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CSD-Debatte

"Grenzenlose Vielfalt statt nationale Einfalt"

Über 30 Einzelpersonen fordern ein neues Motto für den CSD Köln 2020. "Einigkeit! Recht! Freiheit!" schließe einen großen Teil der Community aus. Wir dokumentieren den Offenen Brief.


Demo der Vielfalt: Im kommenden Jahr findet die Kölner CSD-Parade am 5. Juli statt (Bild: Jörg Brocks / KölnTourismus)

Liebe Mitstreiter*innen, liebe LSBTIQ-Community, lieber Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentages,

der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST e.V.) hat das Motto für den Christopher Street Day (CSD) 2020 bekannt gegeben: "Einigkeit! Recht! Freiheit!".

Der Verein erklärt, dass das Motto "für gemeinsame Werte aller Menschen in diesem Land" stehen soll und man "die Deutungshoheit dieser Werte nicht den Nationalisten und Populisten" überlassen wolle, denn: "Dieses Land ist unser Land! Unser Grundgesetz, unsere Nationalhymne und unsere Einheit!". Unter Bezugnahme auf die deutsche Nationalhymne sollen die Werte Einigkeit, Recht und Freiheit im Kampf gegen Diskriminierung, Ausgrenzung, rechtliche Ungleichheit und Verrohung der Gesellschaft durch die LSBTIQ-Community positiv besetzt werden.

In den sozialen Medien wurde deutlich, dass einige sich im Motto wiederfinden und eine Bezugnahme auf die deutsche Einheit und die deutsche Nationalhymne befürworten. Andererseits äußern viele auch deutliche Kritik am Motto und problematisieren eine nationale Rhetorik. Einige wollen oder können den CSD unter diesen Vorzeichen nicht besuchen.

Als langjährige CSD-Besucher*innen und Mitwirkende halten wir das gewählte Motto für ungeeignet, um die LSBTIQ-Community dahinter zu versammeln und fordern die Änderung des Mottos, beispielsweise bei der am 16.01.20 vom KLuST geplanten Veranstaltung. Die Botschaft des CSD muss weniger missverständlich und deutlich inklusiver werden, um nicht einen großen Teil der Community auszuschließen.


Bereits beim CSD Köln 2016 wurde – satirisch – auf die Nationalhymne Bezug genommen (Bild: Thorsten Hansen / flickr)

Das Motto "Einigkeit! Recht! Freiheit!" steht den Forderungen von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten im Weg:

• Das Motto verkörpert eine einseitig positive Bezugnahme auf nationale Symbolik und nationale Rhetorik. Während die Lesben-, Schwulen- und Transbewegung und ihre Emanzipationsgeschichte vor allem für Offenheit und grenzübergreifende, globale Solidarität steht, verharrt das jetzige Motto in nationaler Begrenztheit.

• Die Bezugnahme auf die deutsche Nationalhymne ist nicht vorbehaltslos möglich. Die Geschichte des Nationalismus und seiner Verbrechen in Deutschland kann nicht einfach für beendet erklärt werden und verpflichtet zur Zurückhaltung.

• Das Motto trifft auf ein minderheitenfeindliches Klima. Rechtsextreme Hetze und nationalistische Mobilisierungen haben sich in den letzten Jahren verschärft. Umso wichtiger ist es, dass die Signale aus der Zivilgesellschaft und den sozialen Bewegungen pluralistisch und inklusiv sind.

• Die LSBTIQ-Community setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit Migration und Flucht auseinander. Viele LSBTIQ-Geflüchtete finden in Deutschland Zuflucht und Schutz. Andererseits erleben sie rassistische Ausgrenzung und Gewalt. Auch Migrant*innen und in Deutschland geborene Persons of Colour beklagen Alltags- und strukturellen Rassismus in Staat und Gesellschaft. Umso dringlicher ist es, ein Motto zu finden, das dieser Problemanzeige gerecht wird und die multiethnische Zusammensetzung der LSBTIQ-Community in Deutschland abbildet.

