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Nach ESC-Absage

Olivia Jones boykottiert Ungarn

Die Hamburger Dragqueen ist sauer auf Ungarn. Der Grund: Der Staatssender des 9,7 Millionen Einwohner zählenden Landes will offenbar aus Homophobie nicht mehr am Eurovision Song Contest teilnehmen.


Olivia Jones verzichtet des homophoben Klimas in Ungarn auf einen Budapest-Besuch (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Olivia Jones hat angekündigt, wegen des homophoben Klimas nicht wie geplant nach Ungarn zu reisen: "Eigentlich hatte ich mir fürs nächste Jahr fest vorgenommen, mir endlich mal Ungarns Hauptstadt Budapest anzuschauen. Aber das Klima ist mir dort im Moment viel zu hetero. Ich kann das nicht unterstützen", sagte die 50-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Als Grund nannte sie Berichte, wonach der ungarische Staatssender aus dem Eurovision Song Contest ausgestiegen ist, weil das seit 1956 ausgetragene europäische Musikfestival der queeren Kultur zu nahe stehe (queer.de berichtete).

Zwar gestand die Dragqueen ein, dass Ungarn ein souveränes Land sei, aber man müsse die Absage schließlich nicht auch noch unterstützen. "Als Tourist kann ich dadurch ein Zeichen setzen", ist sie sich sicher.

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"Was für ein Rückschritt!"

Auch auf Facebook machte die Jones ihrem Unmut Luft. Am Donnerstag schrieb sie auf ihrer Seite: "Was für ein Rückschritt! Zurück in eine Zeit, in der homosexuelle Menschen angefeindet und diskriminiert werden. SHAME ON YOU!"

WAS IST DA LOS IN UNGARN?! Dass Ungarn dieses Jahr nicht am #ESC teilnimmt, war bekannt. Warum, wird erst jetzt klar:…

Gepostet von Olivia Jones am Donnerstag, 28. November 2019
Facebook / Olivia Jones

Die rechtspopulistische und LGBTI-feindliche ungarische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán hatte die Berichte über den Grund der Eurovisions-Absage ebenso zurückgewiesen wie die Leitung des Staatssenders MTVA. Staatssekretär Zoltán Kovács sprach in diesem Zusammenhang von "Fake News".

Olivia Jones hatte anlässlich ihres 50. Geburtstags am 21. November bereits die katholische Kirche kritisiert, weil sie "steinzeitlich" agiere. Deshalb strebe sie eine Audienz bei Papst Franziskus an, um mit dem Kirchenoberhaupt unter anderem über die Rolle der Frau und die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht zu diskutieren (queer.de berichtete). (dk)



#1 WadimAnonym
  • 29.11.2019, 17:10h
  • RESPEKT!

    So müssen auch wir alle handeln: boykottieren homo-feindliche Länder und Firmen.
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#2 TheoAnonym
  • 29.11.2019, 20:22h
  • Sehr schön, Olivia!

    Jetzt auch noch Heidi Klum boykottieren, weil sie keine Ahnung Drag hat, dann wäre alles perfekt.
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#3 JadugharProfil
  • 30.11.2019, 20:10hHamburg
  • Wenn die EU die homophoben Länder Europas sanktioniert würde, dann wäre es das beste Mittel, daß Menscherechte eventuell für voll genommen werden.
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#4 TheDadProfil
  • 01.12.2019, 18:28hHannover
  • Antwort auf #3 von Jadughar
  • ""Wenn die EU die homophoben Länder Europas sanktioniert würde, dann wäre es das beste Mittel, daß Menscherechte eventuell für voll genommen werden.""..

    Äh ?
    Alle derzeit noch 28 Länder "sanktionieren" sich dann in einer Einstimmigen Entscheidung der EU-Kommission anschließend selber ?

    Klingt logisch..
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