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"LGBTQ+ Danger Index"

Index für queere Reisende: Deutschland auf Platz 21

Nigeria, Katar und Jemen sind die unsichersten Länder der Welt für queere Reisende. Das geht aus dem neuen "LGBTQ+-Gefahrenindex" hervor. Deutschland erhält eine gute Note.


Vom Frankfurter Flughafen ins Land des Regenbogens: Eine neue Liste zeigt, welche Länder für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten gute Reiseziele sind (Bild: cattan2011 / flickr)

Laut einer neuen Studie der amerikanischen Reise-Website "Asher & Lyric" ist Nigeria das unsicherste Land für lesbische, schwule, bisexuelle und trans Reisende. Nach dem afrikanischen Staat folgen auf dem 150 Staaten umfassenden "LGBTQ+ Danger Index" mit Katar, Jemen und Saudi-Arabien drei Länder aus Vorderasien. Insgesamt werden 56 Länder mit der Schulnote F (auf Deutsch: 6) bewertet, darunter mit Russland (Platz 42 von hinten) auch ein europäisches Land. Das gefährlichste EU-Land ist laut der Liste Lettland (Platz 81 von hinten).

Auf der anderen Seite gilt Schweden als sicherstes Land für queere Reisende, gefolgt von Kanada, Norwegen, Portugal und Belgien. Österreich liegt auf Rang 20 und Deutschland auf Rang 21 – beide Länder haben ein B- (2 minus) als Note erhalten. Die Schweiz liegt mit der Note C- (3 minus) nur auf dem 44. Platz.

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Europa dominiert Spitzengruppe

Europa ist in der Spitzengruppe besonders gut vertreten: In den Top-20 befinden sich 14 europäische Länder. Als nichteuropäische Länder haben es neben dem Zweitplatzierten Kanada auch Neuseeland (11. Platz), Südafrika (14. Platz), Australien (16. Platz), Uruguay (17. Platz) und Kolumbien (19. Platz) in die Spitzengruppe geschafft.

Für die Rangliste wurden die 150 Länder, die am meisten internationale Touristen anziehen, in acht Kategorien nach ihrer LGBTI-Freundlichkeit eingeteilt. Dazu zählt etwa, ob Schwule und Lesben heiraten dürfen, ob es umfassende Antidiskriminierungsgesetz gibt oder ob die Bevölkerung tolerant gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten ist. Deutschland erhielt Puntkabzug, weil es anders als in vielen anderen Ländern kein ausdrückliches Gesetz zu Hasskriminalität gegen LGBTI gibt.

Ein ähnlicher Index wird auch jährlich vom "Spartacus" vorgestellt. Dort führen aktuell Kanada, Portugal und Schweden die Liste an (queer.de berichtete). Deutschland befindet sich in dieser Liste auf Rang 23. (dk)

Hier die Liste mit allen Länder – vom schlechtesten zum besten:



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#1 FredericAnonym
  • 21.11.2019, 16:07h
  • Sollte auch jeder beachten, der einen Flug mit Qatar / Emirates bucht und die Länder unterstützt.
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#2 ZentralgestirnAnonym
  • 21.11.2019, 18:04h
  • Hallo,

    Auf dem hier gezeigten Ranking hat Deutschland B- klickt man auf den Link zur Homepage des Herausgebers aber ein B. Da scheint es wohl unterschiedliche Versionsstände zu geben.
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#3 Alexander_FAnonym
  • 21.11.2019, 19:01h
  • Das Schlusslicht Nigeria zeigt, was passiert, wenn die ökumenischen Visionen, wie sie auf hiesigen Kirchentagen gepredigt werden, wahr werden: die eine Hälfte der Bevölkerung sind Muslime, die andere Christen, aber in ihrem Feindbild sind sie alle friedlich vereint.
    Ich hatte mal das Vergnügen, mit jemandem von dort zu sprechen, und die Platzierung hat sich dieses Land redlich verdient.

    Der Rest des Bodensatzes beweist es genauso einmal wieder: Religion tötet, auch in sonst reichen und (zumindest technisch) fortschrittlichen Ländern wie Qatar.
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#4 WindheimerAnonym
  • 21.11.2019, 19:58h
  • Südafrika und Kolumbien sicherer als Deutschland und Österreich oder Schweiz ????
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#5 alternativlosAnonym
  • 21.11.2019, 20:07h
  • Antwort auf #3 von Alexander_F
  • Genau, und darum ist das katholische Irland auch so gefährlich- oder Portugal oder Spanien...
    PS: Nigeria hat 120 Mio Einwohner. Wer von 1 Gespräch auf ein Land schließt ist kaum ernstzunehmen. Solche Stereotype sind bei der AfD beliebt, aber keine Grundlage für reflektierte Auseinandersetzungen
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#6 daVinci6667
  • 21.11.2019, 20:51h
  • Antwort auf #4 von Windheimer
  • Vor ein paar Tagen wurde für Reisende eine andere Risikomap veröffentlicht.

