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Nordrhein-Westfalen

Siegen: Lokalzeitung verherrlicht "Homo-Heiler"

Bei einem evangelikalen Treffen werben homophobe Aktivisten für ihr verqueres Weltbild. Die auflagenstärkste Zeitung der Region verbreitet dabei willig und unkritisch die Thesen der "Homo-Heiler".


Ausschnitt aus der "Siegener Zeitung" vom Mittwoch

Studierende der Universität Siegen haben eine Resolution gegen die "Siegener Zeitung" beschlossen, weil diese zwei Tage zuvor homophoben "Hasspredigern" unkritisch Raum geboten habe. Anlass ist der Artikel "Kraftvolles Zeugnis für die Bibel" vom Mittwoch, in dem über eine Veranstaltung des evangelischen "Netzwerks Bibel und Bekenntnis" berichtet wird. In dieser Vereinigung sind Gläubige evangelikaler Ausprägung vereinigt, die für ein konservatives Bibelverständnis werben.

Bei der Veranstaltung trat vor 870 Besuchern unter anderem Ulrich Parzany auf, der Homosexuelle schon mal zu den Hauptfeinden der Christen erklärt (queer.de berichtete). Auch Markus Hoffmann, früherer Mitgründer des "Homo-Heiler"-Vereins Wüstenstrom, war dabei. Mit der Organisation "Bruderschaft des Weges" hat er inzwischen eine Gruppe für Homosexuelle gegründet, die "enthaltsam" leben wollen.

In ihrem Lokalteil auf Seite 5 berichtete die "Siegener Zeitung" über die Veranstaltung, als ob Homosexualität "heilbar" sei, und verbreite längst überholte Klischees. Wörtlich heißt es etwa über Hoffmann:

Der Katholik war viele Jahre selbst homosexuell und berichtete, wie er als vierjähriges Kind im Kindergarten einen starken Jungen bewundert habe. Damals habe sein Weg in die Homosexualität begonnen, auch weil er in einem vaterlosen Haushalt aufgewachsen sei. Hoffmann schilderte, welche Not bei vielen jüngeren homosexuell Empfindenden vorliege, eine finale sexuelle Orientierung zu finden.

Der Prior der Bruderschaft ist heute verheiratet und Vater von drei Kindern, er widmet sich in seiner Arbeit homosexuell orientierten Menschen, die sich verändern möchten.

In dem Artikel beklagt Hoffmann, dass seine Arbeit im Zuge des vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Verbots von "Homo-Heilung" möglicherweise als strafbare "Unterdrückung" der sexuellen Orientierung eingeschätzt werden könnte. Man sei aber im Gespräch mit dem Ministerium.

Twitter / BLSJde

Die 1823 gegründete "Siegener Zeitung" ist mit täglich 46.000 verkauften Exemplaren die auflagenstärkste Tageszeitung des Kreises Siegen-Wittgenstein.

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"Wer Homoheiler hofiert, wird seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nicht gerecht"

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), das Studierendenparlament, das autonome Referat queer@uni Siegen sowie SCHLAU Siegen haben in einer gemeinsamen Erklärung kritisiert, dass die Lokalzeitung "derart unkritisch und geradezu unterstützend Menschen, die in mehr als einer fragwürdigen Veranstaltung bereits als 'Hassprediger' aufgefallen sind, ausführlich und unwidersprochen Raum" gegeben hätten. Ferner heißt es: "Wer Homoheiler hofiert, wird seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nicht gerecht."

Experten sind sich heute weitgehend einig, dass die "Heilung" von Homosexualität nicht nur unmöglich ist, sondern auch gefährlich für die "Patienten": Menschen würden durch derartige "Therapien" in die Depression oder gar den Selbstmord getrieben. Der Weltärztebund erklärte etwa 2013, dass Homo-"Heilung" die Menschenrechte verletze und nicht zu rechtfertigen sei (queer.de berichtete). (dk)



#1 Carsten ACAnonym
  • 22.11.2019, 15:56h
  • Das sind solche Blättchen, die unreflektiert und unkritisch alles veröffentlichen, was irgendwie die Seiten füllt.

