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Homophobie und Antisemitismus

Konzert von Kollegah in München nach Kritik abgesagt

Jahrelang provozierte der Deutschrapper mit Texten, die als homosexuellen- oder judenfeindlich kritisiert wurden. Ein Kulturzentrum in der bayerischen Landeshauptstadt zog deshalb einen Tag vor seinem geplanten Auftritt die Notbremse.


Rapper Kollegah steht wegen Homo- und Judenhass seit Jahren in der Kritik (Bild: Webvideopreis Deutschland / flickr)

Ein Konzert des wegen antisemitischer und homophober Songtexte umstrittenen Rappers Kollegah an diesem Samstag in München ist abgesagt worden. "Die Schwere der berechtigten Vorwürfe gegenüber dem Künstler sowie letztendlich sein Umgang damit" mache die Absage nötig, teilte das Kulturzentrum Backstage, wo Kollegah auftreten sollte, auf seiner Homepage mit.

Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hatte das geplante Konzert zuvor deutlich kritisiert. Aus seiner Sicht hat Kollegah sich nie ausreichend von Antisemitismus-Vorwürfen gegen ihn distanziert. "Der sendet Signale", sagte Spaenle. "Man könnte das geistige Brandstiftung nennen."

Das Backstage betonte, dass Antisemitismus und Homophobie seiner eindeutigen Haltung widersprächen. "Dabei war für uns immer Voraussetzung gegenüber dem Veranstalter und dem Künstler, dass dieses Konzert – wenn überhaupt – nur stattfinden kann, wenn bei diesem eine ehrliche, kritische Auseinandersetzung stattfindet und der Künstler sich im Vorfeld eindeutig und glaubwürdig anders darstellt. Dies hat der Künstler nicht gemacht."

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"Homosexuellenfeindliche Äußerungen sozialethisch nicht vertretbar"

LGBTI-Aktivisten hatten mehrfach homophobe Äußerungen auf Kollegah-Alben kritisiert. Auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hatte sich bereits 2014 besorgt über die Homophobie im Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 2" von Kollegah und Farid Bang geäußert und es auf den Index gestellt. Für die Behörde seien "die extrem homosexuellenfeindlichen Äußerungen (…) sozialethisch nicht mehr vertretbar". In der öffentlichen Debatte sorgten insbesondere antisemitische Äußerungen ("Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen") für Aufregung. Auch in Interviews gab sich Kollegah judenfeindlich – etwa mit Äußerungen, in denen er Israels Umgang mit Palästinensern mit dem Umgang von Nazi-Deutschland mit Juden gleichstellte.

Twitter / EliDerWanderer


Bereits am 9. November, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht, war ein Konzert Kollegahs in der badischen Kreisstadt Rastatt abgesagt worden. Bei einem Konzert in Köln gab es wenige Tage später vor der Veranstaltungshalle Proteste (queer.de berichtete). Der 35-jährige Rapper machte sich daraufhin über die "Emanzen-Demonstranten" lustig (queer.de berichtete).

Für das Kollegah-Konzert am vergangenen Donnerstag in Nürnberg hatte das Jugendamt Auflagen erlassen. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren durften demnach nur mit erwachsener Begleitung rein, Jüngere hatten gar keinen Zutritt. Kritik an dem Konzert hatte unter anderem die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg geübt. (dpa/dk)



#1 Ralph
  • 13.12.2019, 16:24h
  • Dass ausgerechnet in Nürnberg, der Stadt der NS-Reichsparteitage, dieser Rechtsextremist -wenn auch unter geringfügigen Auflagen- auftreten darf, und das, während die Bewerbung der Stadt um den Titel einer Kulturhauptstadt Europas läuft, ist ein Skandal, der nahelegt, dass man sich in Nürnberg bis auf den heutigen Tag nicht hinreichend mit der eigenen braunen Vergangenheit beschäftigt, geschweige denn sich von ihr nachhaltig distanziert hat. Ich hoffe, dass dieser Vorgang zum Ausscheiden Nürnbergs im Wettbewerb um den Kulturhauptstadttitel führt.
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#2 KaktusAnonym
#3 Ralf0711Profil
  • 13.12.2019, 17:11hStuttgart
  • Felix Martin Andreas Matthias Blume. 2008 erklärte er in einem Interview, er sei durch seinen algerischen Stiefvater in Kontakt mit dem Islam gekommen, habe sich darüber informiert und sei daraufhin als 15-Jähriger gläubiger Muslim geworden.
    Ich bau Aggressionen ab durch Vergewaltigungen von Bordsteinschlampen.
    Kid, ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Nein, ich habe nie ne minderjährige Bitch missbraucht.
    Ich bau Aggressionen ab durch Vergewaltigungen von Bordsteinschlampen; Kid, ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Nein, ich habe nie ne minderjährige Bitch missbrauchtIch.
    Ich komm mit ner Horde Hunde plus Zuhältern, die dich ermorden,Tunte.
    In seinem ein Song Ave Maria stellt er sich vor, einer Bitch beim Geschlechtsverkehr das Steißbein zu brechen.
    Mir wird übel. Deser Typ ist durch und durch von Hass und Dummheit vergiftet. Und sein Verständnis vom Koran dürfte bei jedem Muslim Brechdurchfall auslösen.
    Ätzend !!
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#4 Roman BolligerAnonym
  • 13.12.2019, 21:23h
  • Antwort auf #3 von Ralf0711
  • Auch wenn ich Atheist bin:

    Mit seinem Bild der Welt und der Menschen wie es in seinen Produktionen (Ja, es geht nur ums Geld) zum Ausdruck kommt, bringt dieser De-Facto-Anti-Muslim die Kaaba zum Einsturz.
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#5 TheDadProfil
  • 15.12.2019, 20:48hHannover
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • ""ist ein Skandal, der nahelegt, dass man sich in Nürnberg bis auf den heutigen Tag nicht hinreichend mit der eigenen braunen Vergangenheit beschäftigt""..

    Das wußte Heinz-Rudolf Kunze schon 1981..
    Damals enthielt seine LP "Reine Nervensache" das Lied "Balkonfrühstück"..

    www.youtube.com/watch?v=qchDOzcIjKk

    ""In den Parteitagsgelaenderuinen
    spielt die deutsche Jugend Schaumgummisquash
    ab und zu spielt auch die Who, und das ganze heisst Zeppelinfeld
    jeden Sommer erbieten die Volksgenossen
    von der Tribuene ihren deutschen Gruss
    wenn die Busse kommen mit den Touristen aus Israel
    In der Fuehrers Kongresshalle sitzt jetzt
    ein Schallplattenfirma, und dazu
    ist dort das Polizeidepot fuer beschlagnahmte Autos zu sehn
    wenn ich richtig informiert bin
    soll in diesem Polizeidepot
    der gesamte Wagenpark der Wehrsportgruppe Hoffmannn stehn""..
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#6 KaktusAnonym
#7 TheDadProfil