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Hallelujah!

Vatikan investierte in schwulen Film "Rocketman"

Die katholische Kirche hält gleichgeschlechtliche Liebe pauschal für ein Ticket in Richtung Hölle. Trotzdem investierte der Vatikan in einen Film, der wegen seiner unverblümten Darstellung von schwulem Sex bekannt ist.


Elton John (Taron Egerton) und John Reid (Richard Madden) turteln mit Hilfe von vatikanischen Euros (Bild: Paramount Pictures)

Der Film "Rocketman" zeigt detailliert den Karrierebeginn von Elton John – auf Wunsch des Popstars mit expliziten Sexszenen, die in den USA zu einer restriktiven Altersfreigabe ab 17 Jahren geführt haben. Dass der Film überhaupt gedreht wurde, haben Cineasten zum Teil der katholischen Kirche zu verdanken, wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" jetzt berichtete. Die Kirche soll demnach zu den Filminvestoren gehören.

Demnach investierte die Kirche zunächst in den maltesischen Centurion Global Fund. Laut dem Bericht sollen mindestens zwei Drittel der Gelder des Investmentfonds aus dem Budget des vatikanischen Staatssekretariats stammen. Der Fonds verteilte das Geld auf mehrere Felder, darunter Immobilien, Mineralwässer und auch Blockbuster-Filme. So sollen 3,3 Millionen Euro in den neuesten "Men in Black"-Film geflossen sein – und eine Million Euro in "Rocketman".

Lukratives Investment

Zwar dürfte das Investment nach dem Erfolg des Films Rendite bringen. "Rocketman" hat bei einem Budget von 40 Millionen Dollar das Fünffache (200 Millionen Dollar) eingespielt. Außerdem gilt der Film als heißer Kandidat für Oscar-Nominierungen. Das Investment ist allerdings angesichts der Ablehnung Homosexueller überraschend. So weigert sich die katholische Kirche – auch in Deutschland – nach wie vor, homosexuelle Paare auch nur zu segnen (queer.de berichtete). Mit der Segnung von Tieren oder sogar leblosen Objekten wie Autos haben katholische Geistliche dagegen keinerlei Probleme.

Zudem gab es in den letzten Jahren von konservativen Kirchenführern vermehrt Angriffe auf Homosexuelle. In Polen machte die katholische Bischofskonferenz etwa Wahl-Werbung für die rechtspopulistische PiS-Partei von Jaroslaw Kaczynski und führte dabei besonders die Ablehnung von Rechten für Homo- und Transsexuelle als Begründung ins Feld (queer.de berichtete). (dk)



#1 PeerAnonym
  • 05.12.2019, 15:16h
  • Ich habe mal eine Doku gesehen, dass der Vatikan auch Immobilien hat, wo Bordelle drin sind.

    Die machen doch alles, wenn es nur Kohle bringt. Ist der weltweit reichste Konzern - mit weitem Abstand. Und kassiert immer noch Kirchensteuern, Staatsleistungen, etc.

    Solche Dinge zeigen auch wieder mal die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der Kirche.
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#2 KMBonnProfil
  • 05.12.2019, 17:17hBonn
  • Gegen Schwule hetzen, aber mit und an ihnen Geld verdienen wollen. Das muß so ein katholisches Dingsbums geweihter Röckchenträger sein. Würd mich nicht wundern, wenn demnächst herauskäme, dass der Vatikan auch Nutten auf den Strich schickt oder an Bordellen beteiligt ist.
    Geh mir einer mit dieser scheinheiligen Doppelmoral!
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#3 Miguel53deProfil
  • 05.12.2019, 18:30hOttawa
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Dem Vatikan gehört oder zumindest gehörte eine Immobilie in Rom, in der Sicht im Erdgeschoss die einzige römische Sauna befand.

    Und nun das Schönste an der Geschichte. Im oberen Teil des Gebäudes gib/gab es Wohnungen für die geistlichen Gäste des Vatikans. Also Theologen sämtlicher Hierarchien, vom einfachen Geistlichen bis zum Kardinal.

    Ist doch praktisch, oder?
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#4 LotiAnonym
#5 TheDadProfil
  • 05.12.2019, 23:50hHannover
  • Antwort auf #1 von Peer
  • ""Ich habe mal eine Doku gesehen, dass der Vatikan auch Immobilien hat, wo Bordelle drin sind.""..

    Mitten in Rom gehört denen ein Hotel in dem immer wieder Priester, Kardinäle und Bischöfe wohnen wenn sie in Rom weilen (aus welchen Gründen auch immer), und in den unteren Räumen befindet sich eine der ältesten Schwulen Saunen Roms..

    Es ist nicht bekannt ob es vom Hotel einen "diskreten Zugang" zur Sauna gibt..
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#6 WindheimerAnonym
  • 06.12.2019, 06:50h
  • Ja...alles um 3 Ecken....und umgekehrt finanzieren diejenigen, die Kirchensteuer ablehnen bzw nicht zahlen,auch die katholische Kirche um 3 Ecken....odet auch die afd...zB
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#7 Carsten ACAnonym
  • 06.12.2019, 10:22h
  • Antwort auf #2 von KMBonn
  • Tja, Geld stinkt nicht.

    Was die Kirche am meisten liebt: Geld.

    Und alles, was irgendwie Geld bringt, ist denen willkommen. Und hintenrum hetzen sie dann gegen genau das.

    Dass Leute immer noch auf solche Perversitäten reinfallen (von unzähligem Kindesmissbrauch und all den anderen Perversitäten mal ganz zu schweigen), verwundert mich immer wieder und ist ein Beleg, wie Religion die Sinne vernebelt.
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#8 Ralph
  • 06.12.2019, 11:14h
  • Was soll's. Der Papst hat doch gerade erst in einer seiner beliebten Flugzeugpressekonferenzen gesagt, dass es in Ordnung ist, kirchliches Geld gewinnbringend anzulegen. Und dass Religion von Natur aus viel mit Heuchelei zu tun hat, wissen wir eh. Wasser und Brot predigen - Wein und Braten zu sich nehmen.
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