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CSD-Debatte

Emanzipation entsteht durch Reibung, nicht durch Anpassung

"Singt die Nationalhymne auf dem Christopher Street Day!", forderte Markus Kowalski in einem Kommentar zum Motto des Cologne Pride 2020. Ein Widerspruch von Stefan Mielchen.


Regenbogenfahnen vor der Berliner Siegessäule: Szene vom CSD in der Hauptstadt (Bild: Vollformat Berlin / flickr)

Das Jahr 2019 hat eindrucksvoll gezeigt, dass internationale Solidarität das Kennzeichen der queeren Bewegung ist und sein muss. Der WorldPride in New York City war neben seiner historischen Rückbesinnung auf die Stonewall-Riots auch ein klares Statement gegen den ausgrenzenden Nationalismus von US-Präsident Donald Trump. Der EuroPride in Wien rückte den inhaltlichen Fokus ebenfalls deutlich über den Tellerrand der Alpenrepublik hinaus. Man muss sich nur die Abschlusskundgebung vor dem Wiener Rathaus mit ihren internationalen Gästen in Erinnerung rufen. Auch der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen kam dort in seiner berührenden Rede ohne patriotisches Pathos aus, das dem Auftritt eines Staatsoberhauptes hätte innewohnen können.

Dass die European Pride Organizers Association (EPOA) auf ihrer letzten Generalversammlung den EuroPride 2022 nach Belgrad vergab und eben nicht nach Barcelona oder in eine vergleichbare Stadt, ist ebenfalls der politischen Notwendigkeit geschuldet und ein Bekenntnis zu europaweiter Solidarität, derer auch andere Prides weltweit bedürfen; man muss nur nach Afrika schauen, um die Größe der Aufgabe zu ermessen. Die Unterstützung beispielsweise polnischer CSDs in diesem Jahr hat gezeigt, dass der Gedanke mit Leben gefüllt wird. Er ist größer als das Regenbogenkirchturmdenken, dass hierzulande aktuell in die Debatte dringt und das in Markus Kowalskis Aufforderung gipfelt, man möge die deutsche Nationalhymne gemeinsam mit den Straight Allies auf dem CSD singen.

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In Verse gegossene, schwülstige Deutschtümelei

Einigkeit, Recht, Freiheit: Diese Begriffe stehen nicht für sich. Der KLuST e.V. selbst stellt den Bezug zur Nationalhymne in den Mittelpunkt seiner Begründung des Kölner CSD-Mottos 2020. Wer sich dieser zentralen Begriffe der Nationalhymne bedient, kann sie nicht aus ihrem Kontext lösen. Das wäre geschichtsvergessen. Das Lied der Deutschen wurde von einem Judenhasser geschrieben, dessen Forderung nach bürgerlichen Freiheitsrechten in krassem Widerspruch zu seinem Antisemitismus und seiner Fremdenfeindlichkeit steht, insbesondere gegenüber Frankreich. Dies mag zeittypisch gewesen sein, besser wird es dadurch nicht.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben kann man nicht vorwerfen, dass die Nationalsozialisten sein Lied für ihre propagandistischen Zwecke nutzten. Dass diese in Verse gegossene, schwülstige Deutschtümelei hierzu dienlich war, aber schon. Zwei Bundeskanzler hatten es in der Hand, Deutschland von der Last dieser Hymne zu befreien und etwas Neues zu wagen, das dem jeweiligen historischen Augenblick angemessen gewesen wäre. Daran hatten die Konservativen kein Interesse. Konrad Adenauer drückte das Deutschlandlied durch, Helmut Kohl hielt in der Stunde der Wiedervereinigung stur daran fest. Bedenken und Alternativen, die es durchaus gab, wurden ignoriert. Bis heute ist es nicht verboten, alle drei Strophen des Deutschlandliedes zu singen.

Bestandteil unserer Verfassung ist die Nationalhymne nicht. Doch es ist allein die Verfassung, die die Rechte auch queerer Menschen schützen kann, nicht die Hymne. Es ist das Grundgesetz, das die Lehren aus der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zieht, das die Werte und die unverrückbaren Grundrechte formuliert, die wir heute genießen. Wenn sich ein CSD-Motto symbolisch-staatstragend auf etwas beziehen sollte, dann auf die Verfassung. Wer die Deutungshoheit über unsere Grundwerte nicht den Rechten überlassen will, sollte Grundgesetz-Artikel 1ff zitieren, nicht Hoffmann von Fallersleben. Es ist die freiheitliche Grundordnung, es ist unsere Demokratie, die von Rechtsextremisten und Nazis gehasst und bekämpft wird, nicht die Hymne. Auch wenn man über Wunsch und Wirklichkeit dieser Freiheit an vielen Stellen diskutieren kann.