    Früher hat so ein Pseudo-Journalismus noch funktioniert, aber im Internet-Zeitalter funktioniert sowas nicht mehr.

    Wer heute noch Geld für Printmedien verlangt, muss auch Seriosiät und Qualität bieten, statt dieses Copy-and-Paste-Journalismus.

    Wer dies nicht tut, wird untergehen.
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#2 FinnAnonym
  • 22.11.2019, 16:02h
  • Antwort auf #1 von Carsten AC
  • Ich fürchte, dass manche Printmedien, vor laute Angst im Internet-Zeitalter nicht überleben zu können, ganz bewusst und vorsätzlich mit solchen Kreisen kungeln und sich ihnen anbiedern.

    Wahrscheinlich hoffen die, so noch Leser gewinnen zu können, die andere Medien nicht mehr nutzen.

    Aber das ist sehr kurzfristig gedacht, weil das noch viel mehr andere Leser, mit weniger fundamentalistischen Ansichten, vergrault.

    Letztendlich schaufeln sich solche Medien ihr eigenes Grab. Und um diese Medien ist es dann auch nicht schade...
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#3 djf2019Anonym
  • 22.11.2019, 17:11h
  • Das sind alles längst widerlegte Thesen ! Die These ,dass Homosexuelle einen schwachen oder abwesenden vater hatten und eine dominante Mutter ist widerlegt worden .

    Siehe:

    t1p.de/cycw

    t1p.de/zyzk

    t1p.de/ir83

    Siehe Kommentar von Tobi "Der Stand des Wissens".Hier eine kurze Zusammenfassung des heutigen Wissenstandes...:

    t1p.de/vzh4

    Außerdem schön das jemand Vater werden kann , aber das ist nicht nur etwas was Heterosexuelle oder Bisexuelle können!

    Auch ein homosexueller Mann kann auf natürliche Weise Vater werden und trotzdem in einer gleichgeschlechtlichen(homosexuellen)Beziehung leben und seinen gleichgeschlechtlichen Beziehungspartner lieben.Auch wenn das Männerpaar , also beide Männer homosexuell sind.Dasselbe gilt für eine homosexuelle Frau die auch Mutter werden kann auf natürliche Weise und trotzdem in einer homosexuellen Beziehung lebt und eine homosexuelle Frau als Beziehungspartnerin hat.Natürlich lieben sich die beiden Frauen auch.

    Wie ist das möglich?

    Gnz einfach.Die Natur hat verschiedene methoden der Fortpflanzung möglich gemacht. Bei Pflanzen und Tieren gibt es verschiedene Fortpflanzungsmethoden und warum solles dann auch nicht bei Menschen verschiedene Fortpflanzungsmethoden geben ?

    Eine Frau kann auch das Sperma des Mannes mit Ihrem Finger in Ihre Scheide einführen oder der Mann führt mit seinem Finger sein Sperma in die Scheide der Frau ein....so tut man sich auf natürliche weise fortpgflanzen.

    Es ist deshalb natürlich , weil der Mann onanieren muss , um an sein Sperma zu kommen .Onanieren ist gesund und natürlich ! Die Natur hat es möglich gemacht , dass wir mit unserem Arm und Hand so bewegen können , dass man an den Penis dran kommt , der übrigens auch natürlich ist.Die Natur hat es möglich gemacht, dass wir die Hand um den Penis machen können und mit der Hand und den Fingern (Die Finger sind auch natürlich) entlang des Penis hoch und runter fahren können , den Penis reiben können .Die Natur hat es möglich gemacht, dass wir schöne Gefühle od.ein schönes Gefühl bekommen, wenn wir mit der Hand und den Fingern entlang des Penis hoch und runter fahren oder halt den Penis reiben tun.Die Natur hat das Sperma erschaffen und das wir einen Orgasmus haben/kommen tun , wenn wir mit der Hand und den Fingern entlang des Penis hoch und runter fahren oder halt den Penis reiben tun.Die Scheide wurde von der Natur erschaffen .Finger, hand,Arm der Frau wurde von der Natur erschaffen. Deshalb ist diese Fortpflanzungsmethode Mann onaniert und führt sein Sperma mit seinem Finger in die Scheide der Frau ein natürlich! Auch wenn Mann onaniert und das Sperma die Frau mit ihrem Finger in ihre Scheide einführen tut.

