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Stille Ermahnung

Köln: Queere Gedenkplatte im Park der Menschenrechte

Zum Tag der Menschenrechte ließ der Cologne Pride eine neue Platte verlegen, die das "Recht auf sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung" einfordert.


Der KLuST-Vorstand vor der Gedenkplatte (Bild: KLuST)

Der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V., der Veranstalter des ColognePride, ließ am Freitag zum anstehenden Tag der Menschenrechte, dem Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, eine Gedenkplatte im Kölner Park der Menschenrechte verlegen.

Der von Amnesty International initiierte Park an der Bachemer Straße westlich der Kölner Innenstadt erinnert in eingelassenen Gedenkplatten an Menschenrechte und an Organisationen, die sich für sie einsetzen. Waren bislang sämtliche Menschenrechte wie z.B. das Recht auf Meinungsfreiheit, Recht auf Asyl, Recht auf soziale Sicherheit oder Recht auf Bildung und Ausbildung vertreten, so fehlte das "Recht auf sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung" in Gänze, so der KLuST in einer Pressemitteilung.


Der neue Gedenkstein

Dies konnte der Verein nun nach Gesprächen mit der Stadt Köln ändern. "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir somit allen Lesben, Schwulen, Trans, inter- und bisexuellen Menschen gerecht werden konnten, denn LGBTQI*-Rechte sind eben MENSCHENRECHTE", so Uwe Weiler, der Geschäftsführer des Kölner Lesben- und Schwulentags in einer kurzen Pressemitteilung.

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Weiter Debatte um CSD-Motto

Derweil geht die Debatte um das nächstjährige CSD-Motto weiter. Vor wenigen Tagen hatte der KLuST bekannt gegeben, dass der Cologne Pride 2020 in Anlehnung an die Nationalhymne im Zeichen von "Einigkeit! Recht! Freiheit!" stehen soll (queer.de berichtete). Die Übernahme dieser Gedanken sei "Denkanstoß, Mahnung, Ausdruck von Wertschätzung und Forderung" zugleich, so der CSD.

Das Motto hatte zu Lob, aber auch zu Verunsicherung und zu einiger Kritik innerhalb und außerhalb der Szene geführt – erst am Freitag warnte etwa das "Rheinische Antifaschistische Bündnis gegen Antisemitismus" vor einem "deutschtümelnden CSD in Köln". Der KLuST hat derweil für den 16. Januar zu einer öffentlichen Diskussion in das queere Jugendzentrum anyway (19.30 bis 22 Uhr, Kamekestraße 14) eingeladen.

Bereits 2006 gab es Pläne, den Berliner CSD unter das Motto "Einigkeit, Recht und Freiheit" zu stellen. Er fand schließlich unter dem Motto "Verschiedenheit und Recht und Freiheit" statt. (cw)