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Kommentare zu:
"Grenzenlose Vielfalt statt nationale Einfalt"


#1 BePrideAnonym
  • 15.12.2019, 20:37h
  • Vorteile hätte folgendes Motto:

    Würde, Freiheit, Gleichheit.

    1. Zuvorderst wird die Würde gefordert anlässlich der aktuellen Gewaltopfer.
    2. Die Einforderung der Grundrechte deckt sich mit der nach den globalen Menschenrechten.
    3. Das Motto schliesst nicht aus, sondern alle mit ein.
    3. Der Schutz der Individualität wird gefordert statt der Nachordnung dieser unter eine vermeintliche Einigkeit.
    4. Das Motto hat Forderungscharakter anlässlich der Auseinandersetzung um den Art.3 Abs.3 GG.
    5. Das Motto ist die Grundlage unseres Zusammenlebens hier und nicht die Nationalhymne.
    6. Es erfüllt die vorgebrachten Beweggründe der Befürworter des alten Mottos.
    7. Das neue Motto wäre die unterste Grenze eines ausgehandelten Kompomisses mit den Befürwortern des alten Mottos.
    8. Dieses Motto wäre ein Kompromiss, wenn mensch sich in der augenblicklichen Situation auf nichts anderes einigen kann.

    Eine Auseinandersetzung über gesellschaftliche Werte wäre dringend erforderlich.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 15.12.2019, 21:30h
  • Antwort auf #1 von BePride
  • Natürlich bin ich z. B. faktisch deutscher als Tino Chrupalla und Petr Bryston.

    Und auch mit dem demokratischen Staat habe ich viel mehr am Hut als die.

    Deutschland ist eine 1933 endgültig gescheiterte Nation mit einem relativ gut funktionierenden Staat. Meist ist es umgekehrt.

    Deshalb muss ich mir nicht einen miefigen Hymnentext des Antisemiten Hoffmann von Fallersleben zueigen machen.

    Du hast natürlich die Fakten auf Deiner Seite.

    Nach Köln/Cologne passt eben eher 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit'

    Colonia ist nicht von Deutschen gegründet worden und es wird auch nicht treudeutsch enden.

    Weiß doch jeder.

    www.youtube.com/watch?v=NM_K6y4EdNE
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#3 goddamn liberalAnonym
#4 TheDadProfil
  • 15.12.2019, 22:33hHannover
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • ""Natürlich bin ich z. B. faktisch deutscher als Tino Chrupalla und Petr Bryston.""..

    Ich frage mich wieso man seine Identität an einer Nation festmachen will ?
    Und wenn, ist dann diese Identität eigentlich wirklich "deutsch", um sie nachher als "deutscher als" zu missbrauchen ?

    Dieses fürchterliche Denken des
    "ich bin aber besser als du"
    ist der Auslöser des Problems, und nicht seine Lösung !
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#5 Der DenkerAnonym
  • 16.12.2019, 00:06h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Der Punkt ist etwas schwierig. Ja, eine nationale Bezugnahme KANN für Ausgrenzung und einer unterschiedlichen Wertung führen, sie muss es aber nicht. Das Problem ist gerade in diesem Punkt das zu gern nur eine ausschließende Vorstellung dargestellt wird, doch kann die Idee der Nation eben auch etwas vereinendes sein, ich sag nur 48.
    Dieser Gedanke ist heute nicht gerade die Mode sollte aber bedacht sein, denn es eint Menschen auch.
    Man kann die Hymne nicht mit den Verbrechen der nazis verbinden. Ähnlich wie vieles andere aus der Geschichte wurde letztlich missbraucht um deren Weltbild zu unterstreichen. Die Hymne ist dadurch nicht nationalsozialistisch. Z.B. Sex Puppen sind ja auch nicht plötzlich Teil der nazis obgleich sie diese erfunden haben.
    (Etwas extrem als Beispiel aber es untermauert den Fakt)

    Ich glaube noch immer das ein gemeinsamer Bezug auf die Hymne, und die Forderungen die sie an den Staat richtet nicht negativ zu betrachten ist. Viel eher noch ist es ein Ruf an den Staat diese heiligen ureigenen Ideen und werte wieder zu schützen und zu erhalten, eben von diesen neuen Rechten welche diese Ideen bedrohen sie jedoch geflissentlich missbrauchen wie die nazis ihrer Zeit.

    Und ja, warum nimmt man den verfluchten Rechten nicht ihre Macht über die Idee der Nation. Es ist das, mit dem sie den Anschein der Bürgerlichkeit wahren.
    Nein, es gilt sie zu entwaffnen.

    Da der csd in Köln vor allem deutschen lgbt bessere leben zu ermöglichen versucht, ist eine Bezugnahme durchaus nicht unlogisch, die Notwendigkeit ist es höchstens über das man streiten könne.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 00:19h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Wieder Dein leider sehr deutsches Humorproblem.

    Bryston und Chrupalla signalisieren schon durch ihre Namen, dass ihr nationalistisches Gehabe grotesker Fake ist.

    Die Fakten sprechen gegen sie.

    Sie sind genauso Wahldeutsche wie die Gastarbeiterkinder, unter denen ich aufwuchs.

    Das ist Fakt, nicht Fake.

    Genauso wie Deutschtümelei in Köln faktisch gegen die Geschichte einer Stadt spricht, die nun mal von Anfang an ziemlich ungermanisch war und es auch heute ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#7 AnuarAnonym
  • 16.12.2019, 07:29h
  • Wie ist das eigentlich mit Europa? Europa-Flaggen sind sehr häufig im CSD zu sehen.
    Sind wir Schwule nun auch gegen ein vereintes Europa? Weil Patriotismus und so!

    Oder mein T-Shirt mit dem hessischen Löwen, aber in Regenbogen. Ist das auch etwas böses?

