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Niederlande

Ausschluss von Pädo-Aktivisten beim CSD Amsterdam keine Diskriminierung

In der niederländischen Hauptstadt wollte die "Kinder-Befreiungsfront" am CSD teilnehmen. Nachdem die CSD-Organisatoren dies empört ablehnten, fühlte sich der Pädo-Verein diskriminiert.


Der CSD Amsterdam bezog klar Stellung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern (Bild: Holly Hudson / flickr)

Der Ausschluss eines Pädosexuellenvereins durch die CSD-Organisatoren in Amsterdam ist keine Diskriminierung, die gegen das Gleichbehandlungsgesetz verstößt. Das entschied das 2011 eingerichtete Menschenrechtsinstitut "College voor de Rechten van de Mens", eine Art niederländische Antidiskriminierungsstelle, in einer in dieser Woche verkündeten Entscheidung.

Beim "Canal Pride" Anfang August hatte die sogenannte "Kinderbevrijdingsfront" (Kinderbefreiungsfront) beantragt, in einem CSD-Boot teilzunehmen oder einen Stand aufstellen zu dürfen. Ein CSD-Sprecher wies dies aber mit den Worten zurück: "Das ist kein Teil des Pride Amsterdam. Wir wollen damit nicht in Verbindung gebracht werden."

Nach Ansicht des Menschenrechtsinstituts können sich die Pädo-Aktivisten nicht auf Schutz der sexuellen Orientierung berufen, da dies nur Homo-, Bi- und Heterosexualität umfasse. Auch andere Diskriminierungsmerkmale würden nicht zutreffen, dadurch könne das Institut die Beschwerde nicht weiter prüfen. Die Pädo-Aktivisten haben weiterhin die Möglichkeit, vor einem ordentlichen Gericht gegen den Ausschluss zu klagen.

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Pädo-Aktivist erhielt beim CSD Platzverweis

Am Tag des "Canal Pride" sorgte ein Pädo-Aktivist für Aufregung, als er im Vondelpark Faltblätter mit einschlägigen Botschaften verteilte. Diese haben teils scharfe Gegenreaktionen von CSD-Besuchern und Passanten ausgelöst. Die Polizei konfiszierte die Flyer daraufhin und erteilte dem Mann einen Platzverweis.

In der Vergangenheit hatte es teilweise eine Überschneidung von Homo- und Pädo-Aktivismus gegeben. In den Achtzigerjahren war die Schwulen-AG der westdeutschen Grünen etwa von Pädophilen unterwandert gewesen (queer.de berichtete). Im Laufe der Neunziger distanzieren sich allerdings praktisch alle LGBTI-Aktivisten von Pädosexualität unter Verweis auf die wissenschaftliche Tatsache, dass sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern nie einvernehmlich sein können, da Kinder die Beweggründe sexuell motivierter Erwachsener nicht erfassen können. Vielmehr handelt es sich bei derartigen "Beziehungen" immer um sexuellen Missbrauch, der strafrechtlich verfolgt werden müsse. Für Pädophile, die mit ihrer Veranlagung zurecht kommen und Missbrauch verhindern wollen, gibt es in Deutschland Hilfe beim Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden". (dk)



#1 Leon 4Anonym
  • 15.11.2019, 13:27h
  • Die Tatsache das es 2019 dazu kommt das ein Gericht bemüht werden muss um die Absage an pädovereinen zu legitimieren/von Diskriminierung frei zu sprechen ist schlichtweg absurd....
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#2 Ralph
  • 15.11.2019, 13:34h
  • Antwort auf #1 von Leon 4
  • Mir ist sowieso unbegreiflich, wieso ein privatrechtlicher Veranstalter sich vor einem staatlichen Gericht soll rechtfertigen müssen, wen er auf seiner Veranstaltung zulässt und wen nicht. Langsam frag ich mich, ob nicht endlich mal eine Notbremse gezogen werden muss. Soll sich vielleicht nächstens jeder in meine Geburtstagsparty einklagen können?
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#3 Uwe RAnonym
  • 15.11.2019, 15:50h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Ich kenne das niederländische Recht nicht, aber in Deutschland könnte das z.B. mit der Festsetzung einer Veranstaltungs zusammenhängen (§ 69 GewO). Dann bekommt der Veranstalter kurz gesagt, Sonderrechte, die er sonst nicht hat, die ihn gleichzeitig aber auch verpflichten, bestimmte Zulassungskriterien einzuhalten. Und ein abgelehnter Teilnehmer kann dann z.B. klagen.
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#4 Dont_talk_aboutProfil
  • 15.11.2019, 19:34hFrankfurt
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Ein privates Restaurant, das keine Schwule bedient, ist für Dich also auch ok ? Merkwürdige Einstellung, die zudem im völligen Widerspruch zu Deinen sonstigen Posts steht, wenn Diskriminierung von Schwulen beklagt wird.

