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Südostasien

Indonesien: Staatsanwaltschaft will keine Homosexuellen und Transmenschen einstellen

Wer in Indonesien bei der Staatsanwaltschaft arbeiten will, muss ein "normaler, korrekter Mensch" sein – im erzkonservativen Staat heißt das: cis- und heterosexuell.


Menschenrechtler schlagen Alarm: In Indonesien verschlechtert sich die Lage von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten (Bild: fawzi bhakti andhika / flickr)

Die Generalstaatsanwaltschaft von Indonesien will keine homosexuellen oder transgender Menschen beschäftigen. "Wir wollen nur normale, korrekte Menschen einstellen", sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag zu Journalisten. In Stellenanzeigen auf der Webseite etwa für Staatsanwälte, Ärzte und Computerexperten heißt es wörtlich, Bewerber "dürfen nicht psychisch krank sein, einschließlich abweichender sexueller Orientierung und abweichenden sexuellen Verhaltens (Transgender)".

Menschenrechtsaktivisten verurteilten die Bestimmungen als Rechtsverstoß und betonten, die Weltgesundheitsorganisation WHO habe Homosexualität bereits vor rund drei Jahrzehnten aus ihrer Liste der psychischen Krankheiten gestrichen.

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Homosexualität im größten Teil des Landes legal

Homosexuelles Verhalten wird in der ehemaligen niederländischen Kolonie Indonesien – mit Ausnahme der strengreligiösen Provinz Aceh – nicht als Vergehen oder Verbrechen geahndet. Das Land mit mehr als 270 Millionen Einwohnern hat die größte islamischen Bevölkerung der Welt.

Die LGBTI-Community sieht sich in den vergangenen Jahren wachsenden Repressalien ausgesetzt. So versuchten islamische Konservative vor wenigen Wochen, ein landesweites Homo-Verbot durchzusetzen. Das Vorhaben wurde aber von Präsident Joko Widodo gestoppt (queer.de berichtete).

Immer wieder kommt es zu LGBTI-feindlichen Ausbrüchen aus der Politik. Die Polizei greift zudem immer wieder homosexuelle Menschen an oder nimmt sie vorübergehend unter dem Vorwand fest, in Prostitution und Pornografie verwickelt zu sein (queer.de berichtete). Laut Menschenrechtlern führt die "moralische Panik", die von der Politik gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten angefacht wird, zu einem steilen Anstieg der HIV-Infektionsraten unter schwulen Männern (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 EulenspiegelAnonym
  • 21.11.2019, 15:39h
  • Zusätzlich kommt in diesem Land noch dazu, das man vermutlich an das richtige höhere Wesen glauben muß und das ohne Zweifel. Sonst kann es auch unangenehm werden.

    Und das schließt queer sein sowieso komplett aus - höhere Wesen mögen so etwas nicht.
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#2 JadugharProfil
  • 21.11.2019, 20:28hHamburg
  • Antwort auf #1 von Eulenspiegel
  • Das höhere Wesen wäre dann nach ihrer Auffassung auch nicht normal und dürfte auch nicht eingestellt werden! Und so erzürnen sie dieses höhere Wesen, daß dann die Inseln erzittern läßt, mit Tsunamis und Vulkanausbrüchen heimsucht!
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#3 Homonklin_NZAnonym
#4 PeerAnonym
  • 22.11.2019, 09:38h
  • Man kann nur allen Menschen raten, in diesem Staat (wo Tourismus eine Haupteinnahme-Quelle ist) keinen Urlaub mehr zu verbringen.

    Erstens um sowas nicht noch direkt und indirekt zu unterstützen. Und zweiten - im Fall von LGBTI - auch noch, um sich selbst und den Partner/die Partnerin nicht in Gefahr zu bringen.
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