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Kommentare zu:
Linkspartei macht Chelsea Manning zum Mann


#1 alohaAnonym
  • 29.11.2019, 16:12h
  • Tja, Chelsea Manning sitzt in Beugehaft nach einem Verfahren, das Fragen zur Rechtsstaatlichkeit des ganzen Verfahrens aufkommt.

    Die einzige Partei, die an Chelsea Manning's Schicksal erinnert und ehrt sie, ist Die Linke, eine Partei, die jetzt von ihren Gegnern als transphob dargestellt wird.

    Na dann. Weiter so!
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#2 Ralph
  • 29.11.2019, 16:51h
  • Die Sache ist doch ganz einfach. Nehmen wir mal an, die Bundesregierung lässt Helmut Kohl ein Denkmal errichten. Bei der Einweihung wird eine Statue enthüllt, die den Kanzler als Frau zeigt. - Na? Noch Fragen?
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#3 alohaAnonym
  • 29.11.2019, 18:22h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Nö, keine Fragen, sondern Widerspruch.

    Die drei Skulpturen mit dem Namen "Anything to Say?" (Edward Snowden, Julian Assange and Chelsea Manning) von Davide Dormino sind nicht ganz neu. Sie wurden von Dormino zum ersten mal schon am 1. Mai 2015 am Berliner Alexanderplatz vorgestellt. Etliche weitere Präsentationen folgten.

    Mit der Partei Die Linke hatte das damals nichts zu tun. Die "Reporter ohne Grenzen" haben die Skulpturen gesponsert.

    en.wikipedia.org/wiki/Anything_to_Say%3F

    Dormino hat im Januar 2016 für das Skulpturen Ensemble einen "Prix Ethique" von "Anticor contre la corruption, pour l'ethique en politique" erhalten.

    www.anticor.org/2016/01/30/les-prix-ethiques-et-casseroles-2
    016-2/


    Insofern ist die heutige Diskussion nichts als Scheindiskussion. Und ich bin überzeugt, dass es Chelsea genauso sieht.

    Was zählt, ist darauf hinzuweisen, dass Chelsea in Beugehaft sitzt, und als Verräterin diffamiert wird.
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#4 Ana NymAnonym
  • 29.11.2019, 18:32h
  • Es ist schön, daß die Linke Chelsea in Erinnerung halten will. Das ist richtig denn sie ist damals (offiziell noch Mann) gegen ein Unrecht aufgestanden und hat Courage gezeigt die ich nur bewundern kann. Sie hatte unter anderem die Berichte weitergegeben aus denen klar wurde wie sich die Amerikanischen Soldaten ihren Gefangenen gegenüber verhalten habe, etwa dass sie Kriegsgefangene dazu zwangen mit einander Sex haben zu müssen, sie müssten sich nackt ausziehen, selbstbefriedigen vor den "siegreichen" Soldaten und vielerlei weitere Abartigkeiten tun.
    Sie hat das bekannt gemacht, Chelsea.
    Doch was hält Chelsea selbst vom Missgendern.?
    Sie mag es nicht. Trump hat erst vor wenigen Tagen Chelsea Missgendert und aus ihrer Reaktion wird ganz deutlich was die davon hält

    twitter.com/xychelsea/status/1199159486667218945?s=19

    Leute wie uns zu Missgendern, nicht aus Versehen sondern mit Vorbereitung, ist überhaupt nicht okay. Auch wenn wir mal in der falschen Rolle gelebt haben, so ist es doch so, dass nach dem Outing viele von uns.wunschen, dass dies auch rückwirkend anerkannt wird.
    Wir nennen einander oft nicht mals unseren früheren Namen. Er wird oft durch Deadname ersetzt, was ganz ganz deutlich machen soll diese Phase ist tot, roter geht nicht. Kennt niemand den früheren Namen, kann er auch nicht zum Verletzen verwendet werden.
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#5 Ralph
  • 29.11.2019, 20:06h
  • Antwort auf #3 von aloha
  • Was Chelsea Manning selbst zu dieser Statue zu sagen hätte, weilß ich nicht und will ich nicht unterstellen. Ich sehe nur, dass eine Frau, der das Frausein wiederholt öffentlich abgesprochen wurde, als Mann dargestellt wird. Und das gefällt mir nicht.
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#6 Help ChelseaAnonym
  • 29.11.2019, 23:58h
  • Es sollte in erster Linie um Chelsea gehen, und darum, was ihr hilft.

    Fakt ist: Sie sitzt in (potentiell lebenslänglicher) Beugehaft, und unsere Politik und auch Medien sind dabei, die Sache zu vergessen bzw. unter den Teppich zu kehren.

