Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35112

"queer 4 you"

rbb zeigt deutsche Version von "Queer Eye"

Mit "queer 4 you" versucht sich erneut ein deutscher Sender an der in den USA erfolgreichen schwulen Realityshow. Vor 16 Jahren war eine ähnliche Adaption in die Hose gegangen.


Die rbb-"Fab Four" (v.l.n.r.): Sven Rebel, Fabian Hart, Chris Glass, Christian Fritzenwanker (Bild: rbb / Stini Röhrs)

"Sie sind empathisch, direkt, humorvoll – und queer". Mit dieser Einleitung kündigt der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) die neue Realityhow "queer 4 vou" an, die ab dem 27. Dezember in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Im linearen TV beginnt die zunächst nur dreiteilige Serie am 13. Januar 2020 im rbb-Programm um jeweils 21 Uhr. Die weiteren Folgen werden wöchentlich ausgestrahlt.

Das Format orientiert sich offensichtlich an der erfolgreichen Netflix-Serie "Queer Eye", die derzeit mit Fernsehpreisen überhäuft wird (queer.de berichtete). Statt fünf Experten, die in den USA einer meist aus dem Tritt geratenen Person Lebenshilfetipps geben und auch tatkräftig beim Wohnungsumbau mit anpacken, gibt es in der rbb-Version nur die "Fab Four". Dabei handelt es sich um Christian Fritzenwanker (Haar/Make-up), Chris Glass (Interior Design), Fabian Hart (Outfit) und Sven Rebel (Coaching).

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Queere Experten helfen Menschen in Berlin

In der ersten Folge kümmern sich die schwulen Experten um die 50-jährige Beate. Die Mutter von drei erwachsenen Kindern hatte sich vor 14 Jahren von einem gewalttätigen Ehemann scheiden lassen und wohnt jetzt zusammen mit Katze Lotti in einer Dreizimmerwohnung in Berlin-Pankow. Ihren Job als Krankenschwester musste sie aus Krankheitsgründen aufgeben. Nun braucht sie Hilfe, um ihr Leben wieder in die Hand nehmen zu können.

Eine Woche später helfen die "Fab Four" einem Ehepaar in Berlin-Friedrichshain, das mit zwei Kindern in einer kleinen Wohnung lebt. Nach 16 Jahren Ehe haben die beiden Probleme mit ihrem Liebesleben – und hier sollen die Experten ansetzen.

Folge drei handelt von der jungen Mutter Lea. Sie zieht nach einer ungeplanten Schwangerschaft ihren zweijährigen Sohn Néo in Berlin-Pankow groß – und beklagt, dass sie dabei ihre Träume aus den Augen verloren hat.

Im Interview mit der deutschen "Vogue" erklären die "Fab Four", was sie sich unter queerer Lebenshilfe vorstellen. "Man muss Queerness nicht immer mit sexueller Neigung in Verbindung bringen. Alles, was nicht vorgegebener Norm entspricht, ist queer", erklärte dazu Christian Fritzenwanker.

Bereits kurz nach der Erstausstrahlung der ersten "Queer Eye"-Serie im Jahr 2003 versuchte sich ein deutscher Sender mit einer Adaption: RTL2 verpasste der Show damals den etwas unglücklichen Titel "Schwul macht cool". Die sechsteilige Serie wurde aber nach schwachen Quoten und teils verheerenden Kritiken (auch auf queer.de) nach nur einer Staffel eingestellt. (dk)



#1 felix-baerlinAnonym
  • 16.12.2019, 17:51h
  • Ist das jetzt ein Witz? Oder eine 90er-retro-Show?
    Prince Sharming als desaströses Online-TV-Angebot haben wir ja schon. Und wenigstens ist die Dragshow auf Pro Sieben auf der Höhe der Zeit.