    Das selbe auch bei Fahnen der Piraten oder Grünen? Auch böse? Ist ja auch Deutschland.

    Ich dachte wir kämpfen für ein Miteinander, und nicht für ein Außeinander.
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#8 michael hnkAnonym
  • 16.12.2019, 08:04h
  • Die moralische Entrüstung hier ist typischer identitätspolitischer Quark, sonst nichts. Warum:

    Einigkeit, Recht und Freiheit sind Symbolbegriffe, die inhaltlich kaum Angriffsfläche bieten. Recht und Freiheit stehen geradezu für Rechtsstaatlichkeit und liberale Demokratie; wer hat bitteschön was dagegen? Der Begriff Einigkeit bringt Integration und eben nicht Ausgrenzung oder Exklusivität zum Ausdruck: Zum Staatsgebilde gehören alle, die hier leben, Minderheiten inklusive. - Dies soll meinerseits eine kleine Interpretationshilfe für alle Berufsbesorgten sein: Die Begriffe könnt Ihr bedenkenlos kaufen. Really!

    Weiter geht's: Die Bundesrepublik Deutschland hat - Achtung, Geschmacksfrage - eine sehr schöne Nationalhymne: hübsche Melodie, gelungener Text. Mir persönlich gefällt ja die Stelle "Brüderlich mit Herz und Hand" besonders gut. Aber, erneut Achtung: Niemand muss mitsingen, niemand wird gezwungen, sich damit zu identifizieren. Wesensmerkmal der liberalen Demokratie ist es, so etwas jedem selbst zu überlassen. Was aber eben auch impliziert, die Toleranz aufzubringen, wenn das identitätsstiftende Mind-Set des anderen vom eigenen abweicht. Womit wir beim eigentlichen Kern sprich der Gretchenfrage wären: Darf der Patriotismus zur Vielfalt der Gesellschaft dazugehören, oder muss er grundsätzlich als böse, falsch und gefährlich geächtet werden?

    Meine Antwort als eher kosmopolitisch denn patriotisch angehauchter Mensch: Er muss unbedingt dazugehören. Ihn auszuschließen wäre ein verhängnisvoller törichter Fehler. Zu einer gereiften Demokratie gehört, ein breites Spektrum an Meinungen und Überzeugungen zuzulassen. Der Zustand der Demokratie wäre ausgesprochen schlecht, wenn man an jeder Ecke immer nur sein eigenes Weltbild bestätigt sähe. Die lebendige Demokratie braucht den Disput wie auch den Kompromiss, die Hinterfragung des anderen wie aber auch die Hinterfragung durch den anderen. Das vielfach vorgetragene Argument, die Deutungshoheit von Nationalsymbolen eben nicht rechtsradikalen Arschlöchern zu überlassen, sondern sie in einen demokratischen Kontext einzubetten und konstruktiv-kritisch zu debattieren, halte ich für schlüssig und überzeugend. Konstruktiv-kritische Debatte bedeutet aber nicht Verdammnis, sondern Annahme und Gestaltung.

    Die Grundeinstellung, die politische Meinung des anderen zwar nicht zu teilen, jedoch bis aufs Blut zu verteidigen, dass er sie frei sagen darf, ist in jedem Fall der politischen Korrektheit vorzuziehen. Die rote Linie muss natürlich bei gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gezogen werden, doch wird man derartiges einem mit Einigkeit, Recht und Freiheit betitelten Motto wohl ernsthaft kaum unterstellen können. Auch notorisch nicht zwischen Nationalismus und Patriotismus unterscheiden zu können, oder wie man hier lesen muss, Deutschland habe 1933 aufgehört zu existieren, zeugt von einem unreifen Rotz, der einem verantwortungsbewussten Umgang mit Geschichte nun wirklich nicht gerecht wird. Wer 1933 seriously mit 1949 oder 1990 gleichsetzt, hat wirklich nichts verstanden und verharmlost etwas, ohne selbst zu kapieren, was er da eigentlich labert.

    Langer Rede kurzer Sinn: Das Motto einer öffentlichen Veranstaltung ist ein Angebot, nicht mehr und nicht weniger. Niemand wird gezwungen, sich damit zu identifizieren, und es immer jedem recht machen können, wird man als Veranstalter sowieso nie erreichen. Das Gegenteil von bedingungsloser Identifikation muss aber auch nicht zwingend die totale Verdammnis sein. Beim CSD fällt das Motto mal so, mal so aus. Konservative, die sich - was weiß - ich über ein Motto à la "Sodom liebt Gomorrha" (oder so was in der Art) echauffieren, würde ich als genauso kleinkariert bezeichnen. Wer genauer hinschaut, wird ohnehin feststellen, dass es auf kleinkariertes und autoritäres Denken keineswegs nur ein rechtsideologisches Monopol gibt, sondern viele Vöglein in der gleichen Tonart zwitschern, die sie bei anderen meist sehr leidenschaftlich kritisieren.

    In Sachen CSD erscheint mir wichtig, dass auch jede (demokratische) Coleur mal zum Zug kommt. CDU-nahe Hymnen-Fans gehören für mich (als ausdrücklicher CDU-ferner Hymnen-Egalfinder) selbstverständlich dazu. Sie zu integrieren, zu verstehen, mit ihnen in einen Dialog zu kommen, halte ich - wie gesagt - für keinen so unklugen Schachzug, und positiv an dem Motto ist zumindest, dass konstruktiv-kritisch darüber diskutiert werden kann. Mit bloßer Verdammnis erreicht man das jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil. Dafür wird im Jahr darauf wieder - bin ich mir sicher - über was ganz anderes gesprochen. So ist das in einer gereiften Demokratie und so sollte es auch sein.
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 09:16h
  • Antwort auf #7 von Anuar
  • Patriotismus muss freiheitliche Substanz haben. Siehe hier:

    www.youtube.com/watch?v=HM-E2H1ChJM

    Die Europa-Hymne stammt von Beethoven, einem rheinischen Bewunderer der französischen Revolution, der Text ist von Schiller, der sich als französischer Staatsbürger in einen deutschen Adelskalender einschrieb.

