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Kommentare zu:
Malaysia: Folterstrafe gegen vier mutmaßlich schwule Männer vollstreckt


#1 PeerAnonym
  • 19.11.2019, 15:19h
  • Und in diesem Barbarenstaat machen auch noch manche Leute Urlaub, die solche Verbrechen damit direkt und indirekt unterstützen.
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#2 AltoAnonym
  • 19.11.2019, 16:44h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Was heißt "damit direkt unterstützen"? Ich glaube nicht, dass es einen deutschen Touristen gibt, der da hinfährt, um sich an solchen Auspeitschungen zu beteiligen. Man muss immer unterscheiden zwischen dem, was die Regierung macht, und dem, wie ein Großteil der Bevölkerung tickt. Wenn man dort nicht Urlaub macht, unterstützt man auch nicht z.B. die dortige LGBT Gemeinschaft, denen ein Austausch mit Europäern helfen könnte, ihr Land schwulenfreundlicher zu machen. Typisches AfD Gerede a la; das sind "Barbaren", hilft jedenfalls nicht.
    In Malaysia war ich noch nicht, aber vor einigen Jahren in Iran. Die Menschen sind dort viel freundlicher und netter als hier in Deutschland gedacht wird!
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#3 Mal ne FrageAnonym
#4 AltoAnonym
  • 19.11.2019, 17:23h
  • Antwort auf #3 von Mal ne Frage
  • Ich kann dir mal sagen, dass der Orient eine völlig andere Vorstellung von Recht und Gesetz hat, als das in Europa der Fall ist. Homosexualität und Schwulsein wird nicht per se bestraft, sondern nur die sexuelle Handlung, die im Land vor Ort passiert. Wenn man es schafft, ein paar Wochen enthaltsam zu sein, passiert nichts.
    Aber um die Frage zu beantworten: Ich habe mich dazu geäußert, wenn es zur Sprache kam. Mit der Polizei und den Behörden hatte ich wenig zu tun (Nur bei Ein- und Ausreise) und mit der Religionspolizei gar nicht. Als Tourist hat man immer gewisse Kulanz, Diskretion ist aber generell zu empfehlen. Auch bei anderen Themen wie z.B. Alkohol, Israel, Witze über den Islam, dem Atomprogramm etc.
    Eins muss einem klar sein: der Nahe Osten ist kulturell anders, da muss man sich anpassen und es ist keine Schande, sich nicht zu outen.
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#5 Ralph
#6 Ralph
  • 19.11.2019, 17:53h
  • Malaysia gilt hierzulande als islamisch. Das ist aber gar nicht so. Es herrscht zwar ein strikt islamisches Regime, die Bevölkerung besteht aber nur zu etwa 60% aus Muslimen, und selbst diese Zahl erreicht das Regime nur durch einen gesetzlichen Trick: Alle Angehörigen der größten Volksgruppe (Malaien) gelten kraft Gesetzes mit Geburt als Muslime. Ein Religionswechsel ist für diese Menschen kaum möglich, da sie damit ihre ganze Existenz auf Spiel setzen würden. Man darf also von einer nicht geringen Zahl von Zwangsmuslimen ausgehen. Unter den anderen Volksgruppen bilden Muslime eine kleine Minderheit. Im Bundesstaat Sarawak auf Borneo z.B. machen Muslime nur etwa ein Drittel der Bevölkerung aus, und das ist lediglich Folge staatlich geförderter Einwanderung von Muslimen. Die Einheimischen lehnen den Islam ab. Stärkste Religion ist dort mit über 40% das Christentum. In ganz Malaysia gibt es dazu Buddhisten, Daoisten (Chinesen) und Hindus in beträchtlicher Zahl.
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#7 Mal ne FrageAnonym
  • 19.11.2019, 17:53h
  • Antwort auf #4 von Alto
  • "Ich habe mich dazu geäußert, wenn es zur Sprache kam."

    Und wie haben die "netten" Leute darauf reagiert?

    Was hast Du von den "netten" Leuten?
    Warum wirfst Du einer Gesellschaft, die sooo andere (sprich antiquierte) Vorstellungen von Recht und Gesetz hat, Dein gutes Geld hinterher, ohne Chance etwas an diesen Vorstellungen zu ändern?
    Israel -- ein Tabuwort?
    Wie kommt man dazu, sich so das Maul verbieten zu lassen?

    Wärst Du auch in den 30ern nach Nazideutschland gereist um "nette" Deutsche zu treffen?
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#8 Ralph
  • 19.11.2019, 18:10h
  • Antwort auf #7 von Mal ne Frage
  • Ja, das erinnert an die DDR. Als wir unsere obligatorische Reise dorthin in der Oberstufe machten, wurden wir vorher auch aufgeklärt, worüber wir dort nicht reden durften. Bei unseren Reisen nach England und Frankreich waren solche Vorsichtsmaßnahmen nicht notwendig. Dort konnten wir mit einheimischen Jugendlichen über alles reden, soweit wir nicht an sprachlichen Problemen hängen blieben. In der DDR hielten wir uns aus Angst vor der Stasi lieber von den Gleichaltrigen fern. Ich möchte nicht in ein Land reisen, in dem jede Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung von vornherein gefährlich ist. Und noch was: Es kann doch nicht nur um einen selbst gehen. Gut, seien wir ein paar Wochen lang "enthaltsam". Aber wir wissen doch, dass unsersgleichen am nächsten Baukran aufgehängt wird. Nein. Den Aufenthalt in einem solchen Land könnte ich seelisch gar nicht verkraften.
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#9 Mal ne FrageAnonym
#10 andreAnonym
#11 niccinicciAnonym
  • 19.11.2019, 22:34h
  • man muss schon verdammt abgebrüht sein oder sehr viel verdrängen, um mit reinem gewissen im iran bzw. malaysia urlaub zu machen oder diese länder zu bereisen.
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#12 JohanAnonym
  • 19.11.2019, 23:50h
  • Ich denke beide Positionen sind vertretbar. Schwule und Lesben gibt es überall, auch in Malaysia, Iran oder Brunei Darussalam usw. Urlaub in diesen Ländern durch Touristen und LGBT kann durch aus eine Bereicherung für die einheimische Bevölkerung sein. Auch bei uns mussten sich Schwule vor langer Zeit heimlich treffen. Das ist in diesen Ländern nicht anders, wobei es in Malaysia sogar "Gaybars" gibt. Auch auf einschlägigen Datingportalen sind diese Länder vertreten. Das Risiko trägt jeder für sich allein wenn er in ein solches Land fährt. Ausgaben im Tourismus kommen nicht nur der Regierung zu Gute, sondern auch der Bevölkerung. Dabei spielt es keine Rolle ob der Tourist Gay, Bis oder Hetero ist. Jeder kann uns muss selbst entscheiden, welche Prioritäten er setzt.
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#13 EinseitigAnonym
#14 Ralph
#15 TheDadProfil

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