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Forsa-Umfrage
Jeder Vierte beklagt zu viele Queers in den Medien
Für eine Diversity-Studie wurden über 1.000 Berliner*innen gefragt, was sie von der Berichterstattung über verschiedene gesellschaftliche Gruppen halten – LGBTIQ finden 25 Prozent überrepräsentiert.

Offensichtlich zu viel für nicht wenige Leser*innen: Zum CSD 2018 erschien der Berliner Tagesspiegel im regenbogenfarbenen "Queerformat" (Bild: nb)
- 22. November 2019, 11:02h 2 Min.
25 Prozent der Berliner*innen sind der Meinung, dass in deutschen Medien zu viel über LGBTIQ berichtet wird: Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Forsa-Umfrage zum Thema Diversity im Auftrag von media:net berlinbrandenburg, die am Freitag vorgestellt wurde (PDF). Befragt wurden insgesamt 1.008 Berliner*innen.
Ebenfalls 25 Prozent gaben bei der Umfrage an, dass die Berichterstattung über queere Menschen "genau richtig" sei. 28 Prozent hingegen beklagten "zu wenig" Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans Personen, Intersexuellen und queeren Menschen, während 22 Prozent mit "weiß nicht" antworteten.

Bild: media:net Berlin-Brandenburg
Vor allem Männer und Ältere von queeren Themen genervt
Noch vor LGBTIQ wurden mit 46 Prozent geflüchtete Menschen genannt, über die angeblich zu viel berichtet werde. Nur eine kleine Minderheit ist dagegen der Meinung, dass in Deutschland arme Menschen (9 Prozent), ältere Menschen (6 Prozent), Kinder (5 Prozent) oder Menschen mit Behinderung (3 Prozent) zu sichtbar seien.
Unterschiede in der Einschätzung, ob zu viel über bestimmte gesellschaftliche Gruppen in deutschen Medien berichtet wird oder nicht, zeigen sich vor allem nach dem Geschlecht der befragten Berliner*innen. Männer beklagen bei nahezu allen abgefragten Gruppen häufiger als Frauen eine vermeintliche Überrepräsentanz. So beschweren sich 34 Prozent der Männer über zu viele Queers in den Medien, aber nur 17 Prozent der Frauen (eine dritte Geschlechtsoption gab es in der Umfrage nicht).
Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Alter der Befragten. Während bei den 18- bis 29-Jährigen nur 13 Prozent LGBTIQ überrepräsentiert sehen, sind es 35 Prozent bei den über 60-Jährigen. (mize)
Links zum Thema:
» Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage als PDF
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
















Verklemmte, unsichere Kerle und die "früher war alles besser" Fraktion.
Klar, dass selbst die immer noch zu geringe LGBTI Repräsentation in der Öffentlichkeit deren Weltbild ins Wanken bringt.
Es bleibt irgendwie immer dabei.
Mindestens 1/4 der Bevölkerung ist strunzenblöd, intolerant und undemokratisch.
Nicht nur in D.
Dieses magische Viertel wird man einfach nicht los.
Es kann sich bestenfalls mal verstecken.