Nationaler Pathos macht LSBTIQ unsichtbarer

Das Grundgesetz kennt bis heute kein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität. "Wir" kommen in Artikel 3 einfach nicht vor. Die queere Bewegung als Teil der Identität der Bundesrepublik zu bezeichnen, wie Markus Kowalski es tut, beschreibt eine Idealvorstellung, nicht die politische oder gesellschaftliche Realität. Der schwule weiße Cis-Mann mag in der Mitte der Gesellschaft angekommen sein. Ein schwuler Asylbewerber gehört schon nicht mehr dazu. Von vielen anderen ganz zu schweigen. Nationaler Pathos macht Lesben, Trans* oder intergeschlechtliche Menschen nicht sichtbarer, ganz im Gegenteil.

"Dieses Land ist unser Land! Unser Grundgesetz, unsere Nationalhymne und unsere Einheit!", heißt es in der Begründung des Kölner Mottos. Damit wird, möglicherweise aus Unbedachtheit, der inklusive Geist, der die Pride-Bewegung trägt oder tragen sollte, zu einem Geist der Ausgrenzung: Wir – und die Anderen. In einer Einwanderungsgesellschaft wie der deutschen, in einer Community zumal, die sich an vielen Stellen mit hohem persönlichen Engagement zahlreicher queerer Geflüchteter angenommen hat, klingt das alles andere als einladend. Schlimmer noch: Eine solche Passage würde in einem rechten Pamphlet nicht einmal auffallen.

Die vermeintliche Toleranz der Mehrheitsgesellschaft

Die queere Bewegung ist bis heute darauf angewiesen, sich widerständig zu zeigen, um Fortschritte zu erreichen. Emanzipation entsteht durch Reibung, nicht durch Anpassung. Die endgültige Abschaffung des Pararaphen 175 war 1994 der notwendig gewordenen Rechtsangleichung im Zuge der Wiedervereinigung geschuldet, nicht dem Willen der Regierung Kohl. Die Entschädigung der Opfer musste langwierig erkämpft werden. Die Ehe für alle verdanken wir einer Laune der Kanzlerin; für die volle rechtliche Gleichstellung lesbischer Elternpaare reicht es bis heute nicht. Die Rechte von trans und intergeschlechtlichen Menschen sind ein Nischenthema aufrechter Aktivist*innen, kein politischer oder gesellschaftlicher Mainstream. Man muss nur lautstark genderneutrale Toiletten fordern und weiß, wo unser Land heute steht.

"Wir" sind Konsens, so lange wir bunte Bilder produzieren und die Folie bieten, auf der sich die Mehrheitsgesellschaft ihrer vermeintlichen Toleranz versichern kann. Sobald der Rahmen gesellschaftlicher Konvention überschritten wird, ist Schluss mit lustig. Einigkeit, Recht, Freiheit: Was soll ein virtueller Kampf um die Deutungshoheit von Begriffen, die für LSBTIQ auch in Deutschland nur mit Einschränkung gelten?

Gerade Politiker*innen sind gut darin, sich bei den CSD-Märschen an die Spitze zu stellen und deren öffentliche Aufmerksamkeit für sich zu nutzen. Ich unterstelle einigen, es dabei ehrlich zu meinen, kenne aber genug, die ihr Regenbogenfähnchen nur einen Tag lang in den Wind hängen, und sich für den Rest des Jahres in die Büsche schlagen, weil sie sich für die inhaltlichen Anliegen queerer Menschen in Wahrheit nicht interessieren. Lassen wir sie nicht so einfach davonkommen, indem wir auch noch ihr Lied singen.

Umfrage zum Artikel

» Ist "Einigkeit! Recht! Freiheit!" ein gutes CSD-Motto?
    Ergebnis der Umfrage vom 07.12.2019 bis 02.01.2020


#1 urgasAnonym
  • 09.12.2019, 07:45h
  • "Ihr Lied singen"?

    Wer ist "Ihr"? Die Deutschen? Die Europäer?
    Gehen wir einmal weiter und sprechen nicht von der deutschen, sondern von der Europa-Hymne.
    Ist das die Hymne irgendwelcher Politiker, oder unsere, die unsere Ideale der Zusammenarbeit, des Friedens und des Humanismus verkörpert?
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#2 MariposaAnonym
  • 09.12.2019, 08:52h
  • Was haben denn bitte ein entspanntes Verhältnis zu Staatssymbolen mit "Deutschtümelei" zu tun ? Alleine schon dieser bescheuerte Begriff...

