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"Paradiset"
Schweden: Erstes queeres Altarbild wegen "Transphobie" entfernt
Nach nur zehn Tagen wurde ein umstrittenes queeres Altarbild aus einer Kirche in Malmö wieder entfernt – angeblich nicht wegen der Kritik von Homo-Hassern, sondern weil das Gemälde "transphob" sei.

Das Altarbild "Paradiset" erregte vor allem die Gemüter von LGBTI-Gegnern
- 13. Dezember 2019, 13:01h 2 Min.
Die St.-Paulus-Kirche in Malmö hat am Mittwoch das queere Altarbild "Paradiset" wieder entfernt. Das Bild, das erst am 1. Dezember enthüllt worden war, zeigt den Garten Eden, in dem nicht Adam und Eva, sondern gleichgeschlechtliche Paare mit unterschiedlichen Hautfarben zu sehen sind.
Die Kirche teilte mit, dass das Bild abgebaut worden sei, weil es als transphob angesehen werden könne. Grund sei, dass die Schlange, die sich in der Mitte des Bildes auf einem Baum räkelt, als Transfrau dargestellt werde. Da die Schlange in der Bibel "traditionell für das Böse steht", sei diese Darstellung problematisch. "Die Schwedische Kirche kann das absolut nicht unterstützen", hieß es in einer Pressemitteilung (PDF). Die gezeigten schwul-lesbischen Paare seien dagegen kein Problem.
Künstlerin hält Transphobie für vorgeschobenen Grund
Die lesbische Künstlerin Elisabeth Ohlson Wallin, die das Bild 2012 erstellt hatte, hält den angegebenen Grund für die Entfernung ihres Werkes für vorgeschoben. "Ich denke, die wollen einfach keine LGBT-Bilder in ihren Kirchen", so Ohlsen.
Tatsächlich hatten LGBTI-Aktivisten das Bild gelobt, während Gleichbehandlungsgegner teils extrem aggressive Kritik übten. Konservative hatten etwa kritisiert, dass das Bild unbiblisch sei, weil in der Heiligen Schrift Homosexualität verurteilt werde. Rechtsextreme hätten außerdem laut der Morgenzeitung "Sydsvenskan" online Drohungen gegen Kirchenmitarbeiter ausgesprochen, sollte das Bild nicht entfernt werden. Selbst von hohen Geistlichen der Kirche kam Widerspruch: Johan Tyrberg, der Bischof von Lund, erklärte in einem Interview mit der christlichen Zeitung "Dagen", das Bild repräsentiere "offensichtlich" nicht die evangelische Kirche Schwedens.
Ohlsen kündigte an, sie werde nun ein weiteres Altarbild schaffen, das nicht als transphob fehlinterpretiert werden könne. Dann werde sie dieses Bild der Kirche anbieten – und schauen, ob es erneut abgelehnt wird. (dk)















Die Schlange im biblischen Mythos hat immerhin dazu geführt, dass die ersten Menschen ein Bewusstsein ihrer selbst entwicklen konnten, da sie auf ihre Initiative hin vom Baum der Erkenntnis aßen.
So könnte man das auch sehen!
In diesem Bild wäre also die Transperson ein Katalysator der kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklung der Menschheit. Ist doch keine schlechte Rolle?
(Dass das alles nicht ohne Regelbruch geht, ist ja alles andere als negativ. Regeln, die eine Weiterentwicklung hemmen, müssen gebrochen werden. Insofern sind Transpersonen auch weit über unkonventionelle Altarbilder hinaus Impulsgeber für eine Gesellschaft, die nicht stehen bleibt.)
Zusammengefasst lässt sich der Grund, die Schlange sei ein transphobes Element, für die Entfernung des Bildes, absolut als vorgeschoben entlarven.