Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35102

Kompetenzförderungstraining

Chemsex-Selbsthilfegruppe in Berlin

Im Rahmen des vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Projekts "{quapsss}" können sich schwule Männer ab Januar 2020 wöchentlich über Sexualität und Substanzgebrauch austauschen.


Slammen beim Sex: Standbild aus der Dokumentation "Chemsex" aus dem Jahr 2015 (Bild: Pro-Fun Media)

Der Konsum von chemischen Substanzen (Chems) hat spürbar zugenommen. Insbesondere in Teilen der schwulen Community gibt es häufig einen Zusammenhang zwischen Sexualität und Substanzgebrauch. Beliebt sind etwa Crystal Meth, GHB/GBL, Mephedron, Ketamin oder Neue Psychoaktive Substanzen (NPS).

Für manche ist es schwierig, Chems zu reduzieren oder gar komplett aus dem Leben zu streichen. In der Gruppe ist vieles einfacher. Man kann sich mit anderen austauschen, das Leben sortieren und sich selbst kennenlernen.

Darum gibt es im Berliner Switchboard "Mann-O-Meter" ab Januar 2020 eine wöchentliche Chemsex-Selbsthilfegruppe. Sie wird immer donnerstags von 17:30 bis 19:30 Uhr stattfinden. Eine Voranmeldung per Email an quapsss@mann-o-meter.de ist notwendig.

Trainings sind als "Kurzinterventionen" gedacht

Die Selbsthilfegruppe gehört zu dem vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Projekt "{quapsss}" der Deutschen Aidshilfe in Kooperation mit örtlichen Organisationen. Das Konzept stützt sich auf Kompetenzförderungstrainings für Gruppen. Die Trainings sind als "Kurzinterventionen" gedacht. Sie wurden mit erfahrenen Therapeut*innen aus verschiedenen Fachbereichen entwickelt.

Weitere "{quapsss}"-Gruppen wurden für Köln, München, Hamburg, Frankfurt am Main und Kassel angekündigt. Erst Ende November hatte die Universitätsklinik Tübingen eine neue Ambulanz vorgestellt, die Beratung zum Thema Chemsex bietet und bei der Entwöhnung helfen will (queer.de berichtete).

Rund die Hälfte der Menschen, die Chemsex praktizieren, sind nach Angaben des Suchtmediziners Carsten Käfer Männer, die Sex mit Männern haben. Anhänger dieser Praxis fänden sich durch alle Altersgruppen hinweg. Nach Angaben von Prakash W., der bundesweit Präventionskurse für die Aidshilfe leitet, hat Sexualität bei vielen Schwulen einen hohen Stellenwert und sei oft mit Leistungsdruck verbunden. Die steigende Popularität von Chemsex wird auch damit in Zusammenhang gebracht, dass es in der Ära des Online-Apps sehr viel einfacher ist, Gleichgesinnte zu finden. Die Gefahren würden dabei von den meisten unterschätzt. (cw/pm)

Direktlink | IWWIT-Video zu Substanzgebrauch in der schwulen Szene



#1 FliegenAnonym
  • 14.12.2019, 11:24h
  • ...schade das "MANN" das Teufelszeug braucht und nicht wie früher guten Crusing/ Sexkino oder Darkroom Sex macht und die Bars und Lokale alle dichtmachen müssen echt schade!!! Muss es immer eine Stufe mehr/ härter und nur Privat abgehn !!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LotiAnonym
#3 la_passanteAnonym
  • 15.12.2019, 22:24h
  • Möchte queer.de nicht auch über die eben in Paris zuendegegangene europäische Chemsexkonferenz berichten? Fände ich sinnvoll.
  • Antworten » | Direktlink »