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Partnerschaft

Jeden Tag das gleiche Bett teilen

Die meisten Paare entscheiden sich an einem gewissen Punkt für eine gemeinsame Wohnung. Doch es gibt einige Dinge zu beachten, damit das Zusammenziehen nicht zum Beziehungskiller mutiert.


Jeden Tag nebeneinander in der gemeinsamen Wohnung aufzuwachen, kann unter den richtigen Voraussetzungen etwas sehr Schönes sein (Bild: unsplash.com / © AllGo)
  • 1. Dezember 2019, 16:49h, noch kein Kommentar

Die Beziehung wächst und gedeiht. Fast jeden Tag schläft man Seite an Seite ein, jedoch der letzte Schritt ist noch nicht getan. Der Einzug in die gemeinsame Wohnung. Doch wann weiß man eigentlich, wann es Zeit dafür ist? Gibt es möglicherweise gewisse Zeichen, die einem sagen: jetzt ist es soweit!?

Es kommt selbstverständlich immer auf das einzelne Paar und die jeweiligen Persönlichkeiten an, wann der richtige Moment gekommen ist. Bei manchen früher, bei anderen später oder sogar möglicherweise gar nicht. Wenn man dann endlich die Haushalte zusammenlegt, gibt es allerdings auch ein paar Dinge zu beachten, damit die gemeinsamen vier Wände nicht zum Beziehungskiller mutieren.

Man kommt nicht mehr drum herum

Oft kommt in einer Beziehung der Punkt, an dem man wirklich nur noch sehr selten allein schläft. Die Nächte werden immer zusammen verbracht. Die getrennten Wohnungen kosten im Prinzip mehr, als sie nützen. Ab dann kommt man an den gemeinsamen vier Wänden fast nicht mehr vorbei.

Der Vorteil ist, dass man Miete spart und sich in vielen Fällen sogar räumlich vergrößern kann. Dabei liegt es nahe, dass man sich auch direkt im Schlafbereich etwas ausdehnt. Paare können sich fürs Schlafzimmer ein Bett günstig kaufen und sich so mehr Platz verschaffen, als sie vielleicht vorher hatten. Damit können beide möglicherweise einen ruhigeren Schlaf genießen und ein neues Bett bietet gleichzeitig eine größere und bequemere Spielwiese.

Trotzdem sollte man mit dem Zusammenziehen zumindest so lange warten, bis die erste Verliebtheit vorbei ist. Denn am Anfang sieht man meist alles durch die berühmte "rosarote Brille". Einige Beziehungsexperten raten deshalb dazu, mindestens ein Jahr abzuwarten, um die Partnerin oder den Partner so gut wie möglich kennenzulernen.

Gewohnheiten verstehen

Die erste Phase der Verliebtheit ist vorbei und so langsam kommen Angewohnheiten und Eigenheiten beim Gegenüber zum Vorschein, die man noch nicht kannte und die man vielleicht gar nicht mag. Kleinere Dinge, die einen vorher vielleicht nur wenig gestört haben, können bereits Ärger verursachen.

Ein ganz großer Streitpunkt ist das Thema Sauberkeit. Darunter versteht nicht jeder dasselbe und es ist klar, dass das zu Auseinandersetzungen in einer Beziehung führen kann, wenn man den Schritt in die gemeinsame Wohnung wagen möchte.

Damit es nicht zu einem bösen Erwachen kommt, sollte man bereits schon vorher versuchen, den Partner oder die Partnerin mit allen Eigenheiten kennenzulernen. Erst dann kann man selbst entscheiden, ob das mit den eigenen Angewohnheiten kompatibel ist. Dabei helfen gemeinsame Urlaube und Nächte in der Wohnung des oder der anderen. Denn nur so lernt man die anderen Lebensgewohnheiten kennen.

Gemeinsam Probleme lösen

Es wird definitiv nicht immer alles so rosig verlaufen, wenn man zusammenlebt. Immer wieder werden unvorhersehbare Probleme auftauchen, die wirklich viele Ursprünge haben können. Es kann trotz aller Vorsicht, Streitereien zwischen euch geben. Auf der anderen Seite können euch aber auch äußere Einflüsse vor Probleme stellen.

Vor allem in solchen Situationen heißt es unbedingt: Gemeinsam anpacken! Denn es heißt nicht umsonst Partnerschaft. Es nützt nichts, wenn sich einer allein damit herumschlagen muss. Das sorgt nur für schlechte Stimmung und ist nicht förderlich für eine gesunde Beziehung. Das gemeinsame Lösen von Konflikten kann eure Zweisamkeit stärken und eine tiefere Bindung schaffen.

Zusammen unabhängig sein

Ein Mensch muss auch für sich selbst lebensfähig sein. Gerade beim Zusammenziehen ist es wichtig, dass man sich seine eigenen Freiräume behält. Ist man schon auf Wohnungssuche kann man dabei darauf achten, dass es ein bis zwei Extrazimmer gibt, in die man sich gegebenenfalls zurückziehen kann.

Auf der anderen Seite sollte man auch respektieren, wenn die Partnerin oder der Partner auch einmal in Ruhe gelassen werden möchte.

Eigene Hobbies, Interessen sollten aufrechterhalten und Freundschaften gepflegt werden, vor allem, wenn sich die Beziehung sich weiterentwickelt. Das ist nicht nur gesünder für beide, sondern macht das Zusammenleben auch interessanter. Man hat sich mehr zu erzählen, was ebenso förderlich für die Bindung ist wie regelmäßiger Sex. Deshalb ist es vor dem Zusammenziehen so wichtig, zu überprüfen ob man selbst und auch der Partner oder die Partnerin die Fähigkeit besitzt, Grenzen einzuhalten und neben dem gemeinsamen auch ein eigenes Leben zu führen.

Geldgespräche

Gespräche über Finanzen sind ziemlich große Brandherde in einer Beziehung. Oft wird einfach nicht ehrlich darüber geredet, was bedeutet, dass nicht ans Tageslicht kommt, falls es ein Geldproblem, wie etwa Schulden oder Spielsucht, gibt. Wenn man dann zusammenlebt, ist es meistens schon zu spät. Ein offener Umgang ist sehr wichtig für eine Beziehung, vor allem beim Thema Finanzen. Im Alltag wird immer hin häufig Geld zusammengelegt und ausgegeben, wie etwa bei einer Haushaltskasse.

Möglicherweise muss man sich beispielsweise um die passende Einrichtung kümmern und dabei sollte man auf jeden Fall auch immer die Finanzen im Blick haben.

Kompromisse eingehen

Wenn man sich dazu entschlossen hat, das Bett in der gemeinsamen Wohnung zu teilen, dann sollte man sich direkt zu Anfang schon darauf einstellen, Kompromisse zu machen. Das fällt beiden leichter, wenn man mit einem reinen Tisch, also einer neuen Behausung startet. Hier können beide zusammen entscheiden, welche Möbel man sich aussucht und wie die vier Wände aussehen sollen.

Wie so oft in Beziehungsangelegenheiten ist auch hier der Schlüssel das Gespräch. Man muss reden, um sich besser kennenzulernen und um herauszufinden, was beide von der gemeinsamen Wohnung erwarten. Nur so kann man am Ende ein harmonisches Zusammenleben gewährleisten. (ak)