    Aber der rbb nimmt nun vier Schwule in eine queere Sendung. Queer? Was heißt hier queer? Was Christian F. da über Queerness von sich gibt, na ja. Es ist halt ne Schwulensendung. Kann man machen.
    Aber dann bitte nicht in einer Mogelpackung, die vier mediengeile Schwule ins Zentrum stellt und Lesben und Trans* bleiben wieder mal außen vor. Dabei hat Berlin gerade dieses Jahr von lesbischer Sichtbarkeit getönt. Haben wohl die Herren vom rbb nicht mitbekommen. Hätten einfach mal queere Menschen aus der Community fragen können.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 zwangsGEZahltAnonym
#3 LotiAnonym
  • 17.12.2019, 09:08h
  • Antwort auf #1 von felix-baerlin
  • Sehr lustig finde ich Deine Ausführung, der RBB hätte sich mal in der Schwul,Lesbischen Szene umhören sollen. Ja, wäre tatsächlich bes. In Berlin nicht schlecht gewesen. Aber das ist nun echt von diesem Sender zuviel verlangt. Ist keine Ironie. Dieser Sender betreibt schon seit langem eine permanente Anbiederung Richtung Osten und wird fast schon so langweilig mit seiner Programmgestaltung, besonders nach 20 Uhr wie der gäähn stink langweilige MDR.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leon 4Anonym
  • 17.12.2019, 12:01h
  • Antwort auf #1 von felix-baerlin
  • Du regst dich ernsthaft aus das hier 4 schwule moderieren.. So wie im Original das hier adaptiert wird?

    Und warum "in der queeren community fragen"....?

    Sry, wenn die Sendung ne primäre Zielgruppe hat dann schlichtweg "Frauen" und nicht "lgbtq" (wobei ersteres zweiteres nicht ausschließt)! Aber so zwanghaft pseudoemotionale Klamotten-und-Styling-"Beratung" unter dem Mantel der (selbst)findung haste doch zuhauf in sämtlichen klatschmagazinen und frauensendern für die von ihrem Ehemann gefrustet ü40 Hausfrau die sich damit in "was wäre wenn" - Szenarien flüchten kann!

    Und btw.: wenn des auch nur ansatzweise so ist wie des original dann ist das auch eine sehr limitierte und im Rahmen der klassischen Klischee gehaltene Repräsentation von homosexuellen Männer! Da wurde doch auch nach dem Prinzip "bunt, quietschig, feminin" gecastet!

    Nix was sich lohnt n Fass für aufzumachen....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 So IssesAnonym
  • 17.12.2019, 12:05h
  • Die Sendung wurde noch nicht einmal ausgestrahlt und schon wird wieder gemeckert... Schade eigentlich....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KotdazürAnonym
#7 FinnAnonym
  • 17.12.2019, 15:33h
  • Wollen wir hoffen, dass der rbb das gut umsetzt und dass das ein Erfolg wird. Denn mehr Sichtbarkeit ist extrem wichtig. Und dass auch LGBTI Heteros helfen können, ist doch mal eine ganz neue Botschaft.

    Solange es nur nicht das Niveau von "Hilfe-Shows" der Privaten wie "Frauentausch", "Bauer sucht Frau", etc. hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 DangerPHOAnonym
  • 08.02.2020, 12:53h
  • Dieser herzlose Bettrofenheitsquatsch macht mich richtig wütend. Die 4 gehen Null auf die andere Person ein, machen alles an ihr schlecht, ziehen ohne Rücksicht auf ihre Persönlichkeit ihr Ding durch und sind einfach nur fies und null sassy. Alles was queer eye ausmacht, das ernsthafte Mitgefühl, der Zauber Jonathans etc, macht dieses Format falsch und verhunzt es zu einer typisch deutschen, chauvinstischen, Betroffenheits-RTL2-Nachmittagsprogramm-shice. Die 4 sind im Übrigen Null emanzipiert, "woke" oder irgendwas, sondern typisch deutsche Mehrheitsgesellschaft. (Und halt egalerweisse schwul)
  • Antworten » | Direktlink »