• LSBTIQ-Personen erlebten in Deutschland eine massive Entrechtung. Mit dem Paragraphen 175 wurden homosexuelle Handlungen zwischen Männern strafrechtlich verfolgt. Erst seit Kurzem ist eine Entschädigung für die Betroffenen möglich. Lesbische Frauen erlebten und erleben Benachteiligung und Demütigungen im Familienrecht und im Sexualstrafrecht. Transmenschen wird weiterhin geschlechtliche Selbstbestimmung verwehrt und sie erleben strukturelle Benachteiligung und Entrechtung. Diesen Erfahrungen von LSBTIQ-Menschen und den aktuellen Missständen kann das derzeitige Motto nicht gerecht werden.


Zum CSD-Motto "Einigkeit! Recht! Freiheit" hatte der KLuST auch ein eigenes Logo entworfen

Es ist der Beharrlichkeit, dem Selbstbewusstsein und der Streitlust der LSBTIQ-Bewegung zu verdanken, dass in einigen Regionen der Welt Erfolge in der Gleichberechtigung sexueller Minderheiten erzielt wurden. Diese Verbesserungen wurden immer gegen Widerstände und gegen Homo- und Transfeindlichkeit durchgesetzt. Blicken wir auf die besorgniserregenden Wahl- und Mobilisierungserfolge rechtspopulistischer und nationalistischer Parteien in Deutschland, Europa und der Welt, so wird deutlich, dass die LSBTIQ-Bewegung mehr denn je gebraucht wird. Sie steht für Offenheit, Verschiedenheit, Vielfalt, Solidarität und universelle Menschenrechte.

Das Motto des CSD muss sich daran messen lassen, wie ernst es das gesamtgesellschaftliche Klima nimmt. Notwendig ist ein starkes und nachvollziehbares Signal für Menschenrechte und die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten. Das derzeitige Motto leistet das nicht und sollte geändert werden.

Unterzeichner*innen:
Marco Kammholz, Ansgar Drücker, Gianni Johannes Jovanovic, Florian Sand, Gema Rodríguez Díaz, Erik Flügge, Marcel Dams, Aleksej Urev, Alf Spröde, Svenja Rabenstein, Marlen Vahle, Atanas Yankov, Mika Schäfer, Sina Vogt, Markus Schupp, Domenico Fiorenza, Maria Venhoff, Markus de Koster, Malina Bachmann, Inge Linne, Isik Akar, Sabine Arnolds, Carolina Brauckmann, Şefik_a Gümüş, Jonas Recker, Robin Sturm, Kira Splitt, Nic Tripp, Jespa Kleinfeld, Yvette Wheeler, Noeööe O'Brien-Coker, Ludgera Reckmann, Arndt Klocke

Umfrage zum Artikel

» Ist "Einigkeit! Recht! Freiheit!" ein gutes CSD-Motto?
    Ergebnis der Umfrage vom 07.12.2019 bis 02.01.2020


#1 BePrideAnonym
  • 15.12.2019, 20:37h
  • Vorteile hätte folgendes Motto:

    Würde, Freiheit, Gleichheit.

    1. Zuvorderst wird die Würde gefordert anlässlich der aktuellen Gewaltopfer.
    2. Die Einforderung der Grundrechte deckt sich mit der nach den globalen Menschenrechten.
    3. Das Motto schliesst nicht aus, sondern alle mit ein.
    3. Der Schutz der Individualität wird gefordert statt der Nachordnung dieser unter eine vermeintliche Einigkeit.
    4. Das Motto hat Forderungscharakter anlässlich der Auseinandersetzung um den Art.3 Abs.3 GG.
    5. Das Motto ist die Grundlage unseres Zusammenlebens hier und nicht die Nationalhymne.
    6. Es erfüllt die vorgebrachten Beweggründe der Befürworter des alten Mottos.
    7. Das neue Motto wäre die unterste Grenze eines ausgehandelten Kompomisses mit den Befürwortern des alten Mottos.
    8. Dieses Motto wäre ein Kompromiss, wenn mensch sich in der augenblicklichen Situation auf nichts anderes einigen kann.