    Deswegen war eine Aktion der Linken richtig und wichtig. Nur leider: Die Statuen sind älter, und sie zeigen Chelsea vor ihrem Transition.

    Was hätten sie also mit der Statue machen sollen ? Sie einschmelzen ? Sie weglassen ? Wäre es unter diesen Umständen richtig gewesen, die Aktion abzusagen ? Wäre das solidarischer ihr gegenüber gewesen ?

    Fragen, die im Vordergrund stehen sollten.
    Ebenso wie die Frage, ob es Chelsea nützt, wenn jetzt ein Shitstorm gegen die "transfeindlichen Linken" losgetreten wird. Besser wäre ein Shitstorm gegen die, die sie einsperren und demütigen und zwar bis sie sie freilassen.
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#7 Anonyma
  • 30.11.2019, 01:08h
  • Antwort auf #6 von Help Chelsea
  • "Es sollte in erster Linie um Chelsea gehen, und darum, was ihr hilft."

    Glaubst Du wirklich, dass es Chelsea Manning irgendwie hilft, wenn die deutsche Linkspartei am Brandenburger Tor in Berlin temporär eine Skulptur aufstellt, die sie ALS MANN zeigt? Ich glaube offen gestanden kaum, dass diejenigen, die Chelsea Manning in Beugehaft halten, sich auch nur einen müden Pfifferling dafür interessieren, was die deutsche Linkspartei so vor dem Brandenburger Tor treibt... Und mal ganz abgesehen von der transfeindlichen Ignoranz, die aus dieser Aktion hervorquillt wie zäher Schleim: Die Darstellung von Chelsea Manning ALS MANN gibt diese ganze Aktion vollständig der Lächerlichkeit preis, denn es bleibt einem fast schon gar nichts anderes mehr übrig, als über die totale Borniertheit der Linkspartei zu lachen. Und damit lässt sich dann auch die eigentliche Botschaft der Aktion ganz einfach mit einem Lachen vom Tisch wischen. Die Damen und Herren von der Linkspartei haben sich mit ihrer transfeindlichen Ignoranz hier nicht nur massiv in die Nesseln gesetzt, sie haben gleichzeitig auch ihre eigene Aktion demoliert. Da kann man nur noch sagen: Herzlichen Glückwunsch! Oder, wie man in der Heimat von Chelsea Manning so schön sagt: Epic fail!
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#8 beate_rAnonym
  • 30.11.2019, 01:51h
  • Antwort auf #6 von Help Chelsea
  • Chelsea Mannings Transition begann streng genommen bereits in ihrer Zeit im Irak. Da hatte sie m.W. nämlich versucht, sie therapeutische Hilfe für ihren Konflikt zu holen, aber sie wurde abgewiesen.

    Ebenso ist aus der Zeit vor dem Beginn der Arbeit an den Skulpturen mindestens ein Bild bekannt, dass sie als Frau zeigt.

    Zum dritten war sie ja zwischenzeitlich frei und konnte gefragt werden. Bzw es wäre vermutlich genügend Zeit gewesen, die Skulptur anzugleichen.

    Von daher teile ich die Kritik. Aber ich finde es gut, dass Frau Manning endlich einmal mit erwähnt wird und nicht wie sonst üblich ignoriert oder bestenfalls als Randnotiz zum Fall Assange behandelt wird (nachdenkseiten - ok, die sind bekannt LGBT-skeptisch)
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#9 DramaQueen24Profil
  • 30.11.2019, 07:36hBerlin
  • Ich denke nicht, dass die Linkspartei bewusst so entschieden hat, ich denke, sie haben es in die chronologische Reihenfolge gebracht, denn zu dem Zeitpunkt, als sie zur Whistleblowerin wurde, war sie noch ein Mann, diente in der US-Army als Nachrichtendienstanalytiker. Erst später sagte sie, dass sie transsexuell ist, und setzt es vor Gericht durch, dass die Army all ihre Kosten der GAO (geschlechtsangleichenden Operation) bezahlen musste. So sehe ich das, denn ich war einige Zeit in der Linkspartei (vor ihrem Zusammenschluss mit der WASG).
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#10 DramaQueen24Profil
  • 30.11.2019, 07:38hBerlin
  • Antwort auf #1 von aloha
  • Dem würde ich widersprechen. Die Linke ist weder homophob noch transphob (irrationale Angst vor Homosexuellen und Transsexuellen), sondern hat mit ihrer Statue nur der damaligen Zeit Rechnung getragen, als sie offiziell noch ein "Mann" war.
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#11 DramaQueen24Profil
#12 DramaQueen24Profil
#13 DramaQueen24Profil
  • 30.11.2019, 07:48hBerlin
  • Antwort auf #6 von Help Chelsea
  • Chelsea kann nicht lebenslang in Beugehaft sitzen, weil es in den USA für Beugehaft Regeln und Präzedenzfälle gibt.
    Das Vorgehen des Bezirksrichters, sie weiter in Beugehaft zu halten, und ihr pro Tag $1000 abzuknöpfen, ist reine Schikane! Und vermutlich von oben (Trump) gewollt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#14 LINKE*RAnonym
  • 30.11.2019, 09:52h
  • BAG DIE LINKE.queer·Freitag, 29. November