    Das ist dann schon ein anderes Kaliber als der Juden- und Franzosenhasser Hoffmann von Fallersleben, dessen Zivilisationsverweigerung einen Beitrag zur deutschen Katastrophe geleistet hat.

    Nebenbei: Viktor Laszlo in 'Casablanca', der die Marseillaise singen lässt, ist Tscheche wie Bryston, gespielt von Paul Henreid, einem jüdischen Deutsch-Österreicher.

    Frau/Man muss sich entscheiden, auf welcher Seite
    Frau/Man steht!
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#10 AnuarAnonym
#11 FilipProfil
  • 16.12.2019, 09:31hHamburg
  • Antwort auf #8 von michael hnk
  • "...dass es auf kleinkariertes und autoritäres Denken keineswegs nur ein rechtsideologisches Monopol gibt, sondern viele Vöglein in der gleichen Tonart zwitschern, die sie bei anderen meist sehr leidenschaftlich kritisieren. "

    Volle Zustimmung hierfür meinerseits.

    Auch wenn ich die CSD-Losung nicht gut finde, so kann ich mit Deiner Grundhaltung in Deinem Beitrag gut leben.
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#12 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 09:40h
  • Antwort auf #10 von Anuar
  • Ich will mich als schwule 'Schwester' nicht mit AfD-Brüdern "verbrüdern!".

    Die Flagge ist im Gegensatz zur Hymne des Ekels aus Fallersleben eindeutig republikanisch.

    In der Weimarer Republik wurde sie von rechts als 'Schwarz/Rot/Senf' abgetan. Die Unterstützer der Republik gründeten eine demokratische Abwehrorganisation namens 'Reichsbanner', die jetzt Johannes Kahrs leitet.

    Aber auch die Flagge werde ich niemals wedeln!

    Ich bin in einer Zeit geboren, als unsereiner auch unter Schwarz/Rot/Gold nach einem Nazi-Paragrafen verfolgt wurde.

    Unter der französischen Trikolore war das damals schon seit fast 200 Jahren anders.

    Mir ist mein Überleben wichtiger als die Identifikation mit einer moralisch bankrotten Nation.
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#13 AnuarAnonym
  • 16.12.2019, 10:14h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • Wenn du deiner Sache treu bist, dürftest du aber die Europa-Flagge eigentlich erst recht nicht hissen.

    Der Bund der deutschen Länder ist auch eine Art "Mini-Europa": Die Vereinigung der deutschen Länder, auch das war nicht immer der Fall.

    Separatistische Kräfte gibt es in Europa viel zu viele. Sie verkennen die Errungenschaften die die Verflechtung der Länder gebracht hat (Frieden, Wohlstand, Zusammenarbeit, etc.)
    Und genau das ist in der deutschen Einheit auch nicht anders.
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#14 Leon 4Anonym
#15 Ralph
  • 16.12.2019, 10:25h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • Bei der Gelegenheit eine Anmerkung zu schwarz-rot-gold. Die Farbkombination stammt aus den Befreiungskriegen, als das preußische Freikorps Lützow (eine paramilitärische Einheit) in schwarzer Uniform mit roten Aufschlägen und goldenen (eigtl. Messing-) Knöpfen in den Kampf zog. Sie wurde dann die Farbwahl der national eingestellten sog. Urburschenschaft. Spätere Deutungen, dass es sich um die Farben des Heiligen Römischen Reiches gehandelt habe (schwarzer Doppeladler mit roten Schnäbeln und Fängen im goldenen Schilde) sind unhistorisch. Nach heraldsichen Regeln spiegelt sich das Wappen nur in der Hauptfarbe der Figur und in der Schildfarbe wider, so dass schwarz-gold die aus dem Wappen abgeleitete Fahne gewesen wäre, wie die österreichische bis 1918, die ebenfalls auf einen schwarzen Doppeladler im goldenen Schilde zurückging, wobei die rote Farbe der Schnäbel und Fänge unbeachtet blieb. Daher waren in Monarchien, wenn sie nicht auf Kreuze zurückgriffen oder unmittelbar auf Wappendarstellungen, stets zweifarbige Fahnen üblich, wie sie sich bis heute in Bayern (weiß-blau), Sachsen (weiß-grün) oder Brandenburg (rot-weiß) erhalten haben, ebenso in Polen (weiß-rot) oder historisch in Preußen (schwarz-weiß). Schwarz-rot-gold sind von ihrer Herkunft also Farben aus dem deutschen Aufstand gegen die französische Besatzungsmacht. Sie wurden staatlicherseits nur 1848/49 und wenige Jahre lang in der Weimarer Republik verwendet. Sie stehen deshalb für das zweimalige Scheitern einer deutschen Demokratie. Erst die Bundesrepublik und die DDR führten sie als dauerhafte Nationalsymbole ein. Die heute von Rechtsradikalen so gerne geführte Fahne mit dem golden geränderten schwarzen Kreuz auf rotem Tuch, die faktisch die früher so beliebte Kriegsflagge des Kaiserreiches ersetzt hat, geht auf den Putschversuch vom 20.7.1944 zurück. Die Verschwörer wollten damit eine Nähe zu den "germanischen" Staaten schaffen, die eine ähnliche Kreuzflagge führen. Es handelt sich daher um ein vom Beweggrund ihrer geplanten Einführung her eindeutig rassistisches Symbol. Es ist davon auszugehen, dass die Rechten sie eben deswegen führen. weil sie die Deutschen für Angehörige einer "nordischen Rasse" halten.
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#16 Queeraspora BremenAnonym
  • 16.12.2019, 10:35h
  • Als Queeraspora unterstützen wir den offenen Brief der Unterszeichner*innen. Es kann nicht sein, dass den KLuST Leuten nicht klar wird, dass sie mit diesem Motto nicht den Inhalt des Grundgesetzes, sondern sich der Symbolik eines Nationalstaats widmen. Ein Staat, der praktisch alle Queere Geflüchtete in Abschiebebedrohung hält und tatsächlich abschiebt. Ein Staat, der vor Pinkwashing nicht zurückschreckt und sehr gern Blind gegenüber Minderheiten ist. Wenn es um das Grundgesetz gegangen wäre, dann gerne. Aber die Nationalhymne? Seid ihr komplett bescheuert?? Sorry, aber es zeigt, dass viele keine Lust haben, eine Minderheit zu sein und bereit sind dafür zu kollaborieren und sich assimilieren zu lassen, statt rebellisch und für echte Emanzipation zu sein. Traurig!
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#17 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 10:46h
  • Antwort auf #13 von Anuar
  • "Wenn du deiner Sache treu bist, dürftest du aber die Europa-Flagge eigentlich erst recht nicht hissen."

