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Berichterstattung

"Kölner Stadt-Anzeiger" belebt das "Schwulenmilieu" wieder

Homophobe Ausdrücke wie "Schwulenmilieu" sind einfach nicht aus der Berichterstattung wegzukriegen, nicht einmal im liberalen Köln.


Das "Schwulenmilieu" im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Bild: ksta.de)

In der Berichterstattung um einen Raubmord an einem 79-jährigen schwulen Mann hat der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Mittwoch das Wort "Schwulenmilieu" im Einleitungssatz verwendet. Derartige Begriffe werden vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) bereits seit Jahren kritisiert, weil sie Homosexuelle pauschal als potenziell kriminell diskriminieren.

Das Wort "Homosexuellen-Milieu" war bereits in diesem konkreten Fall von der Kölner Polizei im Frühjahr verwendet und teilweise von den Medien übernommen worden (queer.de berichtete). Nach Gesprächen mit dem BLSJ versprach Polizeisprecher Thomas Held, den Begriff künftig nicht mehr zu verwenden (queer.de berichtete).

Erstmals hatte der BLSJ nach dem Mord am Münchner Modeschöpfer Rudolph Moshammer darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "Homosexuellen-Milieu" unbewusst Klischees über Homosexuelle verbreiteten, die damit "kollektiv verunglimpft" würden (queer.de berichtete). Dieser Hinweis ist bereits rund 15 Jahre alt – und offenbar noch immer nicht in den Lokalredaktionen angekommen.

Kölner Fall: Staatsanwaltschaft fordert lebenslang

Zum aktuellen Raubmord-Fall in Köln: Der 23-jähriger Ferdi M. ist angeklagt, den Rentner Anfang Februar in dessen eigener Wohnung in Köln-Deutz ermordet zu haben. Er habe so brutal auf den 79-Jährigen eingeschlagen, dass Blut an die Decke gespritzt sei.

Die beiden hatten sich zuvor in der Kneipe "Hühnerfranz" in der Altstadt getroffen. Der Rentner wollte seinen späteren Mörder offenbar für Sex 30 Euro bezahlen und ging mit ihm nach Hause. Der Angeklagte sagte aus, nur für die Begleitung das Geld erhalten zu haben. Später habe ihn der Rentner sexuell bedrängt, so dass er sich gewehrt habe. Die Staatsanwaltschaft geht allerdings von einem heimtückischen Mord aus und fordert lebenslange Haft. Das Urteil soll am Freitag fallen. (dk)

 Update  23.11.: Täter wegen Mordes verurteilt
Ferdi M. wurde am Freitag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er habe aus "Heimtücke, Habgier und zur Ermöglichung einer Raubtat" gehandelt, so die Richter.



#2 Sabelmann
#3 KaktusAnonym
  • 21.11.2019, 17:28h
  • Ha ha ha liberales Köln. Wie war das mit den 3 Affen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
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#4 AmurPrideProfil
  • 22.11.2019, 02:14hKöln
  • ""..Ha ha ha liberales Köln. Wie war das mit den 3 Affen..""

    Dann nenne mir doch bitte mal eine Deutsche Großstadt, in der Mann sicherer offen schwul leben kann als in Köln, Du Affe!?!
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#5 Homonklin_NZAnonym
  • 22.11.2019, 07:32h
  • Das scheint demnach im Journalistenmilieu mit derart Unwortverwendung nicht zu wichtig genommen zu werden, auch wenn die vom Polizei-Milieu dazu gelernt haben. Müsste man da mal verbreiten, wo Journalisten ihre Puffs besuchen bzw, ihre Drogen kaufen, die sie zu ihren gruppenmäßig literarischen Höhenflügen animieren. Weiß ja nicht, in was für schlunzigen, versifften Hinterhof-Absteigen die so ihren schluderigen Fortbildungsgehalt vertickt kriegen. Jedenfalls scheint das Zeitungsberichtler-Milieu ein höchst undurchschaubarer Haufen von Schlaftabletten zu sein.
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#6 PeerAnonym
  • 22.11.2019, 09:30h
  • Das ist so ein Beispiel für Homophobie, die nicht böse gemeint ist, sondern aus reiner Unachtsamkeit entsteht...
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#7 Uwe RAnonym
  • 22.11.2019, 13:03h
  • Antwort auf #6 von Peer
  • Ja das kann sein. Allerdings sind Worte eigentlich die Waffen von Journalisten und diese sollten damit sicher umgehen können. Gut manch einer schießt sich dann ab und zu in den Fuß...
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#8 maaartinAnonym
#9 Ralph
#10 KörmetAnonym