Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35137

Vorstoß von Premierminister Trudeau

Auch Kanada will Homo-"Heilung" verbieten

Nach seinem Wahlsieg hat Premierminister Justin Trudeau neue Ziele seiner Regierung genannt, darunter auch das Verbot von "Konversionstherapien".


Justin Trudeau ist seit 2015 kanadischer Premierminister – und hat sich den Ruf eines Politikers erarbeitet, der LGBTI-Gleichbehandlung sehr ernst nimmt

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat vor wenigen Tagen angekündigt, dass er in dieser Legislaturperiode sogenannte Konversionstherapien zur "Heilung" von Homo- und Transsexualität verbieten möchte. In einem Offenen Brief an Justizminister David Lametti bezeichnet Trudeau das Verbot der Homo-"Heilung" als eine von 21 Prioritäten seiner Regierung. Ziel sei, "Konversionstherapien in Kanada zu beenden".

Trudeaus Liberale Partei war bei der Unterhauswahl im Oktober als stärkste Kraft hervorgegangen, verlor aber ihre absolute Mehrheit im Parlament von Ottawa (queer.de berichtete). Die Liberalen müssen sich deshalb in einer Minderheitsregierung auf Stimmen der frankokanadischen Separatisten (BQ) und der sozialdemokratischen NDP/NPD stützen. Beide Parteien gelten als äußerst LGBTI-freundlich.

Der Liberale Senator Serge Joyal hat im Oberhaus bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht (S-202). Dieser ist allerdings nicht sehr weitführend und verbietet lediglich Werbung für sowie Gewinn aus "Konversionstherapien".

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Kommunale Verbote bereits in Kraft

Noch ist völlig unklar, wie weit ein Bundesgesetz rechtlich gehen kann: Joyal hatte bereits einen ähnlichen Anlauf in der letzten Legislaturperiode gestartet, damals entschied der Senat aber, dass nicht der Bund, sondern die Ebene der Provinzen und Territorien ein derartiges Verbot erlassen müsste. Bereits jetzt verbieten mehrere Kommunen "Homo-Heilung". Der Stadtrat der Millionenstadt Edmonton in der Provinz Alberta hat etwa vergangene Woche einstimmig ein Verbot beschlossen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Mindeststrafe in Höhe von 10.000 Dollar (6.900 Euro) rechnen.

Das deutsche Bundeskabinett hat erst am Mittwoch ebenfalls ein Verbot von "Therapien" zur Heilung von Homo- und Transsexualität beschlossen (queer.de berichtete). Gegenüber einem auch von LGBTI-Aktivisten kritisierten früheren Entwurf hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Verschärfung der Kabinettsvorlage durchsetzen können und Ausnahmen des Verbots bei Heranwachsenden gestrichen. (dk)



#1 FinnAnonym
  • 19.12.2019, 15:11h
  • >>>>> bezeichnet Trudeau das Verbot der Homo-"Heilung" als eine von 21 Prioritäten seiner Regierung. <<<<<

    So kann es also auch sein, dass der Schutz von Menschen oberste Priorität für eine Regierung hat...

    >>>>> Ziel sei, "Konversionstherapien in Kanada zu beenden". <<<<<

    Schön, dass man in Kanada diese gefährliche Scharlatanerie komplett beenden will und nicht - wie in Deutschland - nur einen Teil der Opfer schützen will.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JoonasAnonym
  • 19.12.2019, 16:03h
  • Jede Regierung, die sich als Vertreter ihres Volkes und nicht einer schrillen Minderheit ewiggestriger Fanatiker versteht, kann gar nicht anders, als diesen okkulten Hokuspokus zu verbieten.

    Denn es ist jetzt schon mehrfach wissenschaftlich bewiesen, dass diese Gehirnwäsche schwerste psychische Schäden verursacht und bis zum Tod führen kann.

    Deswegen sollte es da eigentlich gar nichts drüber zu diskutieren geben. Und ja, das sollte für alle Altersgruppen verboten werden. Oder haben ältere Opfer etwa weniger Schutz verdient als jüngere?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 JadugharProfil
  • 19.12.2019, 22:04hHamburg
  • Ziel einer jeglichen Therapie ist, vorhandene Schäden zu minimieren und zu beseitigen. Verursacht eine Therapie Lateralschäden, so gilt es, diese zu minimieren, sofern für eine Gesundung Kompromisse eingegangen werden müssen.
    Eine Therapie, die jedoch nur eine Art Kosmetik ist, wo man eine Sache nur übertüncht, damit etwas gesund erscheint, ist keine Therapie. Besonders auch dann nicht, wenn dabei sehr große Lateralschäden entstehen, die wesentlich schlimmer sind, als der Ausgangszustand, d.h. wenn alles nur noch schlimmer wird, nur damit eine Sache übermalt werden kann, zum Schein! So etwas ist reine Scharlatanerie und gehört mit schwersten Strafen verboten!
    Man kann aus einen Fisch keinen Vogel machen, außer man schmeißt ihn in die Luft, wo er am Ende mit den Kopf tödlich auf das steinharte Pflaster knallt! Da ist es doch besser einen Fisch als Fisch zu akzeptieren, damit er sich wohl in seinen Element fühlen kann!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 YannickAnonym
  • 20.12.2019, 09:03h
  • Damit wäre dann auch Kanada weiter als Deutschland.

    Union und SPD kriegen echt jede gute Idee verwässert...
  • Antworten » | Direktlink »