    Ich bin halt kein treudeutscher Prinzipienreiter.

    In der den Sternen der Europaflagge sind viele Länder vertreten, die entweder Opfer der deutschen Verbrechen waren oder Befreier von deutscher Rückständigkeit und Verbrechen oder beides.

    Zu den Befreiern gehört militärisch seit 1789 Frankreich, ideell gehören aber auch liberale Länder wie die Niederlande dazu.

    Deutschland ist für mich eher ein Problem, das eingehegt werden muss.

    Gerade die Erlebnisgeneration in meiner Familie war schon 1989 nicht eben begeistert, z. B. mit dem 'Mustergau' Thüringen wiedervereinigt zu werden.

    Die Skepis hat sich leider bestätigt.
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#18 Leon 4Anonym
  • 16.12.2019, 10:53h
  • Antwort auf #16 von Queeraspora Bremen
  • Oder weil man sich der Probleme des Heimatlandes bewusst ist, aber hier dennoch ein schönes Leben führt (so geht's mir)... Also, ich hab meine Heimat, meine Familie und Freunde hier und an jeder zweiten Ecke in meiner Mutterstadt kleben Erinnerungen von mir...

    Und es ist mir so latte was du denkst, wenn ich die nationalhymne sing bedeutet das nicht das ich mir der Missstände nicht bewusst bin oder sie egal sind oder das ich wie auch immer geartete Diskriminierung unterstütze, nope, aber für die 2 Minuten kann ich auch das schöne hier feiern... Protestieren, empören oder den arsch hoch kriegen und selbst was ändern kann ich dann immer noch in den anderen 1438 Minuten am Tag!

    Dir steht natürlich frei das anders zu sehen, aber Leuten daraus einen Vorwurf machen und ihnen Unterstützung von was auch immer vorzuwerfen geschweige denn zu verlangen man müsse aufgrund seiner Sexualität jetzt so und so empfinden ist schlicht dreist und auch etwas absurd!
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#19 AnuarAnonym
#20 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 10:55h
  • Antwort auf #15 von Ralph
  • "weil sie die Deutschen für Angehörige einer "nordischen Rasse" halten."

    LOL

    Joo, mit Chrupalla, dessen Namen ich zuerst nicht richtig aussprechen konnte; und rumänischen Waisenkindern aus der Walachei:

    de.wikipedia.org/wiki/Markus_Frohnmaier

    Danke für Deine Erläuterungen!

    Mit meiner relativen Akzeptanz von Schwarz/Rot/Gold wollte ich halt eine Brücke zur Gegenseite bauen.

    Aber: Auch das Indentitätsangebot widerspricht meinem Überlebenswillen genauso wie 'queerer' Extremismus a la Jasbir Puar u. Co.
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#21 RoddauAnonym
  • 16.12.2019, 10:57h
  • Ich bin ein Aktivist und mit Organisator von dem csd in Lübeck aber ganz ehrlich: niemanden der beim csd mitmacht interessiert wirklich das Motto. Es macht die Demo/Parade nicht wichtiger und regt auch nicht zum Denken an. Niemanden außerhalb der Community (oder in der Community) macht sich wirklich Gedanken über ein Motto. Also mal runter vom Ross und nicht ständig zetern. Einer wird immer was zu meckern haben...
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#22 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 11:08h
  • Antwort auf #19 von Anuar
  • Meine Heimat heißt Colonia und ist seit über 2000 Jahren der der Beweis, dass Kolonialismus (römischer und französischer z. B.) im Einzelfall auch seine gute Seiten hat.

    Wer allerdings seine kolonialen Verbrechen nicht aufarbeitet wie die Briten, auf den fallen sie irgendwann zurück, wie man zurzeit gut beobachten kann.

    Für den Kolonialismus der anderen bin ich aber nicht verantwortlich.

    Meine Vorfahren trugen (z. T. notgedrungen) deutsche Uniformen.
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#23 TheDadProfil
  • 16.12.2019, 11:19hHannover
  • Antwort auf #6 von goddamn liberal
  • ""Wieder Dein leider sehr deutsches Humorproblem.""..

    Ich habe gar kein solches "deutsches" Humorproblem, denn geht man nach Deiner Auffassung, dann bin ich gar kein "Deutscher"..
    Mir hier also dann "deutschen Humor" zu unterstellen ist fast schon beleidigend..

    Der angeführte Beleg eines "ich bin aber AUCH ein deutscher" und vielleicht sogar "noch deutscher" als die beiden Erwähnten trifft das Problem ziemlich genau, denn es zeichnet sich erneut damit ab, wie bemüht doch Angehörige von Minderheiten sich anstrengen "irgendwie dazu zu gehören"..

