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Düsseldorf

Homophober "Macheten-Mann" erhält Geldstrafe

Monatelang trieb ein Rentner mit einer Machete in einem Düsseldorfer Park sein Unwesen – er wollte Obdachlose und cruisende Schwule vertreiben. Jetzt wurde er verurteilt, weil er das Zelt eines Obdachlosen zerstört hatte.


Im Juni veröffentlichte die Stadt das Bild der sichergestellten Machete (Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ordnungsamt)

  • 11. Dezember 2019, 08:17h 18 2 Min.

Das Amtsgericht Düsseldorf hat am Dienstag einen 75-jährigen Rentner wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt, weil er im Hofgarten das Zelt eines 42-jährigen Obdachlosen zerschnitten hatte. Der sogenannte "Macheten-Mann" hatte in der Landeshauptstadt monatelang für Aufregung gesorgt, weil er offenbar aus Abneigung gegenüber Obdachlosen und cruisenden Schwulen Buschwerk entfernt hatte. Er benutzte dazu eine Machete mit einer 23 Zentimeter langen Klinge. Im Juni erwischten Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungs- und Servicedienstes den Senior bei einer Routinekontrolle auf frischer Tat (queer.de berichtete).

Der 75-Jährige, der laut "Express" für die AfD aktiv gewesen sein soll, hatte vor Gericht behauptet, er wollte das offenbar herrenlose Zelt nur entsorgen. Er habe es zuvor tagelang beobachtet und da kein Besitzer vorbeigekommen sei, habe er es schließlich entfernt. Sein Anwalt stellte ihn als engagierten Bürger vor, der seit Jahren um den Erhalt des Hofgartens als Erholungsgebiet kämpfe – und beispielsweise auch Müll einsammle.

Kein Recht auf Selbstjustiz

Die Richterin befand jedoch, es gebe kein Recht auf Selbstjustiz, auch wenn das Zelten im Park verboten sei. "Es hat jemandem gehört, egal wem. Das Zelt war aufgebaut", betonte sie nach Angaben der Zeitung NRZ.

Ursprünglich hätte der 75-jährige Rentner per Strafbefehl 1.050 Euro zahlen sollen. Da er nur über eine geringe Rente verfüge, senkte die Richterin die Strafe auf 800 Euro.

Medienberichten zufolge stand der Obdachlose nach der Aktion ohne Übernachtungsmöglichkeit da. Viele Menschen waren aber nach Angaben des "Express" so berührt von seiner Geschichte, dass sie ihm ein neues – und viel größeres – Zelt spendeten. (dk)

#1 Leon 4Anonym
  • 11.12.2019, 10:46h
  • Eh, bei der Überschrift dacht ich an so Machete schwingenden Jason Verschnitt der sich auf der anderen Seite des glory holes platziert und nicht an nen Heckenstutzer..... oO

    Aber was für ein Idiot, und dann noch nen obdachlosen den schlafplatz nehmen, so ein pisser....
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#2 Patrick SAnonym
  • 11.12.2019, 11:00h
  • Das zeigt mal wieder, dass unsere Gesetzgebung an einigen Stellen lückenhaft ist, sonst wäre er auch wegen Führens einer Machete in der Öffentlichkeit verurteil worden.
    Wieso darf man ein Butterfly und andere Spring- oder Klappmesser nicht in der Öffentlichkeit mit sich führen, aber eine Machete mit 23 Zentimeter langer Klinge??? - Schwachsinnig!
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#3 Leon 4Anonym
  • 11.12.2019, 11:44h
  • Antwort auf #2 von Patrick S
  • Weil die Machete auf dem Bild als Gartenwerkzeug deklariert wird, FISKARS ist so ne Garten/Haushalt Firma, so n gerät trägt auch jeder Gärtner mit sich rum...im Gegensatz zu nem butterfly reden wir hier eben von einem Werkzeug und nicht von einer Waffe!

    Ausserdem kommst damit auch an keinem Türsteher vorbei....
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