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Hallelujah!
Vatikan investierte in schwulen Film "Rocketman"
Die katholische Kirche hält gleichgeschlechtliche Liebe pauschal für ein Ticket in Richtung Hölle. Trotzdem investierte der Vatikan in einen Film, der wegen seiner unverblümten Darstellung von schwulem Sex bekannt ist.

Elton John (Taron Egerton) und John Reid (Richard Madden) turteln mit Hilfe von vatikanischen Euros (Bild: Paramount Pictures)
- 5. Dezember 2019, 14:08h 2 Min.
Der Film "Rocketman" zeigt detailliert den Karrierebeginn von Elton John – auf Wunsch des Popstars mit expliziten Sexszenen, die in den USA zu einer restriktiven Altersfreigabe ab 17 Jahren geführt haben. Dass der Film überhaupt gedreht wurde, haben Cineasten zum Teil der katholischen Kirche zu verdanken, wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" jetzt berichtete. Die Kirche soll demnach zu den Filminvestoren gehören.
Demnach investierte die Kirche zunächst in den maltesischen Centurion Global Fund. Laut dem Bericht sollen mindestens zwei Drittel der Gelder des Investmentfonds aus dem Budget des vatikanischen Staatssekretariats stammen. Der Fonds verteilte das Geld auf mehrere Felder, darunter Immobilien, Mineralwässer und auch Blockbuster-Filme. So sollen 3,3 Millionen Euro in den neuesten "Men in Black"-Film geflossen sein – und eine Million Euro in "Rocketman".
Lukratives Investment
Zwar dürfte das Investment nach dem Erfolg des Films Rendite bringen. "Rocketman" hat bei einem Budget von 40 Millionen Dollar das Fünffache (200 Millionen Dollar) eingespielt. Außerdem gilt der Film als heißer Kandidat für Oscar-Nominierungen. Das Investment ist allerdings angesichts der Ablehnung Homosexueller überraschend. So weigert sich die katholische Kirche – auch in Deutschland – nach wie vor, homosexuelle Paare auch nur zu segnen (queer.de berichtete). Mit der Segnung von Tieren oder sogar leblosen Objekten wie Autos haben katholische Geistliche dagegen keinerlei Probleme.
Zudem gab es in den letzten Jahren von konservativen Kirchenführern vermehrt Angriffe auf Homosexuelle. In Polen machte die katholische Bischofskonferenz etwa Wahl-Werbung für die rechtspopulistische PiS-Partei von Jaroslaw Kaczynski und führte dabei besonders die Ablehnung von Rechten für Homo- und Transsexuelle als Begründung ins Feld (queer.de berichtete). (dk)















Die machen doch alles, wenn es nur Kohle bringt. Ist der weltweit reichste Konzern - mit weitem Abstand. Und kassiert immer noch Kirchensteuern, Staatsleistungen, etc.
Solche Dinge zeigen auch wieder mal die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der Kirche.