    Eine Auseinandersetzung über gesellschaftliche Werte wäre dringend erforderlich.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 15.12.2019, 21:30h
  • Antwort auf #1 von BePride
  • Natürlich bin ich z. B. faktisch deutscher als Tino Chrupalla und Petr Bryston.

    Und auch mit dem demokratischen Staat habe ich viel mehr am Hut als die.

    Deutschland ist eine 1933 endgültig gescheiterte Nation mit einem relativ gut funktionierenden Staat. Meist ist es umgekehrt.

    Deshalb muss ich mir nicht einen miefigen Hymnentext des Antisemiten Hoffmann von Fallersleben zueigen machen.

    Du hast natürlich die Fakten auf Deiner Seite.

    Nach Köln/Cologne passt eben eher 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit'

    Colonia ist nicht von Deutschen gegründet worden und es wird auch nicht treudeutsch enden.

    Weiß doch jeder.

    www.youtube.com/watch?v=NM_K6y4EdNE
  • Antworten » | Direktlink »
#3 goddamn liberalAnonym
#4 TheDadProfil
  • 15.12.2019, 22:33hHannover
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • ""Natürlich bin ich z. B. faktisch deutscher als Tino Chrupalla und Petr Bryston.""..

    Ich frage mich wieso man seine Identität an einer Nation festmachen will ?
    Und wenn, ist dann diese Identität eigentlich wirklich "deutsch", um sie nachher als "deutscher als" zu missbrauchen ?

    Dieses fürchterliche Denken des
    "ich bin aber besser als du"
    ist der Auslöser des Problems, und nicht seine Lösung !
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Der DenkerAnonym
  • 16.12.2019, 00:06h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Der Punkt ist etwas schwierig. Ja, eine nationale Bezugnahme KANN für Ausgrenzung und einer unterschiedlichen Wertung führen, sie muss es aber nicht. Das Problem ist gerade in diesem Punkt das zu gern nur eine ausschließende Vorstellung dargestellt wird, doch kann die Idee der Nation eben auch etwas vereinendes sein, ich sag nur 48.
    Dieser Gedanke ist heute nicht gerade die Mode sollte aber bedacht sein, denn es eint Menschen auch.
    Man kann die Hymne nicht mit den Verbrechen der nazis verbinden. Ähnlich wie vieles andere aus der Geschichte wurde letztlich missbraucht um deren Weltbild zu unterstreichen. Die Hymne ist dadurch nicht nationalsozialistisch. Z.B. Sex Puppen sind ja auch nicht plötzlich Teil der nazis obgleich sie diese erfunden haben.
    (Etwas extrem als Beispiel aber es untermauert den Fakt)

    Ich glaube noch immer das ein gemeinsamer Bezug auf die Hymne, und die Forderungen die sie an den Staat richtet nicht negativ zu betrachten ist. Viel eher noch ist es ein Ruf an den Staat diese heiligen ureigenen Ideen und werte wieder zu schützen und zu erhalten, eben von diesen neuen Rechten welche diese Ideen bedrohen sie jedoch geflissentlich missbrauchen wie die nazis ihrer Zeit.

    Und ja, warum nimmt man den verfluchten Rechten nicht ihre Macht über die Idee der Nation. Es ist das, mit dem sie den Anschein der Bürgerlichkeit wahren.
    Nein, es gilt sie zu entwaffnen.

    Da der csd in Köln vor allem deutschen lgbt bessere leben zu ermöglichen versucht, ist eine Bezugnahme durchaus nicht unlogisch, die Notwendigkeit ist es höchstens über das man streiten könne.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 00:19h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Wieder Dein leider sehr deutsches Humorproblem.

