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Queere Auszeichnung

Chef der Türkischen Gemeinde erhält Rosa Detlef

Für ihren Einsatz für die schwäbische LGBTI-Community werden Gökay Sofuoglu und das queere Zentrum Weissenburg geehrt.


Gökay Sofuoglu seit Mai 2014 Bundes- und Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde (Bild: Screenshot Deutsche Welle)

Gökay Sofuoglu, der Bundes- und baden-württembergische Landeschef der Türkischen Gemeinde, ist dieses Jahr in der Kategorie Einzelperson mit dem zum zehnten Mal vergebenen queeren Preis Rosa Detlef ausgezeichnet worden. In der Kategorie Gruppe wurde das Stuttgarter LGBTI-Zentrum Weissenburg geehrt. Die Preise der Stuttgarter MCC-Kirchengemeinde wurden am Sonntag bei einer Veranstaltung im Theater Rampe vergeben.

Sofuoglu habe "die intellektuelle Transferleistung erbracht, die versteht, dass Ausländerfeindlichkeit, Islamophobie und Homophobie unheilige Geschwister sind, geboren aus der gleichen Geisteshaltung", heißt es laut "Stuttgarter Zeitung" in der Begründung der Jury. Sofuoglu konnte nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen.

Twitter / gsofuoglu | Gökay Sofuoglu zeigte sich auf Twitter stolz über die Auszeichnung

Die 1995 gegründete Türkische Gemeinde ist die Interessenvertretung türkischstämmiger Deutscher und in Deutschland lebender Türken. Sie engagiert sich seit 2016 beim CSD Stuttgart (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr wurde sie beim größten CSD Baden-Württembergs als drittbeste Formation der Pride-Demo ausgezeichnet (queer.de berichtete).

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Der Verein Weissenburg werde laut der Laudatorin Ute Vogt, der früheren SPD-Landesvorsitzenden, geehrt, weil er ein Zentrum anbiete, in dem Menschen sein könnten, wie sie sind. "Die Weissenburg zeigt, dass es mutige Menschen braucht, die Gesicht zeigen", so Vogt.

Twitter / Muhterem_Aras | Die baden-württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) gratulierte auf Twitter den Preisträgern des Rosa Detlef

Der undotierte Preis wird seit 2010 jedes Jahr von der Stuttgarter Gemeinde der Metropolitan Community Church ("Salz der Erde") vergeben – und zwar jeweils an eine Person und eine Organisation, die sich in besonderer Weise für die LGBTI-Community in der Region engagiert haben. Die Auszeichnung soll an die Verfolgung Homosexueller während der NS-Zeit erinnern, als schwule Männer einen Rosa Winkel tragen mussten. Im vergangenen Jahr waren Ex-Justizministerin Hertha Däubler-Gmelin (SPD) und der Sportverein Abseitz e.V. ausgezeichnet worden.

Die MCC-Kirche war 1968 von einem schwulen Pastor in Kalifornien gegründet worden und setzt sich im Gegensatz zu anderen Kirchen insbesondere für Schwule und Lesben sowie andere diskriminierte Minderheiten ein. Inzwischen gibt es über 200 MCC-Gemeinden in 37 Ländern der Welt. Seit 1988 ist die Kirche auch in Deutschland aktiv. In Stuttgart gibt es seit 2000 eine MCC-Gemeinde. (cw)



#1 gifiAnonym
  • 18.11.2019, 15:44h
  • "die intellektuelle Transferleistung erbracht" klingt schon arg herablassend. Ob man die Formulierung z.B. auch bei einer jüdischen Gemeinde benutzt hätte?
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#2 Ralph
  • 18.11.2019, 17:17h
  • Antwort auf #1 von gifi
  • Diese intellektuelle Transferleistung wird wohl deshalb so herausgestellt, weil sie offenbar ungeheuer schwer zu erbringen ist. Wir sehen das immer wieder an Vertretern von Minderheiten, die Diskriminierung, Ausgrenzung, Bedrohung der eigenen Gruppe beklagen, sich aber gerne verächtlich über Schwule und Lesben äußern.
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#3 TheDadProfil
  • 18.11.2019, 21:42hHannover
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • ""Diese intellektuelle Transferleistung wird wohl deshalb so herausgestellt, weil sie offenbar ungeheuer schwer zu erbringen ist.""..

    Wie man ja an den Vertretern verschiedener "Religionsgemeinschaften" Landauf-und Landab immer wieder sehen kann..
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#4 tchantchesProfil
  • 19.11.2019, 13:06hSonstwo
  • Rosa Detlef? Wer um alles in der Welt ist auf diesen unsäglichen Namen gekommen?
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#5 Leon 4Anonym
  • 19.11.2019, 14:26h
  • Antwort auf #4 von tchantches
  • Wahnsinn, ne? Da hat man n halbes Leben lang gegen gehalten wenn was in die Richtung kam, und dann kommt sowas um die Ecke und man stellt irritiert fest: "holy f#####g shit, Dinge können doch "schwul" klingen"! ;)

    Dennoch türlich Glückwunsch @ preisträger!
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#6 Ralph
  • 19.11.2019, 18:16h
  • Antwort auf #5 von Leon 4
  • Der Rosa Detlef ist anscheinend eine je nach Jahr der Verleihung anders gestaltete Trophäe, deren Hauptsymbol wohl ein Rosa Winkel ist. Dass man den ausgerechnet nach der Witzfigur "Huch... Detlef!" benannt hat, erscheint mir auch eher dümmlich. "Aah!... Dieter..." wäre auch möglich gewesen.
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