    siehe auch:

    bit.ly/35t8Zjc

    Und ein homosexuelles Männerpaar (Nennen wir die beiden Männer Andy und Thomas)lernt lange ein homosexuelles Frauenpaar kennen und befreundet sich mit dem homosexuellen Frauenpaar
    und beide Paare , dass Homosexuellemänner Paar und das Homosexuellefrauen Paar ziehen dann in eine Wohnung , gründen eine Familie und zeugen Kinder.Die beiden Frauen die ein Homosexuellesfrauen Paar sind
    nennen wir Tina und Sabine. Wie zeugen die beiden Homosexuellen Paare die Kinder auf natürliche Weise? Ganz einfach.Andy führt sein Ejakulat mit seinem Finger in die Scheide von Tina ein und Thomas führt sein Ejakulat mit seinem Finger in die Scheide von Sabine ein und schon hat man sich fortgepflanzt. Diese Familienkonstellation nennt man Co-Elternschaft oder Queer-Family.
    Diese Familienkonstellation ist in den Niederlanden sehr akzeptiert . Andy und Thomas(das homosexuelles Männerpaar) und Tina und Sabine (das homosexuelle Frauenpaar ) wohnen dann mit den gezeugten Kindern in einem Haushalt /Haus.

    Wie wohnen Co-Elternschaft z.B. in einem Haus/Mietwohnung? Das homosexuelle Männerpaar hat ein eigenes Schlafzimmer und das homosexuelle Frauenpaar hat ein eigenes Schlafzimmer und die Kinder haben ein Kinderzimmer. Oder es gibt im Haus oben eine Wohnung und unten eine Wohnung. Oben wohnt dann z.B. das homosexuelle Männerpaar und unten wohnt dann z.B. das homosexuelle Frauenpaar usw.

    Oder:
    Es gibt aber auch Situationen da lernt ein Homosexuellermann eine Homosexuellefrau kennen und beide befreunden sich und ziehen in eine Wohnung od. in ein Haus
    und zeugen ohne Sex auf natürliche Weise ein Kind od.Kinder , indem der Homosexuellemann z.B. sein Ejakulat mit seinem Finger in die Scheide der Homosexuellenfrau einführt.
    Es kann sein , dass der Homosexuellemann später dann einen gleichgeschlechtlichen homosexuellen Beziehungspartner hat und die Homosexuellefrau eine gleichgeschlechtliche Homosexuellefrau als Beziehungspartnerin hat.
    Alle vier homosexuelle Erwachsene ziehen dann mit dem gezeugten Kind od den gezeugten Kindern z.B. in eine Wohnung od. in ein Haus.

    Co-Elternschaft/Queer-Familie:

    de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfamilie

    bit.ly/2KIZ556

    bit.ly/35v0R1F

    Seite 20 Punkt 2.3.4 QueerFamily:

    bit.ly/35m8Hus
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#4 Ralph
  • 22.11.2019, 17:43h
  • Ich hatte im kath. Kindergarten ganz andere Erlebnisse. Mit 5 Jahren wurde ich wiederholt von der den Kindergarten leitenden Nonne sexuell missbraucht. Damit waren meine heterosexuellen Bedürfnisse fürs weitere Leben gedeckt. Ein Versuch in Studententagen, einer Kommilitonin doch noch was von der Liebe zurückzugeben, die sie für mich empfand, verlief sehr frustrierend für beide Seiten. Das genannte Kindheitserlebnis und besagter Versuch mit 21 haben mich davor bewahrt, jemals den Wunsch zu empfinden, hetero zu sein. Ist einfach nicht attraktiv für mich. Nicht dass ich etwas gegen heterophil empfindende Menschen hätte - aber sie sollen mich mit ihren Schweinereien in Ruhe lassen. *lol* - und mit Missionsversuchen erst recht. Ich finde es schlimm und mieseste Art von Schmierenjournalismus, religiöse Fanatiker derart zu hofieren. Solche Liebedienerei gegenüber dem Bösen dürfte man sogar in manchem Kirchenblatt heute nicht mehr lesen müssen. Gerade Parzany und Genossen werden selbst in Kirchenkreisen kritisch gesehen, gerade für ihre homofeindliche Einstellung. Aber das interessiert in Siegen offenbar nicht.
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#5 Schwuler SauerländerAnonym
  • 22.11.2019, 18:20h
  • Ich komme aus dem Sauerland und bin selbst Abonnent der SZ. Im Siegerland gibt es leider eine nicht geringe Zahl an kleinen fanatisch evangelischen/evangelikalen Freikirchen.