    Bryston und Chrupalla signalisieren schon durch ihre Namen, dass ihr nationalistisches Gehabe grotesker Fake ist.

    Die Fakten sprechen gegen sie.

    Sie sind genauso Wahldeutsche wie die Gastarbeiterkinder, unter denen ich aufwuchs.

    Das ist Fakt, nicht Fake.

    Genauso wie Deutschtümelei in Köln faktisch gegen die Geschichte einer Stadt spricht, die nun mal von Anfang an ziemlich ungermanisch war und es auch heute ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AnuarAnonym
  • 16.12.2019, 07:29h
  • Wie ist das eigentlich mit Europa? Europa-Flaggen sind sehr häufig im CSD zu sehen.
    Sind wir Schwule nun auch gegen ein vereintes Europa? Weil Patriotismus und so!

    Oder mein T-Shirt mit dem hessischen Löwen, aber in Regenbogen. Ist das auch etwas böses?

    Das selbe auch bei Fahnen der Piraten oder Grünen? Auch böse? Ist ja auch Deutschland.

    Ich dachte wir kämpfen für ein Miteinander, und nicht für ein Außeinander.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 michael hnkAnonym
  • 16.12.2019, 08:04h
  • Die moralische Entrüstung hier ist typischer identitätspolitischer Quark, sonst nichts. Warum:

    Einigkeit, Recht und Freiheit sind Symbolbegriffe, die inhaltlich kaum Angriffsfläche bieten. Recht und Freiheit stehen geradezu für Rechtsstaatlichkeit und liberale Demokratie; wer hat bitteschön was dagegen? Der Begriff Einigkeit bringt Integration und eben nicht Ausgrenzung oder Exklusivität zum Ausdruck: Zum Staatsgebilde gehören alle, die hier leben, Minderheiten inklusive. - Dies soll meinerseits eine kleine Interpretationshilfe für alle Berufsbesorgten sein: Die Begriffe könnt Ihr bedenkenlos kaufen. Really!

    Weiter geht's: Die Bundesrepublik Deutschland hat - Achtung, Geschmacksfrage - eine sehr schöne Nationalhymne: hübsche Melodie, gelungener Text. Mir persönlich gefällt ja die Stelle "Brüderlich mit Herz und Hand" besonders gut. Aber, erneut Achtung: Niemand muss mitsingen, niemand wird gezwungen, sich damit zu identifizieren. Wesensmerkmal der liberalen Demokratie ist es, so etwas jedem selbst zu überlassen. Was aber eben auch impliziert, die Toleranz aufzubringen, wenn das identitätsstiftende Mind-Set des anderen vom eigenen abweicht. Womit wir beim eigentlichen Kern sprich der Gretchenfrage wären: Darf der Patriotismus zur Vielfalt der Gesellschaft dazugehören, oder muss er grundsätzlich als böse, falsch und gefährlich geächtet werden?

    Meine Antwort als eher kosmopolitisch denn patriotisch angehauchter Mensch: Er muss unbedingt dazugehören. Ihn auszuschließen wäre ein verhängnisvoller törichter Fehler. Zu einer gereiften Demokratie gehört, ein breites Spektrum an Meinungen und Überzeugungen zuzulassen. Der Zustand der Demokratie wäre ausgesprochen schlecht, wenn man an jeder Ecke immer nur sein eigenes Weltbild bestätigt sähe. Die lebendige Demokratie braucht den Disput wie auch den Kompromiss, die Hinterfragung des anderen wie aber auch die Hinterfragung durch den anderen. Das vielfach vorgetragene Argument, die Deutungshoheit von Nationalsymbolen eben nicht rechtsradikalen Arschlöchern zu überlassen, sondern sie in einen demokratischen Kontext einzubetten und konstruktiv-kritisch zu debattieren, halte ich für schlüssig und überzeugend. Konstruktiv-kritische Debatte bedeutet aber nicht Verdammnis, sondern Annahme und Gestaltung.

