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Medienpreis

Sarah Connor erhält Bambi in der Kategorie Musik National

Die Popsängerin aus Delmenhorst erhält für ihr neuestes Album einen prestigeträchtigen Preis. Besonders würdigte die Bambi-Jury ihren wegen der Homo-Thematik von manchen Radiosendern nicht gespielten Song "Vincent".


Sarah Connor wird am 21. November die live im Free-TV übertragene Bambi-Gala eröffnen (Bild: Universal Music)

Die Sängerin Sarah Connor wird mit einem Bambi in der Kategorie Musik National ausgezeichnet. Die 39-Jährige ist nach Überzeugung der Jury ein "Kraftwerk mit Herz und Power ohne Ende", wie "Hubert Burda Media" am Mittwoch mitteilte. Seit mehr als 18 Jahren verfolge Connor eine erfolgreiche Musikkarriere und werde von ihren Fans für ihre einzigartige Stimme und ihre ehrlichen Worte geliebt.

Seitdem die 39-Jährige auf Deutsch singe, begeistere ihre Musik mehr Menschen denn je, teilte die Jury mit. Das zeige auch ihr neues Album "Herz Kraft Werke", das Platz eins der Albumcharts erobert habe. Die ausgekoppelte Single "Vincent" sei ein Song über einen schwulen Jungen in der Pubertät und ein Plädoyer für Liebe und Toleranz. "Der Song, mit dem die 39-jährige 'Bambi live' eröffnen wird, führte zu öffentlicher Diskussion und zugleich viel positivem Feedback von unzähligen Menschen, die den Song als wichtiges Statement feiern", heißt es in einer Begründung.

Ressentiments gegen "Vincent"

"Vincent" führte aber auch zu einigen Kontroversen: Einigen privaten Radiosendern wie Hitradio Antenne 1 oder Antenne Bayern war die schwule Thematik zu heiß und sie kürzten das Lied – oder spielten es erst gar nicht (queer.de berichtete). Connor bedauerte daraufhin, dass es beim Thema Homosexualität immer noch Ressentiments in Deutschland gebe (queer.de berichtete).

Die 46-jährige belgische Königin Mathilde erhält den Bambi in der Kategorie Charity. Der Bambi ist nach Angaben der Organisatoren der traditionsreichste deutsche Medienpreis. Der Burda-Verlag ("Bunte", "Focus") verleiht die Rehkitz-Trophäe jährlich seit 1948. Die Bambi-Gala findet am 21. November in Baden-Baden statt. Das Erste überträgt die Veranstaltung erstmals live. (dpa/dk)



#1 FeliAnonym
#2 andreAnonym
  • 13.11.2019, 14:10h
  • Schrottpreis. In einer Reihe mit Bushido. Sogar Heino hat seinen Bambi, wegen Bushido, abgelehnt. Hochachtung für Ihn. Aber gut, paar Jahre her. Aber ein einziges Liedchen um diesen Preis zu gewinnen, etwas mager. Die Veranstaltung ist eben doch nur, ein gegenseitiges Hochjubeln, von, mehr oder weniger, bekannten Promis.
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#3 LotiAnonym
#4 Carsten ACAnonym
  • 13.11.2019, 15:22h
  • Eine verdiente Auszeichnung.

    Und dass sich nach wie vor viele deutsche Radiosender weigern, den Song "Vincent" zu spielen, zeigt nur, wie wichtig dieses Lied ist.
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#5 DankeSarahAnonym
  • 13.11.2019, 15:38h
  • Eigentlich hätte sie einen Zusatzpreis für Menschlichkeit verdient, denn der Vincent-Song ist nicht nur Zeit geworden, von einer Musikgröße und nicht länger nur fürs Nischensegment gesungen zu werden, er zeigt endlich mal, dass es auch unsere Liebe gibt.
    Wenn das machem Sender immer noch Angst macht, Hörer zu verlieren und Werbeverträge - da drum geht das da wohl eher - ist das ein Zeichen, dass wir viel mehr Lieder mit dem Thema lesbisschwule, Bi und Trans-Liebe brauchen. Die dann eben auch ganz bekannte Sänger*innen selbstverständlich auf ihren Alben haben.

    Glückwunsch zum Bambi @Sarah Connor und Danke, dass Sie die Courage haben, auch gleichgeschlechtliche Liebe mit Musik zu würdigen!!
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#6 GerritAnonym
  • 13.11.2019, 15:50h
  • Ich hoffe, dass sie bei der Verleihung "Vincent" singt und dass das in voller Länge im Fernsehen übertragen wird.

    Diese Zensur dieses Titels ist nicht hinnehmbar. In welchem Jahrzehnt leben wir denn?

    Hier geht es nicht nur um eine künstlerische Auszeichnung, die sie absolut zu Recht bekommt und schon längst verdient hatte, sondern hier geht es auch um die Verteidigung der Freiheit der Kunst.
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#7 PeerAnonym
  • 13.11.2019, 16:38h
  • Mit ihrer Weigerung, den Song zu spielen, beweisen die betreffenden Radiostationen nur ihre Provinzialität und machen sich selbst komplett zum Narren.

    Diese Sender beweisen ihre eigene Überflüssigkeit und dass sie im Internetzeitalter keine Berechtigung mehr haben.
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#8 JasperAnonym
  • 14.11.2019, 09:23h
  • Schön, dass sich die Bambi-Jury nicht von homophoben Ressentiments beeinflussen lässt...
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#9 Leon 4Anonym
  • 14.11.2019, 11:00h
  • Die Musik von Connor ist so dermaßen generisch uns seelenlos, anbiedernd und eiskalt kalkuliert, schmerzfreie Provokation derer die eh am rechten Rand stehen um schön zum Albumrelease medial vertreten zu sein!

    Kann man natürlich machen....
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#10 LinusAnonym
  • 14.11.2019, 13:40h
  • Dass in Deutschland ein Sänger antisemitischer Lieder selbst nach einem antisemitischen Attentat noch öffentlich auftreten darf, während ein harmloses Lied über einen schwulen Teenager im Radio zensiert wird, sagt alles über den Zustand dieses Landes.

    Und es zeigt, wie überfällig ein grundlegender Wandel ist.
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