    Liebe Heike,
    kürzlich hast Du gemeinsam mit einigen Genoss*innen die Ausstellung des Kunstwerks Anything to Say? von Davide Dormino vor dem Brandenburger Tor eröffnet, um Whistleblower*innen wie Chelsea Manning zu ehren. Tatsächlich handelt es sich bei Manning um eine bewundernswerte und mutige Frau, die jede Ehrung verdient hat.
    Hier stoßen wir aber bereits zu dem Problem vor, das uns als Bundesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer dazu bewogen hat mit einem offenen Brief an dich heranzutreten. Manning wird in der Installation als Mann dargestellt und eben nicht in ihrer Identität als Frau.
    Seitdem Du Fotos der Aktion veröffentlicht hast bist Du mehrfach aus der Community heraus darauf hingewiesen worden, dass diese Darstellung inkorrekt und transfeindlich ist. Leider ist deine Reaktion auf die Kritik nicht so ausgefallen, wie wir uns das gewünscht hätten: Du hast Kritiker*innen blockiert oder darauf verwiesen, dass die Skulptur entstanden ist bevor Manning zu ihrer Identität als Frau gefunden hat. Du unterschlägst dabei aber, dass es genau diese Kontroverse schon bei der ersten Ausstellung der Skulpturen im Jahr 2015 auf dem Gelände der Ufa-Fabrik in Berlin gegeben hat wohlgemerkt zwei Jahre nach dem Coming Out von Manning.
    Da Manning ansonsten an jeder anderen Stelle von euch als Frau bezeichnet wird und ihr in engem Kontakt mit ihrem Unterstützer*innenkreis gewesen seid, gehen wir davon aus, dass es sich nicht um eine Böswilligkeit handelt. Wir hoffen aber, dass Du verstehst woher der Aufschrei rührt und dass eine Entschuldigung angemessen wäre. In dieser Form hat die Installation aus unserer Sicht nichts auf dem Pariser Platz verloren.

    www.facebook.com/notes/bag-die-linkequeer/offener-brief-an-h
    eike-h%C3%A4nsel/2522806931160258/
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#15 trans naysayer to goAnonym
  • 30.11.2019, 13:52h
  • Antwort auf #7 von Anonyma
  • "Und mal ganz abgesehen von der transfeindlichen Ignoranz, die aus dieser Aktion hervorquillt wie zäher Schleim: Die Darstellung von Chelsea Manning ALS MANN gibt diese ganze Aktion vollständig der Lächerlichkeit preis, denn es bleibt einem fast schon gar nichts anderes mehr übrig, als über die totale Borniertheit der Linkspartei zu lachen."

    Es wäre "glücklich" zu nennen, wenn es die "Aktion" nur der Lächerlichkeit preisgeben würde. Leider ist das nicht so.

    Zu behaupten, Chelsea zu "unterstützen", indem man eine Frau als Mann darstellt, ist an Ignoranz, Trans-Misogynie und Arroganz nicht zu überbieten. Die deutsche "Beharrlichkeit" in diesen bornierten Disziplinen ist bekannt. Offensichtlich hat sich diese Borniertheit bis in die Spitze einer deutschen "linken" Partei ausgebreitet.

    Wenn diese "Aktion" für Chelsea nicht so dramatisch wäre, könnte man das einfach als eine weitere provinzielle rotbezipfelte Michel-Posse zur Seite legen und darüber lachen.

    Aber diese "Aktion" ist schlicht zynisch. Sie verursacht das genaue Gegenteil von "Unterstützung". Durch die Darstellung von Chelsea als Mann unterstützt diese "Aktion" nicht nur unmittelbar die Angreifer und Peiniger von Chelsea - sondern die Darstellung von Chelsea als Mann setzt sie hier in den USA sofortiger und unmittelbarer konkreter Gefahr aus. Lebensgefahr.

