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Katholische Kirche

Bischof bezeichnet LGBTI-Schulaufklärung als "Kindesmissbrauch"

Ein Bischof der katholischen Kirche, die jahrzehntelang sexuellen Missbrauch von Kindern in ihren Reihen duldete, startet eine Twitter-Tirade gegen Aufklärungsunterricht an Schulen.


Bischof Joseph Edward Strickland stellt klar: Die Sichtbarkeit von Nicht-Heterosexuellen an Schulen ist nicht nur "Irrsinn", sondern "Kindesmissbrauch" (Bild: Peytonlow / wikipedia)

  • 14. November 2019, 11:55h 23 2 Min.

Der texanische Bischof Joseph Edward Strickland macht in sozialen Netzwerken Stimmung gegen Sexualaufklärung zu LGBTI-Themen an Schulen. Der 61-Jährige teilte am Mittwoch auf Twitter ein Video der homophoben Kommentatorin Liz Wheeler vom rechtsextremen "One America News Network". Darin ist szenenweise Aufklärungsunterricht zu sehen, den Wheeler mit gehässigen Kommentaren unterlegt hat.

Dazu schrieb Strickland: "Das Video zeigt eine irre und böse Botschaft, die sich zerstörerisch auf das Leben unschuldiger Kinder auswirkt. In einer vernünftigen Gesellschaft würde so etwas richtigerweise KINDESMISSBRAUCH genannt werden und die Menschen, die diesen Irrsinn verbreiten, würden vor Gericht landen. Wir müssen DIESEN IRRSINN STOPPEN!!!"

/ Bishopoftyler
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Strickland, seit 2012 Bischof des katholischen Bistums im osttexanischen Tyler, hat sich bereits mehrfach in die politische Diskussion um LGBTI-Rechte eingeschaltet. Anfang des Jahres sprach er etwa Nancy Pelosi, der ranghöchsten Politikerin der oppositionellen Demokraten, in einem Tweet ihr Katholisch-Sein ab und bezeichnete sie als "Ketzerin", weil sie erklärte hatte, dass sie ihre Unterstützung für die Ehe für alle mit ihrem Glauben in Einklang bringen könne (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr erklärte er bei einem Treffen der US-Bischofskonferenz, dass Priester nur in Diözesen auftreten sollten, wenn sie Homosexuelle als Sünder verurteilen.

Direktlink | Bischof Strickland will LGBTI-freundliche Priester keinen Raum gewähren
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Die Führung der amerikanischen katholischen Kirche gilt als äußerst LGBTI-feindlich. Bei Volksentscheiden gab die Kirche vor der Ehe-Öffnung 2015 Millionen von Dollar aus, um für die Beibehaltung des Ehe-Verbots zu werben. Knapp ein Viertel der Amerikaner gehören dem katholischen Glauben an. Anders als die Führung ist das katholische Fußvolk jedoch toleranter eingestellt: So ist die Unterstützung der Ehe für alle unter Katholiken höher als im Durchschnitt. LGBTI-Rechte werden in den USA insbesondere von evangelikalen Protestanten abgelehnt. (dk)

-w-

#1 StevenGayAnonym
  • 14.11.2019, 13:25h
  • "In einer vernünftigen Gesellschaft würde so etwas richtigerweise KINDESMISSBRAUCH genannt werden und die Menschen, die diesen Irrsinn verbreiten, würden vor Gericht landen. Wir müssen DIESEN IRRSINN STOPPEN!!!"

    Das ganze passt IMO eher auf die religiöse Indoktrination durch Kirchen. DA passt es 100 %!

    Wahnsinniger Religiot...
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#2 HiragyAnonym
  • 14.11.2019, 13:32h
  • Oh nein, die katholische Kirche sorgt sich um unsere Kinder... Wie die Fürsorge in der Kirche aussieht, kennen wir ja nur zu gut.

    Vill sollte sich die Kirche auf das konzentrieren was sie kann... und ich werfe mal in den Raum, dass das nicht Bildung ist :)
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#3 Religioten-WatchAnonym
  • 14.11.2019, 13:41h
  • Da sollte man meinen, dass katholische Hassprediger sich mit Kindesmissbrauch bestens, auch praktisch, auskennen, aber nein: Prompt wenden sie sich wieder gegen die Falschen, anstatt in ihren eigenen Reihen mal gründlich sauber zu machen.

    Die Katholensekte ist ein globaler Konzern, daher hilft auch in diesem Fall:

    www.kirchenaustritt.de
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