    Zitat: Absolut ungefährlich sind Ferien nur in elf Ländern, alle befinden sich in Europa und Ozeanien: Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Luxemburg, die Marshallinseln, Norwegen, Palau, Slowenien, Tuvalu und die Schweiz. An diesen Reisezielen ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig, es gibt weder nennenswerte politische Gewalt noch soziale Unruhen oder gezielte Gewalt gegen Ausländer. Die Sicherheits- und Rettungsdienste arbeiten effektiv, und die Infrastruktur ist solide.

    m.tagesanzeiger.ch/articles/12637362

    Ich halte nicht sehr viel von so einen groben LGBTI Reise-Ranking. Vor allem ist die Gesetzeslage für den/die einzelne L, G, B, T, oder I in vielen Ländern ganz unterschiedlich. Es gibt eine ganze Reihe von Staaten die bestrafen zum Beispiel nur Schwulen Sex jedoch nicht derjenige zwischen zwei Frauen.

    In der Schweiz soll zukünftig gemäss unserem Parlament jegliche Hassrede und Diskriminierung gegen Schwule, Lesben und Bisexuelle unter Strafe gestellt werden, gegenüber Transidenten Personen jedoch leider nicht. Es ist daher völlig unseriös alles über einen Leisten zu schlagen wie in diesen Statistiken.
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#7 seb1983
  • 21.11.2019, 21:31h
  • Antwort auf #4 von Windheimer
  • Haha

    Habe ich auch grade entdeckt, was da wohl wieder für unsinnige Kriterien angelegt wurden....

    Vermutlich hat Kolumbien ein fortschrittliches Transsexuellengesetz.
    Dass man allerdings auch als schwuler Tourist eine Kugel zwischen rivalisierenden Drogenkratellen in den Kopf bekommen kann kommt den Autoren nicht in den Sinn.

    Ebenso sind Zürich und noch mehr Monaco offenbar für Schwule immens gefährliche Pflaster im Vergleich zu Kapstadt und Pretoria.
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#8 HmmmmAnonym
  • 21.11.2019, 22:01h
  • Curacao hat F genau wie Saudi Arabien. Scheint mir nicht wirklich sinnvoll zu sein dieser Test. In Curacao habe ich am Pride teilgenommen. Die Stadt war geschmückt mit Regenbogenfahnen.
    Der Ministerpräsident hielt eine tolle super positive Rede. Auch Einheimische sind uns nie unfreundlich begegnet... Sie sind konservativ ja und finden das glaube ich alles etwas crazy, aber sind immer gut gelaunt und sympathisch.
    Und wir war an einem kleinen öffentlichen Strand mit Regenbogenfahne. Ich sag ja nicht dass es da jetzt keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr gibt... Aber auf gleicher Stufe mit Saudi Arabien das kommt mir nun wirklich sehr abwegig vor... Ich habe mich nie unsicher oder unwohl gefühlt dort.
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#9 Homonklin_NZAnonym
  • 22.11.2019, 08:16h
  • 10 Plätze vor D zu stehen, ist schon ein etwas spürbarer Unterschied. Wohl aber vor allem der, dass es hier ziemlich egal ist, nicht so ganz deutsch auszusehen. :o)
    Süße Kerls gibts hier auch. Oh my.

    Mit Eastern China oder Thai Airways kann man Emirates umgehen. Flüge oft schon ab 650-800 Euro. Tja, China ist allerdings auch nicht grade das Land, welches man unterstützen möchte.
    Freunde mit Hochsee-Katamaran haben nicht alle. Dauert außerdem dezent länger.
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#10 PeerAnonym
  • 22.11.2019, 09:29h
  • Dass ein Land, das wirtschaftlich mal zu den Top 3 der Welt gehörte und dass auch politisch gerne ein Global Player wäre, bei Menschenrechten nur auf Platz 21 liegt, ist ein Armutszeugnis.

    Natürlich bin ich froh, in Deutschland zu leben und nicht in Uganda, Ägypten, o.ä. Aber das sind doch wohl auch nicht die Staaten, die wir uns als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat als Maßstab nehmen wollen, oder?
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