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Bundestagsdebatte

Beatrix von Storch: Kopf-ab-Geste in Richtung Johannes Kahrs

Die AfD versucht es im Bundestag erneut mit Maximalprovokation: Homo-Hasserin Beatrix von Storch zeigte dies besonders deutlich gegenüber Johannes Kahrs, dem früheren SPD-Sprecher für Schwule und Lesben.


Beatrix von Storch zeigt, was sie von politischen Gegnern hält (Bild: Parlamentsfernsehen)

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hat am Mittwochmittag bei der Generalaussprache im Deutschen Bundestag die Kopf-ab-Geste in Richtung des SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs gezeigt. Anlass war scharfe Kritik des Hamburger Sozialdemokraten an Aussagen seines AfD-Vorredners. Die SPD-Bundestagsfraktion bezeichnete die Geste als "absolut unwürdig", von Storch sieht sich hingegen als Opfer und behauptet, Kahrs habe die Geste zuerst gezeigt.

Der AfD-Politiker Martin Renner hatte zuvor in seiner kurzen Rede mehrfach provoziert. So bezeichnete er Bundestagspräsidentin Claudia Roth (Grüne) mehrfach in der männlichen Form als "Präsident" und sorgte mit Vokabular, das an den Nationalsozialismus angelehnt war ("Krematoriumsasche über diesem Haushalt"), für Aufregung. Er sprach auch davon, dass die Regierung die deutsche Kultur "zersetzen" würde.

Danach erklärte Kahrs zu Beginn seiner Rede, dass es nach rechtsextremistischen Äußerungen einen Grund mehr gebe, "diesen Verein zu verbieten". Weiter sagte er: "Rechtsextremisten wie Sie stehen mir bis hier, Frau Weidel", und hielt die Hand vor seinem Hals. Das führte zu der Kopf-ab-Geste der AfD-Politikerin von Storch, die von den Kameras des Deutschen Bundestages eingefangen wurde.

Twitter / spdbt

Ironischerweise zeigte sie diese Geste nur einen Monat, nachdem AfD-Fraktionschefin Alice Weidel im baden-württembergischen Weingarten einen Mann aus einer AfD-Veranstaltung geworfen hatte, der ihrer Angaben zufolge im Publikum ihr diese Geste gezeigt habe. Augenzeugen berichteten jedoch, es habe sich um nicht um eine bedrohliche Geste, sondern vielmehr um einen Hustenanfall des Mannes gehandelt.

Twitter / SchwarzePalmen | Die lesbische Abgeordnete Alice Weidel sieht sich als Opfer einer Kopf-ab-Geste

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Von Storch spielt die Opfer-Karte

Via Twitter erklärte sich von Storch selbst zum Opfer: Nicht sie, sondern Kahrs habe in Richtung der AfD-Fraktion eine Kopf-ab-Geste gemacht. "Ich habe [Bundestagspräsidentin Roth] mit der Geste aufgefordert, Kahrs dafür einen Ordnungsruf zu erteilen. Roth lässt Kahrs diese Beleidigung durchgehen. Das ist der Skandal."

Unklar ist, ob dies der Wahrheit entspricht, da man ihre aufgeregten Worte während der Geste im Parlamentsfernsehen nicht versteht. Klar ist jedoch, dass sie deutlich mit der Hand einen Messerschnitt am Hals imitiert. Eine wohlwollende mögliche Interpretation ist, dass sie der Rede Kahrs' Rede nicht zugehört hat und seine Worte "…steht mir bis hier" nicht verstanden hat, so dass sie seine Geste fehlinterpretierte. Da Bundestagspräsidentin Roth direkt hinter Kahrs saß, ist unklar, an wen sich die Geste der AfD-Politikerin gerichtet hat. Ein weiterer Erklärungsversuch: Die stellvertretende Fraktionschefin kennt die Redewendung "Das Wasser bis zum Hals stehen haben" womöglich nicht, obwohl diese im Deutschen eigentlich sehr geläufig ist.