    Und das ohne überhaupt zu klären ob man überhaupt dazu gehören muß, um Teil einer Gesellschaft zu sein die sich aus Vielfalt zusammensetzt..

    Und dann alle diejenigen LGBTTIQ*-Menschen und natürlich auch alle anderen Menschen der Gesellschaft außen vor läßt, deren Identität sich nicht auf dieses Land reduzieren läßt, weil sie als Nachkommen von Menschen aus anderen Ländern stammend hier ansässig geworden sind..
    Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung..

    Denn die Frage lautet gar nicht, ob man "noch deutscher" sein müßte, oder wenigstens "genauso deutsch", um hier leben zu dürfen, sondern warum sich solche Leute anmaßen ein Land für "rein deutsch" zu erklären, OHNE den Nachweis erbringen zu können, was überhaupt dieses "deutsch sein" alles ausmachte..

    Deutscher ist, wer in Deutschland lebt..

    DAS ist die Basis der Diskussionen die man mit solchen Leuten führen muß, und diese Basis bestimmt dann auch die Argumentation-Stränge, die man denen entgegenhalten muß..

    ""Bryston und Chrupalla signalisieren schon durch ihre Namen, dass ihr nationalistisches Gehabe grotesker Fake ist.""..

    Das gilt dann auch für diese Leute..

    Das absprechen einer Identität erledigt sich nämlich NICHT dadurch, das man solchen Leuten ihrerseits die eigene Identität streitig macht..

    ""Genauso wie Deutschtümelei in Köln faktisch gegen die Geschichte einer Stadt spricht, die nun mal von Anfang an ziemlich ungermanisch war und es auch heute ist.""..

    Das führt jetzt zu weit, aber Römische Siedlungsgründungen waren niemals "urgermanisch"..
    Das gilt für Köln wie für Trier, und alle anderen Rest-römischen Siedlungen überall in Europa..

    Würde man also auch in Köln mal "römisch" denken, und nicht immer nur "rheinisch", oder gar "germanisch", dann machte sogar der Unfug der Schlagworte für das CSD-Motto am Ende noch einen Sinn..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#24 goddamn liberalAnonym
#25 Rechtsaußen-WatchAnonym
  • 16.12.2019, 11:55h
  • Antwort auf #13 von Anuar
  • Leute, Vorsicht! Lasst euch von diesem/dieser "Anusar" nicht auf eine verengte Diskussion führen.

    Es geht nicht um Flagge oder Hymne. Selbst wenn die Hymne "Lirum, Larum, Löffelstiel" wäre, stände sie für einen deutschen Staat, der nur aufgrund europäischer Vorgaben rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben (weitgehend) realisiert hat und ansonsten noch immer die aggressive Ausgrenzung und aktive Vernichtung der Lebensgrundlagen von Schwulen und Lesben, z. B. durch Religioten im Sonder-Arbeits(un)recht, unterstützt und finanziell fördert.
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#26 AnuarAnonym
#27 AnuarAnonym
#28 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 13:32h
  • Antwort auf #27 von Anuar
  • Mich interessieren Fakten.

    Die gibt es in Namibia und Ostafrika.

    Woanders nicht.

    Die Unterstützung Deutschlands für das Osmanische Reich war sogar eher anti-kolonialistisch.

    Die vielen Millionen Leichen wurden westlich und v.a. östlich unserer Grenzen in Europa 'produziert'.

    Da gibt es tiefe Schuld und hohe Schulden.

    Bei den Staaten, die auf der Europa-Fahne zu sehen sind.

    Außer Schweden, Irland, Portugal und Malta also alle.
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#29 AnuarAnonym
#30 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2019, 14:43h
  • Antwort auf #29 von Anuar
  • Wer sagt, dass ich immer konsequent sein will?

    Aber:

    Holocaust-Nivellierung ist nicht konsequent.

    Wenn man die Leichen durchzählt, die in jedem Keller liegen (auch von unsereinem), dann haben Deutsche den geringsten Grund zum nationalen Fahnenschwenken.

    Die Europafahne dagegen ist auch ein Zeichen der Versöhnung der Deutschen mit ihren Opfern.

    Da habe ich dann ganz konsequent wenig Probleme.
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#31 BePrideAnonym
#32 EireseAnonym
  • 16.12.2019, 23:31h
  • Einigkeit passt in dem Sinne zu Deutschland, als das es kaum Bestrebungen zur Teilung des aktuellen Staates/ Staatsgebietes gibt. Abgesehen von ein paar bekloppten Reichsbürgern und ein paar Hardcore Bayern. Im Gegenteil dazu gab es die Wiedervereinigung.
    In anderen Ländern, als ein Beispiel von vielen, sei Katalonien genannt, die sich von Spanien lösen wollen und viele Regionen in diversen Ländern ebenfalls.
    Falls es überhaupt Spaltungsparteien gibt die bei Landtagswahlen auftreten, sieht man die bei Wahlergebnissen nicht mal unter Sonstiges.

    Recht? Gibt es nicht komplett für LGBTI!

    Und da passt das Motto schon nicht. Man muss gar nicht bis Freiheit weitermachen.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 ZetaAnonym
#34 goddamn liberalAnonym
#35 BePrideAnonym
#36 TheDadProfil
  • 17.12.2019, 12:50hHannover
  • Antwort auf #32 von Eirese
  • ""Einigkeit passt in dem Sinne zu Deutschland, als das es kaum Bestrebungen zur Teilung des aktuellen Staates/ Staatsgebietes gibt.""..

    Die Trennung in Ost und West geht durch die Köpfe, und nicht durch das Land..
    Das ist selbst 30 Jahre nach dem Mauerfall aktueller als je zuvor..