    Wir sind daher hier bemüht, diese ignorant-bornierte Aktion einer deutschen "linken" Partei in den USA mit Sorge und Umsicht für Chelsea so flach wie möglich zu halten. Das gelingt uns auch. Glücklicherweise interessieren sich hier nur Wenige für solche bigotten trans-misogynen Fehltritte in Deutschland.

    Mit "Unterstützung" für Chelsea hat das nichts zu tun. Stattdessen ist es Wasser auf die Mühlen ihrer Angreifer und Peiniger. Sie als Mann darzustellen und von "Unterstützung" zu reden ist an Zynismus und Borniertheit nicht zu überbieten.

    Wir bitten die deutsche "Linkspartei" und alle, die als "Unterstützer" hinter dieser Aktion stecken, in Zukunft bitte einfach STILL zu sein und NICHTS zu tun. Das ist der sicherste Weg für manche Menschen keinen Schaden anzurichten. Offenbar versteht man weder das Thema "Trans" , noch die Problematik, die sich in den USA daraus ergibt, noch die spezielle Dramatik, die sich für Chelsea in ihrer Situation daraus ergibt. Mit solchen Aktionen bringt man in den USA eine Transfrau unmittelbar und ganz konkret in Lebensgefahr. Im Gefängnis ebenso wie in Freiheit.

    Danke im Voraus!
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#16 trans naysayer to goAnonym
  • 30.11.2019, 15:46h
  • Antwort auf #15 von trans naysayer to go
  • P.S.

    Zur Klarstellung:
    Auch wenn das hier der Fokus in der Diskussion ist - es geht der "Links-Partei" nicht um Chelsea Manning. Der "Links-Partei" geht es hier um eine partei-politische Profilierung zum Thema "Whistleblower".

    Die Schäden und konkreten Gefahren, die es für Chelsea durch ihre Darstellung als Mann mitbringt, werden hier als "Kollateral-Schaden" billigend in Kauf genommen.

    Dass die "Links-Partei" in ihren Einlassungen auf die Botschaft hinter dieser "Aktion" verweist, ist an Absurdität, Irrationalität und Ignoranz nicht zu überbieten.

    Dass man eine politisch höchstgefährlich arbeitende Transfrau nicht unterstützt - sondern ihr in den Rücken fällt, indem man sie als Mann darstellt - erschliesst sich jedem Kind. Die "Botschaft" dahinter ist dann in jeder Form irrelevant - sie wird nicht mehr wahrgenommen und gerät aus dem Fokus. Die Begründung ist daher zynisch und borniert.

    Die "Begründung", dass sie "damals halt so aussah" ist an Trans-Misogynie und Ignoranz das Thema betreffend nicht zu überbieten.

    Das Einzige, was Chelsea hier in den USA noch halbwegs "schützt", ist die Tatsache, dass sie Weiss ist. Wäre sie das nicht, wäre die Geschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit schon lange anders ausgegangen.

    Wir bitten die deutsche Links-Partei eindringlich, die eigene partei-politische Profilierung zum Thema "Whistleblower" nicht weiterhin auf dem Rücken einer Transfrau auszutragen, die sich aufgrund ihrer politischen Arbeit in konstant höchster Lebensgefahr befindet und diese Gefahr für sie durch ihre Darstellung als Mann auch noch bis zum Äussersten zu potenzieren.

    Hoffnung haben wir jedoch wenig - ich habe bereits auf die deutsche "Beharrlichkeit" - wenn es um Ignoranz, Arroganz und Borniertheit geht - hingewiesen. Sie ist international Legende. Nicht umsonst werden Kritiker*innen von der "Links-Partei" aktuell gesilenced. An einem Erkenntnisgewinn oder an Chelsea's Sicherheit ist man dort nicht interessiert.

    Glücklicherweise wird diese "Aktion" hier nur von in deutsche Politik "Eingeweihten" wahrgenommen.

    Wir werden unser bestes tun, dass es auch so bleibt und es keinen Schaden für Chelsea anrichtet.
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#17 DramaQueen24Profil
  • 01.12.2019, 12:19hBerlin
  • Antwort auf #16 von trans naysayer to go
  • Kann es sein, dass Dein Problem die Linke ist? Und nicht die Darstellung an sich, die VOR dem CO von Chelsea gefertigt wurde? Und, hat irgend jemand daran gedacht, Chelsea zu fragen, was sie davon hält?
    Man unterstellt ihr, dass sie so denkt, wie beschrieben wurde.
    Ich war in der Linkspartei, und wurde dort als TS- akzeptiert, hatte im Ortsverband sogar eine Funktion im Vorstand.
    Ich bin nicht mehr dabei, weil es dafür zwei Gründe gab.
    Zum einen haben die Linken oft feministisch geredet, aber patriarchalisch gehandelt (wenn es um Posten ging); und zum anderen hatten sie Probleme mit meiner Zugehörigkeit zu einem US-Nachrichtendienst. Ich beging damals den Fehler, mich bei einer US-feindlichen Diskussion mit Mitgliedern der KPD zu outen. Ab dann wurde ich als "Feind" von einigen betrachtet.
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#18 TheDadProfil
  • 01.12.2019, 17:45hHannover
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • ""Die Sache ist doch ganz einfach.""..

