Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35128

Bryan Fischer

Evangelikaler Trump-Fan warnt vor der "Gay-Gestapo"

Einer der prominentesten Anführer der evangelikalen Bewegung der USA ist sauer, dass in einem TV-Sender heiratende Homosexuelle gezeigt werden.


Bryan Fischer wünscht sich, dass Homosexualität wie in "guten alten Zeiten" wieder verboten wird

Bryan Fischer von der LGBTI-feindlichen American Family Association (AFA) hat in seiner Radiosendung Schwule und Lesben mit Nazis gleichgesetzt. Anlass ist die 180-Grad-Wende des Pay-TV-Kanals Hallmark Channel, der vergangene Woche erst einen Werbespot mit einem lesbischen Ehepaar ablehnte, dann aber nach Kritik von LGBTI-Aktivisten die Entscheidung revidierte (queer.de berichtete).

In seiner fünf Mal pro Woche ausgestrahlten einstündigen Sendung "Vocal Point" erklärte Fischer: "Und dann hat die Gay-Gestapo, die Tyrannen der homosexuellen Bewegung – erinnern Sie sich: deren Motto ist 'Homosexualität über alles' – Hallmark erwischt. Sie haben es auf Hallmark abgesehen und binnen 48 Stunden hat der Sender die Segel gestrichen", so der 68-Jährige. "Das ist ein weiterer Sieg für die Gay-Gestapo."

Direktlink | Die "Gay-Gestapo"-Ausführungen von Bryan Fischer

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Fischer gehört zu den größten Unterstützern von US-Präsident Donald Trump, zumindest seit dessen Wahlsieg 2016. Für Trump sind die Stimmen der evangelikalen Konservativen wichtig, da sie stets eine hohe Wahlbeteiligung aufweisen und fast einhellig für den als konservativ geltenden Kandidaten stimmen. Sexuelle Eskapaden Trumps werden von Fischer gerne – anders als bei Politikern der Demokraten – heruntergespielt. Ihm ist wie anderen evangelikalen Konservativen vor allem wichtig, dass Trump viele Glaubensbrüder auf Lebenszeit zu Bundesrichtern ernennt.


Auch auf Twitter zeigt Fischer, welche drei deutschen Worte er kennt

Bereits seit Jahrzehnten betrachtet sich Fischer als Kreuzzügler gegen LGBTI-Rechte. Über sein wochentägliches Radioprogramm erreicht er Millionen von Amerikanern. Immer wieder versuchte der Aktivist, Homosexualität in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. 2010 erklärte er etwa, dass Adolf Hitler für schmutzige Jobs Schwule angeheuert habe, weil dieser Menschenschlag besonders unzivilisiert und brutal sei (queer.de berichtete). Inzwischen, so behauptete Fischer vor wenigen Jahren, würden die "Homo-Faschisten" anstreben, Christen zum Tragen eines Erkennungszeichens in der Öffentlichkeit zu zwingen – so wie einst Juden den Davidstern in Dritten Reich tragen mussten (queer.de berichtete).

Gleichgeschlechtlichen Sex, den er am liebsten wieder verbieten würde, bezeichnete Fischer zudem als Inlandsterrorismus (queer.de berichtete). Fischer forderte außerdem, dass queere Personen – neben Muslimen und Frauen – von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden sollten. (dk)



#1 Svetglana LAnonym
  • 18.12.2019, 14:12h
  • Man möchte angesichts von Äußerungen homofeindlicher christlicher Fundamentalisten glauben, schlimmer geht's nicht mehr...

    Aber dann kommt wieder einer um die Ecke und dessen Äußerungen sind noch bekloppter als alles, was schon so "auf dem Markt ist".
  • Antworten » | Direktlink »
#2 KotzAnonym
  • 18.12.2019, 14:18h
  • Einfach ekelhaft, diese volksverhetzenden Reden dieser miesen Heuchler.
    Mit Nächstenliebe haben die garantiert nichts am Hut.
    Wenn irgendetwas an derer eigenen Religion wahr wäre, müssten sie sich selbst "als des Teufels" begreifen.
    Aber weder das Erste noch das Letzte im letzten Satz trifft zu.
    Für mich sind diese Typen wirklich schlicht kriminell.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Carsten ACAnonym
  • 18.12.2019, 15:07h
  • Wer eine Opfergruppe der Nazis mit genau diesen Nazis vergleicht, sagt damit mehr über sich selbst aus als über andere.

    Entweder ist er schlichtweg geschichtlich völlig ungebildet. Oder er weiß das, ist aber ein Ignorant.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ralph
  • 18.12.2019, 16:53h
  • Himmel, was für eine eklige Figur, eine Mischung aus Ayatollah Khomeini und Joseph Goebbels.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 kuesschen11Profil
  • 18.12.2019, 18:06hFrankfurt
  • Was ein evangelikaler Widerling das ist, der die Religionsfreiheit für Hass und Hetze einnimmt.
    Seine Nazivergleiche gegenüber LSBTI (zugleich Opfergruppe) sind jenseits der Realität. Für die Diffamierungen müsste er sich öffentlich entschuldigen.

    Vielleicht sollte sich der Trump-Fan mal fragen, ob seine menschenverachtende Einstellung nicht die einer "Evangelikal-Gestapo" ähnelt.

    Der Sender, der gleichgeschlechtliche Hochzeitspaare zeigt, hat richtig reagiert. Bravo.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 N8EngelProfil
  • 18.12.2019, 21:58hWenden
  • Ist das jetzt eine völig aus dem Ruder gelaufene Satire oder gibt es wirklich einen so durchgeknallten Typen? Wenn ja: glaubt der wirklich, was er da sagt? dann sollte er seinen Psychater konsultieren oder vielleicht eine Zwangseinweisung erbitten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Vater
#8 JadugharProfil
#9 DramaQueen24Profil
  • 19.12.2019, 01:01hBerlin
  • Ein alter weißer frustrierter Mann hetzt gegen uns? Na und? Zeigt ihm, was die Bibel wirklich über Homosexualität sagt (nämlich nichts), und zeigt ihm gleich, was die Bibel wirklich über Liebe sagt, nämlich, dass Liebe viele Wege kennt, und keine Bedingungen hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 DramaQueen24Profil
  • 19.12.2019, 01:04hBerlin
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Sorry, aber den Vergleich kann ich so nicht stehen lassen. Goebbels war ein Teufel, aber wenigstens ein intelligenter Teufel, während der Typ nicht mal als Teufel durchgehen würde (der Teufel würde sich für ihn schämen)
  • Antworten » | Direktlink »