bitte nur Kandidaten, die Trump mit großer Wahrscheinlichkeit auch schlagen können. Solche Kandidaten gibt es bei den Demokraten, sind aber eher konservativer, also bitte keine Clinton 2.0. Nochmal 4 Jahre Trump erträgt die Welt nicht.
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#4 Sabelmann
  • 08.11.2019, 18:31h
  • Wenn man den Wahlkampf intensiv verfolgt kann man nur staunen wie hier Pete hochgejubelt wird!
    Nur weil er schwul ist? Sein Programm kommt nicht so wirklich gut an!
    Die Topkandidaten sind Bernie Sanders,Elisabeth Warren und leider noch immer Joe Biden(bei dem gehts aber immer mehr bergab)!°
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#5 Puder BaerAnonym
  • 08.11.2019, 18:45h
  • Die USA sind nicht bereit, einen Schwulen zum Präsidenten zu wählen. Bleibt zu hoffen, dass Elizabeth Warren in die Auswahl kommt und diesen selten prächtig ........... Trump schlagen wird
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#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.11.2019, 19:46hFrankfurt
  • Antwort auf #5 von Puder Baer
  • So ist es. Ich habe den Eindruck, die Demokraten meinen, das wäre eine ganz normale Wahl, wo man mal was ausprobieren könnte. Nein, es geht um die Abwahl von Trump und da darf man nichts riskieren.
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#7 DramaQueen24Profil
  • 09.11.2019, 05:00hBerlin
  • President Buttigieg klingt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, wäre mir aber lieber als Biden als Präsident, von Trump ganz zu schweigen. Allerdings wäre mir Warren am liebsten! Habe auf CNN zwei ihrer Reden gehört. Die Frau hat Schneid!
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#8 DramaQueen24Profil
  • 09.11.2019, 05:02hBerlin
  • Antwort auf #1 von Leon 4
  • Ich sage Dir, sollte es knapp werden, und Trump verlieren, wird es einen weiteren Bürgerkrieg geben, denn seine Anhänger (meist weiße christliche Fundamentalisten und rechte A***löcher), sehen ihn als eine Art "Messias" und werden glauben, dass man ihm die Wahl gestohlen hat.
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#9 DramaQueen24Profil
  • 09.11.2019, 05:04hBerlin
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Ich könnte nicht mit Joe Biden leben! Der hängt seine Fahne nach dem Wind. Und ist zudem so käuflich, wie es Hillary Clinton war (schaut Euch einmal an, was sie von diversen Firmen als Senatorin bekommen hat, und vergleicht das dann mit ihrem Abstimmungsverhalten).
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#10 DramaQueen24Profil