    Wer dann "Einigkeit" anmahnt kann das auch auf "gleiche Renten und Löhne", oder sogar auf die Idee der Merkel-Regierung des Schaffens von "gleichen Lebensverhältnissen" beziehen..

    Eine Idee auf die nur Wählende* hereinfallen die das GG nicht wirklich kennen, denn dort ist schon 1949 dieses Schaffen "gleicher Lebensverhältnisse" als Auftrag an JEDE Bundesregierung schriftlich fixiert worden, ebenso wie die Gleichberechtigung von Frau und Mann, was aber bislang keine dieser Regierungen zu besonderen Anstrengungen veranlasste, selbst die Bundesregierung der CDU nicht, die 1957 extra dazu ein "Geichstellungsgesetz" erließ, welches bis Heute nicht verwirklicht wurde..

    Die Schlagworte des Mottos sind ja nicht grundsätzlich falsch gewählt, denn sie sollen als MAHNUNG dienen, was noch zu leisten ist..
    Da bietet sich neben Recht ! und Freiheit! also auch die Einigkeit! an..

    Die Frage die sich hier stellt lautet dann auch nicht wieso das Motto falsch wäre, sondern wieso sich ein solches Motto nicht vernunftbegabt den LGBTTIQ*-Menschen erklären ließ ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#37 ZetaAnonym
  • 17.12.2019, 13:33h
  • Antwort auf #34 von goddamn liberal
  • Ach du meine Güte, da war ich bzgl. meiner Ansprüche ans 'intellektuelle Niewo' anscheinend wieder viel zu unbescheiden. Wohl meiner umstrittenen Existenz als 'alter weißer Frau' geschuldet.
    Aber: Stimmt, die Entlein verlangen schon ein wenig mehr, als das Auswendiglernen und möglichst unpassende Repetieren eines halben Dutzends 'Buzzwords'.
    Wie wäre es denn mit:
    "My Baby Baby Balla Balla"?

    de.wikipedia.org/wiki/Balla_Balla

    Immerhin von den 'Rainbows'(!)
    Notfalls, und wenn man in der Lage ist, fehlerfrei bis 15 zu zählen (benötigt immerhin drei Hände), nur die 2. Strophe?
    "Aahhh"!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#38 Mittelscharfer SenfAnonym
  • 17.12.2019, 14:13h
  • Obigen möchte ich auch noch dazugeben.
    Ohne die Notwendigkeit von Verwaltungsstrukturen in Frage zu stellen und auch im Klaren darüber, dass die BRD für viele Bürger (auch queere Bürger) auch eine kulturelle, identitätsstiftende Bedeutung hat kann ich selbst gar nichts damit anfangen.
    Nationen sind für mich kulturell lediglich die durch politisches Faktenschaffen erzielte Vergrösserung eines Krals.
    Patriotismus empfinde ich egal aus welcher Ecke als überflüssig und begrenzend.
    Daher kann ich das Motto des Kölner CSD nur als Forderung, an nicht nur diesen hiesigen Staat, betrachten, und nicht patriotisch.
    Aber jeder Jeck ist halt anders.
    Ich befürchte allerdings, das Motto war weniger inklusive gemeint.
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#39 Ralph
  • 17.12.2019, 15:14h
  • Da zuletzt der Begriff der Einigkeit thematisiert wurde, sollte dessen literarischer Ursprung genannt werden. In Schillers Freiheitsdrama "Wilhelm Tell" stirbt Attinghausen,nachdem er zu Fürst und Stauffacher gesagt hat: "Seid einig, einig, einig." Ein Dichter kommt nicht umhin, die eigene Verwendung dieses Begriffs auf Schiller zu beziehen und damit unter Einigkeit den Zusammenhalt im Kampf um die Freiheit und gegen die Tyrannei zu verstehen. So erschließt sich auch, weshalb Hoffmann auf die Einigkeit das Recht (als Gegensatz zur Willkürherrschaft) und die Freiheit folgen lässt. Freilich wird das diejenigen, für die der Ruf nach Einigkeit, das Verlangen nach Freiheit und das Streben nach einer Herrschaft des Rechts Ausdruck eines dreckigen Nationalismus sind, nicht kümmern.

    Gleichwohl halte ich Symbole der Bundesrepublik Deutschland aus historischen wie aus aktuellen polituschen Gründen für denkbar ungeeignet, auf einem CSD verwendet zu werden.
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#40 BePrideAnonym
  • 17.12.2019, 18:41h
  • Antwort auf #38 von Mittelscharfer Senf
  • Auch wenn KLuST im Welt-online-Interwiew behauptet, ihr Motto würde jetzt mit Ausrufezeichen versehen Forderungscharakter haben, so bleibt es nur eine Nationbejubelung. Das Motto Würde, Freiheit, Gleichheit jedoch fordert diese einzeln ein. Auf deren Grundlage können wir weitere dieses Motto ausführende Forderungen stellen wie ein sexuelles Selbstbestimmungsgesetz, den Forderungskatalog der Grünen im Ausschuss vor paar Tagen, die Überarbeitung des AGG etc.. Deshalb noch einmal der Hinweis auf meinen Kommentar im #1 hier und die bitte an Euch um einen Kommentar dazu hier.
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#41 BePrideAnonym
  • 17.12.2019, 21:57h
  • Antwort auf #39 von Ralph
  • Das Motto "Einigkeit, Recht, Freiheit" fördert in seiner Abfolge der Begriffe den Nationalismus, "Würde, Recht, Freiheit" in seiner Reihung jedoch auch als Motto die Grundrechte eines jeden Menschen. Deshalb hat Ersteres auf einem CSD und irgendwo anders auch nichts zu suchen.
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#42 SenfAnonym
#43 BambuleAnonym
  • 18.12.2019, 10:52h
  • Liebe alle wir können uns diesem offen Brief nur anschließen! Es wäre wirklich fantastisch, wenn ihr uns hier durch eure Unterschrift unterstützen würdet


