Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35106

Initiative der Grünen

Anhörung zu Homo- und Transfeindlichkeit im Bundestag

Im Familienausschuss des Bundestags äußern sich am Montag LGBTI-Aktivist*innen und Sachverständige anderthalb Stunden lang zu notwendigen Maßnahmen zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.


Eine queere Sternstunde im Bundestag – doch ob die Expert*innen auch gehört werden? (Bild: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / flickr)

Am Montag, den 16. Dezember findet im Deutschen Bundestag auf Antrag der Grünen eine öffentliche Anhörung zum Thema Homo- und Transfeindlichkeit und Maßnahmen für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt statt. Grundlage der Sachverständigen-Anhörung ist der Antrag "Vielfalt leben – Bundesweiten Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auflegen" (PDF).

Die eineinhalbstündige Sitzung unter der Leitung von Sabine Zimmermann (Die Linke) beginnt um 16 Uhr im Sitzungssaal 2.200 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin. Die Sitzung wird live auf bundestag.de übertragen. Interessierte Besucher*innen können sich per E-Mail an familienausschuss@bundestag.de unter Angabe des Vor- und Zunamens sowie des Geburtsdatums anmelden. Zum Einlass muss ein Personaldokument mitgebracht werden.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Auch der Bundesverband Trans* wird gehört

Zu den geladenen Sachverständigen gehören u.a. Dr. Petra Follmar-Otto (Deutsches Institut für Menschenrechte), Jörg Litwinschuh-Barthel (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld), Prof. Dr. Anna Katharina Mangold (Europa-Universität Flensburg), Dr. Arn Sauer (Bundesvereinigung Trans*) und Markus Ulrich (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland).

Die Grünen fordern von der Bundesregierung, einen bundesweiten Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt unter enger Beteiligung der LGBTI-Verbände zu entwickeln und zu verabschieden. Dieser solle aufbauend auf Erfahrungen aus den Ländern klar formulierte Ziele und Maßnahmen – darunter auch Selbstverpflichtungen der öffentlichen Stellen – enthalten und finanziell mit 35 Millionen Euro pro Jahr abgesichert sein.

Der Aktionsplan soll nach den Vorstellungen der Grünen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend koordiniert, aber ressortübergreifend entwickelt und umgesetzt werden. Er solle klare Berichtspflichten enthalten und einmal in einer Legislaturperiode in Form von einem an den Bundestag zuzuleitenden Bericht evaluiert werden, heißt es in dem Antrag.

"Die Halbzeitbilanz der Großen Koalition ist im Bereich der Queerpolitik ernüchternd", erklärte der schwule Grünen-Abgeordnete Sven Lehmann zur Anhörung. Während nahezu alle Bundesländer bereits Aktionspläne gegen Homo- und Transfeindlichkeit aufgelegt hätten, fehle der Bundesregierung dazu der Wille. "Ich freue mich auf den Austausch mit den Sachverständigen zu diesem Thema und erhoffe mir, dass auch die Große Koalition endlich erkennt, dass wir mehr tun müssen, damit sich das gesellschaftliche Klima und die soziale Situation von LSBTI verbessern." (cw)



#1 TimonAnonym
#2 Homonklin_NZAnonym
  • 15.12.2019, 20:22h
  • Wenn da ein Bericht erstellt wird, ist das ja schon mal was. Aber was will man basierend auf diesem Bericht dann tun? Es klintt dann doch nach 'schön, mal drüber gesprochen zu haben'.

    Gute Sache, dass da wenigstens ein Sachkundiger dabei ist, der Geschlechterforschung betreibt. Ich hoffe, es werden auch Menschen oder Berichte von Solchen mit einbezogen, die rezent Homo und/oder Trans*phobie erfahren haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ria Cybill GeyerAnonym
  • 16.12.2019, 10:43h
  • Ich empfinde es als problematisch, über das Thema zu sprechen, da die in Polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlichten Zahlen nicht repräsentativ sind.
    1. Es handelt sich um ein nicht erfassbares Dunkelfeld
    2. Die Erfassungsstandards der Landespolizeien sind, aufgrund höchst unterschiedlicher personeller Hinterlegung des Bereiches LSBTIQ, weit davon entfernt, vergleichbar zu sein.

    Es ist in erster Linie wichtig einen bundesweiten polizeilichen Standard zu etablieren, und damit um eine realistischere Erfassung von Straftaten gegen Personen aus der LSBTIQ-Gemeinde zu gewährleisten, als sich heute um gefühlte Zahlen und Entwicklungen zu unterhalten.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leon 4Anonym
#5 TheDadProfil
  • 17.12.2019, 12:34hHannover
  • Antwort auf #3 von Ria Cybill Geyer
  • ""Ich empfinde es als problematisch, über das Thema zu sprechen, da die in Polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlichten Zahlen nicht repräsentativ sind.""..

    Ein hübscher Satz..
    Der sich aber ebenso auf Einbrüche oder Raubüberfälle anwenden ließe, denn sogar hier gibt es solche "Dunkelfelder"..

    ""Es ist in erster Linie wichtig einen bundesweiten polizeilichen Standard zu etablieren,""..

    Den wird es nicht geben, denn Polizei ist Ländersache..
  • Antworten » | Direktlink »