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"JEDE LIEBE ist Echte Liebe"
Guerilla-Plakate gegen Homophobie in Dortmund
Unbekannte plakatierten Poster im Design von Borussia Dortmund gegen Homofeindlichkeit im Fußball – der ahnungslose Verein unterstützt die Botschaft "voll und ganz".
- 7. Dezember 2019, 11:29h 2 Min.
Sie sehen aus wie echte Plakate von Borussia Dortmund: In der Nacht zu Samstag tauchten in der Dortmunder Innenstadt zahlreiche schwarz-gelbe Poster mit BVB-Logo auf, die sie sich unter dem Motto "JEDE LIEBE ist Echte Liebe" gegen Homophobie im Fußball wenden. Plakatiert wurden sie jedoch nicht im Auftrag des Bundesliga-Vereins, sondern von Unbekannten.
"Was homosexuelle Spieler unter der Dusche machen? Duschen", heißt es etwa auf einer Plakatbox in der Kreuzstraße. Auf einem anderen Poster steht: "Wie schwule Spieler den Zweikampf gewinnen? Mit vollem Einsatz." Ein weiteres Motiv fordert zum Coming-out auf: "Eier, wir brauchen Eier! WANTED: Deutschlands erster aktiver homosexueller Profifußballer." Auf allen Plakaten kann man zudem den Hashtag #gemeinsamgegenhomophobie lesen.
BVB verbannt homophobe Fans
Borussia Dortmund reagierte auf Twitter auf die Guerilla-Aktion: "In der Stadt Dortmund sind viele Plakate gegen Homophobie im BVB-Design aufgetaucht", schrieb der Verein in einem Tweet. "Die Plakate sind nicht von uns. Die Botschaften unterstützen wir aber voll und ganz." Dazu verwendete der BVB die beiden Hashtags #BorussiaVerbindet und #gegenhomophobie.
In einem weiterem Tweet bedankte sich der Verein für das "positive Feedback" – und machte gleichzeitig eine klare Ansage: "Homophobe Kommentare lehnen wir ab. Wer diese Meinung nicht mitträgt, hat auf unseren Kanälen nichts zu suchen und wird blockiert."
/ BVBDanke für Euer positives Feedback.
Borussia Dortmund (@BVB) December 7, 2019
Homophobe Kommentare lehnen wir ab. Wer diese Meinung nicht mitträgt, hat auf unseren Kanälen nichts zu suchen und wird blockiert. pic.twitter.com/iJkJrGF0tL
In den Kommentaren fanden die Plakate durchaus Zuspruch: "Da kann man gar nicht genug Plakate kleben. Homophobe können keine Borussen sein. Heja BVB", schrieb etwa ein Twitter-Nutzer.
Die Guerilla-Poster erinnern an eine Aktion aus dem Mai. Damals waren in Dortmund gefälschte BVB-Plakate gegen Rassismus aufgetaucht. (cw)