    Die Grundeinstellung, die politische Meinung des anderen zwar nicht zu teilen, jedoch bis aufs Blut zu verteidigen, dass er sie frei sagen darf, ist in jedem Fall der politischen Korrektheit vorzuziehen. Die rote Linie muss natürlich bei gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gezogen werden, doch wird man derartiges einem mit Einigkeit, Recht und Freiheit betitelten Motto wohl ernsthaft kaum unterstellen können. Auch notorisch nicht zwischen Nationalismus und Patriotismus unterscheiden zu können, oder wie man hier lesen muss, Deutschland habe 1933 aufgehört zu existieren, zeugt von einem unreifen Rotz, der einem verantwortungsbewussten Umgang mit Geschichte nun wirklich nicht gerecht wird. Wer 1933 seriously mit 1949 oder 1990 gleichsetzt, hat wirklich nichts verstanden und verharmlost etwas, ohne selbst zu kapieren, was er da eigentlich labert.

    Langer Rede kurzer Sinn: Das Motto einer öffentlichen Veranstaltung ist ein Angebot, nicht mehr und nicht weniger. Niemand wird gezwungen, sich damit zu identifizieren, und es immer jedem recht machen können, wird man als Veranstalter sowieso nie erreichen. Das Gegenteil von bedingungsloser Identifikation muss aber auch nicht zwingend die totale Verdammnis sein. Beim CSD fällt das Motto mal so, mal so aus. Konservative, die sich - was weiß - ich über ein Motto à la "Sodom liebt Gomorrha" (oder so was in der Art) echauffieren, würde ich als genauso kleinkariert bezeichnen. Wer genauer hinschaut, wird ohnehin feststellen, dass es auf kleinkariertes und autoritäres Denken keineswegs nur ein rechtsideologisches Monopol gibt, sondern viele Vöglein in der gleichen Tonart zwitschern, die sie bei anderen meist sehr leidenschaftlich kritisieren.

    In Sachen CSD erscheint mir wichtig, dass auch jede (demokratische) Coleur mal zum Zug kommt. CDU-nahe Hymnen-Fans gehören für mich (als ausdrücklicher CDU-ferner Hymnen-Egalfinder) selbstverständlich dazu. Sie zu integrieren, zu verstehen, mit ihnen in einen Dialog zu kommen, halte ich - wie gesagt - für keinen so unklugen Schachzug, und positiv an dem Motto ist zumindest, dass konstruktiv-kritisch darüber diskutiert werden kann. Mit bloßer Verdammnis erreicht man das jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil. Dafür wird im Jahr darauf wieder - bin ich mir sicher - über was ganz anderes gesprochen. So ist das in einer gereiften Demokratie und so sollte es auch sein.
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 09:16h
  • Antwort auf #7 von Anuar
  • Patriotismus muss freiheitliche Substanz haben. Siehe hier:

    www.youtube.com/watch?v=HM-E2H1ChJM

    Die Europa-Hymne stammt von Beethoven, einem rheinischen Bewunderer der französischen Revolution, der Text ist von Schiller, der sich als französischer Staatsbürger in einen deutschen Adelskalender einschrieb.

    Das ist dann schon ein anderes Kaliber als der Juden- und Franzosenhasser Hoffmann von Fallersleben, dessen Zivilisationsverweigerung einen Beitrag zur deutschen Katastrophe geleistet hat.

    Nebenbei: Viktor Laszlo in 'Casablanca', der die Marseillaise singen lässt, ist Tscheche wie Bryston, gespielt von Paul Henreid, einem jüdischen Deutsch-Österreicher.

    Frau/Man muss sich entscheiden, auf welcher Seite
    Frau/Man steht!
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#10 AnuarAnonym