    Ich persönlich habe null Sympathie zu Pädo-Aktivisten. Allerdings kenne ich kein überzeugendes Argument, das sie per se von Diskriminierung wegen sexueller Diskriminierung ausschließen soll, solange sie ihre Neigung nicht real ausleben.
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#5 KeineSexualitätAnonym
  • 15.11.2019, 20:13h
  • Antwort auf #4 von Dont_talk_about
  • >>> Allerdings kenne ich kein überzeugendes Argument, das sie per se von Diskriminierung wegen sexueller Diskriminierung ausschließen soll, solange sie ihre Neigung nicht real ausleben.<<<

    Sie werden nicht sexuell diskriminiert, da Pädophilie keine sexuelle Orientierung ist.
    Die versuchen höchstens, das so auszulegen, und so um Anerkennung zu heischen. Es könnten auch Pferdeschänder oder Kannibalismusfetischisten was Ähnliches erwarten, das macht das, was denen vorschwebt, nicht zu einer sexuellen Orientierung.
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#6 AltoAnonym
  • 15.11.2019, 22:04h
  • Antwort auf #4 von Dont_talk_about
  • "Ein privates Restaurant, das keine Schwule bedient, ist für Dich also auch ok ?"

    Schwule stellen keine Gefahr für andere Gäste dar. Wenn aber ein privates Restaurant keine Pädophilen bedient, dient das unter anderem dem Schutz minderjähriger Gäste. Ich würde jedem Pädophilen raten, sich behandeln zu lassen, denn Pädophilie ist eine Geisteskrankheit (F65.4 unter "Störungen der Sexualpräferenzen"). Mit entsprechender Hilfe ist ein eigenständiges und glückliches Leben auch für Pädophile möglich:
    www.kein-taeter-werden.de/
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#7 TheDadProfil
  • 15.11.2019, 22:37hHannover
  • Antwort auf #4 von Dont_talk_about
  • ""Ein privates Restaurant, das keine Schwule bedient, ist für Dich also auch ok ?""..

    Davon steht dort nichts !

    Den Begriff "privates Restaurant" gibt es dann auch nicht, denn ein Restaurant ist nach dem Handelsgesetz ein "für jederman zugängliches Geschäft", mit öffentlichem Preis-Aushang..

    Und wer hier dann denkt, er könne sich etwa in einen Club Einlass verschaffen, welcher nur für die Mitglieder auch Essen anbietet, der irrt..
    Entweder muß ihn ein Mitglieid dorthin einladen, oder er bleibt einfach draußen..
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#8 NurmalsoAnonym
  • 15.11.2019, 23:09h
  • Ein Pädophiler ist als Mensch erst mal genausoviel Wert wie ein Schwuler oder ein Hetertosexueller. Er hat sich seine Neigung nicht selbst ausgesucht. Es befremdet mich daher, solche Vokabeln wie Neigung oder Veranlagung hier so abfällig konnotiert zu lesen. Ein Pädophiler hat es viel schwerer, da er seine sexuelle Neigung nie ausleben kann, da sexuelle Kontakte zu einem Kind unmöglich sein müssen, da sie immer irreparable Schäden für das Kind bedeuten würden. Eine Kinderbefreiungsfront dürfte dann wohl auch kriminell sein, klingt jedenfalls so und ein Ausschluss vom CSD ist dann auch ok. Trotzdem haben auch Pädophile ein genauso großes Recht auf ein glückliches Leben wie jeder andere. Kommentare wie #5 oder #6 könnten, wenn man pädophil durch homosexuell ersetzte, ohne weiteres in die Propaganda von AfD oder Putin kopiert werden. Soweit meine Meinung.
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#9 LotiAnonym
  • 16.11.2019, 09:43h
  • Antwort auf #8 von Nurmalso
  • Danke für Deine Worte. Beim Lesen des Kommentars 6 mußte ich erstmal schlucken. Soweit mir bekannt, läßt sich diese Veranlagung nicht heilen. Aber durch eine gründliche Therapiemaßnahme zumindest in den Griff bekommen. Dazu muß der Beteiligte aber voll Willens sein.
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#10 Ralph
  • 16.11.2019, 11:17h
  • Antwort auf #4 von Dont_talk_about
  • Erst mal vielen Dank, dass Du meine Posts hier so aufmerksam beobachtest. Ja, Du hast recht - und doch wieder nicht. Es ist eine Sache, ob im Rechts- und Wirtschaftsleben eine soziale Gruppe ausgegrenzt wird, aber eine andere, ob eine politische Veranstaltung stattfindet. Im ersten Fall gibt es keinen sachlichen Grund, irgendjemanden auszuschließen, übrigens auch Pädos nicht. Im anderen Falle ist es m.E. selbstverständlich, dass der Veranstalter das Recht haben muss, nur solche Teilnehmer zuzulassen, die die Ziele verfolgen, für die demonstriert werden soll, bzw. solche, die der Demo nicht schaden können. Beispiel: Eine islamische Gemeinde will für Integration demonstrieren. Teilnehmen wollen Salafisten, die gerade erst in dieser Stadt durch eine aggressive Koranverteilungsaktion Aufsehen erregt haben, oder eine Gruppe von Radikalislamisten, die gerade erst als Religionspolizei verkleidet junge Musliminnen eingeschüchtert haben, die in eine Disco gingen. Selbstverständlich muss es der Gemeinde möglich sein, solche Teilnehmer auszuschließen und damit klarzustellen, dass sie mit denen nichts zu tun hat. Alles andere würde den Zweck der Demo gefährden und der Glaubwürdigkeit der Gemeinde Schaden zufügen.
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