    tinyurl.com/wdw9ftk
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#44 BePrideAnonym
  • 18.12.2019, 10:57h
  • Antwort auf #42 von Senf
  • Das Motto "Einigkeit, Recht, Freiheit" unterdrückt durch die Voranstellung der Einigkeit die Freiheit und die Rechte des Individuums. Die Forderungen aus der Fanzösischen Revolution "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" oder die Grundrechte "Würde, Freiheit,Gleichheit" jedoch fordern auch als Motto diese jeweils garantiert für den Menschen ein. Deshalb spaltet erstes Motto auch uns durch seine aufgezwungene, kollektivistische Einigkeit, während letztere Forderungen auch als Motti unter Wahrung und Betonung der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen die Einigkeit der Menschen und auch wieder der Community herstellen. Erstes Motto passt deshalb nicht zum CSD, letztere ja. Weitere Vorteile eines Mottos "Würde, Freiheit, Gleichheit" benenne ich in meinem #1 hier.
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#45 Ralph
  • 19.12.2019, 12:01h
  • Antwort auf #41 von BePride
  • Dass und warum ich das Motto ablehne, hab ich hier inzwischen oft genug geagt. Ich lass aber nicht zu, dass Möchtegern-Antifas diese drei Begriffe als nationalistische Schlagwörter verunglimpfen. Du interprestierst bewusst falsch Einigkeit nicht als Zusammenhalt und Solidarität, sondern als Konformität, Ausgrenzung, Unterdrückung des Individuums und Freiheit als Unfreiheit. Das ist Quatsch.
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#46 GänsehautAnonym
  • 19.12.2019, 14:41h
  • Antwort auf #45 von Ralph
  • "...Ich lass aber nicht zu, dass Möchtegern-Antifas diese drei Begriffe als nationalistische Schlagwörter verunglimpfen. Du interprestierst bewusst falsch Einigkeit nicht als Zusammenhalt und Solidarität, sondern als Konformität, Ausgrenzung, Unterdrückung des Individuums und Freiheit als Unfreiheit. Das ist Quatsch."

    Aha. Eine überaus aufschlussreiche Äusserung. Hier findest Du dich wieder:

    diekolumnisten.de/2019/12/16/das-deutschlandlied-beim-csd/

    "Und das Recht ist das Recht des Stärkeren! Einigkeit ist nur möglich in der auserwählten Gruppe, die sich dadurch kenn- und auszeichnet, daß sie andere ausschließt. Das ist der Charakter der Einigkeit"

    Du bist endlich (wieder) angekommen. Willkommen zuhause!
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#47 Ralph
  • 19.12.2019, 15:55h
  • Antwort auf #46 von Gänsehaut
  • Das ist derart dummes Geschwätz, dass ich mich weigere, darauf noch einzugehen. Meine Äußerungen zum Thema sprechen für sich. - Deine Kolumnisten werden sicher auch noch das Kunststück fertigbringen, Begriffe wie Menschenwürde und Grundrechte als typisch faschistisches Gedankengut zu skandalisieren, denn natürlich haben eine Menschenwürde und Grundrechte nur die Mitglieder der urgermanischen In-Group, nicht wahr. Wer in ihnen Werte sieht, die allen Menschen zustehen, tut nur so, als ob er kein Nazi wäre. Für manche Teilnehmer hier gilt leider, dass der neue Faschismus als Antifaschismus verkleidet daherkommt und alle als Nazis niedermacht, die es noch wagen, Wörter wie Freiheit und Solidarität in den Mund zu nehmen und ihnen auch noch einen positiven Sinn zuzusprechen. Ich werde beim CSD weder die Nationalhymne singen noch Deine rotbraune Fahne schwenken. Und noch was: Ich setze mich seit 37 Jahren für mich und meinesgleichen ein und habe dabei zahllose Beleidigungen, Diskriminierungen und Bedrohungen, ja sogar körperliche Gewalt erfahren. Und wozu? Dafür, jetzt von einem Typen, der keine Ahnung hat vom Leben, als Nationalist beschimpft zu werden. Was hast Du vorzuweisen außer dem Nachplappern dummer Sprüche?
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#48 BePrideAnonym
  • 19.12.2019, 16:56h
  • Antwort auf #45 von Ralph
  • Einigkeit entsteht erst, wenn Solidarität und Zusammenhalt durch Wahrung der Würde oder Brüderlichkeit bzw. Geschwisterlichkeit gegeben ist. Da diese im alten Motto nicht benannt ist, sind dort auch nicht die Freiheit und das Recht für jeden Menschen gewährleistet. Der Dreiklang von Würde, Freiheit und Gleichheit als Diskussionsgrundlage für ein neues Motto stellt die Einigkeit auch unter uns wieder her. Ansonsten lass' ich Deinen Kommentar und meine hier für sich sprechen.
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#49 KaktusAnonym
  • 19.12.2019, 17:10h
  • Ich persönlich hätte mir ein anderes Motto vorgestellt. Für mich war und ist die Regenbogenflagge das wichtigste auf einem CSD. Die Deutsche Flagge würde ich weder bei einer WM/ EM und erst recht nicht auf einem CSD zeigen wollen. Die Farbe schwarz ist für mich einfach nur abstoßend. Mich erinnert es immer an Nazideutschland. Und wenn ich im TV sehe wie rechte mit der Deutschen Fahne demonstrieren wird mir Angst und bange. Ich bin Deutscher und bin froh in Deutschland zu leben
    aber ich würde immer die Regenbogenfahne/ Europafahne bevorzugen auch wenn kein CSD wäre.
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#50 TheDadProfil
  • 20.12.2019, 21:58hHannover
  • Antwort auf #46 von Gänsehaut
  • "" "Und das Recht ist das Recht des Stärkeren! Einigkeit ist nur möglich in der auserwählten Gruppe, die sich dadurch kenn- und auszeichnet, daß sie andere ausschließt.""..