    Dass diese Bibelschmeißer sich regelmäßig in der SZ in Leserbriefen zu Wort melden, in denen sie versuchen aktuelle Themen mit Zitaten aus der Bibel zu be- bzw. widerlegen, fällt wohl in die Rubrik freie Meinungsäußerung. Ich lese diese Briefe gerne und amüsiere mich stets köstlich.

    Dass hier aber ein Artikel offenbar den Pressetext der Veranstalter ungelesen wiedergibt, (meine persönliche Mutmaßung) geht gar nicht.
    Ich bin selbst in verschiedenen Vereinen aktiv. Dass nach etwaigen Versammlungen, Konzerten etc. einfach ein Pressetext an die SZ geschickt wird, der dann auch so veröffentlicht wird, ist absolut üblich. In diesen Fall hätte der Praktikant wohl besser nochmal drübergelesen.
    Positiv auslegen möchte ich dem Chefredakteur, dass ihm offenbar die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter zu schade war, als dass sich einer in diese Halle setzt und sich mehrere Stunden gequirrlte Scheiße anhört.
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#6 UnlustigListigAnonym
  • 23.11.2019, 02:54h
  • Man würde sich fragen, was die eigentlich machen, wenn sich ein heterosexueller Mensch "verändern" möchte. Wie anders mit so wem vermutlich umgegangen wird, könnte man mal testweise aufzeichnen.
    Die List der Fummelwürdenträger ist schon verschlagen. Dass eine Zeitung das so unkommentiert stehen lässt, macht traurig.
    Kann man auch fragen,. ob die der verlängerte Arm des Sprachrohrs von diesen Homo-Heilgestörten sind, wa?

    Die haben eh ein Ei am Wandern, und vielleicht auch eins zu wenig. Abteilung Schwachfug für Hinterwäldler. Hoffentlich lesen Vernünftige in der Umgebung seriöse Zeitungen.
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#7 N8EngelProfil
  • 23.11.2019, 06:12hWenden
  • Antwort auf #5 von Schwuler Sauerländer
  • Ich hab den Artikel gar nicht gefunden. als ich nach der kritischen Betrachtung -hier- danach gesucht hab, war mir auch klar warum - ich hab auf den ersten Blick festgestellt, das ich da nichts interessantes drin zu lesen glaubte. Es gibt in der Gegend um Siegen herum zu viele Scheinheilige, die immer mal wieder im Lokalteil einen Artikel wert zu sein scheinen, diese Artikel überlese ich aus Gewohnheit
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#8 PinoAnonym
  • 23.11.2019, 11:37h
  • Wenn ein Nachrichten-Medium, wie eine Zeitung, anfängt, Hokuspokus statt Fakten abzudrucken, ist das der journalistische Offenbarungseid.

    Damit zeigt dieses Käseblättchen "Siegener Zeitung" aus der Provinz, dass es längst tot ist.
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#9 DramaQueen24Profil
  • 23.11.2019, 11:52hBerlin
  • Ein "kraftvolles Zeugnis für die Bibel" sollte der Artikel sein? Dem Buch, dass auf ihren Seiten zu Mord und Totschlag aufruft, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch rechtfertigt, und zudem noch für die Vernichtung Andersgläubiger verherrlicht? Das ist nicht kritiklos, das ist strafwürdig!
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#10 FinnAnonym