Kurz nach dem Zwischenfall weist von Storch via Twitter alle Schuld von sich – und geht zum Angriff über

Johannes Kahrs war von 2008 bis März diesen Jahres SPD-Sprecher für Schwule und Lesben im Bundestag (queer.de berichtete). Er war in dieser Funktion ein Feindbild der AfD: Letztes Jahr wurde er vom AfD-Abgeordneten Stephan Brandner etwa in die Nähe des Kindesmissbrauchs gebracht (queer.de berichtete).

 Update  15:59 Uhr: Extra 3 macht sich über den Zwischenfall lustig

Twitter / extra3



#1 DramaQueen24Profil
  • 27.11.2019, 14:50hBerlin
  • Die AfD Fuzzis verstehen es meisterhaft, zuerst zu provozieren, und dann, wenn der Gegenwind kommt, sich als Opfer hinzustellen. Ähnlich wie in allen Kirchen, Gruppen und Parteien, zu denen Hass auf Andere die oberste Maxime ist.
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#2 lucdfProfil
  • 27.11.2019, 16:02hköln
  • Thoretisch macht sich die Storch strafbar. ich hoffe auch, dass sie irgendwannn mal angeklagt wird.
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#3 SourdoughAnonym
  • 27.11.2019, 16:06h
  • Das machen die Ekelbratzen doch mit geplanter Routine. Gelegenheit für ein scheinbares Missverständnis auszuschlachten und so tun, als hätte man eine Geste nicht verstanden. Diese typisch AfD-Verhaltensweisen zeigen, wie falsch und schmutzig diese blaubraune Bande ist. Niederträchtige Spielchen liegen denen.
    Ja, fast wie in der Kirche, verschiedene Kutten, doch vom selben Garn genäht
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#4 marcocharlottenburgAnonym
#5 marcocharlottenburgAnonym
#6 Johannes aus MünsterAnonym
  • 27.11.2019, 18:50h
  • Diese Geste hat, wie so viele, mehrere Bedeutungen. Man kann sie auch als "bitte sofort das Mikrofon ausschalten!" interpretieren. Dann wäre sie an Sitzungsleiterin Roth gerichtet gewesen, die ja direkt hinter dem Rednerpult sitzt.

    Bestimmt hat die von Storch die Mehrdeutigkeit dieser Geste bewusst eingesetzt.
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#7 PiakAnonym
  • 27.11.2019, 20:32h
  • Antwort auf #6 von Johannes aus Münster
  • Das setzt aber große Vertrauen in die intellektuellen Fähigkeiten der Störchin. Ich bin da skeptischer. Vielleicht hatte sie wirklich auch keinen Durchblick.

    Der böse-demagogische Auftritt der Weidelin lässt einen dagegen kalt schaudern.
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#8 easykeyProfil
  • 27.11.2019, 21:15hLudwigsburg
  • "Von Storch spielt die Opfer-Karte"

    ...kennen wir schon.....Sie lernt halt nicht wann es Zeit für eine neue Masche wird....was will man aus der Rumpelkammer eines Nazigenpools auch erwarten?
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#9 ich 123Anonym
  • 28.11.2019, 07:13h
  • für mich unbegreifbar, dass solche Parteien wie die AfD nicht verboten werden.
    macht eine Privatperson solche Andeutungen, wird recht schnell die Polizei oder ähnliches eingeschaltet
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#10 goddamn liberalAnonym
  • 28.11.2019, 09:33h
  • Antwort auf #8 von easykey
  • "Rumpelkammer eines Nazigenpools"

    So ist es.

    Auch so ein Tabu in der deutschen Diskussion.

    Es ist offensichtlich, dass die gesamte politische Aktivität dieser Dame in der Tradition ihres Großvaters, der Hitler zwölf Jahre als Reichsminister diente, steht.

    Kopf ab für für den schwulen Reichsbanner-Mann Kahrs bedeutet dasselbe, was es in diesen zwölf Jahren für Politiker und Menschen seines Formats bedeutete.

    Adel hält auf Tradition.

    So einfach ist das.
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