    Wie falsch man hier liegt will man gar nicht erkennen, denn die absolut oxymorone Auffassung zu "Einigkeit" innerhalb einer "geschlossenen Gruppe" hat mit dem Begriff bezogen auf einen Staat schon im Ansatz nichts zu tun..

    Wolfgang Brosche hat mit seinen Einschätzungen gar nicht unrecht..

    Doch es geht bei einem CSD-Motto immer noch nicht darum zu beschreiben "WAS IST", sondern lautstark zu fordern "WAS SEIN SOLL" !

    Wenn das dann auch mal in den Köpfen angekommen ist, und man den Unterschied zwischen Forderung und skandiertem Reaktionismus versteht, dann kann man dazu kommen über die Unsinnigkeit eines gewählten Schlagwortes wie "Einigkeit ! Recht! Freiheit!"
    (im Gegensatz zum im Artikel verwendeten
    Einigkeit und Recht und Freiheit)
    kommen, und sich Gedanken dazu machen ob man den Forderungen die das Grundgesetz an die Gesellschaft UND die Politik stellt auf der Straße bei einem CSD Gehör verschaffen will..
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#51 BePrideAnonym
  • 21.12.2019, 01:03h
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Die Unsinnigkeit der Forderung mit dem Motto "Einigkeit, Recht, Freiheit" besteht darin, dass es die Persönlichkeitsrechte des Menschen unterdrückt und Nationalismus fördert, während die Sinnigkeit der Forderung mit dem Motto "Würde, Freiheit, Gleichheit" selbst oder darauf basierende Motti wie das der Münchener darin besteht, die Persönlichkeitsrechte zu fördern und Nationalismus zu bekämpfen. Vielleicht kann ja Queer.de eine Motto-Findung wie die Münchener initiieren.
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#52 TheDadProfil
  • 21.12.2019, 09:04hHannover
  • Antwort auf #51 von BePride
  • "" "Einigkeit, Recht, Freiheit" ""..

    "Einigkeit! Recht! Freiheit!""..

    Das unterschiedliche Schreibweisen unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten zulassen erschließt sich also immer noch nicht ?

    Und das eine andere Interpretation zu einer anderen Einschätzung kommt, die mit "Nationalismus" nichts zu tun hat, kommt einem dann nicht mehr in den Sinn..

    ""Vielleicht kann ja Queer.de eine Motto-Findung wie die Münchener initiieren.""..

    Wenn die Münchener eine öffentliche Kampagne eine Motto-Suche initiieren, dann ist das die Entscheidung der Münchener Community..

    Ich denke nicht das eine von außen initiierte Motto-Suche für Köln den dortigen Problemen als Ausweg dienen kann..
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#53 BePrideAnonym
  • 21.12.2019, 12:33h
  • Antwort auf #52 von TheDad
  • Dass die unterschiedlichen Motto-Inhalte, ob nun mit oder ohne Ausrufezeichen, zu unterschiedlichen Interpretationen in meinen #'s hier führen, erschliesst sich Dir hoffentlich noch ausreichend. Mit der fatalen Aussenwirkung, die die Kölner Motto-Findung hat, ist diese nicht mehr die allein von KLuST, da dessen Fähigkeiten allein weiter im kleinen Kämmerlein doch sehr begrenzt sind. Eine grössere Beteiligung über Queer.de könnte auch aus Zeitgründen effektiver sein.
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#54 TheDadProfil
  • 21.12.2019, 22:57hHannover
  • Antwort auf #53 von BePride
  • ""Dass die unterschiedlichen Motto-Inhalte, ob nun mit oder ohne Ausrufezeichen, zu unterschiedlichen Interpretationen in meinen #'s hier führen, erschliesst sich Dir hoffentlich noch ausreichend.""..

    Ich schrieb hier von Anfang an das Motto MIT Ausrufezeichen, und so ergibt sich nur EINE Interpretationsmöglichkeit für die Anwendung eines solchen..

    Das im Hinterkopf darfst Du dann Deine kritischen Anmerkungen gerne noch mal überdenken..

    Was Deine Idee angeht, der KLuST sei im "stillem Kämmerlein" nicht fähig die Tragweiten seiner Entscheidung zu überblicken, so muß man hier konstatieren, ist rein spekulativ..
    Weder Du noch ich verfügen hier über Einblicke darüber, wie ausführlich dort darüber diskutiert und gestritten wurde..

    Wenn hier also etwas Aufklärung bringen kann, dann eine öffentliche Erklärung von KLuST, die bislang fehlt..

    Sich von außen hinzustellen und den Organisatoren jegliche Kompetenzen absprechen zu wollen ist bestenfalls arrogantes wie überflüssiges sich Aufspielen, und trägt zu keiner Lösung bei..

    ""Mit der fatalen Aussenwirkung, die die Kölner Motto-Findung hat, ist diese nicht mehr die allein von KLuST""..

    Eine Fatalität ist die breite Diskussion hier..
    Kein wirklich schlechtes Ergebnis eines Mottos..

    Läßt sich dieses Ergebnis auf die breite Bevölkerung ausweiten, dann hat das Motto sein Ziel erreicht..
    Exakt das ist dann auch die Aufgabe eines Mottos..
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#55 BePrideAnonym
  • 22.12.2019, 00:36h
  • Antwort auf #54 von TheDad
  • Zum Firlefanz der Ausrufezeichen habe ich alles Nötige gesagt. Auch das Motto selbst lässt Zweifel an der Fähikeit der bisher Beteiligten zu einer Moderation bei einer neuen Motto-Findung aufkommen. Die Fatalität des Mottos ist die Förderung des Nationalismus und die weite Spaltung der Community durch das Motto schon jetzt.
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