    Vordergründig ist das immer so..
    Stimmt bloß leider nicht..

    Im Artikel heißt es dazu :

    ""Die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen erklärte, dass Künstler Davide Dormino die Skulptur "2014 geplant und Anfang 2015 angefertigt" habe. Demnach sei die "Whistleblowerin Chelsea Manning abgebildet [worden], wie sie damals ausgesehen hat." ""..

    Nimmt man dann dieses "damals" als den Zeitpunkt der Herstellung der Skulpturen an, dann stimmt die Auffassung, die hier auch die Redaktion deutlich macht..

    Nimmt man aber dieses "damals" auch als den Zeitpunkt an, an dem Chelsea Manning die Dateien zugänglich gemacht hat ?

    Also dem Zeitpunkt ihrer "Tat" bei der sie nach außen hin immer noch als Mann und ungeoutet aufgetreten, und damit wahrgenommen werden mußte ?

    Dann ist es durchaus komplizierter, denn dann sind ALLE ihre Handlungen VOR dem ComingOut im Gefängnis des Vergessens und Verdrängens würdig, so das man über dieses bisherige Leben nicht mehr berichten darf ?

    Dann darf man nämlich auch ihre Handlungen durch die Veröffentlichungen "feiern", denn auch die unterliegen dem Vergessen und Verdrängen eines Vorlebens, welches der Erwähnung in der Öffentlichkeit nicht mehr würdig sein soll !

    Es ist also nicht wirklich so leicht, wie es scheinbar sein soll..
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#19 TheDadProfil
  • 01.12.2019, 17:55hHannover
  • Antwort auf #7 von Anonyma
  • ""Glaubst Du wirklich, dass es Chelsea Manning irgendwie hilft, wenn die deutsche Linkspartei am Brandenburger Tor in Berlin temporär eine Skulptur aufstellt, die sie ALS MANN zeigt?""..

    Glaubst Du wirklich das es ihr schadet, und wenn wie ?

    Das Aufstellen der Skulpturen hatte einen Zweck..

    Dieser Zweck ist erfüllt, denn die Bevölkerung wurde damit konfrontiert das Whistleblower* wie Manning, Snowden und Assange von den Regierungen weltweit verfolgt, anstatt unterstützt werden !

    Darum geht es hier dann auch, und nicht um persönliche Gefühle, die zusätzlich noch nebenbei verletzt werden könnten..

    Wie "Ana Nym" dann schon einfügte..
    Es wurde nicht einmal ihr Deadname verwendet, denn eine
    "männliche Chelsea Manning" ist ein Ansatz zum "missgendern" ?

    ""Ich glaube offen gestanden kaum, dass diejenigen, die Chelsea Manning in Beugehaft halten, sich auch nur einen müden Pfifferling dafür interessieren, was die deutsche Linkspartei so vor dem Brandenburger Tor treibt...""..

    Wenn die denn die Adressaten dieser Aktion wären, würde das wahrscheinlich stimmen..
    Doch Auftritte vor dem Brandenburger Tor dienen nicht einmal dazu der US-Botschaft als Anlieger irgendeine Message mitzuteilen, sie richten sich an die flanierenden Menschen in den Straßen..
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#20 TheDadProfil
  • 01.12.2019, 18:22hHannover
  • Antwort auf #16 von trans naysayer to go
  • ""Die "Botschaft" dahinter ist dann in jeder Form irrelevant - sie wird nicht mehr wahrgenommen und gerät aus dem Fokus.""..

    Äh ?
    ja..
    Die Botschaft lautet :
    Helft Whistleblowern* !

    Ach ja..
    Welche Regierung noch mal verfolgt alle dort am Brandenburger Tor gezeigten Personen ?

    ""Glücklicherweise wird diese "Aktion" hier nur von in deutsche Politik "Eingeweihten" wahrgenommen.""..

    Chapeau..
    Seltener hat man durch den vorgetragenen Egozentrismus sehen können, wie die "Botschaft sofort irrelevant" gemacht wird..
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