    Meines Erachtens darf man so etwas nicht den Neurechten und tatsächlichen Deutschland- und Menschenhassern von AfD und Konsorten überlassen. So weit ist es also auch schon in der Szene gekommen. Tut mir leid, da gehe ich nicht mit.
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#3 MariposaAnonym
  • 09.12.2019, 08:56h
  • Antwort auf #1 von urgas
  • Ich gehe noch weiter: ich liebe die deutsche Sprache, finde sie auch "International" und es ist mir unbegreiflich, daß nicht wenige das angelsächsische Idiom bevorzugen (kann man auch sehr oft hier im Forum feststellen). Ist aber ein ganz anderes Thema....
    Gegen die Europahymne habe ich wiederum nichts einzuwenden, die Melodie "haut richtig rein".
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#4 alexxffmAnonym
  • 09.12.2019, 09:18h
  • Das Lied ist ein Symbol. Richtig. Ein Symbol ist das, was man daraus macht. Nationaler Pathos muss nicht sein. In meinem Kopf gibt es das Bild, dass das bunte Grüppchen aus Drag-Queen, syrischer Bär, alte Dyke, junge Fem, nicht binäre Brexit Geflüchtete Arm in Arm, Schulter an Schulter das Lied singen und Trixie vom Storch und dieser Bachmann platzen vor Wut
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#5 Ornitholog_inAnonym
  • 09.12.2019, 09:22h
  • Antwort auf #3 von Mariposa
  • Die deutsche Sprache sei international? Was ist das für ein Größenwahn - oder soll ich es Deutschtümelei nennen? Dass Dir die Europahymne gefällt, ist in diesem Zusammenhang dann ja ganz gut nachvollziehbar - stammt sie doch aus der Feder des Deutschen Ludwig van Beethoven. Deutsch "haut rein"? Kann ich drauf verzichten!

    Ich möchte den User "Piepmatz" zitieren, der vor kurzem hier schrieb:

    "Der CSD sollte dazu da sein, auch den deutschen Staat und sein Verhalten gegenüber queeren Menschen zu kritisieren, statt letzteres zu beschönigen und zu verharmlosen.
    Nationalismus bekämpft man übrigens nicht, indem man ihn sich "aneignet". Das Gegenteil ist der Fall."

    www.queer.de/detail.php?article_id=35047&antwort_zeigen=
    ja#cc560751
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#6 YannickAnonym
  • 09.12.2019, 10:05h
  • Als Motto im Sinne von Forderungen finde ich "Einigkeit, Recht und Freiheit" gut.

    Aber eine Hymne zu singen, die so tut, als würde das für alle Bürger gelten, lehne ich ab. Denn für LGBTI gibt es eben keine "Einigkeit, Recht & Freiheit".

    Wir sind immer noch in zahlreichen Gesetzen diskriminiert (Art. 3 GG, AGG, Abstammungsrecht, Transsexuellenrecht, etc.); es sind nach wie vor dubiose Gehirnwäsche-Praktiken selbsternannter Homo-"Heiler" erlaubt, die schwerste psychische Schäden verursachen und bis zum Tod führen können; es wird nichts gegen immer weiter zunehmende verbale und körperliche Gewalt gegen LGBTI unternommen; etc. etc. etc.

    Solange sich das nicht ändert, sind wir keine voll akzeptierten Bürger und solange sehe ich auch keinen Grund, in einen kollektiven Freudentaumel zu tauchen und irgendwelche Hymnen zu singen, deren Text für LGBTI eine Verhöhnung ihrer Situation ist.
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#7 Ralph
  • 09.12.2019, 10:21h
  • Im Ergebnis stimme ich dem Artikel zu. Er schießt indes weit übers Ziel hinaus, indem er jede Nähe zu staatlichen Symbolen als Deutschtümelei deutet und den historischen Zusammenhang, in dem das Deutschlandlied steht, nicht beachtet. Während der Herrschaft des "Bürgerkönigs" Louis-Philippe (1830-48) ging eine Welle des Nationalismus durch Frankreich, der in der pompösen Heimholung der Leiche Napoleons gipfelte und zu dem auch die Forderung gehörte, die französische Ostgrenze wieder durchgängig an den Rhein zu verlegen, was nur durch einen großen Krieg machbar gewesen wäre. Reaktion in Deutschland war -nachvollziehbarerweise- große Empörung. Ich kann gut verstehen, dass ein Nachbarstaat, der nicht lange vorher ganz Europa mit einem 24 Jahre dauernden Krieg überzogen hatte und aus dem heraus nun wieder mit einem Angriffskrieg gedroht wird, in der öffentlichen Meinung nur sehr geringes Ansehen genießt. Und dass die Nazis die Einigkeit-und-Recht-und-Freiheit-Strophe verwendet haben, wird durch stete Wiederholung nicht wahr. An ihrer Stelle sangen sie das Horst-Wessel-Lied. - Aber es geht gar nicht um den Antisemiten Hoffmann. Es geht nicht einmal um das Lied und dessen Entstehungszeit. Es geht darum, ob Staatsmotto und Hymne auf einen CSD gehören. Und da ist ein eindeutiges Nein angebracht. Wir sollten nicht unter dem Motto eines Staates paradieren, der uns von Anbeginn seiner Existenz ausgrenzt - aus unserem Blickwinkel ist das (eigentlich doch so hehre) Motto schlicht pervers. Und seine Verwendung auf einem CSD ist ebenfalls eine Perversion.
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#8 GronkelAnonym
  • 09.12.2019, 10:22h
  • Antwort auf #5 von Ornitholog_in
  • "Die deutsche Sprache sei international? Was ist das für ein Größenwahn - oder soll ich es Deutschtümelei nennen? Dass Dir die Europahymne gefällt, ist in diesem Zusammenhang dann ja ganz gut nachvollziehbar - stammt sie doch aus der Feder des Deutschen Ludwig van Beethoven. Deutsch "haut rein"? Kann ich drauf verzichten!"

