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Katholische Kirche
Deutsche Bischöfe: Homosexualität ist normal
Eine "Fachkonsultation" der katholischen Deutschen Bischofskonferenz sprach sich gegen die "Heilung" von Lesben und Schwulen aus – war jedoch bei der Frage der Aufhebung des Sex-Verbots gespalten.

Berlins Erzbischof Heiner Koch leitete die "Fachkonsultation" am Mittwochabend in der Hauptstadt (Bild: Membeth / wikipedia)
- 6. Dezember 2019, 07:33h 2 Min.
Unter katholischen deutschen Bischöfen und Theologen herrscht Uneinigkeit über die Themen Homosexualität und Verhütung. Bei einer "Fachkonsultation" mit Blick auf den sogenannten synodalen Weg sei am Mittwochabend in Berlin kontrovers diskutiert worden, ob das im katholischen Lehramt verankerte Verbot "praktizierter Homosexualität" noch zeitgemäß sei, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Kontrovers wurde in den Fachberatungen demnach auch darüber gesprochen, ob künstliche Verhütungsmittel in der Ehe und bei nicht verheirateten Paaren erlaubt sein sollen.
Die an dem Treffen teilnehmenden Bischöfe und Theologen hätten demnach zwar anerkannt, dass die menschliche Sexualität auch eine Lust- und Beziehungsdimension umfasse. "Ebenso herrschte Einverständnis darüber, dass die sexuelle Präferenz des Menschen sich in der Pubertät ausprägt und eine hetero- oder homosexuelle Ausrichtung annimmt", heißt es in der Mitteilung, "Beide gehören zu den normalen Formen einer sexuellen Prädisposition, die durch keine spezifische Sozialisation veränderbar ist oder verändert werden müsste."
Lesben und Schwule dürften folglich nicht diskriminiert werden, so die Teilnehmer der "Fachkonsulation", die aus der Erkenntnis jedoch keine Konsequenzen zogen. Die "Frage, ob das lehramtliche Verbot praktizierter Homosexualität noch zeitgemäß ist", sei "kontrovers diskutiert" worden, heißt es in der Mitteillung der Bischofskonferenz.
Vorbereitung des synodalen Wegs
Die vom Berliner Erzbischof Heiner Koch geleitete Kommission für Ehe und Familie der Bischofskonferenz organisierte das Treffen in Vorbereitung des synodalen Wegs, mit dem die deutsche Kirche ihren Missbrauchsskandal weiter aufarbeiten will (queer.de berichtete). Die Ergebnisse der Beratungen sollen in das im Februar beginnende Forum "Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft" einfließen.
An den Gesprächen nahmen neben Erzbischof Koch auch die Bischöfe Franz-Josef Bode aus Osnabrück, Wolfgang Ipolt aus Görlitz und Peter Kohlgraf aus Mainz sowie mehrere Weihbischöfe und außerdem Sexualmediziner, Moraltheologen, Dogmatiker und Kirchenrechtler teil. (cw/AFP)















Wir brauchen endlich (wie von der schwarz-roten Regierung schon für Sommer versprochen und dann bis Jahresende verschoben) ein Verbot solcher Gehirnwäsche irgendwelcher fanatischer Scharlatane.
Und zwar nicht nur für manche Opfer, sondern für ALLE Opfer - unabhängig vom Alter.
Denn es ist wissenschaftlich belegt, dass diese angeblichen Therapien nicht nur in keinem Alter funktionieren, sondern auch in jedem Alter extreme psychische Schäden verursachen und bis zum Tod führen können. (Mal ganz abgesehen davon, dass es gar nichts zu heilen gibt.)
Würde man das nur für manche Altersklassen verbieten, käme das für die anderen Altersklassen einer expliziten Erlaubnis gleich. Und dies würde bedeuten, diese okkulte Scharlatanerie letztlich als wirksam und gut hinzustellen und nur für manche Altersklassen das Warten zu empfehlen.