Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35003

Köln

Vandalen beschädigen HIV-Fotoausstellung am Hauptbahnhof

Ausgerechnet zum Welt-Aids-Tag ist eine Fotoausstellung der Aidshilfe mitten im Kölner Hauptbahnhof Opfer von Vandalismus geworden.


Offenbar in der Nacht zum Welt-Aids-Tag zerstörten Unbekannte eine der Stellwände (Bild: Facebook / Aidshilfe Köln)

Die zum diesjährigen Aids-Tag in der Markthalle des Kölner Hauptbahnhofs gezeigte Fotoausstellung "HIV heute – Mitten im Leben" ist beschädigt worden. Das teilte die Aidshilfe Köln am Sonntag, dem Welt-Aids-Tag, mit. Wie Bilder zeigen, wurde eine der Informationswände zerstört.

Die Ausstellung hatte vom 25. November bis 1. Dezember direkt neben dem Supermarkt "Rewe To Go" internationale Präventionsplakate aus den zurückliegenden Jahrzehnten sowie eine Fotoserie aus dem Jahr 2019 mit Bildern von 12 HIV-positiven Menschen gezeigt, die dazu Statements zu ihrem Leben heute mit der Infektion gaben.

"Tja, wäre auch zu schön gewesen, wenn unsere Ausstellung die Woche unbeschädigt überstanden hätte", so kommentierte die Aidshilfe den Vorfall auf Facebook. "Das zeigt, es gibt immer noch genügend Leute, die bei dem Thema ein Problem haben. Echt schade."

Tja, wäre auch zu schön gewesen, wenn unsere Ausstellung die Woche unbeschädigt überstanden hätte. Das zeigt, es gibt immer noch genügend Leute, die bei dem Thema ein Problem haben. Echt schade.

Gepostet von Aidshilfe Köln am Sonntag, 1. Dezember 2019
Facebook / Aidshilfe Köln

"Manche haben massives Problem mit Thema HIV"

Schockiert reagierte auch die Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung. Fabian Spies, der Landeschef der SPDqueer in Nordrhein-Westfalen, erklärte am Montag, er sei "entsetzt" über den Akt von Vandalismus an der Ausstellung: "Dass sie nicht einmal eine ganze Woche unbeschadet gezeigt werden konnte, zeigt, dass es immer noch Menschen gibt, die ein massives Problem mit dem Thema HIV bzw. mit HIV-positiven Menschen haben", so Spies. "Durch die Tat wird einmal mehr deutlich, wie notwendig Aufklärung immer noch ist. Hier leisten die Aids-Hilfen und die Initiative 'Posithiv handeln' eine wichtige Arbeit."

Ferner erklärte er, dass diese Tat nicht nur ein Angriff auf Positive sei: "HIV-positive Menschen sind für uns selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft. Wer sie ausgrenzt und diskriminiert, der diskriminiert uns alle!" (dk)



#1 Jonas WAnonym
#2 Carsten ACAnonym
  • 02.12.2019, 10:09h
  • Das zeigt wieder mal, dass selbst in ehemaligen Hochburgen der Freiheit und Toleranz ein Klima des Hasses und der Spaltung immer mehr Auftrieb erlangt.

    Wie lange will die Politik noch wegsehen?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FliegenAnonym
  • 02.12.2019, 12:06h
  • ...würde interessieren was für dumm Köpfe das waren!? Auch die "Religionsgemeinschaft" wäre wichtig denn die verblendeten machen uns und viele anderen " Randgruppen" das Leben schwer!!!
  • Antworten » | Direktlink »