    Warum unterstellst du Aussagen? Warum vergiftest du die Diskussion durch falsche Anschuldigungen?
    Er hat nicht gesagt, die deutsche Sprache ist international. Was du aus deinem eigenen Fehlinterpretationen schließt wie Deutschtümelei und Größenwahn ist darüber hinausgehend anmaßend. Er sagte auch nicht, Deutsch haut rein. Du selber hast das gesagt um eine fiktive Gegenrede zu halten und wahrscheinlich um deine eigenen Ergüsse unter Pseudonym noch einmal zu posten. Pfui.
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#9 WolfgangProfil
  • 09.12.2019, 10:26hBielefeld
  • Antwort auf #2 von Mariposa
  • Die Liebedienerei gewisser LGBT gegenüber einer vermeintlichen (Klein)Bürgerlichkeit, die schon immer einen Nährboden für den Faschismus ergab, beruht nicht nur auf anbiedernder Dummheit sondern auch schlicht auf Kalkül: wenn ich ganz lieb bin werde ich vielleicht nicht erschlagen. Ich mache mit beim exkludierenden Nationalismus, singe verlogen-pathetische Hymnen und lasse "Unsere Fahne voranflattern"!
    Jaja- man darf den Faschismus nicht den Faschisten überlassen wir Bürgerlichen können das viel besser. Bäh!
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#10 Patrick SAnonym
  • 09.12.2019, 10:28h
  • "Lassen wir sie nicht so einfach davonkommen, indem wir auch noch ihr Lied singen."

    Zum Fremdschämen. Ob man die Hymne singt ist ja jedem selbst überlassen, aber fest steht, die Deutschlandhymne ist ein Symbol der Bundesrepublik und ihrer Bürger. Und zwar all ihrer Bürger und eben nicht nur die der Politiker im Land.

    Außerdem wehre ich mich dagegen, mich außerhalb der Gesellschaft zu sehen, sondern begreife mich vielmehr als Teil davon. Mit diesem "die und wir"-Gerede grenzt man sich schon von alleine aus, da braucht niemand mehr nachzuhelfen. Was übrigens ebenfalls Stilmittel von Rechts ist, lieber Autor, die Gesellschaft in Die und Wir zu spalten. Schade, dass Sie Ihre Doppelmoral nicht erkannt haben.

    Außerdem so zu tun, als wäre die Queere Community homogen, ist ein rießiger Trugschluss. Wir sind abseits unserer tragenden Säule, nämlich nicht hetero zu sein, genauso unterschiedlich wie der Rest unserer Mitmenschen.

    Letzte Bemerkung: Die Politiker, von denen sie sprechen, sind nicht irgendwelche Menschen, sondern gewählte Vertreter des Volkes, mit entsprechender Mehrheit. Das nennt man Demokratie. Würde die Community übereinstimmend für dasselbe politische Anliegen eintreten, hätten wir unlängst unsere eigene Partei im Bundestag sitzen, was im Übrigen auch ein leichtes wäre, da sich bereits 2016 7,4% der deutschen Bevölkerung laut Umfrage als queer verstanden und mit deren Familien und Freunden die 5% Hürde kein Hindernis wäre.

    de.statista.com/themen/4641/lgbt/

    www.lsvd.de/nc/homosexualitaet/fragen-und-antworten.html#c11
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